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Devine Devine ist weiblich
Glückliche Mama


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traurig

Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von Devine (15.06.2008 23:22)

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Hallo ihr Lieben,
muss mir meinem Kummer mal von der Seele schreiben, denn ich weiß gerade einfach nicht mehr weiter und mir wird das alles zu viel - weiß nicht mehr,wie ich das alles verarbeiten und weg stecken soll...

Weiß gar nicht so recht,wo ich anfangen soll,denn es ist so vieles,was mich derzeit belastet.

In erster Linie geht es um meine Großeltern mütterlicherseits. Beide haben sehr viel für mich getan, sind schon beide über 80 und langsam schleicht sich der Altersstarrsinn ein und sie werden unvernünftig. Meine Oma hatte in der Vergangenheit drei Schlaganfälle,die sie dank einer Kur und allen möglichen Rehamaßnahmen gut überwunden hat,es sind soweit keine Anzeichen zurück geblieben. Sie hat Diabetes und zudem Probleme mit zu hohem Blutdruck. Meine Eltern kümmern sich gar nicht um meine Großeltern,ihnen ist die ganze Situation da völlig egal und daher bleibt alles,was zu erledigen ist an meinem Mann und mir hängen. Whatever
Nun ist es so,dass Oma total schlecht hört, sie muss zwei Hörgeräte tragen,mit denen es aber auch nicht besser wird und mit denen sie auch nicht wirklich zurecht kommt. Sie müsste schon lange zum Ohrenarzt und sich neue Geräte verschreiben lassen,mit denen sie besser zurecht kommt. Das tut sie aber nicht,denn sie befürchtet,dass sie für neuere Geräte etwas zuzahlen müsste und obwohl sie das Geld hätte,ist sie dazu zu geizig. Whatever
Dann wurde sie schon zwei Mal an den Augen operiert,damit sie wieder besser sehen kann. Nach der letzten OP wurde ihr eine neue Brille verschrieben,die sie ausschließlich zum lesen aufsetzen sollte. Im Alltag bräuchte sie laut Augenarzt keine Brille mehr zu tragen. Diese verschriebene Brille hat sie sich aber nie geholt. (Grund ist der gleiche,wie bei den Hörgeräten)
Das Ende vom Lied - ihre Sehkraft hat sich nun wieder verschlechtert und sie muss im August oder September nochmal operiert werden. Das alles ist in dem Alter ja auch kein Kinderspiel mehr.
Dann hatte sie kürzlich einen Nerv in der Schulter eingeklemmt, statt zum Arzt zu gehen,wartet sie so lange,bis sich alles schön entzündet hat,der ganze Arm bis in die Hand schmerzte und die sogar schon zwei Finger nicht mehr bewegen konnte. Dann habe ich sie endlich überreden können,doch mal zum Arzt zu gehen. Dort hat sie dann Spritzen bekommen und es wurde ihr Krankengymnastik verschrieben.
Sie bekam zehn Termine, ging zum ersten hin und ließ dann die anderen Termine sausen. -Mit der Begründung,dass es ja beim ersten Mal nichts gebracht habe.
Ich sagte ihr,dass sie das nach dem ersten Mal ja noch gar nicht beurteilen könne,aber darauf ging sie gar nicht ein. Mit dem Kopf gegen die Wand…

Vor Beginn meiner Schwangerschaft habe ich mich immer mit derartigen Problemen mit ihr auseinander gesetzt und war die treibende Kraft,wenn es um Arzttermine oder sonstiges ging. Hätte ich mich nicht um die Dinge gekümmert,wäre alles den Bach runter gegangen,weil meine Großeltern selber nicht mehr einschätzen können oder wollen,was wichtig ist und was nicht.

Momentan fehlt mir für derartige Angelegenheiten,die auch immer wieder Konflikte mit meinen Großeltern nach sich ziehen aber schlichtweg die Kraft. *heul* Ich könnte noch nicht einmal beschreiben,warum genau,aber ich merke selber,dass ich mehr und mehr Abstand von solchen Situationen nehme. Ich kann mich derzeit nicht damit auseinander setzen, ich schaffe es einfach nicht und es belastet mich zu sehr.
Den einfachsten Konflikten weiche ich derzeit eher aus,als so wie sonst einfach darauf zu zu gehen und mich den Dingen zu stellen,die da so kommen.

Hinzu kommt,das mein Opa grundsätzlich der Meinung ist: "Oma muss nicht zum Arzt,das geht schon wieder..." "Eine neue Brille ist auch nicht nötig,das ist nur Geldmacherei" u.s.w.

Ich weiß einfach nicht,wie ich mich den beiden gegenüber noch verhalten soll... Mir liegt sehr viel an den beiden und daher kann ich nicht einfach über die Probleme hinweg sehen, aber etwas ändern kann ich derzeit auch nicht,dazu fehlt mir die Kraft. (Das ist auch bei weiterm nicht alles, es spielen noch zig andere Probleme im Alltag der beiden mit rein...)

-Und nun kommt noch ein ganz anderes Problem hinzu,was damit zwar in keinem Zusammenhang steht,aber vor dessen Ausgang ich wirklich Angst habe.
Meine Eltern haben einen Hund, mit dem ich im Grunde aufgewachen bin und der für mich (auch wenn es sich für manche,die vielleicht selbst keine Tiere haben komisch anhört) wie ein Familienmitglied ist. Leider musste ich ihn bei meinem Umzug zurück lassen,da in unserer Wohnung keine Hunde erlaubt waren. Seither kümmern sich meine Eltern mehr oder weniger um den Kleinen.
Vor einem Jahr waren wir dann mit ihm beim Tierarzt,da er schlecht Luft bekam. (Treibende Kraft waren auch hier wieder mein Mann und ich, sonst wäre er bis heute noch nicht dem Tierarzt vorgestellt worden) Es stellte sich heraus,dass er einen Herzfehler hat. Diese Diagnose war für mich darmals sehr schwer zu ertragen,denn ich hänge unheimlich an dem Tier. Irgendwie habe ich es aber verarbeiten können und es war soweit dann auch okay,da er gut mit Medikamenten eingestellt wurde und der Tierarzt sagte,dass er damit noch einige schöne Jahre vor sich hat. Er solle nur mindestens einmal im halben Jahr vorgestellt werden,damit überprüft werden kann, ob die Dosis der Medikamente so beibehalten werden kann.
Da mir die Zeit fehlte,zu überprüfen,ob diese Kontrolltermine wirklich wahr genommen wurden und mich selber darum zu kümmern,dass sie wahrgenommen werden, wurde sich mal wieder um nichts gekümmert. Vor einigen Wochen fuhr meine Mutter dann zu einer Kur und wir waren seit langem mal wieder da,um mit dem Hund raus zu gehen. Was ich dort sah, hat mich echt fertig gemacht, der Süße war total abgemagert und sah gar nicht gut aus.
Einige Tage später packte ich ihn also ein (alles heimlich,da mein Vater ein riesen Theater machen würde,wenn er vorher davon wüsste) und fuhr mit ihm zum Tierarzt. Dieser konnte zuerst nichts auffälliges feststellen,schlug aber vor,mal blut abzunehmen,um die Ursache für die starke Abmagerung heraus zu finden.
Zwei Tage später waren die Ergebnisse dann da. -Zwei der Werte waren um ein vielfaches höher,als sie sein sollten und der Tierarzt sagte gleich,dass das nichts gutes bedeutet. Er vermutet,dass unser Süßer einen Lebertumor hat, könnte aber genaues natürlich nur sagen,wenn wir nochmal mit ihm in die Praxis kommen.
Am nächsten Tag haben wir ihn also nochmal eingepackt und sich nochmal hin gefahren. Leider bestätigte sich beim Ultraschall die Vermutung des Tierarztes und es stellte sich heraus,dass Merlin einen Handballgroßen Lebertumor hat,der leider aufgrund seiner große nicht mehr operiert werden kann. Um die Diagnose abzusichern machte der Tierarzt noch ein Röntgenbild,auf dem man alles noch genauer sehen konnte und auf dem auch zu erkennen war,dass der Tumor aufgrund seiner Größe das Volumen des Magens einschränkt. Dies hat zur Folge,dass Merlin weniger Futter zu sich nehmen kann,der Tumor ihm auch noch Energie raubt und er immer weiter abnimmt,obwohl er ständig Hunger hat und ständig isst. Er kann nicht so viel fressen,wie er an Energie bräuchte,um sein Gwicht halbwegs halten zu können.
Ich war total verzweifelt,habe die ganze Zeit nur geweint und konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ich fragte den Tierarzt nur, ob man nicht mit Medikamnten noch irgendwie versuchen könnte,das Wachstum des Tumors eine Zeit lang aufzuhalten, oder sonst irgend etwas zu machen,doch er sagte,dass es da leider nichts mehr gibt,was er tun könnte.
Auf meine Frage,wie lange Merlin noch zu leben hat, konnte er mir keine antwort geben,er sagte nur,dass wir hier nicht mehr von Jahren sprechen,es kann von heute auf morgen vorbei sein,es kann aber auch noch einige Zeit gut gehen.
Er sagte,dass Merlin keine Schmerzen hat und das wir ihm die letzte Zeit so schön wie möglich machen sollten. Wenn seine Schleimhäute gelb werden,oder er sich schlapp fühlt oder sonstwie verändert,wäre es an der Zeit,ihn erlösen zu lassen.

Diese niederschmertternde Diagnose teilte ich dann meinen Eltern mit,die bisher trotz allem fest der Überzeugung waren,der Hund sei kern gesund. Meine Mutter in der Kur hat das alles sehr mitgenommen,sie hat tagelang nur geweint,mein Vater hat es gelassen aufgefasst,aber ich denke,das ist auch so seine Art. Sicher wird es ihm auch irgendwie weh tun,aber er hat nicht so den bezug zu Tieren und zeigt sowas auch nicht.

Ich weiß nicht recht,wie ich mit der Situation umgehen soll,ich kann das alles noch nichteinmal ansatzweise verarbeiten,weil ich jeden Tag mit dem Wissen leben muss,das Merlin sehr krank ist und das alles von heute auf morgen vorbei sein kann.
Ich hatte gehofft,dass er noch lebt,bis unser Kleiner da ist und das wir noch mit ihm zusammen und dem Kinderwagen spazieren gehen können,doch diese Hoffnung wird von Tag zu Tag kleiner,da Merlin zwar soweit fit ist,sich freut wenn er uns sieht und auch munter ist, doch er nimmt immer weiter ab. in der letzten Woche waren es schon 2,5 kg.

Seither habe ich jede Nacht von Merlin geträumt,werde schweißgebadet wach,kann dann nicht mehr einschlafen,ich weiß nicht,ob das jemand nachvollziehen kann,aber ich hänge sehr an diesem Hund und es tut mir so weh,dass ich nichts mehr für ihn tun kann und er über kurz oder lang nicht mehr da sein wird. Immer wenn ich daran denke,könnte ich sofort anfangen zu weinen und das geht dann stundenlang so.
Zwischendurch versuche ich immer mal,mit abzulenken,aber irgendwann holen mich die Gedanken daran doch wieder ein und alles ist wieder genau so traurig.
Ich weiß,dass ich es so akzeptieren muss,wie es ist,aber gerade das fällt mir so unheimlich schwer. Träne

Mein Bruder sagte heute,dass er das schlechte Gefühl hat,dass Merlin seinen Geburtstag (Ende des Monats) vermutlich nicht mehr erleben wird. Das fuhr mir wieder wie ein Schock durch die Knochen und nun muss ich wieder die ganze Zeit daran denken. Heul

Ich kann zur Zeit auch nicht jeden Tag zu Merlin,denn das alles ist zu anstrengend für mich,wenn ich weitere Strecken laufe,bekomme ich Schmerzen im Bauch und ich mag jetzt zum Ende der Schwangerschaft auch nichts mehr riskieren. Andererseits würde ich Merlin natürlich gern so oft wie möglich sehen und noch einige schöne Momente mit ihm verbringen. Heul

Was mich aber nun noch mehr fertig macht -falls Merlin tatsächlich noch vor der Geburt unseres Kleinen erlöst werden muss, weiß ich nicht,wie ich mit der Situation umgehen soll/werde. Ich habe Angst davor,da ich nicht weiß,wie ich es jetzt verarbeite. Es ist zwar für manche "nur ein Tier" aber für mich ist er ein Familienmitglied,ich habe ihn 10 Jahre lang erlebt und lieb gehabt.
Ich habe Angst,dass mich das alles zu sehr mitnimmt und habe Angst,dass unserem Baby am Ende noch etwas passiert,weil ich dann so traurig bin,weinen werde und das alles ja auch unheimlicher Stress für mich ist. *heul*
Sicher würde ich versuchen,das alles nicht so an mich ran zu lassen,aber dafür garantieren kann icht nicht,denn ich kann meine Gefühle ja nicht einfach abstellen.

Ich bin so traurig wegen diesen ganzen Problemen und das,obwohl ich nun eigentlich positive Gedanken haben sollte und mich auf die Zukunft mit meinem Mann und unserem Baby freuen sollte. Im grunde tue ich das auch,aber die traurigen Gedanken überwiegen nunmal leider ganz klar.

So,dass war es nun für's erste. Vielleicht weiß je jemand Rat oder hat schonmal eine ähnlich traurige Situation in der Schwangerschaft durchstehen müssen. *heul*
15.06.2008 23:22 Devine ist offline Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!

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User4
unregistriert

Re: Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von User4 (15.06.2008 23:46)

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Das mit deinem Hund kann ich sehr gut nachvollziehen unglücklich
Meinen Billy musste ich auch wegen Krebs nach 11 Jahren einschläfern lassen.
Ich hatte ca. ein halbes Jahr Zeit, mich von ihm zu verabschieden.
Er war mir ein sehr guter Freund gewesen.
Auch wenn er keine Schmerzen hatte, war er von Tag zu Tag schwächer geworden. Und am Ende war es für uns beide das Ende einer Quälerei.

Auch wenn es dir schwer fällt, du solltest dich doch mit dem Gedanken an Abschied vertraut machen. unglücklich
Vllt kannst du Merlin für einige Zeit zu dir nehmen und so noch ein paar schöne Tage mit ihm verbringen?

Fühl dich mal ganz lieb getröstet.
Ich weiß, wie schwer das ist.
tröst
15.06.2008 23:46
Filiz Filiz ist weiblich
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Re: Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von Filiz (15.06.2008 23:51)

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Bye Bye
Erst einmal fühl dich tröst
Ja das ist alle schlimm , aber meinst du nicht auch das es für Merlin am besten ist in irgendwann gehen zulassen verwirrt
Habe damals auch meinen Kater verloren der war schon über 16 Jahre alt und für mich mehr als ein Tier er war mein Freund mit den ich spielen konnte und der Trost gab wenn ich traurig war ( Bekam ihn mit 11 Jahren )
Er hatte Unterkiefer -Krebs und aufgrund seines Alters nicht mehr zu einer OP bereit .
Es war kurz vor Weihnachten und wollten ihn unbedingt noch bei uns haben .
Haben ihn dann mit Spritzen und Tabletten voll gepumt *kopfschüttel*
Damit er noch Weihnachten und Neu Jahr bei uns ist *kopfschüttel*
Im nachhinein war das voll Mit dem Kopf gegen die Wand… , aber wir konnten nicht so schnell loßlassen .
Er war schließlich ein Teil von uns allen
Ich kann dich gut verstehen , du bist jetzt kurz vor der Entbindung und ein Neues Leben wächst in dir heran Schwanger
So traurig es auch ist nehme schon langsam Abschied von Merlin Heul
Du mußt jetzt stark sein und dich aufs Kind fixieren .
Das mit deinen GR. Eltern tut mir auch leid , aber das ist nun mal das Alter .
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Glück du wirst das schon mit deinem Mann an deiner Seite schaffen Daumen drück Daumen drück Daumen drück
Und die schönen Erinnerungen an Merlin kann dir keiner nehmen


Viel Glück tröst
15.06.2008 23:51 Filiz ist offline Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
Devine Devine ist weiblich
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Kinder: Liam Cedrik *10.07.2008
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Themenstarter Thema begonnen von Devine

Re: Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von Devine (15.06.2008 23:54)

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Danke für eure lieben Worte, es ist schön,zu lesen,dass es auch andere gibt,die so an ihren Tieren hängen und nachvollziehen können,wie schwer es ist,mit so einer Diagnose umzugehen. *heul*

Vertraut machen muss ich mich ganz klar mit den Gedanken,auch wenn es schwer fällt. -Nur habe ich Angst vor dem Tag,an dem es dann tatsächlich so weit ist.
Ich werde bestimmt wieder einige Tage weinen und und werde nervlich fertig sein.
- Ich habe Angst,dass sich das negativ auf die Schwangerschaft auswirkt,oder auf unser Baby... Ich brauche ja die Kraft auch für die Geburt und die Zeit danach,doch ich kann nichts gegen die Trauer tun...

Hinzu kommt noch das mit meinen Großeltern und ich habe manchmal das Gefühl,dass mir das alles über den Kopf wächst.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Devine: 15.06.2008 23:57.

15.06.2008 23:54 Devine ist offline Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
User4
unregistriert

Re: Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von User4 (16.06.2008 00:01)

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Trauer ist ganz normal.
Und ein Tier zu verlieren ist genauso schlimm, wenn man nen Freund oder nen Verwandten verliert. Weil irgendwo ist das Tierchen ja ein Familienmitglied.
Und das MUSS auch betrauert werden.

Natürlich brauchst du auch Kraft für die Geburt und für dein Baby. Aber denkst du wirklich, du tust dir was Gutes, wenn du deine Traurigkeit wegschiebst und sie erstmal verbuddelst?
Das bricht doch dann irgendwann mal mit geballter Kraft aus dir raus!
Ich glaube, das würde deiner Maus eher schaden, als deine Gefühle jetzt auszuleben.

Es ist nunmal so, dass dein Merlin geht. Das musst du akzeptieren, so schmerzlich es auch ist. Er ist alt, hatte mir dir zusammen ein tolles Leben und viele schöne Erlebnisse. Vllt kann dich das etwas trösten?
Vllt hat er sich auch wirklich nen GUTEN Zeitpunkt zum Gehen rausgesucht, weil er weiß, dass du vllt durch dein Baby abgelenkt und getröstet wirst?

Ach Menno, fühl dich einfach mal ganz lieb umärmelt...
unglücklich tröst
16.06.2008 00:01
Carina-Sophie89 Carina-Sophie89 ist weiblich
*traurig, entäuscht & fassungslos*


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Familienstand: verlobt



Re: Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von Carina-Sophie89 (16.06.2008 00:31)

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Hallo Devine,

ich verstehe Dich voll und ganz, da es bei mir ähnlich ist/war.

Unser Hund, welcher nun schon im Januar ein Jahr tot ist hatte auch Krebs.
Immer wieder fing er an zu Husten, er hustete schon so weit das er sich immer
und immer wieder übergab. Zudem kam noch sein hohes Alter (16 Jahre) und
eben halt die Altersschwäche. Er konnte keine Treppen mehr hoch gehen,
nicht mehr auf die Couch springen, geschweige denn in Ruhe fressen.

Dies alles tat mir immer so unendlich weh, und es ließ mein Herz in 1000 Stücke
zerreißen. Bei ihm ging es ziemlich schnell, die Ärztin stellte die Diagnose im
Oktober fest und am 30 Januar ist er dann leider -mit ärztlicher Hilfe- von uns
gegangen. Das war für uns alle so schrecklich, zu dem Zeitpunkt habe ich noch
bei meinen Eltern gewohnt, und war noch nicht schwanger.

Ihn so leiden zu sehen, das war einfach zu viel. Nächte lang hat meine
Mutter nicht schlafen können weil er einfach keine Ruhe gefunden hat,
immer wieder husten musste, doch haben wir ihn eine schöne Zeit bereitet,
und es schien als wüsste er das er von uns gehen würd. Immer wieder kam
er an, wollte kuscheln, schmusen *heul* bin schon wieder am heulen, des
tut immer noch verdammt weh... Wir hatten ihn bekommen da war ich 4
und er hat mich das ganze Leben begleitet. Doch dann als er tot war ging alles
ziemlich schnell... Wir bekamen Leon, der jetzt schon 18 Monate ist und richtig
verspielt. Erst konnt ich nicht viel mit ihm Anfangen, kam nicht damit klar
hatte Angst mein verstorbener Hund würd es mir verübeln, doch gewann ich
ihn dann doch sehr schnell lieb -damals war er 10 Wochen als wir ihn bekamem.

Was ich dir einfach nur damit sagen möchte Devine, es tut zwar höllisch weh
und es dauert seine Zeit bis man es einiger maßen überwunden hat, doch
es geht auch wieder berg auf mal drücken

Und zu meinen Großeltern... da kann ich auch n Liedchen von singen...

Meine Großmutter (63) und mein Großvater (65) väterlicher Seit's sind beide
schwer krank. Opa hatte mehrere Schlaganfälle, Oma hat seit zwei Jahren Krebs,
welcher sich rasch verbreitet. Seit sie Kortison nimmt bekommt sie Flatschen,
ist als sie mit Opa im Restaurant war zusammen gebrochen und hat niemanden
ihrer Kinder (3 Stück haben die beiden) etwas erzählt, haben es dann durch einen dummen Zufall rausbekommen. Gott sei Dank kann ich behaupten dass meine Eltern,
die andern Kinder meiner Großeltern sich noch kümmern, da ich auf Stress extrem reagier und ich meiner Kleinen das nicht antun will.

Mein Opa ist dann vor 2 Wochen im Gewächshaus zusammen gebrochen, anstatt mal jemanden zu rufen hat er sich den ganzen Weg ins Haus über den Rasen und die Pflastersteine gerobbt Augen rollen lag dann die ganze Nacht über nass und dreckig im Flur. Wäre meine Tante nicht morgens mal zufällig vorbei gekommen hätten sie es wieder niemanden gesagt Heul Doch mehr als machen und tun kann ich nicht,
es tut mir zwar innerlich weh wenn Oma fragt wieso ich nicht komme, doch sage ich
ihr dann ganz ehrlich das ich ihre dummen Sprüche (zum Teil auch wegen der Schwanger ) oder einfachen Lapalien nicht mehr ertrage und mir das Wohl vom Baby erstmal vorgeht...

Ich verstehe Dich sehr gut Devine, und kann mir vorstellen was in dir vorgeht,
doch weiß ich nicht oder kann nicht sagen was für Dich das beste ist, denn das kannst ja nur du entscheiden.

Kümmer Dich am besten erstmal nur um Dich, nimm wie oben gesagt einfach den Kleinen mal zu dir und genieß die Letzte Zeit.. das tut euch Beiden sicher gut...

Sry dass ich deinen Thread dazu missbraucht habe mir auch mal Luft zu verschaffen mal drücken doch irgendwie musste das mal raus...

Eine schöne Nacht noch, und dir alles Gute für euer Baby, deinem Hund, deinem Mann und natürlich dir auch alles alles Gute

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Carina-Sophie89: 16.06.2008 00:46.

16.06.2008 00:31 Carina-Sophie89 ist offline MSN Passport-Profil von Carina-Sophie89 anzeigen Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
Devine Devine ist weiblich
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Re: Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von Devine (16.06.2008 10:52)

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Danke für eure lieben Worte und euren Trost. Küssen

Das stimmt,die schöne Zeit mit Merlin kann mir wirklich keiner mehr nehmen und er hat einen festen Platz in meinem Herzen. Ich hoffe,ich werde irgendwann an diese schöne Zeit zurück denken können, ohne sofort zu weinen.
Momentan tut das alles nur unheimlich weh. *heul*
Ich habe heute nochmal mit der Tierärztin darüber gesprochen,ob man nicht noch mit Aufbauspritzen etwas für ihn tun könnte, aber sie sagte,dass wirklich nichts mehr zu machen ist. Das muss ich nun so hinnehmen. Sie sagte,wir wollen ihm nun noch eine schöne Zeit machen, ihm alles zu fressen geben,was ihm ein schönes Leben bereitet,egal ob es Fleischwurst ist, Pommes mit Schnitzel,oder sonst was. Mehr können wir nicht mehr für ihn tun.
Sie sagte,sie ist kein Freund von Prognosen,aber es wird vermutlich noch vor der Geburt so weit sein. Heul
Sie ist eine sehr herzliche und nette Tierärztin und sie sagte auch,dass sie weiß,wie schwer es ist,so etwas in der schwangerschaft weg zu stecken.
Ich denke,dass es wirklich besser ist,die Trauer auszuleben,wenn es so weit ist. Verstecken,oder darüber hinweg gehen kann ich ohnehin nicht, *kopfschüttel* dafür habe ich den Kleinen zu lieb. Träne
Zu mir nehmen kann ich ihn leider nicht, da unsere drei Katzen dann Theater machen würden und das wäre für alle nur noch mehr Stress. -Aber ich werde versuchen,so oft,wie möglich zu ihm zu gehen und eine schöne Zeit mit ihm zu verbrigen.

Das was du da über deine Großeltern schreibst, Carina-Sophie, kommt mir wirklich alles sehr bekannt vor. Es tut gut,zu lesen,dass es anderen ähnlich geht,denn manchmal habe ich schon gedacht,dass es nur bei uns so abläuft. Whatever

Es fällt mir schwer, einfach mal an mich zu denken und mich erstmal nur noch um mich zu kümmern,denn ich möchte mich immer gern zerteilen und für jeden da sein. Habe immer den Gedanken,wer weiß,wie lange meine Großeltern noch da sind,wie lange ich sie noch habe u.s.w.
-Doch ich werde mich wohl etwas zurück ziehen müssen,so weh es mir auch tut. Ich habe momentan selber so viel zu verarbeiten,muss erstmal damit fertig werden und kann mich nicht noch um zig andere Dinge kümmern. Auch wenn ich es wie immer gern würde... *heul*
16.06.2008 10:52 Devine ist offline Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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Re: Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von knöllchen (16.06.2008 10:55)

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Oje Süße, da kommt ja mächtig viel zusammen!
Ich kanns sehr gut nachempfinden und drück dich einfach mal ganz fest tröst
mal drücken
16.06.2008 10:55 knöllchen ist offline Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
User4
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Re: Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von User4 (16.06.2008 13:22)

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Einfach nur tröst

Kümmer dich erstmal um das Akute: nämlich um dich, dein Baby und deinen Hundi, dass du dort Abschied nehmen kannst.
Der Rest folgt später. Es gibt ja auch noch andere, die sich um deine Großeltern kümmern können. Und sie haben auch einen Mund, mit dem sie sagen könnten, was ihnen fehlt.
Also stell dich mal in den Vordergrund!
16.06.2008 13:22
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Re: Weiß momentan nicht mehr weiter... Vorsicht lang... von Devine (16.06.2008 19:12)

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Ja,ich denke fast,das wird das Beste sein.
Ich muss wohl alles auf mich zu kommen lassen. Hoffe,ich werde das irgendwie verarbeiten können... *heul*
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