Isolation durch psychische Erkrankungen! |
Anonymus
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Isolation durch psychische Erkrankungen! von Anonymus (02.06.2007 11:39) |
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Haben gestern einen Bericht im Fernsehen gesehen.
*****Isolation durch psychische Erkrankungen!******
Depresionen,Angst und Panikattacken, Neurosen, Psychosen bis zu Borderliner-Erkrankungen nehmen drastig zu.
Hinzu kommt das diese Erkrankungen immer noch zu den Tabu-Themen gehören!
Was man nicht sehen kann,existiert auch nicht!
Dadurch bedingt ziehen sich die Betroffenen immer mehr zurück!
Vereinsammen immer mehr.
Familie, Freunde ziehen sich oft zurück,weil nicht gewusst wird,wie man damit umgehen soll.
Die Betroffenen können sich nicht mitteilen,weil sie sich von der Gesellschaft im Stich gelassen fühlen.
"Alles ist doch gut" oder "wird schon" ... sind die meisten Sätze,die die Betroffenen hören!
Wie geht ihr bzw. wie würdet ihr mit Familie,Freunden und Bekannten umgehen?
Würdet Ihr euch outen,wenn Euch treffen würde?
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02.06.2007 11:39 |
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Bianca0815

Abwarten und Teetrinken*g*
 

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Re: Isolation durch psychische Erkrankungen! von Bianca0815 (02.06.2007 11:48) |
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Ich glaub das Outen ist das schlimmste....zugeben, dass man Hilfe braucht.
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02.06.2007 11:48 |
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lalelu

Giga-User Level II

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Re: Isolation durch psychische Erkrankungen! von lalelu (02.06.2007 12:57) |
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ja ein schwieriges Thema.
Vorallem wenn man nicht betroffen ist, schwer nachvollziehbar. Ob ich mich outen würde? kann ich so nicht sagen, ich weiss es nicht!
meine erste grosse Liebe, hatte auch immer wieder Depressionen und Panikattacken. Ich damals 17 hab immer "lapidar gesagt" jetzt reiss dich mal zusammen, kann ja wohl nicht so schlimm sein.
Super unterstützung meinerseits
aber ich wusste nicht wie damit umgehen.
Heute würde ich mich sicherlich anders verhalten und mich mehr infomieren.
Bei ihm ging das soweit das immer wieder aussagen kammen "ich bring mich um" "ich kann nicht mehr" ich hab das als "blöde Sprüche abgetan".
Irgendwann war die Liebe dann weg, von beiden Seiten aus. Ich war wirklich NULL Unterstützung.
Jahre später nahm er wieder Kontakt auf. Zu einer Zeit in der es Ihm sehr schlecht ging. Scheidung, Kinder die er nicht sehen darf, Job verloren, schulden ohne ende...seine ständigen Aussagen damals wieder "ich kann nicht mehr" "was bringt mir das Leben noch"ect.
Doch da war ich dann älter ich hab diese Aussagen ernst genommen. Wenn wieder ein Anruf dieser Sorte kam bin ich sofort ins Auto und zu ihm gefahren, ich weis nicht wie oft ich zu Ihm gefahren bin, zig mal......und vielleicht würde ich es heute immer noch machen..aber ich war einmal nicht "erreichbar".
Bin ich jetzt vom Thema abgewichen?
Eine Freundin von mir arbeitet in der Psychosomatischen und sie sagt jemand der sich ernsthaft umbringen möchte tut es irgenwann..ohne Therapie.
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02.06.2007 12:57 |
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cordu

Ultra-User Level III
 
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Re: Isolation durch psychische Erkrankungen! von cordu (02.06.2007 14:38) |
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Ein sehr schwieriges Thema.
Mein Sohn war so ca. 10 Jahre alt als er ein Mädchen wie aus dem Nichts (so schien es) böse geschlagen hat.
Wir waren entsetzt darüber. Warum tat er das? Natürlich die üblichen Gespräch mit den Lehrern, den Eltern des Mädchens, dem Mädchen und Sohn.
Wir sind dann auch in eine Beratungsstelle. Dort wurde uns nach ein paar Sitzungen gesagt unser Sohn sei ADS´ler, Teilhochbegabt und Depressiv. Die Agresivität sei nur ein Hilfeschrei. Er konnte nicht sagen das es ihm nicht gutgeht.
Wir haben darum gekämpft das er zu einer Kinder- und Jugendpsychotherapeutin im Nachbarort darf. Er war längere Zeit in Therapie. Wir haben nie einen Hehl daraus gemacht. Die Leute haben sich anfangs zurückgezogen und meinten immer nur das wäre sicher eine schlimme Zeit für uns. Und sicher kommt das alles weil mein Mann zweimal bei Alk-Entzug war. Wir gingen sehr offensiv damit um, auch Sohn. Es hat uns allen gutgetan nichts zu verheimlichen. Wir mussten nie überlegen was wir sagen warum Sohn mittwochs keine Zeit hat. Warum er donnertags (fast) immer so durch den Wind ist. Alle wußten es.
Für uns wars genau die richtige Strategie. Übrigens gingen wir mit der Alkoholabhängigkeit meines Mannes auch so offen um. Wissen tun die Leute eh schon alles, warum dann die Heimlichtuerei.
LG
Cordu
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02.06.2007 14:38 |
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mellipop

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Re: Isolation durch psychische Erkrankungen! von mellipop (02.06.2007 14:48) |
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Hallo ,
hm ja ein schwieriges thema, denn man bekommt auch zu schnell einen stempel aufgedrückt.
outen..tja also der partner wird früher oder später damit konfrontiert und der freundeskreis auch, denn wann termin absagen muss, dann kommt man irgendwann in erklärungs not.
die frage ist immer wie sehr "sieht" man dieses verhalten oder die psychische erkrankung.
ausserdem sollte man sich hilfe von professionellen suchen, denn e sist nix shclimmes eine thera zu machen, denn wie beschrieben ist es nichts seltenes mehr. ich selber kann mich auch outen..bin seit letzte woche donnerstag auch endlich in besitz einer thera und alleine die tatsache zeigt ja, das man mit seinen problemen oder auch eventuelle diagnostizierten erkrankungen umgehen will und kann.
mellipop
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02.06.2007 14:48 |
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mia29

at worlds end


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Re: Isolation durch psychische Erkrankungen! von mia29 (02.06.2007 16:39) |
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der rückzug von freunden in einem solchen fall ist schon irgendwo nachzuvollziehen. ich denke diese erkrankungen versetzten "normalos" in angst und schrecken. allerdings vor allem dann, wenn der betreffende bei seinen freunden eben NICHT artikulieren kann, dass etwas nicht mit ihm stimmt. das viele nicht den mut, die lust oder kraft dazu haben sich mit jemand vermeidlich verrücktem zu beschäftigen ist also irgendwo klar. aber sind das dann freunde?
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02.06.2007 16:39 |
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mellipop

***Jungsmami***
 

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Re: Isolation durch psychische Erkrankungen! von mellipop (02.06.2007 17:38) |
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hallo mia,
genau so ist es . ich denke richtige freunde würden sich dafür interessieren und sich nciht abschrecken lassen.
mellipop
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02.06.2007 17:38 |
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flussrose

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Re: Isolation durch psychische Erkrankungen! von flussrose (02.06.2007 21:39) |
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Ich hab selbst mit Angst und Panik zu kämpfen und ich hab meinen Freunden davon erzählt. Warum? na, ich mach mir echt keine Freunde wenn ich immer wieder blöde Ausreden bringe warum ich dies oder jenes nicht mitmache. Dann lieber ehrlich sagen: ich hab ne Panikstörung und kann deshalb nicht (oder so). Dann wissen meine Freunde bescheid und denken nicht, das ich nichts mehr mit ihnen zu tun haben will.
Es gibt Menschen, die verstehen so eine Erkrankung nicht. Denen kann ich aber was dazu sagen oder ihnen eine gute Seite im WEb empfehlen. Einige informieren sich dann und können so besser mit mir umgehen.
Dann gibt es Menschen, die wissen nix drüber und wollen auch nix drüber wissen. Auch wenn das hart klingt: da sehe ich, wer wirklich meine Freunde sind.
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02.06.2007 21:39 |
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Irenchen

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Re: Isolation durch psychische Erkrankungen! von Irenchen (04.06.2007 00:36) |
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Wenn man nicht betroffen ist, fällt es einem schwer sich in die Lage eines betroffenen Menschens hinein zu versetzen. Selbst die betroffenen wollen es doch oft nicht wahrhaben. Ich habe ein Mädchen erlebt, deren Eltern wirklich über Monate nicht gewusst haben, was ihr fehlt und wie sie ihr helfen können. Heute geht es ihr einigermaßen gut, sie macht aber noch eine Therapie.
Meine Freundin hatte vor Jahren eine Depression und wurde erfolgreich therapiert eine Bekannte wurde von einen Tag auf den anderen depressiv ... man wusste gar nicht wie man ihr helfen kann, aber auch sie wurde stationär behandelt und es geht ihr einigermaßen gut, sie kann aber nicht darüber reden.
Es kommt häufig vor, wird aber oft unter den Teppich gekehr, wie so viele andere schwierige Themen, das ist schwer zu begreifen. Heute habe ich im Stern gelesen, das 8 von 10 Kranken eine gute Heilung möglich ist, mit Therapien und auf Medikamente eingestellt und das ist doch eine gute Aussicht.
Liebe Grüße, Irene
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04.06.2007 00:36 |
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