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@Kaethe: Erziehen nach Maß - Kindererziehung im Kindergartenalter



knöllchen
Wieviel Erziehung braucht mein Kind?

Das ist vermutlich die entlastendste Nachricht, die Eltern je gehört haben: "Im Grunde hat Erziehung keinen Zweck. Das Thema ist total überbewertet", erklärt der dänische Familienberater Jesper Juul. Mehr noch: "Bis Kinder drei Jahre alt sind, brauchen sie sowieso keine Erziehung, sondern nur liebevolle Begleitung." Sagt Juul.

Ein prima Vorsatz - bis zu dem Moment, in dem ein tobender Zweijähriger mir nichts, dir nichts ein ganzes Lokal aufmischt. Jetzt nicht eingreifen? Unmöglich! Auch in anderen Situationen fällt Nichttun ziemlich schwer: Dann zum Beispiel, wenn man endlich , endlich mal fünf Minuten Ruhe hat, um die Zeitung zu lesen. Aber leider zupft einem das Töchterlein penetrant am Ärmel: "Will spielen." ... ...
...

Ein Trend folgt auf den anderen: Nach der streng autoritären Erziehung unserer Großeltern folgte das ultraliberale Laissez-faire der 68er-Generation. Und nun?
"In den vergangenen 15 Jahren wurde die Erziehungsdebatte dermaßen vom Setzen der Grenzen dominiert, dass man den Eindruck gewinnen könnte, dies sei der Dreh- und Angelpunkt im Verhältnis zwischen Eltern und Kindern" erklärt Juul. Und das ist es für ihn nicht: "Die scheinbare Notwendigkeit, Kindern Grenzen zu setzen, hat inzwischen einen nahezu religiösen Status erreicht." Kein Grenzen, keine Maßregelungen, keinen antiautoritären Habitus:
Was ist Erziehung dann? "Nichts anderes als Beziehung",
sagt die Rosenheimer Erziehungswissenschaftlerin Dr. Christine Kaniak-Urban. "Beziehung schaffe ich nur, wenn sich das Kind verstanden fühlt." Wenn das Kind spürt, dass es angenommen wird, wie es ist, "dann können Eltern sich jede Menge Fehler erlauben".
...
Die Regeln klingen einfach: mehr und authentisch Nein sagen, Kinder als gleichwürdige Partner betrachten - "und nicht als ein erwachsenes Projekt", so Juul. Aber lässt sich dies auf alle Altersklassen, auf jedes Kind anwenden? Baby, da sind sich die Forscher einig, brauchen zunächst einmal ein klares Ja. In den ersten zwölf Monaten geht es darum, einfühlsam die Bedürfnisse der Kinder zu erfüllen und ihre Grenzen zu respektieren - dann zum Beispiel, wenn die Kleinen den Kopf wegdrehen, weil sie für heute genug Reize empfangen haben. Oder eben im Moment nicht kuscheln möchten.

"Erziehung findet zwischen den Zeilen statt" (Jesper Juul)

"Danach wollen Kinder", davon ist Jesper Juul überzeugt, "eine Führerschaft".
Das bedeutet nicht, dass die Eltern Chefs sind, deren Willen sich das Kind unterzuordnen hat. Vielmehr sollen die Keinen die Chance haben, zu lernen was den Eltern an ihrem Verhalten gefällt und was nicht. "Der Lernprozess erfordert vor allem Deutlichkeit uns ständige Wiederholungen", sagt Jesper Juul. Das wird besonders ab drei, vier Jahren wichtig. Je älter die Kinder werden, umso mehr Erklärungen werden sievielleicht einfordern. Doch wenn es gelingt, als Eltern eigene Werte und Wünsche zu vertreten und dabei die Persönlichkeit des Kindes zu respektieren, "dann lässt sich sogar die Pubertät gut überleben", glaubt Juul.
Zum Schluss die vielleicht wichtigste Nachricht für Eltern: "20 Fehler am Tag zu machen ist total in Ordnung" sagt Juul. Wenn die Beziehung stimmt, wenn das Verhältnis von Liebe und Respekt geprägt ist, kann im Grunde nichts schiefgehen.
"Die Natur" schreibt der renommierte Schweizer Pädiater Prof. Dr. Remo Largo, "rechnet nicht mit perfekten Eltern."

(quelle: Baby und Familie 04/2008 )


Liebe Kaethe,
ich musste an dich denken, als ich den Artikel gelesen habe.
Ich habe sehrwohl verstanden, dass du deine Kinder liebst und dass auch du nicht aus deiner Haut kannst. Weil du nunmal so bist, wie du bist.
Aber es ist nie zu spät, seinen Horizont zu erweitern.
mamasu
[quote]Original von knöllchen
Wieviel Erziehung braucht mein Kind?

Das ist vermutlich die entlastendste Nachricht, die Eltern je gehört haben: Wenn die Beziehung stimmt, wenn das Verhältnis von Liebe und Respekt geprägt ist, kann im Grunde nichts schiefgehen.
"Die Natur" schreibt der renommierte Schweizer Pädiater Prof. Dr. Remo Largo, "rechnet nicht mit perfekten Eltern."

(quelle: Baby und Familie 04/2008 )


Augenzwinkern
Mongruadh
Applaus Applaus Applaus

Kennt jemand das hier?
Kloeters Elternbriefe - Erziehung durch Selbsterziehung
Ein sehr interessanter Erziehungsansatz!
Kaethe
Sehr interessant....aber 1000 andere Artikel sagen was anderes.
Hast du schon von dem Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" gehört? Drastischer Titel, aber was Wahres ist zweifelsohne dran. Kindern eine Kindheit ermöglichen...sie nicht von Anfang an zu kleinen Erwachsenen machen...mit den gleichen Rechten und Pflichten. Das ist nicht ok und das Resultat sieht man.

Es ist nie zu spät, das weiß ich...wenn ich zum ersten Mal in eine 8. Klasse komme, die ich getrost als "Sauhaufen" bezeichnen würde...die Unsinn machen, reden, nicht gehorchen...nach einer Woche Erziehung durch mich spuren die...und das sind nicht mal meine eigenen Kinder, die ich täglich viele Stunden um mich habe. Aber das ist ein anderes Thema...Nur soviel zum "nie zu spät".

Und ich sehe doch, wie sich meine Kleinen entwickeln...dem Alter entsprechend, sie haben Regeln, sie dürfen Kinder sein. Ich erwarte von ihnen nicht, dass sie ein Verhalten wie Erwachsene an den Tag legen, dass man mit ihnen Gespräche auf gleicher Ebene führt, das kann udn darf man von einem kind nicht erwarten.. deshalb gebe ich ihnen die nötigen Wegweiser, die sie brauchen.
Vanessi
Ich bin ein Fan von Harold Bloom. Bloom schreib sinngemäß, dass immer dann, wenn einer sich hinsetzt, um etwas zu schreiben (und zu veröffentlichen), dann geht es ihm nicht um den Inhalt, sondern darum, sich zu profilieren. Immer dann, wenn mir etwas von Jesper Juul unterkommt, muss ich an Bloom denken.

Ich war mal auf der HP von diesem Juul und es gibt genau zwei Kategorien, in die das, was dort gestanden ist, eingeteilt werden kann:
1. inhaltsleeres Blabla, das eh jede/r weiß.
2. haarsträubender Schwachsinn.

Ein Beispiel für Letzteres, ich zitiere von Juuls HP:

Wenn der Sohn seine Mutter zum ersten Mal fragt, ob er heute etwas bekommen darf, könnte sie antworten:

"Darüber will ich nochmal nachdenken. - - - Nein, du darfst nichts haben." (mit normaler Stimme und freundlichem Blick)

"Ja, aber warum denn nicht?"

"Weil ich dir nichts geben möchte." (Beachte "ich"! Man sollte nicht von sich selbst in der dritten Person sprechen, wenn man Autorität erlangen will.)

"Ja, aber wieso denn?"

"Das möchte ich dir nicht erklären."


Bitte, geht es sadistischer? Wie soll ein Kind sich in so einer Situation nicht komplett auf seine Machtlosigkeit reduziert fühlen? Und dazu noch diese kalte Emotionslosigkeit, die der Mann ernsthaft vorschlägt.

Ich gehe mit meinen Kindern nicht so um. Ich bin nicht irgendein Mensch, der zufällig mit ihnen unter einem Dach lebt, ich bin ihre Mutter. Ich habe einen emotionalen und sozialen Sonderstatus für sie und sie für mich. Und ich erziehe, weil es meine Aufgabe ist, meine Kinder nicht im Regen stehen zu lassen. Nicht zu erziehen ist mMn grobe Vernachlässigung.
Kaethe
Zitat:
Original von Vanessi
Ich bin ein Fan von Harold Bloom. Bloom schreib sinngemäß, dass immer dann, wenn einer sich hinsetzt, um etwas zu schreiben (und zu veröffentlichen), dann geht es ihm nicht um den Inhalt, sondern darum, sich zu profilieren. Immer dann, wenn mir etwas von Jesper Juul unterkommt, muss ich an Bloom denken.

Ich war mal auf der HP von diesem Juul und es gibt genau zwei Kategorien, in die das, was dort gestanden ist, eingeteilt werden kann:
1. inhaltsleeres Blabla, das eh jede/r weiß.
2. haarsträubender Schwachsinn.

Ein Beispiel für Letzteres, ich zitiere von Juuls HP:

Wenn der Sohn seine Mutter zum ersten Mal fragt, ob er heute etwas bekommen darf, könnte sie antworten:

"Darüber will ich nochmal nachdenken. - - - Nein, du darfst nichts haben." (mit normaler Stimme und freundlichem Blick)

"Ja, aber warum denn nicht?"

"Weil ich dir nichts geben möchte." (Beachte "ich"! Man sollte nicht von sich selbst in der dritten Person sprechen, wenn man Autorität erlangen will.)

"Ja, aber wieso denn?"

"Das möchte ich dir nicht erklären."


Bitte, geht es sadistischer? Wie soll ein Kind sich in so einer Situation nicht komplett auf seine Machtlosigkeit reduziert fühlen? Und dazu noch diese kalte Emotionslosigkeit, die der Mann ernsthaft vorschlägt.

Ich gehe mit meinen Kindern nicht so um. Ich bin nicht irgendein Mensch, der zufällig mit ihnen unter einem Dach lebt, ich bin ihre Mutter. Ich habe einen emotionalen und sozialen Sonderstatus für sie und sie für mich. Und ich erziehe, weil es meine Aufgabe ist, meine Kinder nicht im Regen stehen zu lassen. Nicht zu erziehen ist mMn grobe Vernachlässigung.

verwirrt verwirrt verwirrt
Aha...interessant, v.a. weil man weiß, WAS das Kind haben will. Er rät also den Eltern, einfach mal nein zu sagen, weils halt gerade so Spaß macht...erscheint mir sehr willkürlich.
Wenn das Kind ein Stück Schokolade haben will, dann sage ich entweder ja oder nein (weil es gleich Essen gibt, weil du schon Zähne geutzt hast...o.ä.) und wenn das Kind Mamas teuerste Perlenkette haben will, dann sage ich auch nein, weil man damit nicht spielt...als Eltern muss ich mir doch überlegen, WARUM ich nein sage und diese Begründung kann ich meinem Kind auch mitteilen, sofern sie guten Gewissens überlegt wurde.
Hm...und ganz ehrlich, oft spreche ich von mir mit "Maman" also in der dritten Person...und das schadet gar nichts. Es kommt doch nicht auf das einzelne Wort an, sondern auf die Gesamtheit der Autorität, wenn man so sagen will.

Was allerdings wahr ist...das Kind muss bei einmal "Nein" Ruhe geben und diese Entscheidung akzeptieren. Wenn man als Elternteil ein zweites Mal "Nein" sagen muss, weil das Kind eine einmalige Verneinung nicht akzeptiert, dann begibt man sich in einen Machtkampf und gibt dem Kind den Freiraum, an der elterlichen Entscheidung zu rütteln...das darf nicht sein, denn damit stellt man die eigene Autorität in Frage. Nein heißt nein, eine Begründung wird dazu geliefert, aber darüber wird dann auch nicht mehr diskutiert.
Hextina
Zitat:
Original von Kaethe
Hast du schon von dem Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" gehört?


Dazu hatte ich gerade neulich etwas verlinkt Augenzwinkern

http://www.elternforen.com/thema34949.htm

Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen, aber so wie sich er Artikel liest, bezieht der sich ziemlich klar auf Juul. *meinjanur*

HTH,

Tina
Kaethe
Zitat:
Original von Hextina
Zitat:
Original von Kaethe
Hast du schon von dem Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" gehört?


Dazu hatte ich gerade neulich etwas verlinkt Augenzwinkern

http://www.elternforen.com/thema34949.htm


das ist wohl an mir vorbeigegangen...


Zitat:
Original von Hextina
Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen, aber so wie sich er Artikel liest, bezieht der sich ziemlich klar auf Juul. *meinjanur*

HTH,

Tina

Naja, ich sage ja auch nicht, dass dieser Juul immer Unrecht hat...teilweise sind die Ansätze logisch, manches zu "extrem"?!? für meinen Geschmack...aber das ein oder andere kann man sich schon rauspicken, wobei es völlig unsinnig und unmöglich ist, eine Erziehung zu 100Prozent nach einem Buch auszurichten...
knöllchen
Ich möchte hier nur mal kurz erwähnen, dass das nicht mein persönlicher Leitfaden ist.
Ich habe nur den Artikel gelesen und dabei an dich und die immerwiederkehrenden Diskussionen gedacht.
Ich kenne weder Bloom noch Juul, fand aber die Logik (oder eben Nichtlogik :sn7 ) eigentlich recht nachvollziehbar.
Zum oben genannten Beispiel mit dem konsequenten Nein sagen schreibt er in dem Artikel:

"Richtige Sprache heißt: Eltern machen unmissverständlich deutlich, was sie von ihren Kleinen erwarten- Väter und Mütter senden jedoch häufig zweideutige Signale aus. "Du weißt doch, dass Mama jetzt müde ist" - in kindlichen Ohren klingt die Aussage mau." Wie oft soll ich dir sagen, das ich müde bin" - da schwingt ein Vorwurf mit, ohne dass deutlich wird, was die Mutter wirklich möchte. "Ich will jetzt nicht vorlesen" ist dagegen eine klare Ansage an kleine Menschen, die Antworten suchen. "Es geht darum, sich persönlich auszudrücken", sagt Juul. Und sich nicht hinter künstlicher Freundklichkeit und einer vermeintlich kindergerechten Sprache zu verstecken." (Quelle: Baby und Famile)


Das klingt in meinen Ohren schon wieder ganz anders...
Ilona
Oich kann ja nur davon ausgehen wie cih menie Kdnier erziehe.
Im großen udn ganzen deckt es sich mit dem was ich in meiner Erzieherausbildung gelernt habe.
Es gibt verschiedene Arten der Erziehung.
Dominatne Erziehung Also de Eltern geben alles vor, das Kind hat kein mitspracherecht.
Demokratische Erziehung. Es wird gemeinsam besprochen und diskutiert was erlaubt ist udn was nciht.
Laizie-Fair, die Kinder dürfen alles ohne das es Konsequenzen gibt.

Jede Erzeihungsmasnahme für sich alleine ist nicht die optimale, doch eine gesunde Mischung aus allen dreien ist sinnvol.

Mal einige Beispiele wie ich es unter anderen handhabe.

1. beispiel Dominate Erziehung
Mein kidn darf z.B. nicht ohne meine Erlaubnis an den PC.
Da geht es mir darum den besitz anderer zu respektieren. Er kann mcih fragen muss es aber akzeptieren wenn ich nein sage.

2. beispiel demokratische Erziehung
Mein kidn möchte egrne noch ein Stück Schikolade (auch vor dem mittagessen.)
Ich sage in dem beispiel vielleicht nein weil es bald Mittagessen gibt. Er sagt dann aber, dass er auch mit den Stück Schokolade was er essen möchte auch noch gut Mittagessen isst. ich gebe es ihn unter der vorraussetzung dann halt doch. Bedingung ist, dass wenn wenn er dann nicht gut isst, dass es das nächste mal nicht mehr erlaubt ist. Also ich gebe ihn damit die Möglichkeit selbst zu entscheiden. Er wird sich den Konsequenzen die durch seine Bitte/sein verhalten etc. entstehen bewusst.

3. beispiel Laizie-Fair. Das wende ich z.B. an wenn es darum geht wenn er sich anziehen soll. Er kann selbst entscheiden was er nzieht natürlich gebe ich je nach Wetterlage schon klare Dinge vor. Wenn er sich im Winter eine Kurze Hose anziehen will greife ich schon ein udn frag ihn ob ihn das nciht zu kalt wird aber im großen udn ganzen kann er da selbst entscheiden. Es kommt auch vor, dass er sich das T-Shhirt verkehrtherum anzieht ja na und wenn es ihm gefällt ist es mir doch egal. Hauptsache er hat was an wenn wir raus gehen.


Regeln sind bei mir auch nach einem Ampelchema aufgeteilt. Es gibt Rot, das sind starre Regeln unveränderbar sind. Wie z.B. er darf nciht bei rot über die Ampel gehen.
Gelb sind regeln über die ich fast jedes mal neu entscheide ob er es darf oder nicht, den es kommt da ganz auf sein Verhalten im laufe des tages an, auf meine Gemütsverfassung und auch auf das Alter des kindes. Alex darf andere Sachen als Damian.
Grün das sind in so fern eigentlich keine regeln den es ist alles das was er darf.
Natürlich kann es da aber auch kommen das etwas führ ihn normales mal nicht gemacht wird. Wenn er sich z.B. einen tag unmöglich verhalten hat gibt es halt keine geschichte vorgelesen wenn er ins bett geht.
Aber im normalfall sind es Dinge die er darf.
Hextina
Zitat:
Original von Kaethe
teilweise sind die Ansätze logisch, manches zu "extrem"?!?


Klar, der Mann ist Therapeut und AFAIK Pädagoge Augenzwinkern

Das ist Theorie, aber ich mag den Ansatz einfach.

Lies doch mal Augenzwinkern

http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_A...agen/s_413.html

Zitat:
wobei es völlig unsinnig und unmöglich ist, eine Erziehung zu 100Prozent nach einem Buch auszurichten...


Japp.

LG,

Tina
black cat
Ich hab noch gar nichts zum Thema Erziehung gelesen... verlegen
senti76
Erziehung ist Vorleben!!!!!!!!!!!!
knöllchen
Zitat:
Original von black cat
Ich hab noch gar nichts zum Thema Erziehung gelesen... verlegen


Ich hab auch nicht den ganzen Artikel abgeschrieben, aber falls Interesse da ist, kann ich den Rest dazu noch einstellen.
black cat
Zitat:
Original von senti76
Erziehung ist Vorleben!!!!!!!!!!!!


Na, das mach ich doch! Grien
Mongruadh
Erziehung durch Vorleben passiert automatisch, weil Kinder nunmal so ticken und uns Erwachsene nachahmen. Dadurch lernen sie ja...

Deswegen mein Leitsatz: Erziehung durch Selbsterziehung...
cordu
Jetzt sass ich gerade über ne halbe Std. an einem Text den ich wieder gelöscht habe. Ich wollte mich ernsthaft rechtfertigen warum ich meine Kinder so erziehe wie ich es mache.

Warum fühlte ich mich plötzlich dazu gezwungen meinen Erziehungsstil zu rechtfertigen? Nur weil ich Käthe in sehr vielen Punkten recht gebe und das nicht die gängige Ansicht von Erziehung ist?

Warum gibt es Leute die einem immer und überall sagen wollen das man etwas anders machen soll bzw. seine Ansicht "überdenken" soll oder das es "nie zu spät" ist. Lasst doch jeden so machen wie sie/er es für richtig erachtet (solange Gesetz und Menschenrechte eingehalten werden).

@Käthe,
ich weiß das du keine Unterstützung brauchst. Du bist eine starke Frau die ihre Kinder liebt und respektiert.
Ich möchte nur sagen das es mit guttut das wir (Mann und ich) doch nicht ganz so alleine sind mit unseren Ansichten über Erziehung.

LG Bye Cordu
sannibep
Ich sehe auch einiges so wie Kaethe, natürlich nicht in allen Punkten, aber jeder Kind ist anders und jedes Kind geniess in anderer Hinsicht Erziehung. Mein Sohn ist sehr wild und hört erst beim vierten mal, wenn ich sehr laut geworden bin, da muss ich eben strenger sein, als bei meiner Tochter, die meist sofort das macht was man sagt, beim ersten mal. Beim einen Kind muss man sich drauf konzentrieren, dass es sich nicht zu schnell ablenken lässt oder aus der Haut fährt beim anderen, dass es sich auch mal etwas traut, zb allein der puppe den schnuller wieder einzustecken, was das kind definitiv schon kann.

Jeder hat seinen Weg und wenn keiner sichtlich drunter leidet, dann soll das so sein, die Folgen kann keiner abwägen. Toleriert die Erziehungsweisen der anderen, ihr müsst sie nicht lieben und auch nicht praktizieren, auch nicht akzeptieren oder respektieren.

Daumen drück Küssen
Kaethe
Zitat:
Original von Ilona

Laizie-Fair


Ich möchte nicht besserwisserisch sein, wirklich nicht...aber mir als Halb-Französin und Frankreichpassionierte stellt es hier die Nackenhaare auf. Angst laisser-faire


Zitat:
Original von Ilona
Mal einige Beispiele wie ich es unter anderen handhabe.

1. beispiel Dominate Erziehung
Mein kidn darf z.B. nicht ohne meine Erlaubnis an den PC.
Da geht es mir darum den besitz anderer zu respektieren. Er kann mcih fragen muss es aber akzeptieren wenn ich nein sage.

Ok, da gehen wir d'accord.


Zitat:
Original von Ilona
2. beispiel demokratische Erziehung
Mein kidn möchte egrne noch ein Stück Schikolade (auch vor dem mittagessen.)
Ich sage in dem beispiel vielleicht nein weil es bald Mittagessen gibt. Er sagt dann aber, dass er auch mit den Stück Schokolade was er essen möchte auch noch gut Mittagessen isst. ich gebe es ihn unter der vorraussetzung dann halt doch. Bedingung ist, dass wenn wenn er dann nicht gut isst, dass es das nächste mal nicht mehr erlaubt ist. Also ich gebe ihn damit die Möglichkeit selbst zu entscheiden. Er wird sich den Konsequenzen die durch seine Bitte/sein verhalten etc. entstehen bewusst.

Naja, Kinder sagen oft was...ein Stück Schokolade vor dem Mittagessen würde ich meinen Kinder niemals geben, denn die wären nach einem Stück Schokolade satt...sie sind schlechte Esser. Augenzwinkern Deshalb erst essen und dann ein Stück Schokolade zum Dessert.
Außerdem...stellt euch mal vor, ich würde mit 6 Kinder über ein Stück Schokolade diskutieren?
Also...bei Anfrage VOR dem Essen automatisch "Nein"...danach ab und an "ja"...und da gibts keine Diskussion. Gerade bei sowas finde ich Demokratie unangebracht. Süßigkeiten vor dem Essen sind tabu. Punkt. Genauso wie Fernseher am Vormittag oder bei schönem Wetter. Gewisse Dinge sind halt unveränderlich.


Zitat:
Original von Ilona
3. beispiel Laizie-Fair. Das wende ich z.B. an wenn es darum geht wenn er sich anziehen soll. Er kann selbst entscheiden was er nzieht natürlich gebe ich je nach Wetterlage schon klare Dinge vor. Wenn er sich im Winter eine Kurze Hose anziehen will greife ich schon ein udn frag ihn ob ihn das nciht zu kalt wird aber im großen udn ganzen kann er da selbst entscheiden. Es kommt auch vor, dass er sich das T-Shhirt verkehrtherum anzieht ja na und wenn es ihm gefällt ist es mir doch egal. Hauptsache er hat was an wenn wir raus gehen.

Ok...das wäre mir persönlich auch egal. Das Problem ist bloß, wenn meine Kinder im Winter mit T-Shirt zur Schule gehen, dann heißt es gleich "Naja, kein Wunder...asoziale Großfamilie"...deshalb suche ich die Kleidung aus, frage die Kleinen aber, ob das ok ist. Die Großen ziehen sich selbst an, legen ihre Kleidung aber am Vorabend raus und somit kann ich das kontrollieren. Heidi stelle ich meistens zwei Outfits zur Auswahl (wenn sie sagt "Such du aus!"...bzw. frage sie, was sie anziehen möchte... meistens kommt dann entweder "das rosa T-Shirt" oder "die Chucks" oder "den Jeansrock"...mit noch nicht einmal 3 Jahren denkt sie noch nicht so weit, sich ein komplettes Outfit zusammenzustellen...und dann suche ich halt was passendes aus zu den Chucks, zu dem T-Shirt oder zu dem betreffenden Rock. Dann ist sie zufrieden und hat sowieso nur Augen für das Kleidungsstück, das sie sich ausgesucht hat. Aber beim Anziehen helfe ich ihr schon noch, das will sie sogar...
Und dann stellt sie sich immer ins Bad aud die Wäschebox vor den Spiegel, ich halte ihr die Schachtel mit dem Haarschmuck hin und da kann sie dann auch was schönes auswählen...Selbstbestimmung existiert also durchaus bei uns...


Zitat:
Original von Ilona
Regeln sind bei mir auch nach einem Ampelchema aufgeteilt. Es gibt Rot, das sind starre Regeln unveränderbar sind. Wie z.B. er darf nciht bei rot über die Ampel gehen.
Gelb sind regeln über die ich fast jedes mal neu entscheide ob er es darf oder nicht, den es kommt da ganz auf sein Verhalten im laufe des tages an, auf meine Gemütsverfassung und auch auf das Alter des kindes. Alex darf andere Sachen als Damian.
Grün das sind in so fern eigentlich keine regeln den es ist alles das was er darf.
Natürlich kann es da aber auch kommen das etwas führ ihn normales mal nicht gemacht wird. Wenn er sich z.B. einen tag unmöglich verhalten hat gibt es halt keine geschichte vorgelesen wenn er ins bett geht.
Aber im normalfall sind es Dinge die er darf.

"Gemütsverfassung", also das finde ich fatal...dann wissen die Kinder doch gar nicht, wie sie dran sind bei dir...mal gehts gut, wenn Mama guter Laune ist, mal reagiert sie gereizt, wenn sie halt schlechter Laune ist.
Meine Gemütsverfassung ggü. meinen Kindern ist immer gleich...da muss man sich halt zusammen nehmen...und immer gleich entscheiden, klar, den Umständen angepasst, aber nicht von der Gemütsverfassung abhängig...
Vielleicht mag das bei euch gut gehen, aber würde z.B. mein Mann je nach Gemütsverfassung reagieren...oho, das möchte ich mir nicht vorstellen... Angst Meiner Meinung nach, sollen Eltern für Kinder immer so eine Art "Fels in der brandung" sein, immer konstant, stark, eine Adresse, an die man sich wenden kann...jederzeit...und nicht erst verifizieren muss, ob Mama nicht grade wieder depressiv ist...

Cordu: Das beruht auf Gegenseitigkeit! zuzwinker

sannibep: Eben, wahrsagen kann niemand...leben und leben lassen
senti76
Ich denke es gibt viele verschiedene Erziehungsstile und jedes Kind ist anderes und auch jede Mutter und das was für den einen passt, passt nicht für den nächsten. Selbst ich auf der Arbeit muß bei einem Kind mehr Grenzen setzen und bei dem anderen klappt es durch Vorleben. Und ich finde Grenzen geben Kindern auch Sicherheit.
Bei meiner Großen läuft es eigentlich prima und meine Kleine braucht z.B. viele Grenzen