Pflegschaft - Rückführung zur Mutter |
Beckie
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Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von Beckie (08.09.2008 12:21) |
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Wir einige von Euch inzwischen mitbekommen haben, haben wir seit 28.08. die 9-monatige A. in Vollzeitpflegschaft über das zuständige Jugendamt Ansbach in unserer Familie.
Unsere derzeitige Problematik daran:
Die Kleine ist unserer Meinung nach schlecht bei ihrer eigenen Mutter aufgehoben, so leid mir das tut, so etwas zu schreiben. Die Mutter hat ein sehr hohes Aggressionspotential und ist denkbar ungeeignet, ihren ganz normalen mütterlichen Pflichten nachzukommen. Nicht einmal so alltägliche Sachen wie spazieren gehen unternimmt sie mit ihrer Tochter.
Wir haben nun mehr oder weniger gute Argumente, die gegen eine Rückführung zur Mutter sprechen. Das Jugendamt weiß durch die Oma Bescheid und die hat ebenfalls große Bedenken, dass eine Rückführung "voll in die Hose" und natürlich zu Lasten der Kleinen geht.
Wir können wir nun dem Jugendamt klar machen, dass sich die Kleine innerhalb der Zeit, die sie bei uns verbracht hat (gerade einmal 11 Tage sind es) total verändert hat. Sie ist ruhig und ausgeglichen geworden, hat Spaß am Krabbeln und läßt sich von uns mühelos versorgen ins Bettchen bringen. Sie schläft mind. 12 Stunden nachts und tagsüber macht sie auch einen Mittagsschlaf (war bei der Mutter unmöglich, geschweige denn normale Schlafenszeiten).
Ich habe hier ein durchaus um 100 % anderes Baby und mache mir wirklich Sorgen, wenn sie nun wieder der Mutter "überlassen" werden soll!!!
Hat mir jemand einen Rat?
LG
Beckie
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Beckie: 15.11.2008 18:58.
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08.09.2008 12:21 |
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freddilysie

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Re: Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von freddilysie (08.09.2008 12:41) |
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Liebe Beckie ich weiß wie du fühlst, aber eins darfst Du nicht vergessen:
Pflegschaft bedeutet nicht Adoption!!!! Du wirst immer damit rechnen müssen das die Kleine zurück geht und auch wirst Du immer wieder Kontakt mit der Mutter haben.
Daran ist bei uns in der Bekannschaft eine Pflegschaft voll in die Hose gegangen. Die Pflegemutter kam mit diesen Umständen nicht klar und gab die Kleine nach 3 Jahren wieder ab. Das ist viel Schlimmer für die Kleine.
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08.09.2008 12:41 |
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Beckie
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Re: Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von Beckie (08.09.2008 12:56) |
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| Zitat: |
Original von freddilysie
...
Pflegschaft bedeutet nicht Adoption!!!! Du wirst immer damit rechnen müssen das die Kleine zurück geht und auch wirst Du immer wieder Kontakt mit der Mutter haben.
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Das ist mir durchaus bewußt, es geht hier nicht um eine "erzwungene" Adoption. Vielmehr habe ich ein Problem mit der Mutter, diese Agressionen auch der Kleinen gegenüber, laut der Mutter ist sie ein Schreikind und so anstrengend. Das kann ich nicht bestätigen! Sie ist bei uns vollkommen unauffällig.
Den zweiten Teil Deiner Antwort habe ich nicht ganz verstanden.
Hat die Pflegemutter die Pflegschaft übernommen und sich bewußt entschieden und dann wurde ihr doch alles zu viel und sie hat das Pflegekind wieder abgegeben oder wie?
LG
Beckie
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08.09.2008 12:56 |
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freddilysie

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Re: Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von freddilysie (08.09.2008 13:06) |
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ja Beckie ich weiß das es dir darum geht wie die Mutter zu der Kleinen ist aber das ist nicht deine Aufgabe. Das ist Aufgabe des Jugendamtes. Du kannst vielleicht erwirken das die Treffen mit der Mutter unter Aufsicht eines Jugendamtmitarbeiters statt findet dann hat die Kleine auch nichts zu befürchten. Aber höchste Priorität des Jugendamtes ist immer zuerst die Kleine zu ihrer leiblichen Mutter zurück zu führen. Das ist dabei ganz egal wie du das siehst oder empfindest. Sorry hört sich krass an aber das ist die Realität.
Ja du hast richtig verstanden. Sie hat ein kleines Mädchen in Pflegschaft genommen. Eine ganz süße kleine Püppi und hat auch immer Besuchskontakt mit der Mutter gehabt, erst mit JA dann alleine und dann ging die Kleine auch mal zur Mutter über Nacht. Dann kam die Kleine in die "Rüpeljahre" und dann kamen dann schon mal Sprüche wie. Bei Mama darf ich das aber oder Mama ist ja viel netter, oder Mama hat aber gesagt das ich das darf. Tja und dann hatte sie darauf keine Lust mehr und meinte das Kind wieder zum JA zurück geben zu müssen. Da sie keine Lust mehr hatte sich damit auseinander zu setzen. Und das war weil sie sich von Anfang an nicht bewusst war was Pflegschaft bedeutet.
Versuche dich doch mit anderen Pflegefamilien auseinander zu setzten und sich mit deren Erfahrungen mal auszutauschen.
Sei dir bewusst das die Kleine egal wie du die Mutter findest immer ein Teil von ihr sein wird.
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08.09.2008 13:06 |
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kamial
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Re: Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von kamial (08.09.2008 13:59) |
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Ich würd das dem Jugendamt entscheiden lassen. Wenn die der Auffassung sind, dass die Mutter dafür geeignet ist, dann wird sie dafür sprechen und wenn nicht, wird bestimmt eine andere Lösung gefunden....
Vielleicht hilft der Mutter auch mal jemand in dieser Pflegschaftszeit, damit das Kind dann doch noch zurück kann. Weil letztendlich ist das Kind bei der Mutter immer am besten aufgehoben (wenn die Rahmenbedingungen passen!) und dafür wird das Jugendamt auch Sorge tragen!
Es liest sich so raus, als würdest du es nicht als Pflegschaft behandeln, sondern eher als eigenes Kind. Kann mich aber natürlich auch täuschen, ist mir nur aufgefallen.
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08.09.2008 13:59 |
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Beckie
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Re: Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von Beckie (08.09.2008 14:07) |
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Wenn Dir das auffällt, ist doch nix, was nicht gesagt werden darf, geschweige denn ich nicht hören will
Ich danke vielmehr für Deine Ehrlichkeit!
Vielleicht sollte ich hier noch dazu sagen, dass wir mit der Oma der leiblichen Mutter sehr gut befreundet sind und genau dadurch wahrscheinlich auch nicht ganz unparteiisch oder eben nicht unparteiisch genug ...
...
Wir haben uns vorgenommen eine Stellungnahme an das Jugendamt zu schreiben, ich möchte mir nicht vorwerfen lassen, dass wir nicht alles versucht haben.
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08.09.2008 14:07 |
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kamial
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Re: Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von kamial (08.09.2008 14:26) |
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Bist du dir dessen auch bewusst was du gerade tust? Du hast den größten Respekt von mir, weil eine Pflegschaft ist eine so große Sache, aber bitte besprich den Schritt zuerst mal z.B. mit Irenchen, die hat mehrere Pflegekinder oder hol dir noch ne zweite Meinung etc.
Ich freu mich für das Baby, dass hat es jetzt bei euch auch bestimmt richtig gut. ABER das du parteiisch bist, ist nicht gut für eine neutrale Stellungnahme
Überleg dir das lieber nochmal... Weil wenn es hart auf hart kommt und das baby zur Adoption freigegeben wird, dann könnte euch sowas bestimmt eher schaden als nutzen!
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08.09.2008 14:26 |
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susann unregistriert
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Re: Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von susann (08.09.2008 14:31) |
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Liebe beckie, wenn du Argumente hast, die deutlich gegen eine Rückführung zur Mutter sprechen, da schreib dies ans Jugendamt, vielleicht kann man die Bereitschaftspflegezeit verlängern und mal schauen, wie die leibliche Mutter ihre Auflagen einhält. Aus Erfahrung kann ich nur sagen das die meisten Rückführungen in die Hose gehen, so leid mir das auch tut. Nur Kinder sind keine Versuchskaninchen, es wird ja wohl klare Gründe für eine Herausnahme gegeben haben oder wie kam die Kleine zu euch? Laut Paragraphenlage habt ihr keine Chance, eine Verbleibensanordnung würde scheitern.
Was die Abgabe der Pflegemutter mit Abgabe des PK nach einigen Jahren betrifft, da sieht man leider wieder die schwarzen Schafe der Pflegeeltern, man hätte sicherlich mit Supervision und Familienhilfe einiges retten können, aber diese Hilfe wollte die pflegefamilie wohl nicht, schade.....
Welche Art von Aggressionen hat die leibliche Mutter denn Beckie?
@all
Alle Pflegeeltern sind sich bewusst, dass diese Kinder nicht die eigenen Kinder sind, trotzdem haben diese Kinder irgendwann nach einigen Jahren wohl ein Recht auf soziale Eltern, denn wenn man den Pflegekindern keine Sicherheit vermittelt, dann kann man die Mäuse gleich ins Heim geben, dann werden diese Kinder immer unter ihren Bindungsstörungen und Traumatisierungen zu leiden haben.
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08.09.2008 14:31 |
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susann unregistriert
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Re: Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von susann (08.09.2008 14:34) |
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| Zitat: |
Original von kamial
Ich freu mich für das Baby, dass hat es jetzt bei euch auch bestimmt richtig gut. ABER das du parteiisch bist, ist nicht gut für eine neutrale Stellungnahme
Kamial, wir sind als Pflegeeltern nicht den leiblichen Eltern verpflichtet, wir sind für das Wohlergehen der Kinder zuständig und wenn Beckie was negatives auffällt, dann sollte Sie das auch schreiben.
Überleg dir das lieber nochmal... Weil wenn es hart auf hart kommt und das baby zur Adoption freigegeben wird, dann könnte euch sowas bestimmt eher schaden als nutzen! |
So schnell geht kein Baby zur Adoption raus, da kannst du sicher sein.
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08.09.2008 14:34 |
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Beckie
Super-User Level III


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Themenstarter
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Re: Pflegschaft - Rückführung zur Mutter von Beckie (08.09.2008 14:51) |
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@susann
Mein Mann und ich haben jede Menge Bedenken, genau das ist es ja, was uns nachdenklich macht bezüglich der Rückführung.
Die Mutter ging in der Vergangenheit einfach schlecht mit der Kleinen um, einige Beispiele:
1. Wir kommen zu Besuch, bekommen die Kleine zu sehen und sie ist nass bis oben hin.
2. Wir kommen zu Besuch und finden ein dermaßen chaotisch, unaufgeräumtes und verdrecktes Zimmer der Mutter vor von Speiseresten über mind. 10 benutzte Babyflaschen, benutzte Windeln, etc. das ist wirklich ekelig und glaubt mir, ich übertreibe hier nicht!
3. Wir sind zum Grillen eingeladen und Baby ist natürlich auch dabei, fängt an zu schreien, weil Mama essen mag und sie in den Laufstall setzt. Anstatt den Hochstuhl zu holen, blufft Mama die Kleine in einem derartig aggressiven Ton an wie: Nerv mich jetzt nicht, ich möchte essen, Dein Gebrüll nervt mich oder zick´ mich jetzt nicht an! Damals war die Kleine 6 Monate alt.
4. Werde ich von der Oma der Kleinen besorgt angerufen, sie auf Arbeit ... die Kleine ist vom Küchentisch gefallen ... ich hingefahren und die Mutter vollkommen desinteressiert und planlos. Sie stand im Maxicosi auf dem Küchentisch, war allein in der Küche und zu alldem war sie nicht angeschnallt.
5. Mama geht lieber auf Konzerte und macht sich Tattoos, anstatt Nahrung und Windeln für ihre Kleine zu kaufen. Wenn das Geld Mitte des Monats wech ist, geht sie halt zur Oma, die hat (bisher jedenfalls) auch gemacht. Hat sich nun erledigt, weil sie rausgeflogen ist, darum ist die Kleine auch bei uns.
6. Mama ist arbeitslos, lebt von Hartz IV und plant bereits das nächste Kind, weil das Amt von ihr verlangt, dass sie arbeiten geht.
Ich könnte hier ewig weiterschreiben ...
Vor allem möchte ich nachher nicht in der Zeitung eine Schlagzeile über Mama und Baby lesen müssen ...
We gesagt, ich möchte nichts unversucht lassen, dass es der Kleinen gut geht, dabei geht es nicht um mich und meine Familie, sondern ausschließlich um die Kleine und mir liegt ihr Wohl halt am Herzen. Sonst nüx.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Beckie: 08.09.2008 14:52.
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08.09.2008 14:51 |
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