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"Keine Tat ist uneigennützig" - Philosophie, Glaube und Spiritualität :





Micha
Das hier im Forum ist keine Macht.... ich würde es bezeichnen als Entscheidungsgewalt.

Die muss es übrigens überall im Leben geben, sonst würde das Chaos reagieren wie bei Hempels unterm Sofa.
tommi
@anouschka: Jeder Mensch hat ja so seine Lebensthemen, sein Ideale, sein Motto nach denen er sein Leben bewusst und unbewusst gestaltet. Wenn er die nicht einhält, dann kann es passieren, dass es ihm nicht gut geht. Und dann ist eins seiner Bedürfnisse nicht befriedigt. Auch kann es sein, dass man seine "Regeln" als allgemeingültige gesellschaftliche Regeln ansieht und dann bedeutet eine Verletzung der Regel den Verlust der gesellschaftlichen Anerkennung.

Jetzt kenne ich dich ja überhaupt nicht, aber so eine Lebensregel, nach der du dein Leben gestaltest, könnte heißen: Ich darf andere nicht im Stich lassen, egal wie schlecht es mir gerade geht.

@Micha: Bist du sicher, dass dein Handeln im Elternforum nichts mit Macht zu tun hat?
Micha
Macht ist das, was man draus macht. Ist wahr und reimt sich sogar. Und das jetzt auch noch....
eva.m.p
ich bin auch dieser Ansicht, das alles was wir tun auch dazu dient, uns irgendwie zu nützen uns Freude, Befriedigung,... zu verschaffen.

So viele Menschen sind so scheinbar uneigennützig, sie helfen wo sie nur können, opfern sich auf, geben ihr Geld - alles aus reinster Nächstenliebe...doch ich denke (auch wenn all diese Sachen noch so ernst und nett gemeint sind) steckt am Ende doch wieder das eigene Verlangen dahinter.
Sich besser zu fühlen, Lob zu genießen, sich zu profilieren... ich denke es liegt in der Natur des Menschen, immer (auch) an sich zu denken, bei allem was wir tun...

Wenn ich jemanden etwas schenke, dann nicht nur aus reiner Nächstenliebe, sondern auch weil es mir Freude bereitet, weil ich Gespannt bin auf die Reaktion... so ist es nunmal, ich glaube es ist niemand frei davon...
rainer47
Zitat:
Original von Micha
Das hier im Forum ist keine Macht.... ich würde es bezeichnen als Entscheidungsgewalt.

Die muss es übrigens überall im Leben geben, sonst würde das Chaos reagieren wie bei Hempels unterm Sofa.


Na ja...Macht oder Entscheidungsgewalt...

das sind ja jetzt Wortspielereien...

und so richtig trennen kann man das nicht..

Macht ist, wenn andere sich fügen müssen/sollen Augenzwinkern

Wobei es schon richtigist, dass einer am Schluss das Sagen haben muss, sonst geht nämlich nichts mehr Freude
rainer47
Wenn jemand neben mir stolpert und ich fange ihn reflexartig auf...so hatte ich doch gar keine Zeit mir meinen Nutzen auszurechnen Augenzwinkern
Ilona
Doch man erwartet Dank und damit Anerkennung, Respekt oder Bewunderung dafür, dass man so schnel reagiert hat. Man braucht nicht nachdenken, den jedesmal wenn man etwas gutes tut egal welcher Art gibt es irgendetwas in der Art. Das ist eine gelernte Reaktion und sie sitzt so fest, dass man nicht lange nachdenken muss.
rainer47
nö...ich halte den stolpernden fest und bin auch schon weiter...der kriegt gar nicht mit, dass ich das war Augenzwinkern
tommi
Ja aber du selber findest dich spitze (was ja auch ok ist)! zuzwinker Und das ist auch ein positive Reaktion und damit Anerkennung für dich!
rainer47
eigentlich ist es für mich eher selbstverständlich...vielleicht meine erziehung?
Liliki
wenn "nicht uneigennützig" nicht so negativ für die meisten Menschen belegt wäre, würden wir vielleicht gar nicht kontrovers über dieses Thema schreiben ...


Ich seh das eher als Energieflußgleichung ... wir können in meinen Augen nur existieren, wenn "Ausgaben" und "Einnahmen" sich energetisch die Waage halten und dabei trotzdem alles im Fluß ist.


LG Lili
Mirsche
Zitat:
Original von rainer47
Wenn jemand neben mir stolpert und ich fange ihn reflexartig auf...so hatte ich doch gar keine Zeit mir meinen Nutzen auszurechnen Augenzwinkern


wenn jemand so stolpert, dass du ihn reflexartigauffängst, dann war er so nah, dass er anders auf dich drauf gefallen wäre.
In allen anderen Fällen geht dem eine bewusste Entscheidung voraus (wobei sich da die Verhaltensforscher auch nicht mehr so einig sind) und somit auch eine Nutzensabwägung für dich. Das ist nicht negativ, sondern menschlich und um das zu begreifen, muss man wirklich hundertprozentig ehrlich zu sich selbst sein. Wie oft würdest du jemandem noch hochhelfen, wenn er dir danach jedes Maldie kalte Schulter zeigt?