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Reproduktionsmedizin
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Rachenentzündung,
Pharyngitis
Rachenentzündungen unterteilen sich grundsätzlich in eine akute und
eine chronische Form. Entwickelt sich die akute Rachenentzündung häufig
im Rahmen einer Virusinfektion der oberen Luftwege, seltener durch Bakterien,
entsteht die chronische Rachenentzündung durch eine über einen längeren
Zeitraum andauernde Reizung der Rachenschleimhaut.
Rachenmandelhyperplasie (Tonsillenhyperplasie)
Als Rachenmandelhyperplasie wird eine Gewebewucherung im hinteren Rachenraum
bezeichnet. Zudem kommt es bei der Rachenmandelhyperplasie zu einer Vergrößerung
der Rachenmandeln.
Rachitis
Als Rachitis wird eine Krankheit bezeichnet, die durch einen Mangel an Vitamin
D verursacht wird. Ohne, dass genügend Vitamin D im Körper vorhanden
ist, hat dieser Probleme, Kalzium zu absorbieren.
Rachitisprophylaxe
Rachitisprophylaxe ist im gesamten ersten Lebensjahr des Babys sehr wichtig.
Um Karies und Rachitis vorzubeugen, erhalten Säuglinge – zumeist
ab der zweiten Lebenswoche – eine kombinierte Tablette, die Vitamin D und
Fluorid enthält. Vitamin D für die Knochen und Fluorid für die
Zähne.
Read-Entbindungsverfahren
Als Read-Entbindungsverfahren wird eine Form der natürlichen Geburt bezeichnet,
die (fast) schmerzarm verlaufen soll. Benannt ist das Read-Entbindungsverfahren
nach dem englischen Arzt Grantly Dick-Read (1890-1959), der sich Zeit seines
Lebens für einen natürlichen Geburtsvorgang einsetzte.
Rechtmäßige Eltern, Erziehungsberechtigte
Als rechtmäßige Eltern werden Vater und Mutter eines Kindes bezeichnet,
in der Regel die leiblichen Eltern des Kindes. Im Bereich der Adoption gelten
die Adoptionsregeln.
Reflex
Als Reflex wird eine automatisch ausgeführte, nicht kontrollierbare Bewegung
bezeichnet. Reflexe sind angeboren. Schon die Kleinsten verfügen darüber.
Regelblutung
Regelblutung ist eine andere Bezeichnung für Menstruation. Die Regelblutung
tritt immer dann auf, wenn die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen wird.
Reproduktionsmediziner, Reproduktionsmedizinerin,
Facharzt für Reproduktionsmedizin,
Fachärztin für Reproduktionsmedizin, Reproduktionsmedizin
Ein Reproduktionsmediziner ist ein Mediziner, der Frauen mit Fertilitätsproblemen
behandelt. Das Teilgebiet der Medizin – Reproduktionsmedizin – beschäftigt
sich mit den Vorgängen der Fortpflanzung, aber auch mit den damit verbundenen
Problemen, die bei der Fortpflanzung auftreten können.
Restriktive Atemwegserkrankung
Als restriktive Atemwegserkrankung werden Erkrankungen bezeichnet, die durch
eine Verminderung des blähungsfähigen Lungenvolumens begleitet sind.
Retinoblastom
Als Retinoblastom wird eine eher selten auftretende Krebserkrankung der Augen
bezeichnet. Der bösartige Tumor der Netzhaut – Retinoblastom – entsteht
während der Entwicklung des Embryos.
Rett Syndrom
Beim Rett Syndrom handelt es sich um eine schwerwiegende Entwicklungsstörung.
Sie wurde erstmals im Jahre 1966 von dem österreichischen Arzt und Jugendpsychiater
Professor Andreas Rett beschrieben.
Retortenbaby
Als Retortenbaby wird ein Baby bezeichnet, das durch In-vitro-Fertilisation gezeugt
wird. Louise Brown aus England war das erste Retortenbaby weltweit und zur damaligen
Zeit eine Sensation.
Reye Syndrom
Beim Reye Syndrom handelt es sich um eine schwere Erkrankung der Leber und des
Gehirns. Diese Krankheit kann bei Kindern aller Altersklassen auftreten, Mädchen
und Jungen sind gleichermaßen betroffen.
Rhesusinkompatibilität, Rhesus-System
Das Rhesus-System und eine eventuelle Rhesusinkompatibilität in der Medizin
von großer Bedeutung. Zu diesem System gehören mehrere Antigene, die
Rhesusfaktoren / Rh-Faktoren) genannt werden.
Rheumatische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
Rheumatische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen unterscheiden sich deutlich
von rheumatischen Erkrankungen Erwachsener. Meist ist Rheuma als Krankheit bekannt,
die nur Erwachsene betrifft, allerdings kann die Diagnose Rheuma durchaus bereits
bei Kindern vorkommen.
Rhinitis, Schnupfen
Als Rhinitis wird eine Entzündung der Nasenschleimhaut bezeichnet, wobei
die häufigste Form der Rhinitis der bei einer Virusinfektion auftretende
Schnupfen ist.
Rhythmus Methode, Kalendermethode, Knaus-Ogino-Verhütungsmethode
Die Rhythmus Methode gehört zur natürlichen Familienplanung (NFP).
Dazu zählen alle Methoden, die auf natürlichem Weg basieren, also ohne
hormonelle, chemische oder mechanische Hilfsmittel auskommen.
Ringelröteln
Ringelröteln werden oft auch als „fünfte Krankheit“ bezeichnet,
da sie die letzte von den fünf entdeckten Krankheiten ist, die sich durch
einen roten Hautausschlag äußern.
Risikogeburt
Als Risikogeburt wird eine Geburt bezeichnet, bei der aufgrund der Vorgeschichte
der Mutter oder des Schwangerschaftsverlaufes Komplikationen zu erwarten sind.
Risikoschwangerschaft
Als Risikoschwangerschaft wird eine Schwangerschaft bezeichnet, bei der es zu
einer Gefährdung von Mutter und/oder Kind kommen kann.
Röntgen in der Schwangerschaft
Röntgen in der Schwangerschaft sollte nach Möglichkeit vermieden werden.
Besonders in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft sollte darauf verzichtet
werden.
Röteln
Röteln gehören zu den weit verbreitenden und höchst ansteckenden
Virusinfektionen. Übertragen werden sie durch Tröpfcheninfektion. In
der Regel verläuft diese Kinderkrankheit ohne Komplikationen.
Rooming-in
Rooming-in bedeutet, dass die frischgebackene Mutter mit ihrem Baby gemeinsam
in einem Raum im Krankenhaus untergebracht ist. So wird gewährleistet, dass
junge Mütter ihr Baby rund um die Uhr bei sich haben können, wenn sie
es wünschen.
Roseola infantum, Dreitagefieber
Roseola infantum, so der lateinische Name für Dreitagefieber zählt
zu den Kinderkrankheiten. Ausgelöst wird Roseola infantum durch das humane
Herpes-Virus 6 oder 7. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion
beim Niesen, Husten oder Sprechen.
Rotaviren
Rotaviren gehören zur Familie der Reoviren. Sie sind die häufigste
Ursache für akute Durchfall-Erkrankungen (Gastroenteritis) bei Säuglingen
und Kleinkindern. Der Rotavirus ist leicht übertragbar, hoch ansteckend
und breitet sich schnell aus.
Rote Blutkörperchen,
Erythrozyten
Rote Blutkörperchen, medizinische Bezeichnung Erythrozyten, sind Bestandteile
des Blutes. Sie dienen dazu, den Sauerstoff von den Lungen zu den Organen und
Körpergeweben zu transportieren.
Rückbildungsgymnastik
Als Rückbildungsgymnastik werden Übungen bezeichnet, die nach der Geburt
durchgeführt werden. Sie dienen dazu, die durch die Schwangerschaft und
den Geburtsvorgang stark gedehnte Muskulatur zu straffen.
RU-486 (Mifegyne)
Als RU-486 (Mifegyne) wird die oft umstrittene Abtreibungspille bezeichnet. Nicht
zu verwechseln ist die RU-486 mit der Pille danach, die genau genommen kein Schwangerschaftsabbruch
ist.
Schädel-Becken-Missverhältnis
Von einem Schädel-Becken-Missverhältnis spricht man dann, wenn das
Becken der Mutter zu eng ist, um das Baby auf natürlichem Weg auf die Welt
zu bringen.
Scharlach
Scharlach ist eine durch Bakterien ausgelöste Infektionskrankheit, die zu
den Kinderkrankheiten zählt. Verursacht wird diese Krankheit durch Bakterien,
die der Gruppe der Streptokokken angehören.
Scheidenentzündungen,
Vaginitis
Scheidenentzündungen gehören zu den häufigen Frauenkrankheiten.
Alles, was in den Bereich entzündliche Erkrankungen der Scheide fällt,
wird unter dem Begriff Scheidenentzündungen zusammengefasst.
Schwangerschaft, Gestation, Gravidität
Eine Schwangerschaft, medizinisch Gestation oder Gravidität, bezeichnet
einen Zeitraum, in der eine befruchtete Eizelle zu einem Kind reift. Durchschnittlich
dauert eine Schwangerschaft 267 Tage.
Schwangerschaftsabbruch, Abruptio graviditatis, Abruptio artificialis
Als Schwangerschaftsabbruch, medizinisch Abruptio graviditatis, Abruptio artificialis,
wird eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft bezeichnet, die absichtlich
herbeigeführt wird.
Schwangerschaftsbeschwerden
Während der Schwangerschaft muss der mütterliche Organismus eine große
Leistung vollbringen. Der Körper verändert sich, Hormone werden ausgeschüttet,
Organe arbeiten verstärkt und alles ist auf die Versorgung und das Wachstum
des Babys eingestellt.
Schwangerschaftsblutung
Eine Schwangerschaftsblutung muss immer ernst genommen werden. Treten Blutungen
in der Schwangerschaft auf, sollte immer der behandelnde Arzt konsultiert werden.
Allerdings gefährdet nicht jede Blutung die Schwangerschaft.
Schwangerschaftsdiabetes, Gestationsdiabetes
Der Schwangerschaftsdiabetes ist eine Sonderform der Zuckerkrankheit, der sich
während einer Schwangerschaft entwickeln kann. Liegt ein erhöhter Blutzuckerspiegel
der werdenden Mutter während der Schwangerschaft vor, spricht man von Schwangerschaftsdiabetes.
Schwangerschaftskonflikt, Schwangerschaftskonfliktberatung
Wenn eine Frau ungewollt schwanger wird, befindet sie sich in einem Schwangerschaftskonflikt.
Hilfe kann sie in ihrer Situation in der Schwangerschaftskonfliktberatung finden.
Schwangerschaftsstreifen
Schwangerschaftsstreifen entstehen während der Schwangerschaft. Leider gibt
es bisher keine wirksame Methode, mit der sich die lästigen Schwangerschaftsstreifen
vollständig beseitigen lassen.
Schwangerschaftstest
Ein Schwangerschaftstest dient dazu festzustellen, ob eine Schwangerschaft vorliegt
oder nicht. Wenn die Regel ausbleibt, die Übelkeit am Morgen sich dafür
einstellt und ein Ziehen in der Brust zu vernehmen ist, dann deutet dies auf
eine mögliche Schwangerschaft hin.
Schwangerschaftstoxikose
Eine Schwangerschaftstoxikose tritt in den meisten Fällen ab der 20. Schwangerschaftswoche
auf. Sie wird auch als Schwangerschaftsvergiftung oder EPH-Toxikose bezeichnet.
Schwangerschaftsvergiftung
Der Begriff Schwangerschaftsvergiftung wird heutzutage nicht mehr angewendet,
da es sich nicht um eine Vergiftung, sondern um eine Veränderung des Stoffwechsels
handelt.
Schwangerschaftswehen
Eine Schwangerschaft wird in drei Abschnitte (Trimenon 1 - 3) unterteilt. Der
erste Abschnitt umfasst die ersten 12 Schwangerschaftswochen. In ihnen findet
eine weitestgehende Anpassung an die im Körper vorgehenden Veränderungen
statt.
Screening
Ein Screening ist ein Testverfahren, mit dessen Hilfe bestimmte Erkrankungen
trotz eventuell unspezifischer Symptome erkannt werden können.
In der Medizin werden sowohl die Reihenuntersuchung mehrerer Personen, als auch
die ausgiebige Untersuchung eines einzelnen Menschen als Screening bezeichnet.
Sectio
Der Begriff Sectio ist die Kurzform für Sectio caesarea und bezeichnet einen
der ältesten, auch bei Naturvölkern bekannten, chirurgischen Eingriffe.
Zurückzuführen ist der Name auf Julius Caesar, der im Jahre 100 v.
Chr. durch einen Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickte.
Sekundäre Sectio
Eine sekundäre Sectio bezeichnet eine Form des Kaiserschnitts. Sectio ist
die Kurzform von Sectio caesarea, welche nach dem Kaiser Julius Caesar benannt
wurde. Julius Caesar wurde im Jahre 100 v. Chr. durch einen Kaiserschnitt zur
Welt gebracht und prägte so diesen Namen.
Senkwehen
Ist eine Schwangerschaft normal verlaufen, ist das Kind spätestens ab der
38. Schwangerschaftswoche bereit, geboren zu werden. Etwa in dieser Zeit (zwischen
der 35. und 38. Schwangerschaftswoche) stellen sich bei der Schwangeren die Vorwehen
oder auch Senkwehen ein.
SIDS
SIDS - Sudden InfantDeath Syndrome steht für den plötzlichen Kindstod.
Der plötzliche Kindstod beschreibt als Begriff den Umstand, wenn ein Säugling
oder Baby ohne ersichtliche Ursache im Schlaf stirbt.
Silbernitrat-Tropfen/Silbernitratlösung
Silbernitrat wird in der Medizin als Adstringens (wirkt hemmend bei einer Entzündung,
blutstillend und austrocknend) und als Antiseptikum (Desinfektionsmittel, zur
Vermeidung einer Wundinfektion und einer eventuell folgenden Sepsis = Blutvergiftung)
eingesetzt.
Skrotum
Als Skrotum wird der Haut- und Muskelsack der Säugetiere bezeichnet, in
welchem sich die Hoden, die Nebenhoden, der Anfang des Samenleiters und das Ende
des Samenstrangs befinden.
Sodbrennen
Fließt die Magensäure nach dem Essen oder in der Nacht in die Speiseröhre,
kommt es zu brennenden Schmerzen hinter dem Brustbein, dem so genannten Sodbrennen.
Sonografie
Die Sonografie ist eine Ultraschalluntersuchung, die einen schmerzlosen Einblick
in Körperregionen und Organe gewährt. Mit Hilfe der Ultraschalluntersuchung
werden Diagnosen gestellt oder bestätigt, der Verlauf einer Krankheit kontrolliert
und Therapien bewertet.
Sorgerecht
Laut der gesetzlichen Definition bedeutet Sorgerecht, dass die Eltern das Recht
und die Pflicht haben, für das persönliche Wohl ihres Kindes und sein
Vermögen zu sorgen und es gesetzlich zu vertreten.
Sozialgeld
Das deutsche Sozialsystem gewährt hilfsbedürftigen Personen nach Paragraph
28 SGB II spezielle Leistungen. Als hilfsbedürftig werden die Personen angesehen,
die keiner Erwerbstätigkeit
nachgehen können und aus diesem Grund kein Arbeitslosengeld II beziehen
dürfen.
Spasmolytika
Unter dem Begriff Spasmolytika sind krampflösende Arzneimittel zu verstehen.
Sie finden als Medikamente bei Krämpfen der glatten Muskulatur der Gallenwege,
der Harnwege, des Magen- und Darmtraktes, der Bronchien und aller Gefäße
Einsatz.
Spätabbruch/Spätabort
Unter einem Spätabort ist ein Schwangerschaftsabbruch nach der 12. Schwangerschaftswoche
zu verstehen.
Spekulum
Ein Spekulum ist ein in der Medizin verwendetes Untersuchungsinstrument, welches
zum Zwecke gynäkologischer Untersuchungen in die Scheide eingeführt
wird.
Spendersamen
Eine Behandlung mit Spendersamen findet dann Anwendung, wenn bei einem Mann die
Sterilität festgestellt wird.
Sperma
Sperma ist die aus Epithelzellen der Hodenkanälchen, Spermien und Sekretflüssigkeit
bestehende Befruchtungsflüssigkeit eines Mannes und männlicher Tiere.
Spermiogenese/Spermatogenese
Spermatogenese ist der gesamte Reifeprozess der Spermien von der Urkeimzelle
bis zum Spermium.
Spermiogramm
Als Spermiogramm wird die Untersuchung des menschlichen Spermas, beziehungsweise
des männlichen Ejakulats bezeichnet.
Spermium
Ein Spermium ist etwa 0,05 Millimeter lang. Es hat einen birnenförmigen “Kopf”,
der über einen verengten Teil, den “Hals”, mit einem leicht
aufgeblähten Körper verbunden ist, der wiederum in einem langen, fadenförmigen,
beweglichen Schwanz, der Geißel, endet.
Spermizide
Spermizide sind chemische Verhütungsmittel. Sie sollten mit mechanischen
Verhütungsmethoden, wie Pessaren (Spirale), Kondomen oder dem Diaphragma
(Scheidenpessar) kombiniert werden, da die Verwendung von Spermiziden allein
keine absolute Sicherheit gewährleistet.
Spina bifida
Verschließt sich das Neuralrohr eines Embryos in der dritten bis vierten
SSW nicht richtig, kann es zu einer Spina bifida kommen. Der Begriff steht für
die schwere Erkrankung Offener Rücken.
Spinalanästhesie
Anästhesie/Narkose wird durch Medikamente herbeigeführt und bezeichnet
einen Zustand, in welchen ein Lebewesen versetzt wird, um bei ihm einen chirurgischen,
diagnostischen oder therapeutischen Eingriff vorzunehmen, ohne ihm Schmerzen
zuzufügen.
Spirale
Die Spirale, eigentlich Intrauterinpessar, sah in ihrer Anfangsform spiralähnlich
aus und erhielt daher ihren Namen. Die Spirale ist drei bis vier Zentimeter lang
und besteht aus einem T-förmigen Plastikkörper.
Spirale danach
Um einer Schwangerschaft sicher entgegenzuwirken, gibt es verschiedene Verhütungsmöglichkeiten.
Frauen können sich beispielsweise zwischen der Pille, einem Diaphragma,
der Spirale oder Kondomen entscheiden.
SSL-Maß / SSL-Größe
SSL-Maß, beziehungsweise SSL-Größe ist die Maßangabe,
die bei Embryonen bis zum Ende des dritten Monats zur Größenmessung
angewendet wird.
Stammzellen
Stammzellen sind die Vorstufe der ausgewachsenen und in ihre Funktionen eingeteilten
Körperzellen. Sie sind in der Lage, sich endlos zu teilen, können neue
Stammzellen bilden und sich spezialisieren. Aus den Stammzellen entstehen Muskelzellen,
Nervenzellen oder auch Fettzellen, jedoch kein eigenständiger Organismus.
Stammzelltherapie
Die Stammzelltherapie basiert auf der Tatsache, dass sich der Mensch aus einer
einzigen Zelle, der befruchteten Eizelle, entwickelt. Aus dieser einen Zelle
differenzieren sich während der Reife- und Wachstumsphase ungefähr
300 verschiedene Typen von Zellen.
Stationäre Geburt
Eine stationäre Geburt bezeichnet die Entbindung in einer Klinik. Eine Klinik
ist die beste Wahl, wenn die Frage nach dem geeignetsten Ort für die Geburt
des Babys gestellt wird.
Steißlage
Die Steißlage wird häufiger auch als Beckenendlage bezeichnet. Die
Position des Kindes ist für eine normale Geburt ungeeignet, da der Kopf
unter dem Rippenbogen und der Po tief im Becken der Mutter liegen.
Stellwehen
Eine Wehe bezeichnet die Kontraktion, also das Zusammenziehen der Gebärmutter.
Diese Kontraktionen finden unwillkürlich statt, das Zusammenziehen des Muskels
Gebärmutter lässt sich nicht willkürlich beeinflussen.
Sterilität
Sterilität bedeutet Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit. Der Begriff
wird bei Paaren verwendet, die trotz ungeschütztem Geschlechtsverkehr nicht
innerhalb eines Jahres Nachwuchs erwarten
Stuhlinkontinenz
Kleinkinder lernen mit Hilfe des Töpfchens, ihren Stuhl willkürlich
abzusetzen. Durch verschiedene Krankheiten oder Störungen kann diese Fähigkeit
eingebüßt werden und der Mensch vermag nicht, seinen Darminhalt willentlich
zurückzuhalten.
Sturzgeburt
Der Begriff Sturzgeburt wird hauptsächlich in der Rechtsmedizin verwendet.
Dort wird geklärt, beziehungsweise ermittelt, ob ein Neugeborenes aus dem
Geburtskanal der Mutter stürzte und sich dadurch Verletzungen zuzog, oder
gar zu Tode kam.
Surfactant
Surfactant ist die Bezeichnung für eine Substanz, die sich auf der Oberfläche
der Lungenbläschen befindet und die Funktion der Reinigung und des Schutzes
des Bronchialsystems erfüllt.
Symphyse
Als Symphyse wird die Verbindung zweier Knochen durch so genannte Faserknorpel
bezeichnet. Die menschliche Schambeinfuge (Symphysis pubica) ist ebenso eine
Symphyse, wie die Bandscheiben.
Symptothermale Methode
Professor Dr. med. Josef Rötzer entwickelte in den 1960er Jahren die symptothermale
Methode. Diese natürliche Methode beinhaltet die konsequente Auswertung
von Körperzeichen, die fruchtbare Zyklustage anzeigen.
Temperaturcomputer
Ein Temperaturcomputer ist ein kleines Gerät,, welches dabei hilft, die
fruchtbaren Tage der Frau anhand von Temperaturmessungen zu ermitteln.
Test
Ist eine Frau schwanger, zeigt sich das im Normalfall zuerst durch das Ausbleiben
der Menstruation (Regel- oder Monatsblutung). Sehr körperbewusste Frauen
bemerken meist schon Tage vor dem Ausbleiben der Regel, dass sich gewisse Veränderungen
in ihrem Körper abspielen.
Testikuläre Spermienextraktion
Die testikuläre Spermienextraktion ist eine Methode zur Samengewinnung.
Sie wird beispielsweise bei einer künstlichen Befruchtung angewandt.
Testosteron
Testosteron ist ein männliches Geschlechtshormon. Es bewirkt, dass sich
der Körper eines Jungen in der Pubertät verändert und er durch
die Veränderungen zum Mann wird.
Thromboembolie
Unter einer Thromboembolie versteht man die Bildung eines Blutgerinnsels, die
Verstopfung der Blutbahn, in welcher sich das Gerinnsel (Thrombus) befindet und
als Konsequenz die Beeinträchtigung des Organs, welches durch dieses Blutgefäß versorgt
wird.
Thrombose
Eine Thrombose entsteht, wenn sich in einem Blutgefäß ein Blutgerinnsel
(Thrombus) bildet und das Blutgefäß verstopft. Eine Thrombose tritt
in den meisten Fällen in den tiefen Venen der Beine oder des Beckens auf.
Totgeburt
Das deutsche Personalstandsgesetz bezeichnet eine Totgeburt als solche, wenn
das Kind nach der Geburt mindestens 500 Gramm wiegt und keine erkennbaren Lebenszeichen,
wie Herzschlag, natürliche Lungenatmung oder eine pulsierende Nabelschnur,
nachweisbar sind.
Toxoplasmose
Eine Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die im Normalfall relativ harmlos
verläuft. Sie wird durch einen Einzeller namens Toxoplasma gondii hervorgerufen
und bleibt meist unbemerkt.
Transitorische Milch
Als transitorische Milch wird die Muttermilch bezeichnet, die etwa zwei bis vier
Tage nach der Entbindung in den weiblichen Milchdrüsen gebildet wird.
Trimenon / Trimester
Ein Trimester bezeichnet normalerweise einen Zeitraum von drei Monaten. Bei einer
Schwangerschaft wird zum Teil auch von Trimestern geredet, die Bezeichnung ist
hier jedoch nicht ganz korrekt.
Triple-Test
Der Triple-Test zählt zur Pränataldiagnostik und wird zwischen der
15. und 18. Schwangerschaftswoche (SSW) durchgeführt. Der Triple-Test wird
auch MoM-Test genannt und gehört nicht zu den Routineuntersuchungen in einer
Schwangerschaft.
Trisomie
Eine Trisomie (aus dem Griechischen = dreimal) liegt vor, wenn ein oder mehrere
Chromosomen nicht wie üblich zweimal vorkommen, sondern durch eine unübliche
Reifeteilung von Spermium oder Eizelle das Chromosom, Teile des Chromosoms oder
sogar mehrere Chromosomen dreifach vorhanden sind.
Trisomie 13
Die Trisomie 13, auch Pätau-Syndrom genannt, bezeichnet eine Entwicklungsstörung
des Kindes, welche durch eine Chromosomenstörung verursacht wird.
Trisomie 18
Die Trisomie 18, auch Edwards-Syndrom genannt, ist eine durch eine Chromosomenstörung
verursachte schwere Entwicklungsstörung. Bei dieser Trisomie findet sich
das Chromosom 18, oder auch Teile des Chromosoms, in jeder Körperzelle dreifach,
statt in doppelter Ausführung vor.
Trisomie 21
Die Trisomie 21 wird umgangssprachlich auch Down-Syndrom genannt und ist die
bekannteste Form der Trisomie. Es handelt sich um eine Genommutation, bei welcher
das 21. Chromosom dreifach vorliegt.
Trophoblast
In den ersten Tagen nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle teilt sich diese
mehrfach (Furchungsteilungen). Die Zygote (Zelle mit diploidem Chromosomensatz)
teilt sich in so genannte Blastomeren (Tochterzellen) und besteht etwa am 4.
Tag aus etwa 16 bis 32 Blastomeren.
Tuba uterina
Bei einer geschlechtsreifen Frau werden äußere und innere Geschlechtsorgane
unterschieden. Die großen und kleinen Schamlippen mit dem Venushügel,
der Scheidenvorhof, der Kitzler und die Vestibulardrüsen gehören zu
den äußeren Geschlechtsorganen.
Tubargravidität/Eileiterschwangerschaft
Tubargravidität ist der medizinische Fachbegriff für eine Eileiterschwangerschaft.
Bei einer Eileiterschwangerschaft nistet sich die Eizelle im Eileiter ein. Zu
Beginn der Schwangerschaft entwickelt sich der Embryo auch außerhalb der
Gebärmutter meist ganz normal.
Tube (Tuben)
Tube, auch Tubae uterinae, bezeichnet die Eileiter der weiblichen Säugetiere.
Bei einer Frau sind die Eileiter circa zehn bis 18 cm lang, etwa bleistiftdick
und reichen von den Eierstöcken bis zur Gebärmutter.
Turner-Syndrom
Unter dem Turner-Syndrom, auch Ullrich-Turner-Syndrom genannt, ist eine nicht
vererbbare Anomalie im Erbgut zu verstehen. Das Turner-Syndrom ist durch Kleinwuchs
gekennzeichnet, betrifft nur Mädchen oder Frauen, bei denen beispielsweise
keine Pubertätsentwicklung stattfindet.
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