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Mutterschaftsgeld: Berechnung, Antrag und Höhe des Mutterschaftsgeldes

 




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Mutterschaftsgeld

Mutterschaftsgeld - Berechnung, Antrag und Höhe

Mutterschutzgesetz für erwerbstätige Frauen

Für Frauen, die einer Erwerbstätigkeit nachgehen und in einem Arbeitsverhältnis stehen, gilt während der Schwangerschaft und nach der Entbindung ein besonderer Schutz. Dieser Schutz ist im Mutterschutzgesetz verankert. Damit sind schwangere Frauen und frisch gebackene Mütter grundsätzlich vor Kündigungen geschützt. Darüber hinaus legt das Mutterschutzgesetz Regeln fest, so dass die Gesundheit der schwangeren Frau und des ungeborenen Kindes vor Gefahren am Arbeitsplatz geschützt ist.

Mutterschutzfrist

Die Mutterschutzfrist beginnt sechs Wochen vor dem festgelegten Geburtstermin und endet acht Wochen nach der Entbindung. Bei medizinischen Frühgeburten und Mehrlingen endet die Mutterschutzfrist zwölf Wochen nach der Entbindung. Kommt es zu einer vorzeitigen Geburt oder einer Frühgeburt, dann verlängert sich die Mutterschutzfrist um die Tage nach der Geburt, die vor der Entbindung nicht genutzt werden konnten. Auf Grund dieser Regelungen im Mutterschutzgesetz haben alle erwerbstätigen werdenden Mütter insgesamt einen Anspruch auf mindestens 14 Wochen Mutterschutzfrist.

Was sollten schwangere Frauen für die Mutterschutzfrist beachten?

Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, haben im Regelfall während der gesamten Mutterschutzfrist Anspruch auf Mutterschaftsgeld sowie einen Zuschuss ihres Arbeitgebers. Dies gilt jedoch nur für gesetzlich versicherte Frauen. Hat der Arzt den Geburtstermin errechnet, legen werdende Mütter diese Bescheinigung ihrem Arbeitgeber und der Krankenkasse vor, bevor die Mutterschutzfrist beginnt.

Was ist das Mutterschaftsgeld?

Mutterschaftsgeld wird von den gesetzlichen Krankenkassen während der Mutterschutzfrist vor und nach der Geburt des Kindes sowie für den Entbindungstag selbst gezahlt.

Welche Frauen können Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse erhalten?

Mutterschaftsgeld, das die gesetzliche Krankenkasse zahlt, erhalten nur Frauen, die entweder pflichtversichert oder freiwillig als Mitglied mit einem Anspruch auf Krankengeldzahlung versichert sind. Darüber hinaus müssen für den Bezug von Mutterschaftsgeld weitere Voraussetzungen erfüllt sein. Daher erhalten folgende Frauen Mutterschaftsgeld:

- Die Frauen müssen in einem Arbeitsverhältnis oder in einem Heimarbeitsverhältnis stehen.
- Der Arbeitgeber hat das Arbeitsverhältnis während der Schwangerschaft zulässig gekündigt.
- Das Arbeitsverhältnis beginnt erst nach dem Beginn der Mutterschutzfrist. In diesem Fall haben die Frauen Anspruch auf Mutterschaftsgeld, und zwar dann, wenn sie beim Beginn des Arbeitsverhältnisses Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sind.
- Die Frauen stehen bei Beginn der Mutterschutzfrist nicht in einem Arbeitsverhältnis, sind jedoch bei einer gesetzlichen Krankenkasse mit Anspruch auf Krankengeld versichert. Diese Frauen erhalten ihr Mutterschaftsgeld in Höhe des zustehenden Krankengeldes.

Wer hat Anspruch auf Mutterschaftsgeld?

Frauen, die sich im Mutterschutz befinden, erhalten von ihrer Krankenkasse Mutterschaftsgeld in einer Höhe bis maximal 13 Euro pro Kalendertag. Bis zur Höhe des Nettogehaltes wird dieses Mutterschaftsgeld vom Arbeitgeber aufgestockt. Dabei errechnet sich die Höhe dieser Zuzahlung aus dem Durchschnitt des Nettogehaltes in den letzten drei Monaten, vor Beginn des Mutterschutzes. Wie viel die Krankenkasse zahlt, hängt ebenfalls vom durchschnittlichen Nettoeinkommen dieser letzten drei Monate ab. Dabei wird das Nettoeinkommen auf Tage umgerechnet.

Wo wird das Mutterschaftsgeld beantragt?

Wer gesetzlich versichert ist, betragt das Mutterschaftsgeld bei seiner Krankenkasse. Auch im Falle von Arbeitslosigkeit wird das Mutterschaftsgeld bei der Krankenkasse beantragt.

Wie verhält es sich mit dem Mutterschaftsgeld bei privat versicherten Frauen?

Privat versicherte Frauen erhalten im Mutterschutz ihr Nettogehalt abzüglich eines Betrages in Höhe von 13 Euro pro Arbeitstag. Dies ist der Betrag, den die gesetzlichen Krankenkassen als Mutterschaftsgeld auszahlen. Da private Kassen kein Mutterschaftsgeld zahlen, können werdende Mütter, die bei einer privaten Krankenversicherung versichert sind, ein einmaliges Mutterschaftsgeld beim Bundesversicherungsamt beantragen, in einer Höhe von bis zu 210 Euro.

Was passiert mit dem Mutterschaftsgeld bei geringfügig Beschäftigten?

Wer einer sozialversicherungsfreien Tätigkeit nachgeht, kann bis zu 210 Euro vom Bundesversicherungsamt nach Beantragung erhalten. Die gleiche Regelung gilt für Frauen, die über ihren Mann in einer gesetzlichen Krankenkasse familienversichert sind.

Haben Hausfrauen Anspruch auf Mutterschaftsgeld?

Da Hausfrauen keinen Lohn erhalten und das Mutterschaftsgeld eine Lohnersatzzahlung ist, haben Hausfrauen keinen Anspruch auf Mutterschutz und Mutterschaftsgeld.

Was passiert mit Mutterschutz und Mutterschaftsgeld, im Falle von Arbeitslosigkeit?

Frauen, die zu Beginn der Mutterschutzfrist noch Anspruch auf Arbeitslosengeld haben, erhalten ihr Mutterschaftsgeld in Höhe des Arbeitslosengeldes. Das Mutterschaftsgeld wird in diesem Fall von der Krankenkasse bezahlt, da das Arbeitsamt wegen des Beschäftigungsverbots der Frauen in der Mutterschutzfrist nicht mehr zuständig ist.

Wie sieht es mit Mutterschutz und Mutterschaftsgeld bei Selbstständigkeit aus?

Hier hängt es wiederum von der Wahl der Krankenkasse ab. Werdende Mütter, die freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind, erhalten ihr Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes, solange der Mutterschutz andauert.

Was passiert, wenn sich der Geburtstermin des Kindes verschiebt?

Wohl kaum ein Baby hält sich genau an den errechneten Geburtstermin. Auch wenn das Baby früher oder später auf die Welt kommt, gehen deshalb weder die Ansprüche auf Mutterschaftsgeld noch der Mutterschutz verloren. Kommt das Baby als Frühgeburt auf die Welt, werden die nicht in Anspruch genommenen Tage vor der Entbindung auf die Zeit nach der Geburt übertragen. Außerdem verlängert sich der Mutterschutz nach der Geburt auf längstens zwölf Wochen. Kommt das Kind nach dem errechneten Geburtstermin auf die Welt, zahlt die Krankenkasse rückwirkend für die sechs Wochen Mutterschaftsgeld ab dem Zeitpunkt der Entbindung sowie die vollen acht Wochen nach der Geburt. Es ist deshalb wichtig, rechtzeitig die Bescheinigung über den Geburtstermin bei der Krankenkasse einzureichen. Bei Mehrlingsgeburten hat die Mutter nach der Entbindung Anspruch auf zwölfwöchiges Mutterschaftsgeld.

Was passiert, wenn ein zweites Kind unterwegs ist?

Kündigt sich während der Elternzeit ein zweites Kind an und befindet sich die werdende Mutter in ungekündigter Stellung, hat sie erneut Anspruch auf maximal 13 Euro/Tag von der gesetzlichen Krankenkasse. Allerdings ist der Arbeitgeber während der Elternzeit nicht zu Zahlungen verpflichtet. Fällt allerdings ein Teil der neuen Mutterschutzfrist so, dass sich der Mutterschutz an die Elternzeit direkt anschließt oder nach der Elternzeit liegt, dann bekommt die Mutter erneut einen Zuschuss vom Arbeitgeber, allerdings erst von dem Tag an, an dem die Elternzeit endet. Wenn die Frau während ihrer Elternzeit einer Teilzeit-Beschäftigung nachgegangen ist, hat sie damit auch wieder einen Anspruch auf die Zuzahlung zum Mutterschaftsgeld erworben.

Wie erhalten Mütter ihr Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt?

Erwerbstätige Frauen, die nicht selbst Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sind, können ihr Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt erhalten. Dies betrifft beispielsweise geringfügig beschäftigte Frauen, privat krankenversicherte Frauen oder Frauen, die in der gesetzlichen Krankenkasse familienversichert sind. Diese Frauen können von der Mutterschaftsstelle im Bundesversicherungsamt Mutterschaftsgeld in einer Höhe von insgesamt maximal 210 Euro erhalten. Weitere Informationen dazu, ein Merkblatt für Mutterschaftsgeld sowie Antragsformulare für das Mutterschaftsgeld werden auf der Webseite vom Bundesversicherungsamt zur Verfügung gestellt.

Welche Unterlagen benötigt das Bundesversicherungsamt?

- vollständig ausgefüllten Antrag auf Mutterschaftsgeld
- fristgerecht ausgestellte Bescheinigung über den errechneten Entbindungstermin
- Bescheinigung vom Arbeitgeber
- eventuell eine Geburtsbescheinigung, die vom Standesamt ausgestellt ist
- falls das Baby als Frühgeburt auf die Welt kommt, die ärztliche Bescheinigung

Weitere Informationen zum Mutterschaftsgeld über das Bundesversicherungsamt

Die Höhe des Mutterschaftsgeldes hängt vom kalendertäglichen Entgelt ab, allerdings ist die Höhe des Mutterschaftsgeldes auf 210 Euro für die gesamte Mutterschutzfrist begrenzt. Das Mutterschaftsgeld, das vom Bundesversicherungsamt ausgezahlt wird, ist nicht auf das Erziehungsgeld bzw. Elterngeld anzurechnen.

Zuschuss zum Mutterschaftsgeld über das Bundesversicherungsamt

Werdende Mütter, die während ihrer Schwangerschaft oder während der Mutterschutzfrist nach der Geburt die Kündigung im Einverständnis mit der zuständigen Behörde erhalten, können Zuschuss zum Mutterschaftsgeld erhalten. Auch wenn der Arbeitgeber den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld auf Grund einer Insolvenz nicht zahlen kann, ist es möglich, den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld über das Bundesversicherungsamt zu bekommen. Beides geschieht allerdings nur auf Antrag. Wer von diesen Fällen betroffen ist, sollte die Anträge und Bescheinigungen möglichst frühzeitig an das Bundesversicherungsamt schicken. Dazu gehört auch die Bescheinigung über den voraussichtlichen Termin der Entbindung, die vor der Entbindung beim Bundesversicherungsamt eingehen muss. Das Antragsformular für den Zuschuss von Mutterschaftsgeld ist beim Bundesversicherungsamt in Bonn erhältlich.

Wie sieht es bei Studentinnen mit dem Mutterschaftsgeld aus?

Für Studentinnen, die Vollzeit studieren oder noch einer Teilzeit-Tätigkeit nachgehen, gelten besondere Regelungen in Bezug auf das Mutterschaftsgeld. Damit Studentinnen das Mutterschaftsgeld von der gesetzlichen Krankenkasse erhalten, müssen sie bereits vor der Entbindung Mitglied in einer gesetzlichen Krankenversicherung gewesen sein. Dabei gelten als Fristen die 10. Schwangerschaftswoche bis vier Monate vor dem berechneten Geburtstermin. In dieser Zeit müssen Studentinnen in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert gewesen sein, damit sie das Mutterschaftsgeld von 13 Euro/Kalendertag erhalten können.

Gibt es Mutterschaftsgeld für Arbeitslose oder Minijobberinnen?

Wer arbeitslos ist und Arbeitslosengeld I oder II bezieht, und gesetzlich krankenversichert ist, hat Anspruch auf Mutterschaftsgeld, das von der Krankenkasse ausbezahlt wird. Die Höhe des Mutterschaftsgeldes ist so hoch wie das bisherige Arbeitslosengeld. Wer in einem Minijob arbeitet, kann auf Antrag eine einmalige Zahlung von bis zu 210 Euro vom Bundesversicherungsamt in Bonn erhalten.

Was muss beim Mutterschaftsgeld sonst noch beachtet werden?

Mutterschaftsgeld wird nur auf Antrag ausgezahlt. Es läuft also nicht automatisch, sondern muss bei der jeweiligen Mutterschaftsgeldstelle rechtzeitig beantragt werden. Gesetzlich Krankenversicherte wenden sich an ihre Krankenkasse, um Mutterschaftsgeld zu beantragen. Privat versicherte Frauen oder Frauen, die einen Mini-Job innehaben, wenden sich für den Antrag auf Mutterschaftsgeld an die Mutterschaftsgeldstelle des Bundesversicherungsamtes in Bonn. Das Mutterschaftsgeld sollte möglichst frühzeitig beantragt werden. Für den Antrag ist eine Bescheinigung des Arztes notwendig, worauf dieser den voraussichtlichen Geburtstermin bestätigt. Die Bescheinigung mit dem errechneten Entbindungstermin darf frühestens sieben Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtstermin ausgestellt werden.

Informationen zur Mutterschaftsgeldstelle im Bundesversicherungsamt

Postadresse

Bundesversicherungsamt – Mutterschaftsgeldstelle –

Friedrich Ebert Allee 38

53113 Bonn

Weitere Informationen zum Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt sind auf der Webseite http://www.mutterschaftsgeld.de erhältlich. Dort kann auch der Antrag für Mutterschaftsgeld online ausgefüllt werden.

Broschüre vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Mutterschutzgesetz – Leitfaden zum Mutterschutz

Frauen, die sich über das Mutterschutzgesetz und das Mutterschaftsgeld näher informieren möchten, können sich beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Broschüre zum Mutterschutzgesetz bestellen, die über den Mutterschutz in Deutschland informiert. Darüber hinaus bietet die Broschüre einen Überblick über die Rechte und Pflichten der Frauen gegenüber dem Arbeitgeber, über Leistungen der Krankenkassen und gibt Hinweise zum Mutterschaftsgeld.

Das Mutterschaftsgeld ist eine Lohnersatzleistung und wird folglich auch nur für Angestellte und eine kleine Gruppe von Freiberuflern gewährt. Die Berechnung des Mutterschaftsgeldes geht dabei vom bisherigen Lohn oder Gehalt der betreffenden Person aus. Maximal wird das Mutterschaftsgeld in Höhe des Krankengeldes gewährt, es kann aber sein, dass der Arbeitgeber den fehlenden Betrag zum vollen Monatslohn oder –gehalt aufstockt. Damit sind in der Zeit des Mutterschutzes kaum finanzielle Einbußen zu verzeichnen.

Das Mutterschaftsgeld wird in der Zeit des Mutterschutzes gezahlt, also sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt. Es ist eine Entgeltersatzleistung und wird in der Höhe des Krankengeldes gezahlt. Einige Arbeitgeber stocken das Mutterschaftsgeld auf, so dass die Frau über das gleiche Einkommen wie vorher verfügt. Anspruch auf Mutterschaftsgeld haben aber nur die Frauen, die auch über ein regelmäßiges Einkommen aus angestellter Tätigkeit verfügen. Selbstständige werden nicht bedacht, auch die meisten Freiberufler nicht.

Postadresse

Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend,

11018 Berlin

Webseite: www.bmfsfj.de

Das Mutterschaftsgeld wird immer dann gezahlt, wenn eine Frau sich in der Mutterschutzfrist befindet. Damit soll sichergestellt werden, dass sie keine finanziellen Einbußen durch die Schwangerschaft und das Muttersein zu befürchten hat. Das Mutterschaftsgeld wird also sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin gezahlt und acht Wochen danach. Das gilt für alle Arbeitnehmerinnen, die in einer gesetzlichen oder einer privaten Krankenkasse Mitglied sind. Selbstständige erhalten kein Mutterschaftsgeld, auch Freiberufler gehen in den meisten Fällen leer aus. Hier gibt es aber die Ausnahme bei den Freiberuflern, die über die Künstlersozialkasse versichert sind. Die Künstlersozialkasse tritt bei den Sozialabgaben praktisch an die Stelle eines Arbeitgebers und zahlt die Hälfte der Beiträge zur Kranken- und zur Rentenversicherung ein. Im Falle der bevorstehenden Mutterschaft bekommt die freiberuflich Tätige dann das Mutterschaftsgeld in Höhe des normalerweise üblichen Krankengeldes. Das bedeutet, dass sie ihre Mutterschutzfrist ohne größere finanzielle Einbußen wahrnehmen kann.

Das Mutterschaftsgeld muss rechtzeitig beantragt werden. Dafür gibt es einen Bescheid des Gynäkologen über den voraussichtlichen Geburtstermin. Damit es zu keinen Verzögerungen bei der Gehaltszahlung kommen kann, sollte dieser Bescheid zusammen mit dem Antrag auf Mutterschaftsgeld so rasch wie möglich an die Krankenkasse gesendet werden. Zusätzlich zu dem Geld in Höhe des Krankengeldes stockt der Arbeitgeber das Gehalt meist bis zur vollen bisher üblichen Höhe auf. Damit bekommt die Schwangere und Mutter ihr gewohntes Gehalt in den vierzehn Wochen der Mutterschutzfrist und muss sich zumindest um ihren finanziellen Stand keine Sorgen machen. Bei einer Mehrlingsschwangerschaft erhöht sich die Mutterschutzfrist auf zwölf Wochen nach der Geburt, also wird auch das Mutterschaftsgeld für zwölf Wochen gezahlt. Kommt es zu einer medizinischen Frühgeburt, so wird die Zahl der Tage, die vorab nicht für den Mutterschutz in Anspruch genommen werden konnten, nach der Geburt angehängt. Was für die Mutterschutzfrist gilt, gilt auch für das Mutterschaftsgeld.

Über die Zahlung von Mutterschaftsgeld gibt es einen Bescheid, der bei der Steuererklärung mit eingereicht werden muss. Es handelt sich um steuerpflichtige Lohnersatzleistungen.

Um das Mutterschaftsgeld nach der Geburt zu erhalten, ist die Bescheinigung über die Geburt des Kindes wichtig. Hierfür gibt es eine eigene Ausführung der Geburtsurkunde, die den Vermerk „Für die Beantragung von Mutterschaftshilfe“ trägt.

Wenn das Mutterschaftsgeld berechnet wird, werden die maximal möglichen 13 Euro pro Tag von der Krankenkasse angesetzt. Der Arbeitgeber nimmt das durchschnittliche Nettoeinkommen der letzten drei Monate und stockt den Betrag entsprechend auf. Wichtig hierbei ist, dass auch bezahlte Überstunden mit einzurechnen sind. Sie erhöhen das Mutterschaftsgeld. Wenn das durchschnittliche Gehalt weniger als 390 Euro pro Monat beträgt, so wird nur der Betrag von der Krankenkasse gezahlt. Auch für Arbeitslose gilt, dass diese Berechnung nicht ganz passt. Sie bekommen so viel Mutterschaftsgeld, wie bislang Arbeitslosengeld. Zudem bekommen häufig Auszubildende weniger Geld. Wenn sie zum Beispiel 300 Euro pro Monat erhalten haben, bekommen sie nun auch 300 Euro Mutterschaftsgeld pro Monat. Das Mutterschaftsgeld wird nie höher ausfallen, als das normale Einkommen. Denn schließlich soll sich dabei ja auch niemand bereichern.

Rechtzeitig sollte auch das Elterngeld beantragt werden, wofür ebenfalls eigene Formulare und Vordrucke auszufüllen sind. Dieses wird aber nicht bei der Mutterschaftsgeldstelle oder bei der Krankenkasse direkt beantragt, sondern bei der Elterngeldstelle des Landkreises.

Alle Informationen erhalten Sie unter http://www.mutterschaftsgeld.de/.



Foto: © Thomas Weißenfels, drubig-photo, Ramona Heim, pete pahham, Svetlana Fedoseeva, Valua Vitaly, Piotr Marcinski - Fotolia.com