hallo horst,
da gibt es schon anteile, stimmt.
-nichts an sich rankommenlassen (jedenfalls nach aussen)
-gelassenheit
-locker sein
-relativ ruhig nach aussen bleiben auch wenns knallt
-eine gewisse skrupelosigkeit
-eine gewisse oberflächlichkeit
-sturheit
es gäbe da noch mehr. horst, ich habe darüber auch schon nachgedacht, nicht nur jetzt, sondern auch schon früher. aber einiges scheint mir dabei nicht so erstrebenswert zu sein.
so wie er meinen, wie er gesagt hat, buntes inneres mag, mag ich zum beispiel seínen pragmatismus, seine gelassenheit und ich wünschte mir, es würde mir nicht so schnell alles unter die haut gehen. ich versuche schon zu sehen, wer oder was ich bin, arbeite seit vielen jahren an dingen, die ich anmir selbst nicht mag mit mehr oder weniger großem erfolg. und ganz ehrlich, unserer jetzige situation/die erneute erkrankung hat mich in manchem zurückgeschmissen. aber ich denke, ich bin jetzt wieder soweit, klarer zu sehen und etwas zu tun.
das hat dazugeführt, das ich ruhiger und wieder klarer geworden bin (nicht zuletzt dank euch) und wir so besser zusammen auskommen, sprich es gibt keinen streit mehr, sondern wenn dann gespräche (leider nicht oft, aber wer weiß wofür das gut ist). und ich sehe schon, wo ich "schuld" habe, aber auch wo nicht.
zitat
...die tiefste Schicht des Paares ist die identifikatorische Beziehung. Wir sind in viel umfassenderen Ausmaß Modell füreinander, als wir mit unseren permaenenten Unabhängigkeitserklärungen wahrhaben wollen.
ja, das ist wohl wahr. und ehrlich gesagt, ich will zwar ich sein und bleiben, aber ganz unabhängig sein, hieße das nicht auch, nicht weiterzulernen und letztendlich nur noch mich zu sehen? ist das gewollt? (Moeller, tja habe ich vor 16 jahren gelesen - sollte ich wohl mal wieder tun, was? steht verweist im regal)
ich habe mich nie über meinen mann identifiziert bis er mir fast abhanden gekommen ist, da gab es eine zeit, da habe ich geklammert, mich selbst verloren. das war keine gute zeit, aber sie ist vorbei. letzendlich hat sie aber geholfen, uns beide klarer zu sehen. da mein leben nicht unbedingt eitel sonnenschein war, habe ich früh angefangen mich zu betrachten, hat mir nicht immer so gefallen, was ich da sah. manche negative seite kann ich zugeben,
aber es gibt schon das eine oder andere wo ich mich wirklich ziere. aber egal was ist, die "schuld" suche ich meistens zuerst bei mir, gelingt mir aber bestimmt nicht immer und nicht immer gut

- horst, manchesmal denke ich, ich möchte mit mir auch nicht immer zusammenleben müssen
liebe grüße
sunny