Hallo Sundancekid,
wir haben leider die Erfahrung gemacht, dass begabtere Kinder oft ausgegrenzt werden.
Wenn die Lehrer nicht mitziehen, dann kann oft auch der Schupsy nicht mehr helfen. Da bleibt dann nur ein Wechsel.
Ich würde erstmal versuchen, mit der Lehrerin einen Plan zu erarbeiten.
Er könnte sich ja mit anderen Dingen beschäftigen - Buch mitnehmen...
Das wurde das ja schon geschrieben.
Bei der Extraaufgabe sollte es sich lieber nicht um Schulstoff handeln, denke ich, denn die Lehrer mögen es - meiner Erfahrung nach - nicht, wenn dem Schulstoff vorgegriffen wird. - Es sei denn, man möchte wirklich ein Springen ermöglichen.
Also, z. B. lieber ein Dinobuch o. ä. mitgeben als Matheaufgaben aus der nächsten Klassenstufe machen zu lassen.
Auch wichtig ist, dass erstmal das "Grundprogramm" gemacht wird. Dein Zwerg sollte nicht ganz von den langweiligen Aufgaben befreit werden, denn im Leben gibt es oft auch mal Langeweile, die man aushalten muß.
Vielleicht nicht zwei Seiten "Oma" schreiben,sondern nur eine Seite und dann das Buch vornehmen.
Es muß genau durchgesprochen werden mit der Lehrerin, aber auch mit Deinem Zwerg.
Und auch die Mitschüler sollten erklärt bekommen was es mit der scheinbaren "Bevorzugung" auf sich hat.
Natürlich müssen auch sie die Möglichkeit haben bei entsprechender Leistung, Extraaufgaben zu machen.
Wenn es den Mitschülern nicht richtig erklärt wurde oder wenn sie nicht auch ähnliche Möglichkeiten haben, dann kann es zu Neid und Mobbing kommen.
Die Mitschüler sehen oft nur, dass ein Kind spannende Sachen allein machen darf und die Pflichtaufgaben nicht machen muß.
Deshalb ist also die Einbeziehung der gesamten Klasse erforderlich.
Ähnlich läuft es ja auch, wenn ein Kind mit einer Behinderung in eine Klasse kommt. Dann wird auch alles genau erklärt.
Bei der Ausgrenzung eines Kindes spielt die Lehrerin eine wichtige Rolle. Sie hat es in der Hand, dies zu vermeiden oder zu verändern.
Aber auch die Eltern der anderen Kids haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluß.
Wenn sie z. B. ständig ihr Kind mit dem "besseren" Kind vergleichen, dann kann Neid aufkommen.
Bei uns war es so, dass die Eltern oft sagten: "Das ist die Familie, die meint sie sei "was besseres" mit dem sonderbaren Sohn."
Es gibt kein Patentrezept für Kinder auch keines für besonders begabte Kinder.
Man kann nur verschiedenen Wege ausprobieren und auf die Mitarbeit der Lehrer, der Schule und der Gesellschaft hoffen.
Unser Sohn (9 Jahre 4 Monate) geht inzwischen in die 5. Klasse des Gymnasiums.
Gleich zu Beginn gab es großen Ärger. (Kann man in meinem TagebuchForum lesen), doch ich hoffe, dass es bald bergauf geht und er die 4 Jahre Mobbing mit Gehirnerschütterungen, Vorhautriß, Prellungen usw. bald verarbeitet hat.
Nun kann es nur aufwärts gehen.
Viel Erfolg
Corona