Cat-Weasel
Ich bin noch in anderen Diskussionsforen angemeldet, und da wurde neulich eine Diskussion über folgendes Thema angeregt:
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| Zum Thema. Es gibt ja Menschen mit Behinderungen wie Taubheit, Blindheit oder geistigen Behinderungen, die zusammen in einer Beziehung leben. Nun kommt es ja auch vor, dass zb. 2 blinde Partner zusammen ein Kind haben wollen und die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind auch blind sein wird sehr groß ist. Denkt ihr, dass es in solchen Fällen eine kluge Entscheidung der Eltern ist ein Kind zu zeugen, da ja schon vorher abzusehen ist was passieren wird und das Kind später darunter leiden wird, oder ist das Recht Kinder zu kriegen grundsätzlich unantastbar? |
Da die Meinungen zu diesem Thema mich doch sehr betroffen gemacht haben, dachte ich mir, mal sehen was andere Personen dazu sagen. Da war plötzlich die Rede von Eignungstest für behinderte Menschen, wenn sie Kinder wollen und so ein Schwachsinn.
Ich bin der Meinung, dass das Recht Kinder zu haben absolut unantastbar ist. Wer soll denn bitte darüber entscheiden, wer Kinder haben darf und wer nicht?
Ich wage mal zu Behaupten, dass die meisten Menschen, die ein Handicap aufweisen, sich weitaus mehr Gedanken übers Kinderkriegen machen, da sie selber wissen, was es bedeutet so zu leben.
Meine Mutter arbeitet in einer Behindertenwerkstatt mit Erwachsenen zusammen. Da ist z.B. ein ein junger Mann, der als kleines Kind von einem Auto angefahren wurde. Der Fahrer beging Fahrerflucht und der Junge lag mit schwersten Hirnverletzungen auf der Straße. Dadurch ist er heute gehandicapt. Seine Freundin hat das Down Syndrom. Da er es unverantwortlich findet Kinder zu zeugen, hat er sich sterilisieren lassen.
Irgendwann hört es echt auf! Es ist ja Ok wenn man drüber diskutiert, ob es verantwortlich ist oder nicht behinderte Kinder zur Welt zu bringen, aber selbigen das Recht auf eigenen Nachwuchs vorzuenthalten halte ich für äußerst bedenklich!
*sorry für die Länge, aber mich hat das voll aufgeregt*
angulus
Es gibt kein Recht darauf zu sagen, die darf oder der darf nicht. Das ist auch gut so. Ich gebe dir recht, behinderte Menschen machen sich weitaus mehr Gedanken als die 15 jährige, die schon zum zweiten Mal schwanger ist und auch mit dem ersten Kind nicht klar kommt.
Grundsätzlich sollte jeder und da meine ich wirklich jeden, Gedanken machen ob und wann er Kinder bekommt.
A.
uschi
Also ich finde die entscheidung echt schwierig.
Es koomt drauf an, inwieweit die Binderung das tägliche Leben beeinflußt.
Bei zwei blinden z.b. finde ich es äußerst bedenklich.
Wie wollen sie erkennen,wenn es dem Baby schlecht geht, Fieber hat einfach krank ist, wann es Hunger hat usw. usw.
Obwohl ich natürlich den Wunsch nach einem eigenen Kind sehr gut verstehen kann.
ich finde man muß ans Wohl des Kindes denken, wenn keine " Gefahr" fürs kind besteht, finde ich, dem steht nichts im Weg, aber ansonsten NO!
So leid mir das tut.
Ich habe selber eine Geistig Behinderte schwester, der man im ersten Augenblick es gar nicht unbedingt ansieht.
Aber sie wäre niht in der Lage ein Kind vor allem ein Baby zu betreuen geschweige zu erziehen.
Wenn ein Kind älter ist und sich mitteilen kann,ok, aber im Babyalter muß man da sehr aufpassen.
Meine Meinung, aber wie gesagt, den Wunsch danach kann ich schon nach voll ziehen
Gruß uschi :winken:
Lola
Ich finde auch, dass das ein sehr schwieriges Thema ist welches eigentlich nur kontrovers diskutiert werden kann.
Meine beste Freundin hat einen Zwillingsbruder, der geistig behindert ist (er ist aber der auf eine bestimmte Art und Weise schlauste Kerl, dem ich je begegnet bin - er hat soviele Bücher gelesen, dass unsereins da nicht mithalten kann und er ist das, was man als eine wandelnde Bibliothek bezeichnen kann). Ihr Bruder hatte mal eine feste Freundin, die Spastikerin ist. Ihr könnt Euch garnicht vorstellen, was für Ängste die Familie hatte, dass bei den zwei "was passieren" könnte. Da wurde auch über eine Vasektomie nachgedacht. Angst hatte die Familie aus zwei verschiedenen Gründen: erstens ist die Behinderung der jungen Frau genetisch bedingt was bedeutet, dass das Kind genauso krank zur Welt kommen würde und zweitens das Ungewisse, ob so ein Paar in der Lage wäre, ein Kind groß zu ziehen. Das ist die eine Seite.....
Also ich denke schon, dass es auf die schwere der Behinderung ankommt. Und gerade bei schweren geistigen Behinderungen wird es für den betreffenden vielleicht schwierig sein, die Verantwortung, ein eigenes Kind zu bekommen, einzuschätzen.
Allerdings sehe ich ehrlich gesagt kein Problem, warum z.B. ein blinder oder ein tauber Mensch sich nicht für Kinder entscheiden sollte. Wir hatten in der Nachbarschaft mal eine taub-stumme Familie (Mutter-Vater-Kind: alle drei taub-stumm) und ich kann behaupten, dass das Kind in einer sehr sehr fürsorglichen, liebevollen Familie aufwächst.
LG
Lola
Lys
Sorry......aber wer zum Geier seid Ihr, dass Ihr Euch über soetwas ein Urteil erlauben könnt????????????
Wer, wenn nicht die behinderten Menschen selbst, kann denn entscheiden, ob "so ein Leben" " lebenswert" ist?????
Wie eingebildet kann man sein, wenn man meint, etwas beurteilen zu können, was man nicht selbst erlebt?????
Und wo ist denn da die Grenze? Darf ein Alkoholiker dann auch keine Kinder bekommen? Die könnten ja das gleiche Schicksal erleiden....Oder ein Mensch mit einer Krebserkrankung??
Ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Menschen mit Behinderung, EGAL welcher Art, bessere Eltern abgeben könnten, als so manch ein "normales" Paar!
Und JEDER Mensch sollte SELBST das Recht haben, über soetwas zu entscheiden!!!
Sannyshadow
| Zitat: |
Original von Lys
Sorry......aber wer zum Geier seid Ihr, dass Ihr Euch über soetwas ein Urteil erlauben könnt????????????
Wer, wenn nicht die behinderten Menschen selbst, kann denn entscheiden, ob "so ein Leben" " lebenswert" ist?????
Wie eingebildet kann man sein, wenn man meint, etwas beurteilen zu können, was man nicht selbst erlebt?????
Und wo ist denn da die Grenze? Darf ein Alkoholiker dann auch keine Kinder bekommen? Die könnten ja das gleiche Schicksal erleiden....Oder ein Mensch mit einer Krebserkrankung??
Ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Menschen mit Behinderung, EGAL welcher Art, bessere Eltern abgeben könnten, als so manch ein "normales" Paar!
Und JEDER Mensch sollte SELBST das Recht haben, über soetwas zu entscheiden!!! |
Dem stimm ich voll und ganz zu
lailamausi
| Zitat: |
Original von Lys
Sorry......aber wer zum Geier seid Ihr, dass Ihr Euch über soetwas ein Urteil erlauben könnt????????????
Wer, wenn nicht die behinderten Menschen selbst, kann denn entscheiden, ob "so ein Leben" " lebenswert" ist?????
Wie eingebildet kann man sein, wenn man meint, etwas beurteilen zu können, was man nicht selbst erlebt?????
Und wo ist denn da die Grenze? Darf ein Alkoholiker dann auch keine Kinder bekommen? Die könnten ja das gleiche Schicksal erleiden....Oder ein Mensch mit einer Krebserkrankung??
Ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Menschen mit Behinderung, EGAL welcher Art, bessere Eltern abgeben könnten, als so manch ein "normales" Paar!
Und JEDER Mensch sollte SELBST das Recht haben, über soetwas zu entscheiden!!! |
Hörst Dich ganz schön gereizt an...

Bist Du selbst betroffen, oder warum regst Du Dich SO auf? Jeder hier hat seine Meinung und ich finde diese hier sind alle vertretbar. Deine natürlich auch, aber mußt Du deswegen gleich jemanden als eingebildet bezeichnen, weil er sich Gedanken über so ein heikles Thema macht und es "wagt", das auch noch niederzuschreiben?
Ich bin auch der Meinung, daß es bei manchen Menschen, egal ob mit oder ohne Handicap, besser wäre, sich nicht fortzupflanzen. Letztendlich wird das aber wohl kein Außenstehender wirklich beurteilen und schon gleich gar nicht verhindern können und auch nicht sollen.
Lys
Ja, bei dem Thema werde ich sehr schnell sehr gereizt....und das hat gute Gründe.
Da machen sich Menschen Gedanken über Behinderungen und erlauben sich Urteile...aber haben sie sich wirklich je gefragt, wie das für die Betroffenen ist?
Wollten sie selbst von Anderen (natürlich zu einem anderen Thema) in so einer Art und Weise beurteilt werden, von Anderen, die nicht wirklich betroffen sind??
Ja, ich finde es sehr überheblich sich solche Urteile zu erlauben.
Was qualifiziert jemanden zu so einem Urteil? Nur die Tatsache, selbst nicht behindert zu sein? Deshalb "schlauer" zu sein? Mehr zu wissen?
Dieses Mehr an Wissen ist rein theoretischer Natur....das emotionale "Wissen" wie es ist, behindert zu sein, können logischerweise nur die Behinderten selber haben.....selbst Angehörige oder Nahestehende können nur einen Teil dessen erahnen, was wirklich in einem behinderten Menschen vorgeht.
Kinderkreigen ist IMMER eine individuelle Entscheidung und sollte deshalb auch wirklich immer nur von den entsprechenden potentiellen Eltern getroffen werden.
Klar man kann und sollte sich entsprechende Beratung und Hilfe holen, wenn nötig....aber entscheiden muss JEDER selber, egal ob behindert, gesund, dumm schön oder hässlich!!!!
Allein die Tatsache, dass es solche Diskussionen gibt, zeigt mir, dass es leider noch lange keine Gleichberechtigung und Akzeptanz für Menschen mit Behinderungen gibt.
Und ja, das macht mich sehr gereizt....sorry, wenn das jemanden stört. Aber wenn man fast täglich gegen Ignoranz und Arroganz kämpft, wird man eben manchmal ungehalten......
Ilona
Das Recht auf Kinder hat jeder egal ob mit Hanycap oder nicht.
Das Problem was ich nur sehe ist das sich einige Menschen die geistig behindert sind noch nicht mal in der Lage sind für sich selbst zu sorgen, da stelle ich mir die Frage, wie sollen sie es schaffen für ein Baby zu sorgen.
Es würde nur dann gehen, wenn die Familie voll und ganz hinter der Entscheidung steht und bei allem hilft und ich weis nicht, ob das die Erfüllung ist, wenn man zwar ein Kind hat, aber auf Hilfe bei der Pflege dieses kindes angewiesen ist.
Lys
Warum machst Du Dir denn Gedanken, ..."ob das die Erfüllung ist, wenn man zwar ein Kind hat, aber auf Hilfe bei der Pflege dieses kindes angewiesen ist....?
Das ist doch ganz alleine Sache der betroffenen Menschen, also der behinderten Eltern und deren Familien. Warum muss sich da jemand wildfremdes Gedanken drum machen? Machst Du Dir auch Gedanken, wie kranke Menschen sowas meistern? Oder solche mit Suchtproblem? Oder soziel schwächergestellte? Oder....?
Ich hoffe, es kommt rüber, was ich sagen will....steckt doch die Leute nicht in Schubladen....es ist eine individuelle Sache, egal ob mit oder ohne Handicap!
lalelu
| Zitat: |
| Da machen sich Menschen Gedanken über Behinderungen und erlauben sich Urteile...aber haben sie sich wirklich je gefragt, wie das für die Betroffenen ist? |
DIE MENSCHEN die sich Gedanken machen die fragen sich wie das ist für den Betroffenen! Sonst würden sie sich keine Gedanken machen!!
| Zitat: |
| Ich bin überzeugt davon, dass sehr viele Menschen mit Behinderung, EGAL welcher Art, bessere Eltern abgeben könnten, als so manch ein "normales" Paar! |
Seh ich auch so,,,NUR: Was ist ein "normales Paar"??
Ilona
| Zitat: |
Original von Lys
Warum machst Du Dir denn Gedanken, ..."ob das die Erfüllung ist, wenn man zwar ein Kind hat, aber auf Hilfe bei der Pflege dieses kindes angewiesen ist....?
Das ist doch ganz alleine Sache der betroffenen Menschen, also der behinderten Eltern und deren Familien. Warum muss sich da jemand wildfremdes Gedanken drum machen? Machst Du Dir auch Gedanken, wie kranke Menschen sowas meistern? Oder solche mit Suchtproblem? Oder soziel schwächergestellte? Oder....?
Ich hoffe, es kommt rüber, was ich sagen will....steckt doch die Leute nicht in Schubladen....es ist eine individuelle Sache, egal ob mit oder ohne Handicap! |
Ich mache mir darüber Gedanken weil das für mich aus der Anfangsfrage heraus wichtig erscheint.
Des weiteren, hatte ich dieses Thema auch in meiner Ausbildung und es kam damals auch die Frage auf ob Menschen mit einschränkungen Kinder bekommen sollten. Ich kann dir noch ganu das Ergebnis der Diskusion meiner Klasse erläutern wenn interesse besteht. Allerdings spiegelt das in großen und ganzen in etwa meiner Aussage oben wieder.
connylein
| Zitat: |
| Recht auf Kinder?! |
Ja
Das Recht hat jeder... Die Frage um dies hier geht ist nicht ob sie das Recht haben sondern wie "sinnvoll" in wie weit "vertretbar",... es ist je nach Behinderung Kinder zu haben.
Und je nach Behinderung kann wohl jeder selbst entscheiden, ob er das Risiko eingehen will, dass sein Kind mit dieser Behinderung leben muss oder nicht.
Diejenigen die selbst betroffen sind, können wohl am besten beurteilen wie einfach/schwer es sich mit dieser Behnderung leben lässt und ob es möglich ist die Kinder mit gewünschtem Aufwand (mit Hilfe oder alleine oder wie auch immer) zu erziehen.
Problematisch wird das ganze erst dann, wenn die Behinderung solcher Natur ist, dass sie nicht wirklich fähig sind, die Folgen abzusehen. Also geistige Behinderungen in bestimmten Graden... Und wenn diejenigen eine derart enorme Behinderung haben, dass sie selbst nicht abwägen können, also nciht "realisieren" können, was die Folgen sein können, wie schwer die Kinder behindert sein können, sie möglicherweise selbst überhaupt nicht in der Lage sind Kinder zu erziehen (und dies nicht erkennen) dann halte ich das doch für sehr problematisch und in diesem Fall sollte es nicht JEDEM selbst überlassen sein Kinder zu bekommen...
Ich hoffe ich habe rübergebracht um was es mir geht...
eva.m.p
Ich sehe es auch so, dass niemand das Recht hat, anderen das Kinderkriegen zu verbieten. Das geht nicht. Früher gab es ja Zwangssterilisationen - das finde ich einen immensen und unzumutbaren Eingriff in die körperliche Unversehrtheit und Freiheit des anderem.
Außerdem: wer darf sich denn das Recht herausnehmen, zu urteile? Wer darf entscheiden, was geht und was nicht? Blind ist ja noch ok, aber Down Syndrom geht nicht mehr. Wer darf dadrüber urteilen, wenn nicht die Betroffenen selbst.
Wenn man sich manche Familien ansieht, müsste man doch vielen "nichtehinderten" auch das Kinderkriegen verbieten: du darfst nicht, weil du dein Kind nicht umsorgst, schlägst, usw.
Jeder darf ein Kind haben: auch behinderte, und auch behinderte Kinder haben ein Recht auf Leben!
Was ich jedoch richtig finde, ist wenn solche "besonderen" Eltern Hilfe und Unterstützung bekommen, wenn sie manche Dinge nicht alleine leisten können!
Ich kenne ein Paar, beide taub, haben zwei gesunde, hörende Mädchen. Völlig normale Entwicklung. Allerdings haben sie früh darauf geachtet, dass beide die nötige Förderung bekamen was sprechen angeht...
User 5
Ich denke nur selbst betroffene (gehandicapte) Menschen, oder deren direktes Umfeld, können das entscheiden.
Auch wenn der Verdacht besteht das eine Behinderung vererbt wird, können jene die wissen wie es sich mit Handicap lebt, am besten entscheiden ob das Risiko vertretbar ist.
Lys
| Zitat: |
Original von eva.m.p
Außerdem: wer darf sich denn das Recht herausnehmen, zu urteile? Wer darf entscheiden, was geht und was nicht? Blind ist ja noch ok, aber Down Syndrom geht nicht mehr. Wer darf dadrüber urteilen, wenn nicht die Betroffenen selbst.
Wenn man sich manche Familien ansieht, müsste man doch vielen "nichtehinderten" auch das Kinderkriegen verbieten: du darfst nicht, weil du dein Kind nicht umsorgst, schlägst, usw.
Jeder darf ein Kind haben: auch behinderte, und auch behinderte Kinder haben ein Recht auf Leben!
Was ich jedoch richtig finde, ist wenn solche "besonderen" Eltern Hilfe und Unterstützung bekommen, wenn sie manche Dinge nicht alleine leisten können!
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Liebe Eva, Du sprichst mir aus der Seele!!!! Genau das ist es, was ich meinte...vielelicht häng ich zu sehr in dem Thema drin und drück mich deshalb unklar aus....
Hinzufügen möchte ich noch an alle die, die meinen, dass man hier "urteilen" kann:
Wolltet Ihr, dass irgendwer über Euer Leben entscheidet? Über Eure Schwangerschaften? Nur weil er oder sie vielleicht intelligenter ist und sich besser auskennt mit dem Leben als Ihr? Sicher nicht....!
uschi
hallo Lys
| Zitat: |
| Sorry......aber wer zum Geier seid Ihr, dass Ihr Euch über soetwas ein Urteil erlauben könnt???????????? |
Möchtest du diskutieren oder möchtest du das alle Deine Meinung haben.
Ich kann verstehen wenn Du anderer Meinung bist, aber andere eben auch.
also bleib mal ein bißchen auf dem Boden mit dem was Du sagst.
ich habe 17 Jahre es am eigenen körper erfahren und ich glaube schon das das prägt und das man gucken muss,wie es dem Kind geht und nicht den Eltern
Wenn Du das anmassend findest :winken:,gut damit muss jeder für sich selbst Leben.
uschi :winken:
Lys
Hallo Uschi,
in diesem Punkt möchte ich eigentlich nicht diskutieren müssen, nein.
Das Recht darauf, Kinder zu bekommen ist für mich definitiv nicht diskutierbar.
Egal, ob potentielle Eltern eine Behinderung haben oder nicht. Egal, ob sie klug sind oder dumm, hässlich oder schön. Es ist nicht diskutierbar.
Denn niemand hat das Recht, über das Leben Anderer zu entscheiden. Niemand hat das Recht, ein Leben als lebenswert oder nicht lebenswert einzustufen.
NIEMAND!
Und Alle, die es dennoch tun sind in meinen Augen anmassend!
Lola
@ Lys
Ich finde nicht, dass hier bislang jemand anmaßend oder abfällig geurteilt hat. Aber Du hast ja schon geschrieben, dass Du Deine Gründe für Deine Reaktion hast. Dann kann ich mir gut vorstellen, dass man emotional stärker auf dieses Thema reagiert.
Wie siehst Du es denn mit der Tatsache, dass jemand vielleicht geistig nicht in der Lage ist, sein Tun einzuschätzen? Also ich meine jetzt, wenn jemand garnicht in der Lage ist, zu realisieren, dass durch Sex ein Kind gezeugt werden kann. In dem Moment, wo sich für behinderte Menschen die Frage stellt, ob sie Kinder haben möchten oder nicht ist doch klar, dass sie eigenverantwortlich denken können und auch so entscheiden sollen.
Und jemand, der eine schwere Erb-Krankheit hat, wird diese wahrscheinlich nicht seinen Kindern zumuten wollen.
Ich finde nicht, dass man über Behinderung, Sexualität und den Wunsch nach Kindern nicht reden sollte. Ich verstehe nämlich nicht, warum das heute noch immer ein Tabu-Thema ist. Oder meinst Du vielleicht eher, weil wir nicht-behindert sind, sollten wir zu dem Thema nichts beitragen? Aber es geht doch vielmehr um den Gedankenaustausch um evtl. Vorurteile auszuräumen - das geht eben nur auf Ebene der Diskussion.
Der Titel "Recht auf Kinder" ist etwas falsch gewählt.Jeder hat das Recht auf Kinder. Natürlich soll jeder Kinder bekommen, der es möchte. Und natürlich gibt es viele Eltern ohne Handicap, die besser keine Eltern geworden wären - während meiner Kindheit habe ich mir auch oft gewünscht, ......
Ansonsten habe ich vor kurzem einen sehr schönen Film gesehen - "Ich bin Sam". Dieser Film hat auf eine sehr rührende Art und Weise gezeigt, wie liebevoll und glücklich ein Kind (welches sehr intelligent ist) bei seinem geistig behinderten Vater aufwachsen kann .
Lys
| Zitat: |
Original von Lola_pennt
Ich finde nicht, dass man über Behinderung, Sexualität und den Wunsch nach Kindern nicht reden sollte. Ich verstehe nämlich nicht, warum das heute noch immer ein Tabu-Thema ist. Oder meinst Du vielleicht eher, weil wir nicht-behindert sind, sollten wir zu dem Thema nichts beitragen? Aber es geht doch vielmehr um den Gedankenaustausch um evtl. Vorurteile auszuräumen - das geht eben nur auf Ebene der Diskussion.
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Ein Tabu-Thema sollte das natürlich nicht sein. Das wäre genau der falsche Weg.....Aufklärung und Akzeptanz wären wichtig....und dazu muss auch über das Thema geredet/geschrieben werden.
Der nächste Satz geht eher in die richtige Richtung....wobei ich nicht sagen möchte, dass man als nichtbehinderter Mensch dazu nichts beitragen sollte....dann müsste ich ja selber ruhig sein

Ich meine nur, dass sich nichtbehinderte Menschen kein Urteil erlauben sollten. Natürlich kann jeder beitragen, aber eher durch Rat und Hilfe als durch Beurteilungen.