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Kinderkrankheiten von Scharlach über Masern und Röteln bis Windpocken


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Kinderkrankheiten von Scharlach über Masern und Röteln bis Windpocken

Kinderkrankheiten: Scharlach, Masern, Röteln und Windpocken

Kinderkrankheiten von Scharlach über Masern und Röteln bis Windpocken

Ob Kinder noch sehr klein oder schon etwas größer sind, Eltern machen sich immer Sorgen um ihre Kinder. Sind die Kinder krank, benötigen sie neben medizinischer Hilfe auch besondere Zuwendung und Liebe. Wichtig ist, dass Eltern ihr Kind von Anfang an beobachten und dabei lernen, auf Veränderungen bei ihrem Kind zu achten. Auf diese Weise können sie oft schon bereits kleinste Anzeichen einer Erkrankung erkennen und schnell handeln. Anfangs, wenn das Baby noch sehr klein ist, sind viele Eltern überängstlich, gerade, wenn es das erste Kind ist. Mit der Zeit lernen aber auch die ängstlichsten Eltern ein Gespür dafür zu entwickeln, ob ihr Kind ernsthaft krank ist oder sich nur unwohl fühlt. Vermuten Eltern eine Erkrankung oder Kinderkrankheit bei ihrem Kind, sollten sie nicht zögern, ihr Kind bei einem erfahrenen Kinderarzt untersuchen zu lassen. Außerdem sollten Eltern die Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen, und so den Gesundheitszustand ihres Kindes regelmäßig überprüfen zu lassen. Ratsam ist es sich auch, sich einen Ratgeber zu Kinderkrankheiten oder ein Lexikon zu Kinderkrankheiten zuzulegen, um sich über typische Kinderkrankheiten zu informieren. Oftmals sind diese Bücher mit zahlreichen Bildern und Fotos versehen, anhand derer typische Symptome erkannt werden können. Mütter und Väter, die Rat und Hilfe suchen, wenden sich auch häufig an ein Forum für Eltern. Hier können sie sich mit anderen Eltern über Kinderkrankheiten, chronische Kinderkrankheiten und vieles andere mehr austauschen. Ob es sich nun um Fragen rund um Röteln, Windpocken, Scharlach oder Mundfäule handelt oder um natürliche Hilfen bei Blähungen, in einem Elternforum finden viele Eltern wertvolle Hinweise. Natürlich stellen die Ratschläge in einem Forum keinen Ersatz für eine ärztliche Beratung da und können keinesfalls die Behandlung durch erfahrene Kinder- und Jugendärzte ersetzen.

Das erste Jahr im Leben eines Kindes

Im ersten Lebensjahr legt das Kind gewaltige Entwicklungsschritte zurück. Gleichzeitig sind die ersten 12 Monate im Leben eines Kindes die Zeit, in der sich Eltern und Kind kennenlernen und sich aneinander gewöhnen. Die meisten frisch gebackenen Eltern sind gerade in den ersten Wochen und Monaten etwas unsicher, wie das Leben nun mit einem kleinen Lebewesen verläuft. Ist das Kind gesund? Trinkt das Kind auch genügend? Entwickelt sich das Kind altersgerecht? Das sind nur einige der Fragen, die zahlreiche Elternpaare beschäftigen. Mit der Zeit lernen Eltern allerdings, etwas gelassener mit der neuen Situation umzugehen und die Bedürfnisse ihres Kindes richtig einzuschätzen. Da ein Baby jeden Tag neue Fortschritte zeigt, lernen auch die Eltern jeden Tag im Umgang mit ihrem Kleinkind dazu.

Die Gesundheitsvorsorge beim Baby

Oft fragen sich Eltern, ob die Entwicklung ihres Babys normal verläuft. Treffen sie sich mit anderen Eltern, sind die Babys meist das Hauptgesprächsthema und manchmal machen sich die Eltern dann unnötige Sorgen. Auch wenn das Baby der Freundin vielleicht schon krabbelt und das eigene Kind noch nicht, ist dies noch kein Grund, in Panik auszubrechen. Ob die Entwicklung des eigenen Kindes normal und altersgerecht verläuft, kann am besten ein erfahrener Kinderarzt beurteilen. Machen sich Eltern also Sorgen um die Entwicklung ihres Babys, sollten sie sich mit ihren Fragen und Bedenken vertrauensvoll an ihren Kinderarzt wenden. Zur Früherkennung von Krankheiten haben Kinder in Deutschland einen rechtlichen Anspruch auf Untersuchungen, die so genannten Vorsorgeuntersuchungen. Diese Vorsorgeuntersuchungen dienen dazu, frühzeitig eventuelle Störungen der körperlichen und geistigen Entwicklung zu erkennen und zu behandeln. Zusätzlich zu den Vorsorgeuntersuchungen für Kinder sind die so genannten Jugendgesundheitsuntersuchungen vorgesehen.

Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche

Die Vorsorgeuntersuchungen können jeweils nur in den angegebenen Zeiträumen, unter Berücksichtigung der jeweiligen Toleranzgrenze in Anspruch genommen werden. Die Ergebnisse der Vorsorgeuntersuchungen werden vom Kinderarzt in ein spezielles Untersuchungsheft eingetragen, so dass jeder Arzt bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung die Ergebnisse der letzten Früherkennungsuntersuchung einsehen kann. Das Untersuchungsheft erhalten Eltern entweder nach der Geburt des Babys im Krankenhaus oder vom Kinderarzt.

Nach der U1, die direkt nach der Geburt stattfindet, folgt die

Früherkennung für Kinder - U2

Basisuntersuchung für Neugeborene, die zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag erfolgt.

Erhebung der Vorgeschichte wie beispielsweise

- Schwierigkeiten beim Trinken
- Krämpfe
- Atemstillstand

Untersuchungen wie beispielsweise

- Haut
- Brust- und Bauchorgane
- Skelettsystem
- Sinnesorgane
- Reifezeichen
- Körpermaße
- Motorik

Früherkennung für Kinder – U3

Untersuchung des Babys in der vierten bis fünften Lebenswoche

Erhebung der Vorgeschichte wie beispielsweise

- Schwierigkeiten beim Trinken
- Krampfanfälle
- Stuhlauffälligkeiten
- Altersgemäße Ernährung fehlt
- Reaktionen fehlen

Untersuchungen wie beispielsweise

- Haut
- Brust- und Bauchorgane
- Skelettsystem
- Geschlechtsorgane
- Sinnesorgane
- Körpermaße
- Motorik

Bei dieser Vorsorgeuntersuchung werden die Hüftgelenke des Babys mittels Ultraschall untersucht. Auf diese Weise soll eine angeborene Fehlstellung der Hüften rechtzeitig erkannt werden. Darüber hinaus erhalten die Eltern Ernährungshinweise für ihr Baby im Hinblick auf die Mundgesundheit (Maßnahmen zur Zahnprophylaxe).

Früherkennung für Kinder – U4

Untersuchung im dritten bis vierten Lebensmonat des Kindes.

Erhebung der Vorgeschichte wie beispielsweise

- Schwierigkeiten beim Trinken und Füttern
- Schluckstörungen
- Erbrechen, Durchfall
- Stuhlauffälligkeiten
- Krampfanfälle
- Fehlen des reaktiven Lächelns
- Bewegung des Kopfes zur Schallquelle fehlt

Untersuchungen wie beispielsweise

- Haut
- Brust- und Bauchorgane
- Sinnesorgane
- Geschlechtsorgane
- Skelettsystem
- Motorik
- Körpermaße

Früherkennung für Kinder – U5

Untersuchung im sechsten bis siebten Lebensmonat des Kindes

Erhebung der Vorgeschichte wie beispielsweise

- Schwierigkeiten beim Trinken und Füttern
- Schluckstörungen
- Krampfanfälle
- abnorme Stühle
- fehlender Blickkontakt

Untersuchungen wie beispielsweise

- Haut
- Brust- und Bauchorgane
- Sinnesorgane
- Geschlechtsorgane
- Skelettsystem
- Motorik
- Körpermaße

Darüber hinaus berät der Kinderarzt zur Mundhygiene und einer zahnschonenden Ernährung.

Früherkennung für Kinder – U6

Untersuchung des Kindes im zehnten bis zwölften Lebensmonat

Erhebung der Vorgeschichte wie beispielsweise

- Schwierigkeiten beim Essen und Trinken
- Krampfanfälle
- gehäufte Infektionen
- abnorme Stühle, Verstopfung
- fehlender Blickkontakt
- verzögerte Sprachentwicklung

Untersuchungen wie beispielsweise

- Körpermaße
- Haut
- Brust- und Bauchorgane
- Sinnesorgane
- Motorik und Nervensystem

Darüber hinaus gibt der Kinderarzt Hinweise zur Zahnpflege.

Früherkennung für Kinder – U7

Untersuchung des Kindes im 21. bis 24. Lebensmonat


Erhebung der Vorgeschichte wie beispielsweise

- Krampfanfälle
- Schwierigkeiten beim Essen und Trinken
- gehäufte Infektionen
- Fehlen einer altersgemäßen Sprache
- Verhaltensauffälligkeiten

Untersuchungen wie beispielsweise

- Körpermaße
- Haut
- Brust- und Bauchorgane
- Sinnesorgane
- Motorik und Nervensystem

Früherkennung für Kinder – U7a

Untersuchung des Kindes im 34. bis 36. Lebensmonat

Erhebung der Vorgeschichte wie beispielsweise

- Krampfanfälle
- Miktionsstörungen
- Auftreten von gehäuften Infektionen
- Fehlen einer altersgemäßen Sprache
- Fehlen eines altersgemäßen Sprachverständnisses
- Verhaltensauffälligkeiten
- Fluoridprophylaxe fehlt

Untersuchungen wie beispielsweise

- Körpermaße
- Haut
- Brust- und Bauchorgane
- Skelettsystem
- Sinnesorgane
- Motorik und Nervensystem

Früherkennung für Kinder – U8

Untersuchung des Kindes im 46. bis 48. Lebensmonat (3 ½ Jahre)

Erhebung der Vorgeschichte wie beispielsweise

- Krampfanfälle
- Auftreten von gehäuften Infektionen
- Miktionsstörungen
- Fehlen einer altersgemäßen Sprache
- Aussprachestörungen

Untersuchungen wie beispielsweise

- Körpermaße
- Haut
- Brust- und Bauchorgane
- Skelettsystem
- Sinnesorgane
- Motorik und Nervensystem
- auffälliger Harnbefund

Früherkennung für Kinder – U9

Untersuchung des Kindes im 60. bis 64. Lebensmonat (5 Jahre)

Erhebung der Vorgeschichte wie beispielsweise

- Auftreten von gehäuften Infektionen
- Krampfanfälle
- Sprachstörungen und Aussprachestörungen
- Verhaltensauffälligkeiten
- motorische Ungeschicklichkeit

Untersuchungen wie beispielsweise

- Körpermaße
- Haut
- Brust- und Bauchorgane
- Skelettsystem
- Sinnesorgane
- Motorik und Nervensystem
- auffälliger Harnbefund

Jugendgesundheitsuntersuchung – J1

Diese Untersuchung findet bei Kindern im Alter zwischen 12 und 14 Jahren statt und kann vom Hausarzt oder vom Kinder- und Jugendarzt durchgeführt werden. Das Ziel dieser Jugendgesundheitsuntersuchung ist die Früherkennung von Erkrankungen, die sich negativ auf die körperliche, geistige und soziale Entwicklung des Kindes auswirken können. Darüber hinaus sollte eine Aufklärung über gesundheitsgefährdendes Verhalten erfolgen.

Im Rahmen der Anamnese wird u.a. auf Folgendes geachtet:

- auffällige Verhaltensstörungen
- auffällige schulische Entwicklung
- Vorliegen chronischer Erkrankungen
- Gesundheitsgefährdendes Verhalten wie beispielsweise Rauchen, Drogenkonsum, Alkoholkonsum

Im Mittelpunkt der Untersuchungen stehen u.a.:

- Körpermaße
- Pubertätsentwicklung (verfrüht oder verzögert)
- Störungen der körperlichen Entwicklung
- Auffälligkeiten des Skelettsystems

Kinder- und Jugendärzte empfehlen zu diesen Vorsorgeuntersuchungen die Jugendgesundheitsuntersuchung J 2, die im Alter zwischen 16 und 17 Jahren stattfinden sollte. Diese Untersuchung wird derzeit noch nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet.

Auch wenn alle Vorsorgeuntersuchungen penibel eingehalten werden, können Eltern ihre Kinder nicht davor schützen, an typischen Kinderkrankheiten zu erkranken.

Was sind Kinderkrankheiten?

Kinderkrankheiten sind Infektionskrankheiten mit einer hohen Übertragungsfähigkeit, die überwiegend im Kindesalter auftreten und in der Regel eine lebenslange Immunität hinterlassen. Wurde im Kindesalter keine Immunität gegen diese Krankheiten gebildet, können auch Erwachsene an Kinderkrankheiten erkranken.

Typische Kinderkrankheiten

Zu den typischen Kinderkrankheiten zählen Drei-Tage-Fieber, Keuchhusten, Masern, Mumps, Kinderlähmung, Ringelröteln, Röteln und Windpocken.

Drei-Tage-Fieber

Das Drei-Tage-Fieber (Exanthema subitum/Roseola infantum) ist eine hochansteckende, aber in der Regel eher harmlose Viruserkrankung. Typisch für diese Kinderkrankheit sind das plötzlich auftretende Fieber, das bis zu vier Tage andauern kann sowie ein daran anschließender Hautausschlag, der sich nach ein paar Tagen wieder zurückbildet. Häufig betrifft diese Erkrankung Säuglinge und Kleinkinder bis drei Jahre. In Einzelfällen können auch ältere Kinder von dieser Krankheit betroffen sein. Die Inkubationszeit kann bis zu 17 Tage betragen.

Keuchhusten

Keuchhusten (Pertussis) zählt weltweit zu den häufigsten Infektionskrankheiten bei Kindern. Allerdings können nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene von dieser Krankheit betroffen sein. Keuchhusten ist hochansteckend und führt zu heftigen Hustenanfällen bei den Erkrankten.

Masern

Masern zählen zu den ansteckendsten Krankheiten. Von dieser typischen Kinderkrankheit können aber nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche und Erwachsene betroffen sein. Nicht immer verläuft die Erkrankung harmlos, als Komplikationen können Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen auftreten. In schlimmen Fällen kann es zu einer lebensgefährlichen Gehirnentzündung (Enzephalitis) kommen.

Mumps

Diese weltweit verbreitete Viruserkrankung wird im Volksmund auch oftmals als Ziegenpeter bezeichnet. Gehäuft tritt die Krankheit im Frühjahr und Winter auf. Mumps zählt zwar zu den typischen Kinderkrankheiten, kann aber durchaus auch Jugendliche und Erwachsene betreffen.

Poliomyelitis, Kinderlähmung

Im Jahre 2002 hat die Weltgesundheitsorganisation Europa als poliofrei erklärt. Allerdings ist es immer möglich, dass neue Infektionen eingeschleppt werden können, da Kinderlähmung außerhalb Europas noch verbreitet ist. Vorwiegend betrifft diese Erkrankung Kinder im Alter zwischen drei und acht Jahren, kann allerdings auch ältere Kinder und Erwachsene betreffen.

Ringelröteln

Als Ringelröteln wird eine Virusinfektion bezeichnet, die in der Regel gutartig verläuft. Sie tritt vorwiegend bei Kindern im Kindergarten- und Schulalter auf, kann allerdings auch manchmal bei Erwachsenen auftreten. Gehäuft ist die Krankheit im Frühjahr und Winter festzustellen. Personen, die mit Kindern in Kontakt stehen (Eltern, Erzieher/innen, Lehrer/innen) haben ein besonders hohes Risiko, an Ringelröteln zu erkranken.

Röteln

Röteln werden durch Viren hervorgerufen. Diese Kinderkrankheit verläuft in der Regel komplikationsfrei, kann allerdings bei schwangeren Frauen zu Komplikationen führen. Erkrankt eine Frau in der Schwangerschaft an Röteln, kann das ungeborene Kind schwere Schäden erleiden.

Windpocken

Diese Kinderkrankheit ist weltweit verbreitet und gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter. In der Regel verlaufen die Windpocken harmlos, können allerdings für Neugeborene und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem eine ernst zu nehmen Gefahr darstellen.

STIKO

Die STIKO ist die ständige Impfkommission in Deutschland, die aus mehreren Experten besteht und vom Bundesminister für Gesundheit berufen wird. Die Aufgabe der STIKO ist es, Empfehlungen für notwendige Impfungen in Deutschland vorzubereiten. Dies geschieht auf wissenschaftlicher Grundlage.

Erste Hilfe

Neben den typischen Kinderkrankheiten passieren im Kindesalter schnell einmal kleinere Unfälle. Damit Eltern in Gefahrensituationen schnell reagieren können, müssen sie wissen, welche Sofortmaßnahmen bei einem Notfall zu veranlassen sind. Dazu gehört, dass sie einige „einfache Handgriffe“ kennen und darüber hinaus natürlich auch die erforderlichen Medikamente und Hilfsmittel zur Verfügung haben. Ein „Erste Hilfe Kurs“ ist für Eltern also unbedingt empfehlenswert. Da viele Unfälle in den eigenen vier Wänden passieren, sollten Eltern einige Sicherheitsvorkehrungen treffen, damit ihr Zuhause so kinderfreundlich wie möglich ist.

Was gehört in die Hausapotheke?

Kinder sollten ihre eigene Hausapotheke haben. Da sie in der Regel nicht mit Medikamenten für Erwachsene behandelt werden, ist es empfehlenswert, für Kinder eine eigene Hausapotheke oder zumindest ein Fach einzurichten. Zu einer gut ausgestatteten Hausapotheke für Kinder zählen u.a.:

Medikamente

- Zäpfchen gegen Schmerzen und Fieber
- Wund- und Heilsalbe
- Salbe gegen einen wunden Po und gegen Hautausschlag

Verbandsmaterial und andere Hilfsmittel

- Fieberthermometer (digital)
- Hautdesinfektionsmittel
- Pflaster
- Sterile Lagen
- Dreieckstuch
- Brandwundauflage
- Pinzette
- Verbandsschere
- Wärmflasche
- kleine Taschenlampe

Tee

- Fenchel, Kümmel, Anistee gegen Blähungen
- Kamillentee gegen Bauchschmerzen
- Salbeitee gegen Erkältungen

Auch wenn die Hausapotheke für Kinder eingerichtet wird, ist sie für Kinder tabu. Empfehlenswert ist es, die Hausapotheke zu verschließen und sie außerhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren.

Notrufnummern

Notruf bundesweit 112
Polizei 110

Giftnotruf

BERLIN

Telefon: 030-19240 (Tag und Nacht) Telefonische ärztliche Hilfe rund um die Uhr

Internet: www.giftnotruf.de

Welche Fragen werden beim Anruf in der Giftnotrufzentrale gestellt?

WER ist betroffen? (Kind, Erwachsener)
WAS wurde eingenommen? (Name auf der Packung, Name der Pflanze)
WIEVIEL wurde eingenommen? (wie viel könnte aus einer Packung fehlen)
WIE wurde es eingenommen? (geschluckt, eingeatmet, ins Auge)
WANN wurde es eingenommen?
WIE alt ist das Kind?
WIEVIEL wiegt das Kind?
WELCHE Symptome hat das Kind? (Erbrechen, Husten, Zuckungen, Benommenheit, Schmerzen)

Weitere Angaben: Adresse, Namen und Telefonnummer

Als Kinderkrankheiten werden die Krankheiten bezeichnet, die in erster Linie im Kindesalter auftreten. Dabei ist der Name aber irreführend, denn es ist keineswegs so, dass die Krankheiten harmlos sind. Sie können sehr gefährlich werden, daher sind die Impfungen anzuraten. Als typische Kinderkrankheiten gelten das Drei-Tage-Fieber (keine Impfung möglich), Mumps, Röteln, Masern und Windpocken. So genannte Masernpartys, bei denen sich gesunde Kinder mit der Krankheit anstecken sollen, sind gefährlich.

Als Kinderkrankheiten werden die Infektionskrankheiten bezeichnet, die sehr leicht übertragbar sind und die eine sehr hohe so genannten Durchseuchungsrate aufweisen. Wie der Name schon sagt, treten die Krankheiten in der Regel im Kindesalter auf. Allerdings kann es auch sein, dass Erwachsene diese Krankheiten bekommen können, was dann häufig mit schwereren Komplikationen einhergeht. Heute wird aber wieder verstärkt darauf geachtet, dass die Kinder gegen die typischen Krankheiten geimpft werden, auch wenn es immer noch Eltern gibt, die sich als Impfmuffel darstellen. Wer die jeweilige Krankheit einmal durchlebt hat, ist in der Regel lebenslang immun gegen den Erreger. Allerdings werden nicht alle Krankheiten als Kinderkrankheiten bezeichnet, nur weil sie im Kindesalter auftreten.

Eine typische Kinderkrankheit ist das Drei-Tage-Fieber. Es wird durch Niesen oder Husten übertragen und es besteht eine Inkubationszeit von bis zu zwei Wochen. Für drei Tage lang hat das Kind hohes Fieber, dann wird es innerhalb weniger Stunden fieberfrei. Es folgt ein Hautausschlag meist am Rumpf, teilweise auch an Armen und Beinen. Teilweise wird auch Scharlach zu den Kinderkrankheiten gezählt. Streng genommen ist das aber falsch, denn eine lebenslange Immunität besteht dabei nicht. Es ist also auch möglich, mehrfach an Scharlach zu erkranken.

Bekannt sind des Weiteren Keuchhusten, Masern, Kinderlähmung, Röteln, Mumps, Ringelröteln und die Windpocken. Geimpft wird heute meist in Form der Sechsfachimpfung, die vor Keuchhusten, Tetanus, Hib-Viren, Kinderlähmung, Hepatitis-B und Diphtherie schützt. Hinzu kommt die Vierfachimpfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken.

Meist handelt es sich bei den Erregern der Kinderkrankheiten um Viren, nur teilweise, wie etwa beim Keuchhusten, kommen Bakterien in Frage. Die Erreger lösen beim Immunsystem eine Art Erinnerungsvermögen aus, so dass es gegen die Viren und Bakterien ankämpfen kann, wenn es erneut damit in Kontakt kommt.

Auch wenn die Bezeichnung Kinderkrankheit eher harmlos klingt, so sind es diese Erkrankungen doch bei Weitem nicht. Sie können ernsthafte Schädigungen nach sich ziehen. So können zum Beispiel durch Masern schwere Organschäden verursacht werden. Kein Wunder also, dass Mediziner vehement gegen so genannte Masernpartys sind, die teilweise auch bei Windpocken angewendet werden. Dann treffen sich Eltern mit gesunden und Eltern mit kranken Kindern und lassen diese zusammen spielen. Die gesunden Kinder stecken sich an und erleben die Krankheit. Davon abgesehen, dass der Piks bei der Impfung weitaus leichter für das Kind zu ertragen ist – Nebenwirkungen der Impfungen verlaufen recht umkompliziert – so kann die Erkrankung auch sehr gefährlich werden. Lungenentzündungen, Luftröhren-Entzündungen oder sogar Krupp-Anfälle können die Folge sein. Eine Therapie der Ursache der Erkrankung ist nicht möglich, es können immer nur die Symptome bekämpft werden. Nicht selten landen daher vor allem sehr kleine Kinder im Krankenhaus. Es ist daher wichtig, die erste Impfung vorzunehmen, wenn der Nestschutz, den das Kind durch die Mutter mitbekommen hat, nachlässt.

Durch die Impfungen wird zudem erreicht, dass Kinderkrankheiten heutzutage eher selten vorkommen. Die Krankheiten, gegen die nicht geimpft werden kann, wie etwa das Drei-Tage-Fieber, sind eher harmlos. Hier muss nur die Höhe des Fiebers beobachtet werden und es müssen eventuell Maßnahmen zur Senkung der Körpertemperatur ergriffen werden.

Noch etwas zu den Nebenwirkungen der Impfung: Meist reagiert das Kind mit leichtem bis mittlerem Fieber, das nach zwei Tagen schon wieder verschwunden ist. Ein Kind, das eine Erkältung oder einen anderen Grund für ein angeschlagenes Immunsystem aufweist, wird in der Regel nicht geimpft.



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