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Umgang mit Mitschülern - Hyperaktivität und ADS - ADHS



dreamteam1971
Hallo, ihr Lieben,

ich würde gerne mal von euch wissen, wie eure Kinder mit Mitschülern umgegangen sind. Bei uns ist es so, daß ich es schon länger bei meiner Tochter ADHS vermute, aber fast keiner mich ernst genommen hat, da die Probleme meist nur im privaten Bereich aufgetreten sind.
Jetzt mit Beginn der Schulzeit und dem Einhalten von Regeln, Lernen und Hausaufgaben, läuft bei uns alles nur noch quer. Nächste Woche habe ich Termin beim Kinderarzt, denn ich weiß nicht mehr weiter!
Mir wurde von einer Mutter angetragen, daß meine Tochter Mitschülerinnen mit den Fäusten bedroht, sie unter Druck setzt! So kenne ich sie überhaupt nicht und so habe ich sie auch nicht erzogen! Seit Beginn der Schulzeit habe ich das Gefühl, ich habe ein ganz anderes Kind, obwohl es noch nie einfach mit ihr war. Nur zuvor haben wir immer unseren Weg gefunden, jetzt seit Monaten finden wir nicht mehr zueinander. Ich weiß nicht mehr weiter, auch zuhause provoziert sie nur noch und hängt mir ein Maul an. Das macht mich total mürbe, aber v.a. möchte ich nicht, daß mein Kind vollkommen in die Aussenseiterposition rutscht.
Wie sind eure Erfahrungen?
Bin auch dankbar über jeden Tipp, wie ich ihr helfen kann. Denn - nach zwei Monaten Schulzeit empfahl mir ihre Lehrerin eine "Hilfe von außen", da sie wohl der Meinung ist, bei uns stimmt, aufgrund des Verhaltens meiner Tochter etwas nicht. Ich kann nur sagen, daß wir eine sehr harmonische Beziehung leben und es sich die Lehrerin sehr einfach macht, die "Auslöser" im Elternhaus zu suchen. Ich habe wirklich lange darüber nachgedacht, denn ich lebe nicht mit ihrem Vater zusammen, aber ich bin mit wirklich keiner Schuld bewußt, was bei uns verquer laufen könnte - ich liebe meinen Partner sehr, wir streiten eigentlich nie, leben sehr harmonisch, mit dem Vater klappt eigentlich auch alles sehr gut! Was wünscht man sich mehr?! Da schwillt mir echt der Kamm! Ich setzt mich seit mindestens sechs Jahren mit den Eigenheiten meines Kindes auseinander und sie bricht nach zwei Monaten den Stab über mein Kind! Klasse Pädagogen haben wir an unseren Schulen!
IlkaM.
Du - das ist auch gar nicht so einfach, so ein Verhalten "richtig" zu deuten. Das kann auch der beste Psychologe nicht so mal eben - und schon gar kein Lehrer, der nebenbei noch gleichzeitig mit 24 (?) anderen Kindern umgehen muss. Da wird eine Menge Kaffeesatz-Pädagogik betrieben, das kannst Du gar nicht ändern.

Also musst Du selber schauen, was da los ist mit Deiner Tochter.

Du sagst selber: Jetzt in der Schule, wo sie sich plötzlich an Regeln halten muss, eine besondere Art der Aufmerksamkeit an den Tag legen soll, etc.

Das kann schon ein Auslöser für ihr Verhalten sein - etwas, das auch mit AD(H)S in Verbindung gebracht wird, was aber eher ein Massenphänomen zu sein scheint.

Ich würde es nicht überbewerten, dass sie den Macker markiert - sich stärker macht (als sie vielleicht ist), andere Kinder bedroht (um sich selber größer zu machen). Das ist "nur" ihre Strategie - und da müsst Ihr sie gar nicht für erzogen haben, das kommt aus ihr selber.

Dieses Lernen der inneren Ordnung - eine Grundvoraussetzung für eine stressfreie Schullaufbahn - ist das, was Ihr auch zuhause mit ihr üben müsst. Es gibt da kompetente Ratgeber - schau Dich mal auf dem Büchermarkt um. Meine Empfehlung lautet immer Wolfgang Bergmann, weil er wirklich ein Guter ist.

Ihr Verhalten in der Schule ist schwieriger anzugehen, denn um es wirklich zu besiegen, müsstet Ihr an die Wurzeln gehen - und das kann dauern.

Möglicherweise würde es Euch zunächst einmal helfen, zu versuchen, die Stärke in diesem Verhalten zu sehen und darauf abzuzielen: Jemand, der dazu in der Lage ist, andere unter Druck zu setzen und ihnen zu drohen, der könnte AUCH Beschützer sein und HELFEN.

Vielleicht setzt Ihr Euch mal mit der Lehrerin zusammen und entwickelt gemeinsam die Strategie, dass Ihr an die Stärke Eurer Tochter appelliert und sie zu kanalisieren versucht. Und zwar Richtung: Ich bekomme Verantwortung! Ich muss mich um dieses oder jenes kümmern - oder auch um dieseN oder jeneN.

Auf jeden Fall: Sprecht mit der Lehrerin! Reden reden reden! Sie kann nicht in Eure Familienverhältnisse reingucken - also müsst Ihr ihr davon erzählen. Macht klar, dass Ihr ernst nehmt, was die Lehrerin sieht, und dass Ihr bereit seid, mit ihr zusammen einen Weg für Eure Tochter zu suchen.
Assessi
Ich hatte auch das Problem das mein Sohn in der Schule laut und auffällig war und ist. In der Grundschule hatte ich dann mit der Lehrerin vereinbart ein Lobheft einzuführen, in welches er sich selber jeden Tag ein Smilie einzeichnen durfte. Lachend oder traurig. Die Lehrerin schrieb dann ab und zu noch einen Satz dazu, was nicht lief oder was toll war.
Wenn die Woche dann gut gelaufen war gabs dann eine Belohnung. Immer nur Kleinigkeiten es sollte ja nicht ausarten und zum finanziellen Chaos führen. Trotzdem gab es immer wieder Probleme, auch heute noch, mittlerweile ist er in der 5. Kl..

Bei mir war oder ist es eben so das ich mein Kind so nicht kenne da er sich nur in der Schule so verhält und daheim komme ich mit ihm klar.
Bei ihm wurde ADHS schon im zweiten LJ diagnostieziert.
dreamteam1971
Danke für eure Antworten! Wir werden jetzt mal nen Spezialisten aufsuchen zum Ausschluß eines HKS. Die Lehrerin war im letzten Elterngespräch sehr kooperativ und somit denke ich, werden wir hoffentlich einen guten Weg gemeinsam finden.

Ich danke euch
Liebe Grüße Kerstin
Nicona
Also, mein Sohn ist Laut, Stört den Unterricht, beleidigt seine Mitschüler mit Ausdrücken die man nur als Fäkalsprache bezeichnen kann, lässt sich nichts sagen (weder von Lehrern noch von Mitschülern), Bläht rum, Rülpst etc. Man könnte glauben er hätte überhaupt keine Erziehung genossen.