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Wie aufgeklärt ist die Jugend ? - Sexualerziehung und Aufklärung :





marcusch
Ausgehend von einem Hilferuf einer 15jährigen (oder diesem Fake?) "Bin schwanger mit 15 ... was nun?" hatte ich den Eindruck, dass es bei uns mit der Aufklärung nicht mehr so gut steht.
Welche Erfahrungen habt Ihr? Haben die Kids tatsächlich mit 12 die Pille und den ersten Sex? Ist es trotz RTL, Sat1, Bravo etc. schlecht mit der Auflklärung und Verhütung? Wie hilft die Schule?
Elchen
Tja,gutes Thema,..ich habe letztens irgendwo gelesen,daß die Kinder heutzutage erschreckend schlecht aufgeklärt sind und die Zahl der Schwangerschaften bei Jugendlichen ansteigt..Fragt sich nur ,warum das so ist???

Also meine Kinder sind ja noch recht jung,7 und 4,aber der Große ist schon insoweit aufgeklärt,daß er weiß,wie die Babies gemacht werden und wo die rauskommen  zuzwinker   (durch ein wunderschönes Buch extra für Kinder in diesem Alter)

Meine Schwiegermutter meinte mal zu mir,daß die Kinder doch Aufklärungsunterricht in der Schule hätten  Wow!  

Ich bin der Meinung,da machen es sich einige Eltern sehr einfach...Ich finde nicht,daß die Schule die Verantwortung haben sollte,die Kinder aufzuklären ,sondern wir als Eltern..

Ich hoffe,daß meine Söhne mal so offen zu mir sind,daß wir darüber reden können....

Da ich noch eine 17jährige Schwester habe,weiß ich ,wie gut die wirklich mit 12 oder 13 schon entwickelt sind  Angst   ,und daß sie wirklich teilweise sehr früh ihren ersten Freund haben....
Anne5
Also ich habe schon gelesen,dass die heutige Jugend
gut durch Eltern und Schule aufgeklärt sind.Dennoch macht
man sich Sorgen wenn man hört,dass die Abtreibungsrate bei
den Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren 8o liegt.
Das muß einfach ganz andere Ursachen haben.
Ich recherchiere mal ein wenig


LG

Anne5
Anne5
Frühe Erstgeburt als Problem, dem jedes Land seinem Wertesystem entsprechend begegnet


In den USA bekommen 52 von 1000 Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren ein Kind und sind somit das Land mit den meisten Teenager-Geburten unter den Industrienationen. In Korea werden nicht einmal drei von 1000 Teenagern im selben Alter Mutter. Österreich liegt mit 14 Geburten unter 1000 Teenagern im Mittelfeld. Warum bekommt in einigen Ländern kaum ein Teenager ein Kind, während in anderen gleich zehn- oder fünfzehn mal so viele so jung Mutter werden? Dieser erhebliche Unterschied zwischen einzelnen Ländern ist Thema des UNICEF-Berichts, der 28 OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development)- Länder umfasst.

In Ländern und in einer Zeit, in der die Familiengründung immer weiter nach hinten verschoben oder ganz der Karriere geopfert wird, stellt eine Teenager-Geburt ein Problem dar. Der Abbruch der Schule, in Folge fehlende Qualifikationen für einen Job, Arbeitslosigkeit oder eine schlecht bezahlte Arbeit und Abhängigkeit von Sozialleistungen sind oft die bitteren Wahrheiten, die einen langen Schatten auf das junge Mutterglück werfen.
Dass Mütter unter 20 Jahren tatsächlich wirtschaftlich benachteiligt sind, zeigt ein Teil der UNICEF-Erhebung in 13 europäischen Ländern. Österreich ist das einzige Land, in dem Teenager-Mütter verglichen mit Frauen, die in den 20-ern ihr erstes Kind bekamen, nicht wesentlich mehr von Armut, Arbeitslosigkeit und niedriger Schulbildung betroffen sind. In den Niederlanden und in Dänemark leben dreimal so viele Teenager-Mütter Jahre nach der Geburt in Armut (die ärmsten 20 % nach Haushaltseinkommen) als "spätere" Mütter.

In den letzten Jahren hat sich der Stellenwert der Sexualität in der Gesellschaft geändert. Zu den traditionellen Einstellungen ist die Vermarktung von Sex hinzugekommen. Und - Teenager haben heute früher Geschlechtsverkehr als die Generationen davor. Ob ein Land eine niedrigere Teenager-Geburtenrate hat als ein anderes, ist nicht nur an das Festhalten an alten Werten oder an die Veränderungen der sozio-sexuellen Revolution gebunden, sondern auch im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen und sozialen Gegebenheiten zu sehen. In den USA etwa fallen 80 % der Teenager-Geburten und 60 % der Teenager-Abtreibungen auf jene 40 % der unter 20-Jährigen, die in Familien mit geringem Einkommen leben. Auch ein niedriges Bildungsniveau der Eltern und der Teenager selbst sind Faktoren, die eine frühe Erstgeburt begünstigen.

Was Korea von den USA unterscheidet und wie es die anderen halten

In Korea, dem OECD-Land mit den wenigsten Teenager-Geburten, werden traditionelle Werte hoch gehalten. Vorehelicher Geschlechtsverkehr wird verpönt und Mädchen im Teenageralter, die schwanger sind, sehen sich mit finanziellen und sozialen Problemen konfrontiert. In Italien mit weniger als sieben Geburten unter 1000 Teenagern wird der Einfluss "alter" Werte besonders im Süden sichtbar. Dort ist die Geburtenrate niedriger, als bei der vorherrschenden Armut zu erwarten wäre. Japan (4,6 von 1000 Teenagern) und Spanien (7,9 von 1000) sind ebenfalls "traditionsbestimmt".

In den Niederlanden, Schweden, Dänemark, Finnland und Frankreich liegen die Gründe für weniger Teenager-Geburten (6 bis 9 von 1000) in den Bestrebungen, Teenagern zu helfen, sich in einer sexualisierten Gesellschaft zurecht zu finden (z.B. Sexualerziehung). Frühes Kinderkriegen wird als Nachteil dargestellt.

Eine niedrige Rate hat die Kombination beider Faktoren - traditionelle Werte und eine umfassende Sexualerziehung - in der Schweiz (5,5 von 1000) und in Teilen der Niederlande bewirkt. Traditionell werden in Tschechien, Polen, Portugal, Ungarn und in der Slowakei mehr Kinder von Teenagern zur Welt gebracht (16 bis 21 von 1000 bei den ersten drei Ländern, etwa 27 von 1000 in Ungarn und in der Slowakei). Viele davon sind bei diesem Ereignis bereits verheiratet.

Eine hohe Teenager-Geburtenrate liegt in Neuseeland und Großbritannien (knapp 30 von 1000) vor, überboten noch von den USA (52 von 1000). Angesichts einer wenig integrativen Gesellschaft, höherer Einkommensunterschiede und des geringen Prozentsatzes älterer Teenager in Bildungseinrichtungen scheint die Motivation zu fehlen, das Kinderkriegen hinauszuzögern. Der sozio-sexuellen Revolution wird hier nicht angemessen begegnet, Empfängnisverhütung und Beratung finden nur unter der Decke von Verschwiegenheit und Scham statt.

Vorbild Niederlande

Die Niederlande sind ein Beispiel für eine der niedrigsten Teenager-Geburtenraten und gleichzeitig für eine der niedrigsten Abtreibungsraten unter Jugendlichen unter 20 in den Industrieländern. In den letzten 30 Jahren wurde die holländische Geburtenrate bei den Teenagern um 72 % reduziert. Schweden und Dänemark können bei dieser Zahl auch mithalten, haben dafür aber vier mal so viele Abtreibungen. Das "Erfolgsrezept" der Holländer ist eine Kombination aus einer relativ integrativen Gesellschaft und einem offenen Zugang zur Sexualität und Sexualerziehung, die bereits im jungen Alter beginnt. Verlegenheit und Scham kommen so gar nicht erst auf und Empfängnisverhütung ist eine Selbstverständlichkeit. Die Teenager in den Niederlanden haben auch relativ spät das erste Mal Geschlechtsverkehr, verhüten öfter und effektiver, reden mehr über Sex und machen diesbezüglich Pläne mit ihren PartnerInnen.

Abgesehen davon, dass auch die USA mit ihren in den 1990er-Jahren begonnenen Kampagnen für sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe einen Rückgang an Teenager-Geburten verzeichnen konnten, ist die Empfängnisverhütung eine der wichtigsten Schlüsselfaktoren zur Senkung der Geburtenrate. Der Zugang zu Verhütungsmitteln und die Sexualerziehung zu aufgeklärten, selbstbestimmten, jungen Menschen sind wichtige Maßnahmen zur Unterstützung dieses Zieles. Aber auch die Motivation, sich dieser Mittel zu bedienen und nicht zu früh Kinder zu bekommen, darf nicht fehlen. Diese verlangt nach einer Einbettung in eine vom wirtschaftlichen Fortschritt geprägten Gesellschaft und der Hoffnung auf eine gute, sichere Zukunft.



Teenager-Geburten: Fakten

Jedes Jahr werden 1, 25 Millionen Teenager in den untersuchten 28 OECD-Ländern schwanger. Eine halbe Million der Schwangerschaften endet mit Abtreibung, eine dreiviertel Million endet in Mutterschaft.

Die wenigsten Teenager-Geburten verzeichnen Korea, Japan, die Schweiz, die Niederlande und Schweden mit weniger als 7 unter 1000 Teenagern.

Die USA haben mit 52 von 1000 Teenagern, die ein Kind bekommen, die höchste Geburtenrate bei den 15- bis 19-Jährigen in den Industrienationen. Europaweit liegt Großbritannien mit einer Rate von knapp 31 pro 1000 Teenager an der Spitze.


[B]Die Smilies sind nicht beabsichtigt!Text ist kopiert[/B]
fussel
meine grosse ist von uns aufgeklärt,haben aber auch noch das thema grad in der schule im biounterricht,was ich nicht verkehrt finde.aber ich habe halt vorher schon mit ihr über verhütung usw. gesprochen.
ich wusste auch wie man verhütet,habe auch die pille genommen.aber ich bin trotzdem schwanger geworden.gebe auch zu,hin und wieder geschlunzt zu haben.bin aber froh darüber :) denn sonst hätt ich ja meine grosse nicht.viele jugentliche nehmen aber garnichts.oder sie poppen einfach drauf rum und vergessen ein kondom.(kann man so geil sein,dass man vergiosst zu verhüten???weiss nicht....)oder saufen,und machen dann rum,mit der entschuldigung,dass sie ja betrunken waren  Mit dem Kopf gegen die Wand…   man redet auch nur von schwangerschaft,was ist mit den ganzen geschlechtskrankheiten?da nutzt die pille auch nichts,immer pille+gummi.und wenn der kerl keins nehmen will,dann kann man ihn auch gleich inne tonne kloppen.meine meinung.das habe ich zu meiner grossen schon gesafgt,und werde es auch nochmal tun,bei gegebenen anlass.alle suchen immer bei den mädels wenns um verhütung geht,und was ist mit den jungs??ich finde,jungseltern sollten ihre söhne auch mit den gummis vertraut machen,ihnen von krankheiten erzählen und ihnen kondome besorgen.mädels kriegen ja auch die pille vor die nase gelegt.
Anne5
qSchnuffel..
da ich einen Sohn habe..der nun auch schon arg verliebt war(Mein Sohn ist aufgeklärt)rede ich fast täglich mit ihm...
abermir persönlich geht es nicht NUR über Verhütung...
Ich erkläre meinem Sohn wie wichtig es ist,auch die Gefühle eines Mädchens zu achten...
Ich erkläre ihm(er macht sich da Sorgen)dass es nicht auf die Größe des Penis ankommt...sondernauf die Art und Weise,wie er mit einerm Mädchen umgeht...wie zä#rtlich er ist...usw...
Ich versuche ihm alles mitzugeben,dass er versteht,dass Mädchen nicht nur ein OBJEKT sind
und ich hoffe..meine Arbeit hat gefruchtet
Ich aber muß noch ganz massiv Arbeit leisten..an den Mädchen..nee..falsch meinem Sohn erzählen,was in Mädchen so losgeht...was mit ihnen passiert...
Er weiß sicherlich,dass sie anders sind,wenn sie ihre Regel haben...aber so ganz begrefft er es noch nicht.
Ach verdammt...ein schwieriges Thema...aber dennoch hofft jeder,dass die Kinder alles richtig machen......
Weißt Du...wenn ich mit meinem Sohn über das Thema Verhütung spreche...dan bin ich froh,dass er(der sonst ein Muffel ist)getrne mit mir darüber redet....und...
ich soll mit ihm bald Kondome besorgen  zuzwinker  
Na egal...das mache ich...ich hab da keine Probs.
Ob er die braucht weiß ich nicht...aber ER weiß!!!!!!!dass er sie verwenden MUSS


LG
Anne5
Elchen
Dein Sohn kann froh sein,so eine Mutter zu haben,Anne...Wie alt ist er denn??
Elchen
Habe es gerade im profil gelesen...13  großes Grinsen  
zweiflügel
^Huhu,
ich glaube eigentlich schon, dass die Jugendlichen "wissen" was sie tun
und wie was funktioniert. Denke aber, dass im Allgemeinen ein Mangel
an Selbstbewusstsein besteht. Dass die Mädchen, bzw. jungen Frauen
nicht den Mut haben nein zu sagen. Vielleicht aus Angst vor Ablehnung.
Vielleicht ist sowas ja auch sehr cool, früh Sex zu haben. Kriegen dann
aber halt das Ding mit der Verantwortung (zwecks Pille & Co) nicht geregelt.

Schafft ja mancher einer noch nicht mit 30

 Unschuldig  

Glaube jedenfalls, dass man bei der Persönlichkeitserziehung beginnen
sollte und nicht erst bei der Aufklärung...Ich kann mir im wahrsten Sinne
des Wortes nicht vorstellen, dass ein ausgeglichener und selbstbewusster
Teenager, der sich in seiner Haut wohlfühlt,einfach mal soeben ungeschützten
Sex hat...

[schild]Meine Meinung![/schild]

LG
Sylvie
fussel
find ich auch super anne!!  Respekt!   gebe elchi da mal wieder recht
Elchen
Mensch fussel,musst Du immer Ja sagen  zuzwinker    zuzwinker    zuzwinker  
Anne5
@Fussel @all...was mir jetzt ganz doll
durch mein plondes Hirn geht...das wir immer vergessen...und ich glaube,das ist tatsächlich so...
dass man Junge wie Mädchen erklären muß...dass die Verhütung(Pille) NULL Wirkung hat,wenn das Mädel spuckt oder Durchfall hat...
Ging mir gerade durch den Kopf...weil auch ich damals vor 26 Jahren schwanger wurde...trotz Pille...!!!!Und ich hatte eine MagenDarmGrippe(Leider starb mein Erstgeborener durch Sauerstoffmangel)

LG

Anne5
Elchen
Und meine Schwester ist schwanger geworden,weil sie Antibiotikum geschluckt hat....Das verträgt sich leider auch nicht immer mit der Pille...Mein Neffe ist heute 6,5 Jahre  Wow!    zuzwinker  
fussel
yepp..das mit dem spucken kenn ich auch  Augen rollen   und meine schwester ist angeblich schwanger durch antibiotikum geworden
die_stille
[quote][i]Original von fussel[/i]
yepp..das mit dem spucken kenn ich auch  Augen rollen   und meine schwester ist angeblich schwanger durch antibiotikum geworden[/quote]

*ggg* Ich bisher immer nur durch Sex........ :lough1
fussel
 schüttel   stimmt...habs da wohl mal wieder falsch ausgedrückt*grööhl*  Applaus    HiHiHi    rofl  
Inger
[quote][i]Original von fussel[/i]
und wenn der kerl keins nehmen will,dann kann man ihn auch gleich inne tonne kloppen.meine meinung.das habe ich zu meiner grossen schon gesafgt,und werde es auch nochmal tun,bei gegebenen anlass.alle suchen immer bei den mädels wenns um verhütung geht,und was ist mit den jungs??ich finde,jungseltern sollten ihre söhne auch mit den gummis vertraut machen,ihnen von krankheiten erzählen und ihnen kondome besorgen.mädels kriegen ja auch die pille vor die nase gelegt.[/quote]

Ich muss mich anschließen, Typen wie diese sind es nicht wert. :supersauer