Verhalten gegenüber Kindern |
pit2
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Verhalten gegenüber Kindern von pit2 (06.02.2010 12:47) |
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Hallo liebe Mütter und Väter,
suche Euren Rat zu folgender Problematik.
Ich bin 62 Jahre und seit einem Jahr Rentner. Auf der Suche nach einer sinnvollen Aufgabe als ehrenamtlicher Helfer habe ich mich für eine Tätigkeit an einer Ganztagsschule gemeldet und seit einem halben Jahr wird mit Kindern zwischen sieben und acht Jahren 2x wöchentlich nachmittags gebastelt, was Holz und Pappe hergeben. Die Kinder und besonders ich haben viel Spaß dabei und es könnten noch viele Bastelstunden folgen, wenn nicht nachstehende Problematik im Raum stehen würde.
Wenn die Kinder in den Werkraum kommen, werde ich von einigen zur Begrüßung umarmt.
Sobald ich mich hinsetze, besteht „die Gefahr“, dass ein Kind sich auf meine Knie setzt oder von hinten die Arme um meinen Hals legt.
Ich möchte die Kinder auch nicht abweisen, aber ich habe große Angst, dass diese Nähe zu den Kindern missverstanden wird. Mittlerweile setze ich mich schon nicht mehr hin, um solche Annäherungen zu minimieren, aber absolut ausschließen kann man das nicht auch wenn es nur ein Umarmen oder Anlehnen der Kinder ist.
Eigentlich tut so eine Umarmung ja beiden gut, aber ich trage den Gedanken, diese Tätigkeit aufzugeben, da die Vorstellung, mit irgendwelchen Anschuldigungen konfrontiert zu werden, mich sehr belastet.
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Was würdet Ihr mir raten?
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von pit2: 06.02.2010 12:49.
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06.02.2010 12:47 |
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Sala

Schokoholik
   

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Re: Verhalten gegenüber Kindern von Sala (06.02.2010 13:16) |
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Steht denn irgendwas dergleichen im Raum??
Was sagen die Lehrer dazu? Und was andere Ehrenamtliche?
Was sagen die Eltern?
Bevor die Angst übermächtig wird, würde ich erstmal zumindest mit Lehrern und Eltern (wenn möglich) reden. Denn wenn beide Parteien informiert sind und die Kinder doch so viel Freude haben, genau so wie sie, dann würde ich wegen dieser Angst nicht einfach das Handtuch werfen.
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06.02.2010 13:16 |
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Smilie

Moderatorin
  

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Re: Verhalten gegenüber Kindern von Smilie (06.02.2010 15:11) |
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Erstmal muss ich sagen das ich sehr sehr sensibel zu dem Thema Kindesmißbrauch bin und durch persönliche Betroffenheit mich auch sehr stark belesen habe.
Fakt ist nunmal das z.B. "Pädophilen" der Kontakt zu den Kindern reicht. Das denen "einen abgeht" wenn das Kind "nur" auf dem Schoß sitzt und gerade deshalb wäre ich wahrscheinlich einer der Eltern der besorgt wäre.
Mir wäre es nicht recht wenn meine Tochter einem freiwilligen Helfer auf dem Schoß rum rutscht.
Pädophile suchen sich oft Jugendarbeit aus damit sie in Kontakt mit Kindern kommen bzw. bleiben.
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Jetzt zu dir, es ist schade das die große Angst der Eltern dir auch Angst macht, aber verständlich. Warum unterbindest du es nicht einfach. Die Kinder akzeptieren es sicher, wenn ein Lehrer sagt das und das geht nicht dann ist es doch auch OK.
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06.02.2010 15:11 |
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pit2
User

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Beiträge: 11
Themenstarter
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Re: Verhalten gegenüber Kindern von pit2 (06.02.2010 16:58) |
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Hallo Smilie,
danke für die ehrliche Antwort.
Sie hat mir bei meiner Entscheidung geholfen.
Werde am Montag der Schule mitteilen, dass ich die Bastel-AG nicht mehr weiterführen werde.
Männer und Kinder passt wohl nicht zusammen, da alle Männer diesem Pauschalverdacht unterliegen und der Gedanke so abgestempelt zu werden, ist für mich unerträglich.
Wir werden zwar alle etwas traurig sein, aber vielleicht übernimmt ja eine Frau , die über jeden Verdacht erhaben ist, unsere Bastel-AG.
Alle Gute wünscht Euch pit
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06.02.2010 16:58 |
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Schiffchen

Ultra-User Level III
 

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Beiträge: 2.885
Herkunft: Niedersachsen Kinder: 2 Jungs
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Re: Verhalten gegenüber Kindern von Schiffchen (06.02.2010 17:20) |
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Hallo Pit,
ich finde es schade, dass Du so reagierst. Ich kann Smilie sehr gut verstehen, denn wenn man selber schon mal betroffen war, wird man einfach misstrauisch. Auf der anderen Seite gibt es ja nun auch männliche Lehrer- wo wären wir, wenn alle diese Männer sagen, Männer und Kinder passen nicht zusammen.
Ich fände es viel besser, wenn Du versuchen würdest, von Deiner Seite eine Distanz herzustellen. Das hat doch nichts mit "schlechtem" Unterricht zu tun - oder mit "nicht mehr mögen" zu tun. Und wie alt sind die Kinder, mit denen Du zu tun hast? Zwischen sieben und acht - also Schulkinder - mit denen kannst Du auch darüber sprechen, dass Du Dich dabei unwohl fühlst, weil Du nicht deren Papa/Opa bist und solche Begrüßungen in die Familie gehören.
Es ist auch deshalb so bedauerlich, wenn Du aufgeben würdest, weil es eben in diesem Alter der Kinder so wenig männliche Bezugspersonen gibt - vor allem auch für Jungs. Als meine Kinder in der Grundschule waren, war der Hausmeister der einzige Mann an der Schule!!!! Um so wichtiger und bewunderswerter finde ich Deine Arbeit!
Bitte denk noch einmal darüber nach und versuche, einen Weg zu finden, der Dir und den Kinder hilft!!! Du wirst dort gebraucht!
LG Schiffchen
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06.02.2010 17:20 |
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Pfannenwenderin

Mega-User Level III
   
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Kinder: 1 Sohn Familienstand: Partnerschaft
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Re: Verhalten gegenüber Kindern von Pfannenwenderin (06.02.2010 17:37) |
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Hi,
ich kann mich da Schiffchen nur anschließen. Männliche Bezugspersonen sind in dem Alter sehr wichtig, fehlen aber oft.
In meiner Grundschulzeit gab es an unserer Schule nur einen einzigen (ziemlich unmotivierten) Lehrer, der Rest waren alles Frauen.
Grade für die Jungs war das oft nicht ganz einfach, viele Lehrerinnen haben (bewusst oder unbewusst) die Mädels bevorzugt und wenn die Jungs sich so benommen haben, wie Jungs sich in dem Alter nunmal benehmen, waren sie oft die bösen.
Vielen hätte es garantiert gut getan, wenn wir einen weiteren männlichen Lehrer oder AG-Leiter gehabt hätten.
Wenn die Kinder den Körperkontakt zu dir suchen, zeige ihnen klare Grenzen auf. Du bist nicht der Vater/Opa sondern der AG-Leiter und somit sollten sie dich so wie ihre Lehrer behandeln.
Sag ihnen, dass du die AG nicht weiter leiten kannst, wenn sie sich nicht daran halten. In dem Alter sollten die Kinder das verstehen.
Überlegs dir nochmal, damit tust du auch den Kindern einen Gefallen.
LG
die Pfannenwenderin
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06.02.2010 17:37 |
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Maju

Giga-User Level III
 

Dabei seit: 20.10.2009
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Beiträge: 1.497
Kinder: 3 Mädchen (14, 12 und 10) Familienstand: verheiratet
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Re: Verhalten gegenüber Kindern von Maju (06.02.2010 18:19) |
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Also, ich mache in etwa die gleiche Tätigkeit wie Pit, nur mit Stoffen.
Meine Schüler bekommen zwar im Zeugnis Noten dafür, aber sie dürfen sich ihre Projekte selber aussuchen.
Der Unterricht ist am Nachmittag.
Die Kinder sind genervt vom "normalen" Unterricht und freuen sich auf Abwechslung.
Es ist ihnen dann irgendwie wichtig, dass man "sie mag". Sie machen Scherze und flirten mit mir. Sie wollen eher einen freundschaftlichen Umgang. Ich vermute aber, dass sie das anfangs bei jedem Lehrer versuchen.
Eine Kollegin von mir ist Rentnerin. Da ist das noch schlimmer. Sie kann einfach nicht anders als lieb sein.
Ich kann anders! Meine Schüler gehen raus und fragen meine Tochter: "Ist die immer so streng?" Sie mögen mich trotzdem und kommen gerne und jedes Jahr melden sich die Kinder wieder bei mir an.
Gekuschelt wird daheim. Es ist absolut wichtig, dass Kinder das wissen und schnellstens lernen! Man darf keinem "fremdem" Mann um den Hals fallen. Da ist dringend Handlungsbedarf auf Elternseite.
Man lernt an seinen Aufgaben. Du bist schon so weit, gib doch jetzt bitte nicht auf!
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06.02.2010 18:19 |
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hitnak
Ultra-User Level II


Dabei seit: 26.07.2008
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Beiträge: 2.120
Familienstand: verheiratet
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Re: Verhalten gegenüber Kindern von hitnak (06.02.2010 19:49) |
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Hallo,
ich muss leider sagen, dass ich durchaus verstehen kann, dass diese Nähe, die der Antragsteller beschreibt, missverstanden werden kann, denn dieses Verhalten von Kindern in diesem Alter gegenüber Fremden ist nicht normal - sonst würde Lehrer, Trainer in Vereinen und jeder, der sonst noch mit Kindern zu tun hat, mit dem Umarmen nicht mehr nachkommen, und getan würde auch nichts mehr, weil sie Trauben von Kiddies auf dem Schoß haben. Ich habe schon seit ich diesen Thread heute mittag zum ersten Mal gelesen habe, Schwierigkeiten damit, mir vorzustellen, warum ausgerechnet der Antragsteller, als Fremder, den die Kinder erst ein halbes Jahr lang kennen, dieser Welle von ungebändigter kindlicher Zuneigung ausgesetzt sein sollte, und ich frage mich, warum er, wenn das tatsächlich so sein sollte, nicht einfach das Logische tut, und auf Distanz geht: Es schadet dem Kindeswohl garantiert nicht, wenn ein Kind von einem Fremden gesagt bekommt, dass es nicht auf seinem Schoß sitzen darf. Es ist eher ein Fall für die Schulleitung, denn es ist durchaus nicht normal, dass sieben- oder achtjährige Kinder ihren Platz auf dem Schoß von Fremden suchen.
Noch weniger normal ist es, wenn das einem Menschen massenhaft passiert. dabei drängt sich dann der Gedanke auf, dass hier möglicherweise vom Erwachsenen ein Wunsch auf die Kinder projeziert wird, der in dieser Form beim Kind nicht vorhanden ist: Den nach Nähe, auf welchen Gründen, denn da fallen mir mehrere ein, auch immer.
Das hat dann allerdings nichts mit Generalverdacht zu tun. Unter Generalverdacht stellen jene Leute, die hinter jedem Mann einen potentiellen Kinderschänder sehen. Was in diesem Thread vorliegt ist allerdings etwas, dass durchaus missverstanden werden kann, auch wenn die Motive hinter der Nähe durchaus nicht pädophiler Natur sein müssen. Die Suche nach Nähe kann auch Einsamkeit entspringen, dem Bedürfnis, eine Rolle im Leben von Menschen zu übernehmen, zum Beispiel.
"Eine Umarmung tut beiden gut" - in der Theorie ja. Aber nur, wenn beide sie wollen, wenn nicht eine Seite dahin manipuliert wird. Ich denke, dass Du Pit, die Zuneigung der Kinder brauchst, aber nicht aus pädophilen Neigungen heraus, sondern weil sie Dir das Gefühl geben, gebraucht zu werden.
Das Problem dabei ist allerdings, dass es nun einmal fremde Kinder sind, und das Deine einzige Rolle in ihrem Leben ist, mit ihnen zu basteln. Vielleicht ist nichts dabei, ein Kind dazu zu ermuntern, auf dem Schoß zu sitzen, oder zu umarmen, wenn man einfach nur die Zuneigung braucht. Aber man kann das außerhalb der Familie nicht zulassen, weil einfach die Intentionen jenes Erwachsenen, der dies tut, von außen nicht sauber durchschauen kann: Es könnte auch ein potentieller Täter sein. Man kann es nicht wissen, denn was böse endet, beginnt oft ganz harmlos.
Ich denke nicht, dass Du diese Aufgabe hinwerfen solltest. Aber Du solltest Dir bewusst werden, dass Du auf eine gewisse körperliche Distanz gehen musst.
Viele Grüße,
Ariel
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06.02.2010 19:49 |
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Sam Hain
Incubus
 
Dabei seit: 07.09.2009
Letzte Aktivität: 28.03.2010 12:51
Beiträge: 250
Herkunft: NRW Interessen: Musik, Tiere, meine Familie usw. Kinder: 1 Tochter (*25.12.2009), 1 Sternchen Familienstand: verheiratet Sonstiges: von außen langhaariger, tätowierter Bombenleger mit Piercings und großer Klappe, von innen Weichei
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Re: Verhalten gegenüber Kindern von Sam Hain (06.02.2010 20:33) |
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So einfach ist das nicht. Hier wird was vonm fremden Kindern gesagt. Sind also alle, die nicht Familie sind.
Mein Kumpel hat vier Kids, die kenn ich seit ihrer Geburt, bin n großer Freund für die. Ich bin kaum in der Hütte drin, da werd ich von denen überfallen, abgeknutscht, auf den Boden geworfen, gekitzelt, umarmt und und und. Der einzige, der mich nicht mehr küsst, ist der Große, der ist 8, der küsst bloß noch seinen Vater und seine Opas.
Ich find an Kids nix geil, ich mach auch jeden Kack mit, solange die Eltern dabei sind. Aber die Sensibilität, mit der man jetzt an Kids und Pädophile rangeht, ist manchmal auch n zweischneidiges Schwert.
Wenn man an die falschen Leute gerät, suchen und finden die in allem was Schlimmes, auch wenn da nix ist, und Kids erzählen viel. Wenn die beiden Großen bei mir gepennt haben, gabs abends im Bett noch ne Geschichte, mit Vorlesen, Bilder gucken und so, bevor ich mich auf die Couch verzogen hab.
Ich hab keinen Dunst ob ich das heute noch machen würd, weil da jemand was falsch verstehen könnte wenn die Kids erzählen, die haben bei Papas Freund gepennt, in seinem Bett, der war da auch drin und hat was vorgelesen.
Ich bin heute nicht mehr so unbekümmet wie früher, grade weils derbe oft so ist, dass es selten der böse Fremde ist, sondern der "liebe Nachbar, der gute Freund, der Onkel, der Lehrer" und und und.
Manchmal tuts mir weh wenn ich den Kids nen Wunsch abschlagen muss, sowas wie zusammen im Bett pennen, zusammen baden und sowas. Die sind dann traurig, ich auch, aber ist besser so.
Als Mann ist man sowieso gearscht, wenn man nicht aussieht wie Otto Mustermann. Wenn jemand sich auf ner Mission sieht, sucht der solange, bis der meint was gefunden zu haben.
Als Lehrer seh ich das Problem nicht so richtig: Normal umarmt man die nicht oder küsst die, also wird das erst gar nicht zum Problem. Aber als großer Kumpel muss man dann irgendwann damit aufhören, ohne die Kids zu verletzen und denen nicht das gefühl zu geben, die haben was falsch gemacht und darum werden manche Sachen nicht mehr gemacht. Da ehrlich und gleichzeitig diplomatisch zu bleiben, die Kids stark zu machen, aber nicht zu verängstigen, find ich derbe schwer.
Schmeißen würd ich den Job nicht unbedingt, aber sagen dass das nicht geht, dass sich n Kind auf den Schoß setzt oder so. Vielleicht erfindest du was von nem Knieproblem, dass das zu schwer ist, wenn da n Kind draufsitzt oder so, und dass du dich erschreckst wenn du plötzlich umarmt wirst.
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06.02.2010 20:33 |
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