Übergangsmilch
Übergangsmilch, auch transitorische Milch, wird in den weiblichen Milchdrüsen
ungefähr zwei bis vier Tage nach der Geburt des Babys gebildet.
Übertragung
Im Zusammenhang mit einer Geburt bedeutet der
Begriff Übertragung eine über den Geburtstermin hinausgehende Schwangerschaft.
Beinahe die Hälfte aller Kinder kommen in den ersten zwei Wochen nach dem
eigentlichen Termin auf die Welt.
Überstimulationssyndrom
Durch die Gabe von Hormonen zur Stimulation der Eierstöcke bei einer künstlichen
Befruchtung kann die sehr schwerwiegende Nebenwirkung Überstimulationssyndrom
auftreten.
Übungswehen
Etwa ab dem siebten Schwangerschaftsmonat (SSM) können Vorwehen, Schwangerschaftswehen
oder auch so genannte Übungswehen auftreten.
Ultraschall
Ultraschall ist der umgangssprachliche Begriff für eine Untersuchung mit
Hilfe eines bildgebenden Verfahrens. In der Tier- und Humanmedizin ist der Begriff
Sonografie geläufiger.
Ultraschalluntersuchung
Eine Ultraschalluntersuchung, heute wird meist der Begriff Sonografie benutzt,
ermöglicht mit Hilfe von Ultraschallwellen die schmerzlose Untersuchung
verschiedener Körperregionen und Organe.
Umgangsrecht
In Deutschland ist das Umgangsrecht gemeinsam mit den Rechten und Pflichten zur
elterlichen Sorge im BGB (bürgerliches Gesetzbuch) geregelt. Im §1626
Abs. 3 des BGB ist der Grundgedanke verankert, dass ein Kind den regelmäßigen
Umgang mit beiden Elternteilen benötigt, um sich ungestört zu entwickeln.
Unfruchtbarkeit
Wünscht sich ein Paar Nachwuchs und kommt es innerhalb eines Jahres nicht
zur Schwangerschaft, obwohl ungeschützter Geschlechtsverkehr praktiziert
wurde, so wird von Unfruchtbarkeit oder Zeugungsunfähigkeit gesprochen.
Unterhaltsvorschuss
Der Unterhaltsvorschuss gewährleistet den Unterhalt minderjähriger
Kinder immer dann, wenn der Elternteil, der unterhaltspflichtig ist, seinen Unterhalt
nicht entrichtet.
Urologie
Die Urologie beschäftigt sich als Teilgebiet in der Medizin mit den harnbildenden
Organen und den harnableitenden Organen. Zu diesen Organen gehören die Nieren,
die Harnleiter und die Harnröhre.
Uterus
Der Uterus, deutsch die Gebärmutter, ist das weibliche Geschlechtsorgan,
in dem das befruchtete Ei bis zur Geburt des Babys heranreift. Liegt keine tiefgreifende
Erkrankung (beispielsweise das Turner-Syndrom) vor, besitzen alle weiblichen
Säugetiere eine Gebärmutter.
Uterusmyom
Ein Uterusmyom ist ein gutartiger Tumor, der bei etwa 25 Prozent aller Frauen
ab dem 30. Lebensjahr auftritt. Ungefähr ein Viertel der Betroffenen klagen über
Beschwerden.
Vagina
Die Vagina ist das äußere Geschlechtsorgan der Frau. Sie ist schlauchförmig,
nimmt beim Geschlechtsverkehr den Penis auf und dient bei der Entbindung eines
Babys als Geburtskanal.
Vaginalring
Ein Vaginalring ist als Verhütungsmittel eine Alternative zur Pille. Der
Ring misst im Durchmesser etwa 54 Millimeter, ist weich und biegsam und aus Ethylenvinylacetat
(latexfreier, medizinischer Kunststoff) hergestellt.
Vakuumextraktion
Die Vakuumextraktion beschreibt einen medizinischen Eingriff zur Geburtshilfe.
Sowohl die Vakuumextraktion als auch die Zangenextraktion werden eingesetzt,
um die Geburt entweder zu beschleunigen, oder erst zu ermöglichen, wenn
schwerwiegende Probleme auftreten. Beide Anwendungen ersetzen die eigentliche
Austreibungsperiode oder verkürzen sie.
Vakuumextraktor
Der Vakuumextraktor, auch Saugglocke ist ein oft verwendetes Gerät zur Geburtshilfe.
Er wird immer dann eingesetzt, um die Geburt zu beschleunigen oder erst zu ermöglichen,
wenn schwerwiegende Probleme auftreten.
Vaterschaftstest
Durch einen Vaterschaftstest soll festgestellt werden, ob ein Mann der Vater
eines Kindes ist. Um die Vaterschaft eindeutig festzustellen, gibt es den Vaterschaftstest
und das Vaterschaftsgutachten.
Vena cava
Als Vena cava werden die zwei großen Venen bezeichnet , die venöses,
also sauerstoffarmes Blut aus dem Körper zurück zum Herzen transportieren,
wo es durch die Lungen wieder mit Sauerstoff angereichert wird.
Vena-cava-Kompressionssyndrom/Vena-cava-inferior-Syndrom
Das Vena-cava-Kompressionssyndrom, auch Vena-cava-inferior-Syndrom, tritt häufig
im letzten Drittel einer Schwangerschaft auf, gilt somit als Schwangerschaftskomplikation
und bezeichnet eine Störung des Kreislaufs der werdenden Mutter.
Verhütung
Um eine Schwangerschaft zu vermeiden, gibt es heutzutage sehr viele Möglichkeiten
zur Verhütung. Methoden der Verhütung: Abtreibungspille, Billings-Methode,
Chemische Verhütung,
Coitus interruptus, Depotpräparate, Diaphragma, Dreistufenpräparate,
Einphasenpille, Frauenkondom, Intrauterinpessar, Intrauterinsystem, Knaus-Ogino,
Kombinationspille, Kondome, Lea Contraceptivum, Mikropille, Minipille, Pille,
Pille danach, Scheidenspülung, Stillperiode, Temperaturmessung, Verhütungscomputer,
Verhütungspflaster, Verhütungsring, Zweiphasenpille.
Verhütungspflaster
Das Verhütungspflaster hat sich als echte Alternative zur Pille erwiesen. Ein Verhütungspflaster ist in der Regel 4,5 mal 4,5 cm groß und hautfarben.
Vernix Caseosa
Als Vernix caseosa wird die Frucht- oder Käseschmiere bezeichnet, die das neugeborene Kind direkt nach der Geburt umgibt. Die Vernix caseosa ist ein weiß- gelblicher Bezug auf der Haut, der etwa in der 17. SSW (Schwangerschaftswoche) gebildet wird.
Versorgungsausgleich
Der Zweck eines Versorgungsausgleichs besteht darin, während einer Ehe erworbene Anwartschaften bei einer Scheidung gerecht zu verteilen und auszugleichen. Der Versorgungsausgleich wird vom Familiengericht bestimmt.
Viren
Viren sind kleine Teilchen. Sie bestehen aus Komplexen von Makromolekülen und weisen als genetisches Material entweder die RNS (Ribonukleinsäure), oder die DNS (Desoxyribonukleinsäure) aufweisen.
Vitamin-K-Mangel
Die Vitamine der K-Gruppe gehören zu den fettlöslichen Vitaminen. In der Natur findet sich das Vitamin vor allem als Phyllochinon in verschiedenen Blattgemüsen und Kohlsorten.
Vitamine
Vitamine sind, ebenso wie die Mineralstoffe lebensnotwendige Substanzen, die der menschliche Organismus nicht selber bilden kann. Deshalb werden Vitamine durch die Nahrung aufgenommen.
Vorkernstadium
Wenn sich Paare ein Kind wünschen und dies auf natürlichem Wege nicht möglich ist, stellt die künstliche Befruchtung oft die letzte Alternative dar. Im Normalfall dauert die Behandlung der In-Vitro-Befruchtung etwa ein halbes Jahr.
Vormilch
Als Vormilch (Kolostrum) wird die Muttermilch bezeichnet, die in den ersten Tagen nach der Entbindung in den Milchdrüsen der Mutter gebildet wird. Das Stillen des Säuglings ist die beste Möglichkeit der Ernährung.
Vormundschaft
Vormundschaft lässt sich auf das althochdeutsche Wort “munt” zurückführen, was die Bedeutung Schutz, beziehungsweise Schirm innehatte. Das Wort Vormund selber war im Althochdeutschen Gerhab, ebenso wie ein Onkel als Ohm und der Schwiegersohn als Eidam bezeichnet wurde und wird neudeutsch grundsätzlich in der maskulinen Form verwendet.
Vorsorgeuntersuchungen
Junge Eltern haben die Möglichkeit, ihr Kind ab der Geburt regelmäßig ärztlich untersuchen zu lassen. Diese Vorsorgeuntersuchungen, auch Früherkennungsuntersuchungen, reichen von der Geburt des Kindes bis weit in die Pubertät.
Vorwehen
Etwa ab dem 7. Schwangerschaftsmonat können die so genannten Vor- beziehungsweise Senkwehen (von Hebammen auch als Übungswehen bezeichnet) auftreten.
Vulva
Vulva ist der medizinische Fachbegriff für die äußeren, weiblichen Geschlechtsorgane. Hierzu gehören der Venushügel, auch als Schamhügel oder Mons pubis bekannt und die großen Schamlippen, auch mit Labia majora bezeichnet.
Wassergeburt
Die Wassergeburt kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Urahnen der noch heute lebenden Naturvölker wussten bereits um die entspannende Wirkung von Wasser und betrachteten es als selbstverständlich, die Geburt in diesem Element zu vollbringen.
Wechseljahre
Als Wechseljahre wird die Zeit bezeichnet, in der eine Frau aus der Geschlechtsreife in den Abschnitt Senium (Alter) übergeht. Wechseljahre sind eine Übergangsphase, die einige Zeit vor der letzten Regelblutung einsetzen.
Wehen
Etwa ab der 37. Schwangerschaftswoche sind ein deutlichen “Ziehen und Zwicken” im Bauch spürbar und unerfahrene Frauen sind meist sehr verunsichert. Sind das bereits die Wehen? Kommt das Baby zu früh? Ist irgendetwas nicht in Ordnung?
Wehenatmung
Es ist besonders wichtig für eine werdende Mutter, sich sehr gut auf die Geburt vorzubereiten.
Wehenaufzeichnung
Mit den einfachsten (damals technisch möglichsten) Mitteln wurde bereits am Beginn des 18. Jahrhunderts Überwachungsverfahren bei einer Geburt angewandt. Im Fokus stand damals die Erkenntnis, ob das Ungeborene lebt, beziehungsweise noch lebt.
Wehenhemmer
Über Wehenhemmer, beziehungsweise wehenhemmende Medikamente gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Die allgemeine Annahme ist, dass Wehenhemmer erforderlich sind, wenn die Wehen sehr schnell aufeinander folgen oder zu stark sind.
Wehenschreiber
Ein Wehenschreiber ist ein Gerät aus der Medizin. Der Fachbegriff ist Kardiotograph, Herztonwehenschreiber oder abgekürzt CTG.
Wehenschwäche
Von einer Wehenschwäche wird gesprochen, wenn die Wehen schwach, zu selten oder unregelmäßig auftreten. Es gibt verschiedene Ursachen, die eine Wehenschwäche bedingen.
Windei
Windei ist die eher umgangssprachliche Bezeichnung für ein Abortivei. Unter einem Abortivei, beziehungsweise einem Molenei ist ein befruchtetes Ei zu verstehen, welches in seiner Entwicklung gestört ist und aus welchem deshalb kein lebensfähiger Embryo entstehen kann.
Wirtschaftliche Erziehungshilfe
Wirtschaftliche Erziehungshilfe können Eltern mit geringem Einkommen für Aufwendungen der Kinderbetreuung, Kindererziehung und Kinderförderung erhalten.
Wochenbett
Die Zeit ab der Entbindung bis zu dem Zeitpunkt, zu welchem sich geburts- und schwangerschaftsbedingte Veränderungen zurückgebildet haben, wird als Wochenbett, oder auch Puerperium bezeichnet, die junge Mutter als Wöchnerin.
Wochenbettbetreuung
Im Regelfall betreut eine Hebamme die junge Mutter noch einige Wochen nach der Geburt des Kindes.
Wochenbettdepression
Eine Wochenbettdepression kann nicht nur in den ersten acht Wochen nach der Geburt, sondern noch mehrere Jahre später entstehen. Etwa zehn bis 20 Prozent der Mütter leiden unter dieser Art von Depressionen, aber auch circa vier Prozent der Väter sind hier betroffen.
Wochenbettgymnastik
Nach der Entbindung wird den Wöchnerinnen im Rahmen der Nachbehandlung die Wochenbettgymnastik angeboten und dringend empfohlen.
Wochenbettpsychose
Die Wochenbettpsychose, auch Postpartale Psychose (PPP) ist die schwerste Form der nach einer Schwangerschaft auftretenden seelischen Krisen.
Wochenfluss
Unter dem Begriff Wochenfluss, auch Lochien, ist ein Wundsekret der Gebärmutter zu verstehen, welches nach der Geburt eines Kindes über die Scheide abgesondert wird.
Wohngeld
Wohngeld ist ein vom Staat geleisteter Zuschuss zur Miete und zu Kosten, die mit einer Wohnung verbunden sind. Das Wohngeld wurde vor circa 40 Jahren gesetzlich als Beihilfe zur Miete beschlossen.
X-Chromosom
Das X-Chromosom wird ebenso wie das Y-Chromosom als Geschlechtschromosom bezeichnet. In einem Geschlechtschromosom liegen die Gene, die dafür verantwortlich zeichnen, welche Geschlechtszellen in einem Lebewesen entstehen werden.
Y-Chromosom
Das Y-Chromosom ist ein Geschlechtschromosom, dass für die Entwicklung männlicher Merkmale verantwortlich zeichnet und im Laufe von Millionen von Jahren aus dem X-Chromosom entstanden ist.
Zangengeburt
Sowohl die Zangengeburt (Zangenextraktion), als auch die Saugglockenentbindung (Vakuumextraktion) zählen zu den vaginalen Entbindungsoperationen. Eine normale Geburt kann durch diese Verfahren beschleunigt werden oder beendet werden.
Zeichnen
Im Zusammenhang mit einer Geburt wird der Abgang des Schleimpfropfes, der als Schutz im Gebärmutterhals sitzt, als Zeichnen benannt.
Zervix
Zervix ist die medizinische Bezeichnung für den Gebärmutterhals. Der Gebärmutterhals ist die Verbindung zur Scheide. Die Öffnung des Gebärmutterhalses ist von einer circa drei Zentimeter dicken Schleimhaut umhüllt.
Zervixcerclage
Die Zervixcerclage ist die Umschlingung der Gebärmutter mit einem Faden. Sie kann prophylaktisch bei einer Mehrlingsschwangerschaft notwendig sein, ist allerdings sehr umstritten.
Zervixinsuffizienz
Der Begriff Zervixinsuffizienz bezeichnet eine Verkürzung des Zervix (Gebärmutterhals) bei einer Schwangerschaft.
Zervixschleim
Der Gebärmutterhals (Zervix) produziert Schleim, der sich im Laufe eines monatlichen Zyklus stark verändert. Die Beobachtung des Zervixschleim kann zur Bestimmung der fruchtbaren Tage einer Frau dienen.
Zeugung
Der Begriff Zeugung fasst alle Vorgänge zusammen, die dazu führen, dass sich aus einer Eizelle eine Zygote bildet. Beim Menschen verschmelzen hierzu die weibliche Eizelle mit dem männlichen Spermium.
Zona Pellucida
Als Zona pellucida wird die äußere Hülle der weiblichen Eizelle bezeichnet, wenn sie sich nach dem Eindringen eines Spermiums kurzzeitig so verändert, dass sie für weitere Spermien undurchlässig wird.
Zotten
Der Begriff Zotten steht nahrungsbedingt für kleinste Ausstülpungen der Dünndarmschleimhaut. Sie ermöglichen hier, dass sich die Oberfläche der Schleimhaut um ein Vielfaches vergrößert und so die Resorption optimiert.
Zottenhaut
Die Zottenhaut, auch Chorion, ist die äußerste Schicht der den Embryo umgebenden Fruchthülle. Sie wird in drei verschiedene Teile unterteilt.
Zuckerkrankheit
Zuckerkrankheit ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus. Die Krankheit ist chronisch und wird vorrangig durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel gekennzeichnet.
Zwillinge
Auf etwa 85 Geburten kommt eine Geburt, bei der Zwillinge geboren werden. Eineiige Zwillinge entstehen dann, wenn eine einzelne Eizelle befruchtet wird. Eineiige Zwillinge haben grundsätzlich immer das gleiche Geschlecht, da sie vollkommen identische Erbanlagen aufweisen.
Zyklus
Als Zyklus, auch Menstruationszyklus, wird die etwa einen Monat dauernde Reifezeit eines Follikels bezeichnet. Der erste Tag des Zyklus ist immer auch der erste Tag der Menstruations- oder Monatsblutung.