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| Acuh am Gehirn werden Operationen durchgeführt und auch bei so einen Eingriff ändert sich der mensch nicht. |
Oh doch. Gehirnoperationen sind sehr gefährliche Eingriffe, die Persönlichkeit und Verhalten einer Person immens beeinflussen. In den 60ern wurde starken Epileptikern der Balken, welcher rechte und linke Hirnhälfte verbindet getrennt. Der Arzt, der diese Operationen durchführte argumentierte so, dass die Seele und die Persönlichkeit nicht durch das Gehirn repräsentiert seien und dieser Eingriff somit keinen Einfluss auf diese haben könne. In Wahrheit jedoch, hat er durch die Operation je zwei neue Personen erschaffen, die beiden neuen Gehirne konnten separat denken, fühlen und agieren. Dabei war die eine Person in der Lage zu sprechen, zu schreiben und Sinnzusammenhänge zu erkennen, die andere Bilder, Strukturen und Räume zu erkennen und zu assoziieren. Verschließen eines Auges hat dazu geführt, dass bspw. die sprechende Person blind wurde, und danach erstaunt fesstellen musste, wie ihr Arm ein Wort aus Buchstaben zusammensetzte, weil die andere Person diese Anweisung per Zeichen erhalten hatte. Auch Unfälle oder Hirnkrankheiten können zu Veränderungen der Person führen. Drogen sind wohl die bekanntesten bewusstseins- und persönlichkeitsverändernden Stoffe.
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| Ich hab mal gelesen, das Menschen in der Sekunde ihres Todes einige Gramm Gewicht verlieren. DAS ist die Seele die in den Himmel wandert. |
Dabei handelt es sich teilweise um Urin und hauptsächlich um Luft. Die Darmmuskulatur erschlafft und im Darm enthaltene Faulgase entweichen fluchtartig. Dies führt zu einer Gewichtsreduzierung um bis zu 20g.
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Ich denke, im Kopf KANN sie nicht sitzen. Denn tut mir etwas in der Seele weh, berührt es mich. Und meine Gefühle fühle ich nicht im Kopf.
Also muss sie grossflächig im Bauchraum angesiedelt sein. |
Doch natürlich fühlst du deine Gefühle im Kopf. Ich kann dir auch eine Reizelektrode in ein bestimmtes Hirnareal stechen und du glaubst dein Fuß würde jucken. Trotzdem befindet sich die Elektrode nicht im Fuß ;)
So, nun zu mir. Die Frage nach einer "Seele" ist natürlich eine philosophische und sollte subjektiv beantwortbar bleiben. Dennoch kann ich nur sagen, dass es keine Seele gibt. Warum es sie nicht geben kann ist zwar trivial, aber schwer zu akzeptieren. Wir haben in dieser Welt bestimmte Axiome, also Dogmatismen der Natur, entdeckt und formuliert, diese gelten immer und überall. Als Wissenschaftler bin ich ein Feind von Axiomen, denn ich suche immer ein "Warum", akzeptiere aber kein "Weil es so ist." Dennoch muss man sich darauf besinnen, dass zumindest die Kausalität, d.h. die Tatsache, dass etwas immer durch etwas anderes bewirkt wird, nicht auszuschließen ist, weswegen diese Axiome eine Daseinsberechtigung haben, solange wir sie nicht durch neue Axiome ableiten können. Eines dieser Axiome ist das Energieerhaltungsgesetz, durch das sich das Masseerhaltungsgesetz definieren lässt. Hier ist gegeben, dass in einem abgeschlossenen System niemals Energie oder Masse verbraucht werden kann, wenn Masse verschwindet, entsteht Energie (man denke dabei z.B. an Feuer) und umgekehrt. Würde nun die Seele existieren und die Fähigkeit besitzen, separat vom Körper zu existieren, so würde dies bedeuten, dass sie einen von Außen einwirkenden Einfluss auf die physiologischen Eigenschaften des Individuums hätte. Dieser Einfluss jedoch, muss (!) messbar sein, da die Veränderungen Energie erfordern und ein Gleichbleiben der Energie und der Masse im System Mensch bedeuten würde, dass im Falle einer äußeren Einwirkung Energie verloren gegangen wäre. Es ist jedoch bewiesen kein messbarer Einfluss durch metaphysische Instanzen vorhanden.
Das, was wir Menschen als "Seele" empfinden, ist ähnlich dem Bewusstsein, eine suggestive Komplexeinheit im Gehirn, die zwingend in der Evolution entstanden ist, um ein Aussterben des Menschen zu verhindern. Unsere exorbitante assoziative Fähigkeit, die durch die Notwendigkeit der Nahrungsfindung und Gefahrenvorbeugung während klimatischer Extrema entstanden ist, lässt uns (leider) auch dazu verleiten, Zusammenhänge zu suchen, zu finden und für wahr zu halten, wo keine sind. Diese "Fehlfunktion" bzw. dieser Nebeneffekt des assoziativen Kortexes führt zu Glauben an das Überirdische, denn das Gehirn sucht unabdingbar (und auch unverhinderbar) nach Gründen, Funktionen und Sinnzusammenhängen in der es umgebenden Welt und erfindet Antworten, wenn offensichtliche Antworten fehlen. Das Zusammenspiel aus dem linguistischen Kortex und dem assoziativen führt zu den uns bekannten "Selbsterkennungsversuchen", denn das eine System versucht das andere zu verstehen, während das andere, die Verständnisse des einen benennen will. Funktioniert dieses System, bildet sich eine Körperfühlsphäre, die als "Seele" geglaubt wird, funktioniert es nicht, kommt es zu einer Bewusstseinskrise, dem ebenfalls bekannten "Wer-bin-ich-und-warum-überhaupt"-Phänomen.
Auch ich habe natürlich unter den entsprechenden Bedingungen eine subjektive "Seele", jedoch besteht diese im Prinzip aus dem Wissen meiner neurophysiologischen Apparatur und der faszinierenden immer wiederkehrenden Einbildung eine Person zu sein, was mir selber schwer fällt abzulegen, obwohl ich es eigentlich besser weiß.