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Notenschlüssel bayerische Hauptschulen 5.Klasse - Deutschdiktat? - Schule und Grundschule :





TTO
Hallo! Unser Sohn geht in die fünfte Klasse einer bayerischen Hauptschule. Jetzt brachte er die ersten Noten nach Hause und ich muss mich sehr über den Notenschlüssel (welcher nicht angegeben war) wundern.

Bei einem unangekündigten Diktat mit ca. 140 Wörtern und 20 Interpunktionen, machte er 15 Fehler (darunter waren auch Interpunktionsfehler) und bekam dafür die Note 6. Der Klassendurchschnitt lag übrigens hier deutlich unter der Note 5.

Bei einem angekündigten Diktat (also der Text konnte vorher geübt werden) mit ca. 130 Wörtern erreichte er mit 2 Fehlern "nur" eine 3+.

Jetzt frage ich mich ist eine solche Benotung in Bayern normal bzw. wie wird an Realschulen-/Gymnasien beim Diktat benotet?
Nanami
Hallo!
Meine Kinder (Zwillinge) sind zwar noch in der 4.Klasse in Bayern, aber ich verstehe vollkommen, dass du dich über den Notenschlüssel wunderst. Helfen kann ich allerdings leider nicht - tut mir Leid.
Ich wundere mich schon seit bald 3 Jahren jetzt über die strenge Bewertung hier zu Lande - habe vorher anderswo gewohnt, und dort auch ein Kind in der Grundschule gehabt.
Deine Nachricht schockiert mich auch, weil es gut sein kann, dass einer meiner Zwillinge, der noch etwas kindlicher ist, ein fünftes Jahr in der Grundschule bleiben sollte - aber in Bayern geht man dann ja in die Hauptschule. Wie soll ein Kind so - mit gewissen Schwächen in der Rechtschreibung, aber sonst nicht blöd, je einen Schnitt schaffen, um aus der Hauptschule rauszukommen.

Ich frage mich aber auch immer wieder - warum lassen sich die Eltern hier das gefallen. Von allen Seiten höre ich nur Ausdrücke von Unzufriedenheit oder Ärger.
Susanne
angekündigtes diktat (nachschrift)
0 fehler - 1
1 fehler - 2
2 fehler - 3
3 fehler - 4



unangekündigtes diktat
je nach schwierigkeitsgrad ab 12/13 fehler 6. davor in 2,5-3fehler-schritten (in etwa - kann auch mal etwas verändert werden - da gibts nen kleinen spielraum)


ansonsten möcht ich dazu nix sagen. ich war auf einer bayrischen hauptschule und schaffte die bayrische realschule im mathematisch-physikalischen zweig ohne große anstrengung. Augenzwinkern
Susanne
Zitat:
Original von Nanami

Ich wundere mich schon seit bald 3 Jahren jetzt über die strenge Bewertung hier zu Lande - habe vorher anderswo gewohnt, und dort auch ein Kind in der Grundschule gehabt.


dir war aber schon klar, dass in bayern das schulsystem so ist wie es ist und es eben auch zu den anspruchvollsten in deutschland gehört, oder? Augenzwinkern
Nanami
War mir das klar? Ja und nein.
Ich bin in Muc aufgewachsen und habe ein Bay. Abitur von 1984. Mein Eindruck ist, am Ende der 4.Klasse, dass es jetzt hier schlimmer (härter) ist als in den 70er Jahren, als ich hier den Übertritt gemacht habe. Mag sein, dass 'unsere' Schule, in M-Schwabing, besonders schlimm ist. Den aktuellen Zustand kannte ich vor dem Umzug nur so ein bischen, und dacht ehrlich gesagt, dass viel auch nur Gequatsche ist.

Anspruchsvoll würde ich das Schulsystem hier aber nicht nennen. Es basiert einfach auf Druck und Angstmacherei. Die Kinder sind Lernmaschinen, die halt funktionieren sollen. Meine Kinder wurden in der 4.Klasse nicht mehr menschlich behandelt. Die Lehrerinnen, die sie hatten, und die Rektorin waren nicht mehr als pflichtbewusste Vollstrecker der Vorgaben des KM.

Seitdem meine Zwillinge wieder in Köln an einer Schule gemeldet sind, für das nächste Schuljahr, sind sie in kürzester Zeit wieder aufgeblüht: fröhlich, selbstsicher, neugierig, wißbegierig, kreativ - so wie sie mal waren - bevor der Übertrittsirrsin angefangen hat.
Kaethe
Naja,...zu dem Notenschlüssel kann ich nur sagen, dass er mir durchaus richtig erscheint...habe aber mit Hauptschulen nicht so große Erfahrung.

Was den Druck bes. in der Grundschule angeht...ich sehe das zweigeteilt.

Einerseits als Mutter, andererseits als Lehrerin.

Als Mutter sage ich natürlich, die armen Kinder, warum muss man es ihnen so schwer machen, das ist unmenschlich usw...
Als Lehrerin sage ich, vorbauen! Leichter wirds nicht, ganz im Gegenteil, der Druck wird nur noch schlimmer und man sollte halt nur die aufs Gymnasium lassen, die mit dem Druck auch umgehen können. Alle anderen wären arm dran und die werden mit Sicherheit auch ihren Weg machen - aber nicht auf einem Gymnasium. Und dann im Studium und erst recht in der Arbeitswelt gehts noch viel härter zu. Aber das liegt an der leistungsorientierten Gesellschaft. Der Einzelne kann da wenig bewegen...

Wie ihr in dem anderen Thread vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich auch eher eine "Hardlinerin"...ich gestalte meinen Unterricht einerseits so, wie es mein Chef von mir verlangt. Ich werde dafür bezahlt, dass ich meinen Job gut mache...und andererseits so, wie ich es mir für meine Kinder wünschen würde. Dass sie eine gute Bildung vermittelt bekommen, die Bestmögliche, um genau zu sein...und nach ihren Möglichkeiten bestmöglich gefördert werden. man muss da eben einen Kompromiss finden und den habe ich guten Gewissens gefunden.
Ich kann mir nicht -so gerne ich das auch wollte- eine kleine Nische bauen, in der ich meinen Schülern eine Freundin bin und ihnen bei einem Tässchen Kaffee und selbstgemachten Erdbeerkuchen ganz nebenbei ein bisschen Latein vermittle. dann würden die Schüler sagen "Die ist aber nett"..und dann würden die Eltern bei mir auf der Matte stehen, weil ich ihren Kindern nichts beibringe...und in einigen Jahren müsste ich mir Vorwürfe machen, da ich meine Schüler nicht auf die Zukunft vorbereitet habe und jetzt das Ergebnis sehe...und wenn ich in die andere Richtung gehe, dann beschwert sich auch jeder. Als Lehrer kann man es nur falsch machen...deshalb ist für mich das Ergebnis ausschlaggebend und das ist tadellos. Ich vermittle meinen Schülern Bildung, manchmal auch mit der Peitsche, aber eben doch mit Menschlichkeit, wie ich finde...bisher bin ich damit gut gefahren. Das Tässchen Kaffee kommt dabei auch manchmal zum Einsatz. comp

Ob ich dieses Schulsystem gut finde oder nicht, darüber will ich nicht urteilen...es hat seine Vor- und Nachteile., zweifellos. Nur schlecht ist es auch nicht.
Und ob "Preußen" das gelobte Bildungsland ist, das wage ich zu bezweifeln...
schnuppe
[quote]Original von Nanami
Anspruchsvoll würde ich das Schulsystem hier aber nicht nennen. Es basiert einfach auf Druck und Angstmacherei. Die Kinder sind Lernmaschinen, die halt funktionieren sollen. Meine Kinder wurden in der 4.Klasse nicht mehr menschlich behandelt. Die Lehrerinnen, die sie hatten, und die Rektorin waren nicht mehr als pflichtbewusste Vollstrecker der Vorgaben des KM. [quote]

Das kann ich leider nur bestätigen. Ich finde, daß das, was hier in Bayern mit den Kindern (und übrigens auch mit den sie unterstützenden Müttern) veranstaltet wird, ziemlich daneben. Meine Tochter ist jetzt in der 3. Kl GS und was die für ein Zeug lernen muß *kopfschüttel*
In Verkehrserziehung mußten sie bei Bildchen aus dem Führerschein-Lehrbuch dranschreiben, wer als 1.,2. und 3. fahren darf. In der 3. Klasse??? Und die Zeichen eines Verkehrspolizisten (siehst Du Bauch oder Rücken....). Ich hab schon mindesten 20 Jahre keinen Verkehrspolizisten in Deutschland mehr gesehen. Und darüber schreiben 8-jährige eine Probe?
Ich hab ja nichts dagegen, daß sie was lernen m üssen. Aber könnte das vielleicht bitteschön irgendetwas mit der Welt zu tun haben, in der wir leben?
Dann ist es hier in Bayern so, daß in der GS Proben (für die Nichtbayern: das sind Klassenarbeiten Augenzwinkern ) nicht angekündigt werden dürfen. Andererseits wird in einem Detaiilierungsgrad geprüft, der verlangt, daß man mit 3.-klässlern richtig "pauken" muß für Proben (die übrigens durch die Blume doch angekündigt werden. Wer als Kind nicht drauf trainiert ist, Zwischentöne und leise Anmerkungen richtig zu interpretieren, ist gelackmeiert. Und Mütter, die keine anderen Mütter aus der Klasse kennen und nachmittags konferieren, wie diese oder jene Bemerkung der Lehrer gemeint sein könnte, ebenfalls).


@Kaethe:
Ich bin auch nicht der Meinung, daß "jeder" aufs Gymnasium muß. Aber wenn das einzige Kriterium das Maß an Druck ist, was einer aushält (und wir sprechen hier von 9- und 10-jährigen Kindern!) bin ich mir nicht sicher, ob das nicht auch "Ressourcenverschwendung von Humankapital" ausheck ist. Außerdem kann man jemanden auf das Prüfen, was er weiß und man kann ihn auch auf das Prüfen, was er nicht weiß; Du weißt sicher, was ich meine. Ich bin mir aber hier nicht immer sicher, welche der beiden Varianten die Lehrer hier wählen.

Und was das "preußische" Abitur angeht: Also ich hab (zugegebenermaßen an einem sehr konservativen altehrwürdigen) Gymnasium in NDS Abitur gemacht. Sogar noch in der reformierten Oberstufe! (Von der übrigens nur Leute, die damit nie in Berührung waren behauptet haben, daß man mit Sport und Reli Abitur machen konnte). Immerhin hat mich das dazu befähigt, ein TU-Diplom in Maschinenbau zu erlangen (allerdings wieder an einer niedersächsischen Technischen Hochschule verlegen ). Für meine Diplomarbeit bin ich dann an ein Fraunhofer Institut nach Bayern gegangen, gearbeitet habe ich dann auch in München und unter der Brücke wohne ich heute immer noch nicht. Trotz meiner "minderwertigen" Bildung.... engel

Weißt Du, was mich an dieser blinden Paukerei hier in Bayern so stört, ist, daß sie nicht mehr zeitgemäß ist. Das menschliche Wissen ist inzwischen so riesig, daß man es sowieso niemals in ein Gehirn quetschen kann. Was ich total vermisse, sind so Lehrinhalte wie Arbeitsmethodik, Selbstorganisation, "wie bringe ich mir selbst etwas bei" etc. Warum muß ich meiner Tochter beibringen, wie man im Duden nachschaut, wenn man nicht weiß, wie ein Wort geschrieben wird. Warum wäre das nicht mal eine Deutschstunde wert, statt völlig konfus völlig unzusammenhängende Dinge durchzunehmen (1 Stund Grammatik, die nächste ein paar Lernwörter, dann vielleicht mal ein Aufsatz etc. Aber das ist nochmal ein anderes Thema)? In der heutigen Arbeitswelt wird doch eher verlangt, daß man sich selbständig auf neue Aufgaben vorbereitet. Und nicht, daß man irgendein auswendig gelerntes Detailwissen dahersagt.

Und vor allem: Was machen die bedauernswerten Kinder, deren Mütter nicht die Zeit haben, sich jeden Nachmittag 1-2 Stunden mit den Hausaufgaben ihrer Kinder zu beschäftigen, oder die vielleicht nicht so gut Deutsch sprechen? Oder in Mathe nicht so sattelfest sind? Die schauen doch mit dem Ofenrohr ins Gebirg (um unseren bedauernswerten nicht-bayrischen Mitbürgern mal ein Stück bayrische Redensart bezubringen ironie engel ). Und erzähl mir nicht, daß das nur bei den "schlechten" Kindern notwendig ist, in unserer Klasse gilt das für die allermeisten Kinder. Und die, die in der Klasse meiner Tochter "schlecht" sind, haben genau die o.g. Mütter. Wir wohnen auf dem Dorf, ich hab da einigermaßen den Überblick.

Ich weiß nicht genau, warum Bayern im allgemeinen und speziellen immer so darauf beharren müssen, daß ihr Bildungssystem das non-plus-ultra ist. Vielleicht ist es nicht schlecht, gut ist es jedenfalls auch nicht, Pisa hin oder her.

So, jetzt hast Du Teile meiner Generalabrechnung mit dem bayrischen Schulsystem abgekriegt, tröst . Mir würde noch viel mehr einfallen, aber jetzt dürfen andere auch mal wieder was schreiben zwinker

LG, Schnuppe
Kaethe
Zitat:
Original von schnuppe


@Kaethe:
Ich bin auch nicht der Meinung, daß "jeder" aufs Gymnasium muß. Aber wenn das einzige Kriterium das Maß an Druck ist, was einer aushält (und wir sprechen hier von 9- und 10-jährigen Kindern!) bin ich mir nicht sicher, ob das nicht auch "Ressourcenverschwendung von Humankapital" ausheck ist. Außerdem kann man jemanden auf das Prüfen, was er weiß und man kann ihn auch auf das Prüfen, was er nicht weiß; Du weißt sicher, was ich meine. Ich bin mir aber hier nicht immer sicher, welche der beiden Varianten die Lehrer hier wählen.

Also, diejenigen, die den druck aushalten, das sind wohl die Schüler, die sich allgemein leicht tun in der Schule. Schwer wirds für die, die lernen und arbeiten und am Ende kommt doch nichts dabei raus. Und so unmenschlich ist der Druck dann auch wieder nicht, man kanns schon übertreieben...
Und zum "Prüfen"...ich mache mir vorher eine Liste mit fragen, die ich dem "Opfer" stellen werde und das "Opfer" bestimmt am Stundenanfang mein Kugelschreiber völlig zufällig. D.h. ich überlege mir nicht fragen, die ein bestimmter Schüler nicht weiß...und so machen das die meisten Lehrer...


Zitat:
Original von schnuppe
Und was das "preußische" Abitur angeht: Also ich hab (zugegebenermaßen an einem sehr konservativen altehrwürdigen) Gymnasium in NDS Abitur gemacht. Sogar noch in der reformierten Oberstufe! (Von der übrigens nur Leute, die damit nie in Berührung waren behauptet haben, daß man mit Sport und Reli Abitur machen konnte). Immerhin hat mich das dazu befähigt, ein TU-Diplom in Maschinenbau zu erlangen (allerdings wieder an einer niedersächsischen Technischen Hochschule verlegen ). Für meine Diplomarbeit bin ich dann an ein Fraunhofer Institut nach Bayern gegangen, gearbeitet habe ich dann auch in München und unter der Brücke wohne ich heute immer noch nicht. Trotz meiner "minderwertigen" Bildung.... engel

Nun, Abitur in Niedersachen ist Abitur in Niedersachen...oder habt ihr kein Zentralabi? sagt ja auch niemand, dass du deswegen unter der brücke wohnen musst, aber du hast dich wahrscheinlich selbstständig weitergebildet und warst fleißig, dann ist so eine Karriere durchaus auch mit einem "minderwertigen Abi" (und das sind deine Worte) zu schaffen.



Zitat:
Original von schnuppe
Weißt Du, was mich an dieser blinden Paukerei hier in Bayern so stört, ist, daß sie nicht mehr zeitgemäß ist. Das menschliche Wissen ist inzwischen so riesig, daß man es sowieso niemals in ein Gehirn quetschen kann. Was ich total vermisse, sind so Lehrinhalte wie Arbeitsmethodik, Selbstorganisation, "wie bringe ich mir selbst etwas bei" etc. Warum muß ich meiner Tochter beibringen, wie man im Duden nachschaut, wenn man nicht weiß, wie ein Wort geschrieben wird. Warum wäre das nicht mal eine Deutschstunde wert, statt völlig konfus völlig unzusammenhängende Dinge durchzunehmen (1 Stund Grammatik, die nächste ein paar Lernwörter, dann vielleicht mal ein Aufsatz etc. Aber das ist nochmal ein anderes Thema)? In der heutigen Arbeitswelt wird doch eher verlangt, daß man sich selbständig auf neue Aufgaben vorbereitet. Und nicht, daß man irgendein auswendig gelerntes Detailwissen dahersagt.

Ich bin keine Deutschlehrerin, aber ich kann dir sagen, dass ich sowohl in latein als auch in Französisch eine Wörterbuchstunde in jeder Klasse mache.
Und bzgl. des detailwissens kommt es halt aufs Fach an. In Latein ist es sture Paukerei und Auswendiglernerei, sonst kommt man in diesem Fach nicht weiter. Logisches Denken und Dikussioen kommen dann, nachdem die Grundlage geschaffen wurde. Schule heißt Lernen, mit selbsterfundenem Halbwissen kommt man auch nicht weiter...


Zitat:
Original von schnuppe
Und vor allem: Was machen die bedauernswerten Kinder, deren Mütter nicht die Zeit haben, sich jeden Nachmittag 1-2 Stunden mit den Hausaufgaben ihrer Kinder zu beschäftigen, oder die vielleicht nicht so gut Deutsch sprechen? Oder in Mathe nicht so sattelfest sind? Die schauen doch mit dem Ofenrohr ins Gebirg (um unseren bedauernswerten nicht-bayrischen Mitbürgern mal ein Stück bayrische Redensart bezubringen ironie engel ). Und erzähl mir nicht, daß das nur bei den "schlechten" Kindern notwendig ist, in unserer Klasse gilt das für die allermeisten Kinder. Und die, die in der Klasse meiner Tochter "schlecht" sind, haben genau die o.g. Mütter. Wir wohnen auf dem Dorf, ich hab da einigermaßen den Überblick.

Aaalso, dafür bin ich wohl das beste Beispiel. Meine Mutter war der deutschen Sprache absolut nicht mächtig, als ich Abitur gemacht habe. Meine Mutter verstand nicht mal die simpelste Anweisung, wie hätte mir die helfen sollen? Zumal sie nicht standfest ist in Mathe, Nachhhilfe konnten wir uns nicht leisten...und trotzdem haben mein Bruder und ich ein ordentliches Abitur aufs Blatt gebracht und ein Studium absolviert, obwohl wir von einer alleinerziehenden, ausländischen, Nicht-Akademiker-Mutter abstammen.
Ich wage übrigens zu bezweifeln, dass sich die Eltern meines Mannes Zeit für dessen Hausaufgaben genommen haben...das würde mich wundern und auch er hats geschafft.
Aber trotzdem...ich weiß, das das ayerische Schulsystem ein Ungerechtes ist...und wenn ich in die Klassen schae, 90 Prozent der Eltern sind Akademiker...es ist ungerecht, das stimmt...Ausnahmen gibts aber immer wieder.

Zitat:
Original von schnuppe
Ich weiß nicht genau, warum Bayern im allgemeinen und speziellen immer so darauf beharren müssen, daß ihr Bildungssystem das non-plus-ultra ist. Vielleicht ist es nicht schlecht, gut ist es jedenfalls auch nicht, Pisa hin oder her.

Nein, Pisa nicht hin und her....


Zitat:
Original von schnuppe
So, jetzt hast Du Teile meiner Generalabrechnung mit dem bayrischen Schulsystem abgekriegt, tröst . Mir würde noch viel mehr einfallen, aber jetzt dürfen andere auch mal wieder was schreiben zwinker

LG, Schnuppe

*heul*

Nein, ist ja nicht schlimm...ich weiß ja selbst, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. zwinker
doria
Liebe Käthe,

mir ist völlig unverständlich, wie du als Lehrerin so naiv von "Kinder, die sich schwertun" sprechen kannst. Es hat sich in den letzten 50 Jahren in der Lernpsychologie was getan! Die Frage ist doch, warum manche Kinder sich schwerer tun als andere, und wir wissen, dass übergroßer Druck in der Grundschule vollkommen kontraproduktiv ist, weil die Kinder viel zu früh schon mit Selektion und Auslese konfrontiert werden und weil 10 Jahre einfach viel zu früh ist, um Progonosen über die Leistungsfähigkeit Erwachsener zu, machen. Und wenn du glaubst daran festmachen zu könne, ob irgendwer hinterher mal ein toller Manager wird, dann ist das einfach FALSCH. Guck dir doch mal Biografien an .... die meisten unserer deutschen Genies waren Schulversager!

Und Bayern hat nunmal die wenigsten Abiturienten, was heutzutage ganz sicher kein Erfolg ist. Und ich weiß überhaupt nicht, was ihr mit solchen Massen an Malern und Fleischern aus den Hauptschulen wollt, jetzt mal im Ernst!!!

UND - ich habe Familie in Bayern, war früher als Kind ganz viel in Bayern und habe aus der Zeit viele Kontakte und ich kenne eigentlich nur unzufriedene Eltern, im Ernst!!12jährige mit 9 Stunden Schule, aber keiner Möglichkeit zum Mittagessen??? Hallooo???Alle klagen nur über die schlechte Stimmung, verständnislose Lehrer, vollkommen unangebrachten Leistungsdruck ... und Lehrerinnen, die sich für so unfehlbar halten, aber noch nicht mal mitgekriegt haben, dass Legasthenie-Kinder nicht einfach unter dem anderen Haufen Kinder, die sich nunmal "schwer" tun, schadeschade, kann ich nix dran ändern, zu subsumieren sind....

Ehrlich gesagt weigere ich mich im Moment zu glauben, dass deine Aussagen überhaupt konform gehen mit dem, was eure Regierung will.
Kaethe
Naja, jeder hat halt seine Meinung...und es ist müsig, darüber zu diskutieren, da ich meinen Standpunkt schon mehrmals ausführlich erklärt habe.

Dass Bayern die wenigsten Abiturienten hat, das ist doch ein Renommé für die Qualität des bayerischen Abiturs. Es ist das Hochwertigste...nicht die Quantität ist wichtig, sondern die Qualität!!! Der Prozentsatz liegt bei etwa 19%, wenn ich mich recht entsinne...und 30% eines Jahrgangs wechseln nach der Grundschule aufs Gymnasium. 19% ist genau richtig, meiner Meinung nach...es werden nicht alle Haupt- und Realschüler Fleischer und Maler. Es gibt eine große Bandbreite an "einfachen" Berufen, denk mal an die großen Indistrien in Bayern...da braucht man jede Menge Beschäftigte, aber nur relativ wenig Ingenieure im Vergleich dazu.

Nun, was die Möglichkeit zum Mittagessen angeht...diese besteht in meiner Schule und ich bin mir sicher, dass daran flächendeckend gearbeitet wird.

Und dass niemand zufrieden ist, das glaube ich nicht...Leute, deren Kinder mit dem System nicht klar kommen, die sind unzufrieden...aber das ist doch immer so, da in NRW weniger gefordert wird, sind mehr Schüler besser, mehr Schüler machen Abi und dementsprechend zufrieden sind die Eltern. ICH persönlich bin sehr zufrieden damit, als Mutter und als Lehrerin.

Und warum sind die Hauptschulen in Berlin beispielsweise so verrufen? Weil dort jeder, der irgendwie kann, Abitur macht, mindestens Realschule und auf bestimmten Hauptschulen bleibt halt wirklich nur noch der Rest übrig...bei uns haben die meisten Hauptschulen einen guten Ruf. Dort sind die Kinder "einfacher, aber ordentlicher" Leute, die danach eine Lehre machen und dann ihren Weg finden...und deren Anteil überwiegt, die ein oder anderen Problemfälle gibt es auch, aber das ist nicht so gravierend, weil ein gesundes Gleichgewicht herrscht.

Und ob der Druck nun zu groß ist, das sei dahingestellt...ich denke, er ist erträglich und zumutbar...aber ihr wisst es ja besser.
doria
Die Hauptschulen in Berlin haben ihre Probleme doch nicht wegen ihres Systems, meine Güte!!! Die haben ihre Probleme wegen den sozialen Problemen in den Stadtbezirken und weil die Kinder da eben zu wenig gefördert werden!!! Wer von Anfang an hoffnungslos ist, sieht auch nciht ein, warum er sich für die Hauptschule anstrengen sollte.

Und arbeitslos sind hier die Leute aus den "einfachen" Berufen. Das ist doch das Problem, dass die Mittelschicht in ganz Deutschland wegbricht! Aber wahrscheilich nicht in Bayern, ist schon klar...
Kaethe
Zitat:
Original von doria
Die Hauptschulen in Berlin haben ihre Probleme doch nicht wegen ihres Systems, meine Güte!!! Die haben ihre Probleme wegen den sozialen Problemen in den Stadtbezirken und weil die Kinder da eben zu wenig gefördert werden!!! Wer von Anfang an hoffnungslos ist, sieht auch nciht ein, warum er sich für die Hauptschule anstrengen sollte.

Das kommt wahrscheinlich noch gravierend dazu...

Zitat:
Original von doria
Und arbeitslos sind hier die Leute aus den "einfachen" Berufen. Das ist doch das Problem, dass die Mittelschicht in ganz Deutschland wegbricht! Aber wahrscheilich nicht in Bayern, ist schon klar...

Leute aus einfachen Berufen werden aber leichter wieder einen einfachen Beruf finden, weil diese Leute "flexibler"sind..damit meine ich, dass ein Schreiner z.B. bei einem Hausmeisterservice Anstellung findet, eine Hausfrau um den 400Euro-Job in der Pommesbude froh ist o.ä....stelle mal einen Akademiker an ein Fließband oder in die Pommesbude? Denkst du, der lässt das mit sich machen...der holt sich von einem befreundeten Arzt ein Attest und weg ist er. Akademiker haben eben oft diese "Nö, der Job ist mir zu niedrig"-Attitüde...
Berufe, die Akademiker ausüben wollen (die oft sehr spezialisiert sind!) gibt es nicht wie Sand am Meer!
doria
Wir haben jetzt die geburtenschwachen Jahrgänge in den Gymnasien. Bis die ihr Abitur haben und studiert, sieht die Welt anders aus als jetzt. Und ich denke nicht, dass irgendwer zur Schule gehen sollte mit dem Berufsziel 400-Euro-Job, also Job, von dem man nicht leben kann.
Und das andere hab ich auch nicht verstanden... arbeitsloser Akademiker und dann Attest vom Arzt und er ist weg...??? Häh? Wohin denn???? Achja, wahrscheinlich nach Holland, wo man unsere Ärzte ja jetzt schon so gerne nimmt.
Kaethe
Zitat:
Original von doria
Wir haben jetzt die geburtenschwachen Jahrgänge in den Gymnasien. Bis die ihr Abitur haben und studiert, sieht die Welt anders aus als jetzt. Und ich denke nicht, dass irgendwer zur Schule gehen sollte mit dem Berufsziel 400-Euro-Job, also Job, von dem man nicht leben kann.
Und das andere hab ich auch nicht verstanden... arbeitsloser Akademiker und dann Attest vom Arzt und er ist weg...??? Häh? Wohin denn???? Achja, wahrscheinlich nach Holland, wo man unsere Ärzte ja jetzt schon so gerne nimmt.

Na, dann sitzt er zu Hause vor dem Fernseher...oder liest akademische Fachzeitschriften. Augenzwinkern
Natürlich sollte ein 400-Euro-Job nicht das Ziel sein, aber es sollte ein Gleichgewicht bestehen...zwischen Verkäuferin-Schreiner-Sekretärin-Rechtsanwalt...
Nehmen wir den Rechtsanwalt, der stellt 2 Rechtsanwaltsfachangestellte an, dann noch eine Putzfrau (bzw. evtl sogar 2, die andere für zu Hause): Was wäre, wenn wir jetzt 4 Rechtsanwälte und nur eine Putzfrau oder nur eine einzige Rechtsanwaltsfachangestellte hätten?
Mein Mann hat drei Sprechstundenhilfen und eine Putzfrau für seine Praxis. Was wäre, wenn es 4 Ärzte und nur eine Sprechstundenhilfe gäbe? Oder in einem Krankenhaus...50 Ärzte, ein paar Krankenschwestern...ziemlich viele Putzfrauen (wie du sagst, die Mittelschicht wird immer schwächer)...
Tja, das ist jetzt extrem, aber genau daraufhin gehen wir doch zu...und dann beschweren sich alle über Studiengebüren, tja, irgendwie muss das finanziert werden. Diese Masse an werdenden akademikern ist so einfach nicht mehr zu finanzieren...
doria
Dann gehen wir es mal von einer anderen Seite aus an ... denn schießlich ist es schwer hypothetisch über den Bedarf an Akademikern in 20 Jahren zu spekulieren, da werden wir offensichltich auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.

Glaubst du nicht, dass was falsch läuft in einem Bildungssystem, in dem vorrangig Kinder von Akademikern wieder Akademiker werden, und alle anderen heute weniger Chancen als je haben, weil die 19% Abiturienten, die in Bayern erlaubt sind (vorausgesetzt das stimmt überhaupt alles, was du hier so sagst) schon vollgestopft sind mit den gepäppelten Kindern aus besserem Hause??

Und das ist auch außerhalb Bayerns ganz ohne so abartige Quoten sehr ähnlich. Wer in Berlin in bestimmten Stadtteilen zur Welt kommt hat es nunmal schwerer als Menschen aus anderen Teilen Deutschlands ....

Und natürlich tu ich auch für meine Kinder, was ich kann und verschaffe ihnen dadurch sicherlich den einen oder anderen Vorteil - aber ich erhebe mich im Job ganz bestimmt nicht über die Familien der Kinder, die nicht so zurecht kommen, und rate ihnen es erstmal woanders zu versuchen, wo sie dann hinter bestimmt auch nen prima 400 Euro Job bekommen. Das ist einfach weder fair noch richtig.

Ich denke, man sollte erstmal schaun, was man für die tun kann ... Und wie sie sich entwickeln, wenn man ihnen positiv begegnet und nicht nur mit Druck und Lateinvokabeln.
Kaethe
Zitat:
Original von doria
Dann gehen wir es mal von einer anderen Seite aus an ... denn schießlich ist es schwer hypothetisch über den Bedarf an Akademikern in 20 Jahren zu spekulieren, da werden wir offensichltich auf keinen gemeinsamen Nenner kommen.

Glaubst du nicht, dass was falsch läuft in einem Bildungssystem, in dem vorrangig Kinder von Akademikern wieder Akademiker werden, und alle anderen heute weniger Chancen als je haben, weil die 19% Abiturienten, die in Bayern erlaubt sind (vorausgesetzt das stimmt überhaupt alles, was du hier so sagst) schon vollgestopft sind mit den gepäppelten Kindern aus besserem Hause??

Und das ist auch außerhalb Bayerns ganz ohne so abartige Quoten sehr ähnlich. Wer in Berlin in bestimmten Stadtteilen zur Welt kommt hat es nunmal schwerer als Menschen aus anderen Teilen Deutschlands ....

Und natürlich tu ich auch für meine Kinder, was ich kann und verschaffe ihnen dadurch sicherlich den einen oder anderen Vorteil - aber ich erhebe mich im Job ganz bestimmt nicht über die Familien der Kinder, die nicht so zurecht kommen, und rate ihnen es erstmal woanders zu versuchen, wo sie dann hinter bestimmt auch nen prima 400 Euro Job bekommen. Das ist einfach weder fair noch richtig.

Ich denke, man sollte erstmal schaun, was man für die tun kann ... Und wie sie sich entwickeln, wenn man ihnen positiv begegnet und nicht nur mit Druck und Lateinvokabeln.

Aber ja, das ist ein riesen Problem...das ich auch schon ansprach. Früher - zu meiner Zeit beispielsweise - war es wohl noch leichter für diese Kinder...aber heute -und das sage ich dir ganz offen - 80% der Schüler an "meinem" Gymnasium haben Akademikereltern. Das ist ein Problem, es ist ungerecht und so sollte es nicht sein.
Daran muss gründlich was geändert werden..Arbeiterkindern, die die gleiche Leistungsfähigkeit und -bereitschaft wie Akademikerkinder zeigen, sollte ein höherer Bildungsabschluss nicht verwehrt bleiben.
Oftmals liegt es aber auch an den Familien selbst...ich kenne solche Familien, die Kinder sehr intelligent, die Eltern "einfache" Arbeiter...und die reden den Kindern oft ein "Hör, Junge, du wirst Maurer!"...die wachsen in diesem Esprit auf...nicht nur das Bildungssystem ist daran schuld, natürlich auch, aber nicht nur.
So kann das nicht bleiben, das ist klar....und Aufklärungsarbeit am Individuum kann jeder leisten!
doria
Wenn du dich als Lehrerin aber nicht dafür verantwortlich fühlst, dann wird es auch nix!
Kaethe
Zitat:
Original von doria
Wenn du dich als Lehrerin aber nicht dafür verantwortlich fühlst, dann wird es auch nix!

Oh doch, dafür fühle ich mich verantwortlich...für den Schliff von Rohdiamanten, wenn man das so sagen kann... Augenzwinkern
schnuppe
Zitat:
Original von Kaethe
Aber ja, das ist ein riesen Problem...das ich auch schon ansprach. Früher - zu meiner Zeit beispielsweise - war es wohl noch leichter für diese Kinder...aber heute -und das sage ich dir ganz offen - 80% der Schüler an "meinem" Gymnasium haben Akademikereltern. Das ist ein Problem, es ist ungerecht und so sollte es nicht sein.
Daran muss gründlich was geändert werden..Arbeiterkindern, die die gleiche Leistungsfähigkeit und -bereitschaft wie Akademikerkinder zeigen, sollte ein höherer Bildungsabschluss nicht verwehrt bleiben.
Oftmals liegt es aber auch an den Familien selbst...ich kenne solche Familien, die Kinder sehr intelligent, die Eltern "einfache" Arbeiter...und die reden den Kindern oft ein "Hör, Junge, du wirst Maurer!"...die wachsen in diesem Esprit auf...nicht nur das Bildungssystem ist daran schuld, natürlich auch, aber nicht nur.
So kann das nicht bleiben, das ist klar....und Aufklärungsarbeit am Individuum kann jeder leisten!


Kaethe, wenn ich mich da mal selbst zitieren darf:
Und vor allem: Was machen die bedauernswerten Kinder, deren Mütter nicht die Zeit haben, sich jeden Nachmittag 1-2 Stunden mit den Hausaufgaben ihrer Kinder zu beschäftigen, oder die vielleicht nicht so gut Deutsch sprechen? Oder in Mathe nicht so sattelfest sind? Die schauen doch mit dem Ofenrohr ins Gebirg (um unseren bedauernswerten nicht-bayrischen Mitbürgern mal ein Stück bayrische Redensart bezubringen ). Und erzähl mir nicht, daß das nur bei den "schlechten" Kindern notwendig ist, in unserer Klasse gilt das für die allermeisten Kinder. Und die, die in der Klasse meiner Tochter "schlecht" sind, haben genau die o.g. Mütter. Wir wohnen auf dem Dorf, ich hab da einigermaßen den Überblick.
schnuppe
Mir sind da noch ein paar Gedanken gekommen:

1. Wenn ich mir so ansehe, was meine Tochter in der Schule so macht und wenn ich mich an meine eigene Schulzeit zurückerinnere, dann hat sich Schule in der Zwischenzeit total geändert. Deswegen ist imho kein Argument zu schreiben, daß man früher selbst prima durch die Schule gekommen ist. Soeit ich das beurteilen kann, sind die Anforderungen schon an die Grundschüler um einiges höher als zu meiner Zeit. Nicht nur was den reinen Lernstoff angeht, sondern auch, was so Dinge wie Selbstorganisation, Arbeitsmethodik usw. angeht. Da sind ganz viele Grundschüler einfach überfordert und die Mamas wieder gefragt mit den weiter obven beschriebenen Folgen.

2. Wir sollten unterscheiden zwischen Grundschule und weiterführender Schule bzw. in diesem Fall Gymnasium. Ich finde, in der Grundschule sollte schon dafür gesorgt werden, daß jeder einigermaßen mitkommt. Es sollen halt die Grundlagen gelegt werden. Und da ist es nur recht und billig zu erwarten, daß sich die Lehrerinnen (sind es ja leider fast ausschließlich) auch für die Schüler als Personen und Persönlichkeiten interessieren. Einfach um rauszufinden, was wirklich in den Kindern steckt und das auch nach Möglichkeit rauszuholen.
In den weiterführenden Schulen kann das immer weiter in den Hintergrund treten. Wen ich mich so zurückerinnere, hätte ich das auch für übergriffig gehalten, wenn sich ein Gymmi-Lehrer für mein Privatleben interessiert hätte.
Das schliéßt ja nicht aus, daß der Klassenlehrer einmal im Jahr oder so mit der Klasse ins Theater, Eisessen geht oder, ist auch vorgekommen, sogar zu sich daheim einlädt. Oder, hat's auch gegeben, daß der Mathelehrer bei uns in der 10. gefragt hat, ob es jemanden gäbe, der einer seiner Schülerinnen aus der 7. oder 8. Nachhilfe in Mathe geben würde. Damit soll's dann aber auch genug sein.

3. Ich behaupte mal, daß selbst Kaethe eine/n Schüler/in nicht zurückweisen würde, der sich mit einer Frage, ob fachlich oder zu persönlichen Problemen, an sie wendet. Aber die Initiative darf da im Gymnasium schon eher von den Schülern ausgehen, da muß m.E. ein Lehrer nicht nachbohren.