NicoleM
Tja, eigentlich soll Frau sich ja keinen Stress machen, die Schwangerschaft genießen,
sich auf den Bauchkeks freuen. Und genau das mache ich auch. Ich freue mich
wahnsinnig auf die kleine Zuckerschnute, wirklich. Jede Berührung meines kleinen,
eigentlich noch kaum vorhandenen Babybäuchleins macht mich lächelnd.
Aber die Alltagssorgen sitzen mir einfach zu sehr im Nacken. Seit zwei Jahren lebe
ich in einer Wohnung mit feuchten Wänden; mittlerweile darf man das ruhig nass
nennen. Auch als mein Mann einzog, wurde es nicht besser. Anfang des Jahres
nahmen wir 7 Wochen Bauarbeiten in Kauf - es hat nichts gebracht. Kunststoff-
versiegelung ( Einpressung am Ansatz der Wände ) haben keinen Erfolg gebracht.
Die Wände sind nasser als vorher.
Wir suchen seit über zwei Monaten eine neue Wohnung, aber wir finden einfach
keine erschwingliche. Mein Mann ist Fachinformatiker, arbeitet seit kurzer Zeit
wieder Vollzeit - allerdings für ein recht geringes Gehalt. Trotz dass er 14 Stunden
ausser Haus ist, bekommen wir angleichend Leistungen nach dem SGB II. Die uns
zustehenden Wohnungen gibt es hier in diesem Kreis einfach nicht.
Dass die nassen Wände mittlerweile auf meine Gesundheit schlugen, brauche ich
wohl nicht erwähnen.
Ich selbst bin Altenpflegerin, habe aber Anfang des Jahres eine weitere Ausbildung
zur Rettungsassistentin angefangen. Bis zur Sanitäterin kam ich, danach
hatte ich auf der Intensivstation einen "Arbeitsunfall" - 140 Kilo-Person lagern - alleine ( wir waren mit mir nur 4 für 12 Intensivpatienten ). Zweifacher
Bandscheibenprolaps waren die Folge. Natürlich konnte ich die Ausbildung nicht weitermachen - Kündigung in der Probezeit. Nach längerer Physiotherapie war
ich fast wieder soweit fit, im Rettungsdienst weiter zu machen.
Dann kam die Schwangerschaft dazwischen. Eigentlich ein Segen :) - aber dadurch
komme ich jetzt nicht so einfach in Beschäftigung - nicht mal für 400 Euro.
Mein alter Beruf? Das kann ich vergessen. Als Schwangere wird man nicht
genommen, da man viel zu viele Dinge nicht selbstständig machen darf - bzw. gar nicht. ( Spritzen, BZ-Messung usw. usw., Lagerungen, Arbeitszeiten ).
In den Rettungsdienst kann ich, schwanger wie ich bin, auch nicht zurück.
Aber mit Harz IV ist alles so schwer. Kein Vermieter will uns, trotz Arbeit.
Wir wurden zu Menschen zweiter Klasse.
Die Schwangerschaft verläuft, soweit man das sagen kann, ganz gut. Aber die
körperlichen Beschwerden werden jetzt schon bedenklich. Ich bin erst in der 12.
Woche - habe schon einen Blutdruck von mindestens 140 /85 ... regelmäßig, häufig
auch höher liegend. Eiweiß im Urin seit der 8 Woche.
Der Abstrich mit Ergebnis PaP IV a hat mich ebenfalls völlig irritiert und
ängstlich gemacht. Wir haben zwar jetzt einen Spezialisten, aber gewisse
Bedenken gehen nicht so einfach aus dem Kopf. Zumal mein Frauenarzt sehr
dagegen ist, die Konisation nicht durchzuführen. Eine Unterstützung ist er also
nicht.
Ausser mein Mann versteht keiner meine Ängste. Meine Eltern sagen immer nur:
"Mach dir keine Sorgen, wird schon alles" und von zwei Freundinnen heißt es immer
nur, dass ich mächtig übertreibe. Früher sind die Kinder auch in feuchten Häusern
groß geworden. Harz IV wäre nicht so tragisch und überhaupt, was ich denn wollen
würde.
Wenn ich meinen Mann nicht hätte, wüsste ich grade nicht, was ich denken soll.
Übertreibe ich wirklich so? Soll ich froh sein über das, was da alles so um mich herum ist?
Ich könnte grade nur heulen..
sich auf den Bauchkeks freuen. Und genau das mache ich auch. Ich freue mich
wahnsinnig auf die kleine Zuckerschnute, wirklich. Jede Berührung meines kleinen,
eigentlich noch kaum vorhandenen Babybäuchleins macht mich lächelnd.
Aber die Alltagssorgen sitzen mir einfach zu sehr im Nacken. Seit zwei Jahren lebe
ich in einer Wohnung mit feuchten Wänden; mittlerweile darf man das ruhig nass
nennen. Auch als mein Mann einzog, wurde es nicht besser. Anfang des Jahres
nahmen wir 7 Wochen Bauarbeiten in Kauf - es hat nichts gebracht. Kunststoff-
versiegelung ( Einpressung am Ansatz der Wände ) haben keinen Erfolg gebracht.
Die Wände sind nasser als vorher.
Wir suchen seit über zwei Monaten eine neue Wohnung, aber wir finden einfach
keine erschwingliche. Mein Mann ist Fachinformatiker, arbeitet seit kurzer Zeit
wieder Vollzeit - allerdings für ein recht geringes Gehalt. Trotz dass er 14 Stunden
ausser Haus ist, bekommen wir angleichend Leistungen nach dem SGB II. Die uns
zustehenden Wohnungen gibt es hier in diesem Kreis einfach nicht.
Dass die nassen Wände mittlerweile auf meine Gesundheit schlugen, brauche ich
wohl nicht erwähnen.
Ich selbst bin Altenpflegerin, habe aber Anfang des Jahres eine weitere Ausbildung
zur Rettungsassistentin angefangen. Bis zur Sanitäterin kam ich, danach
hatte ich auf der Intensivstation einen "Arbeitsunfall" - 140 Kilo-Person lagern - alleine ( wir waren mit mir nur 4 für 12 Intensivpatienten ). Zweifacher
Bandscheibenprolaps waren die Folge. Natürlich konnte ich die Ausbildung nicht weitermachen - Kündigung in der Probezeit. Nach längerer Physiotherapie war
ich fast wieder soweit fit, im Rettungsdienst weiter zu machen.
Dann kam die Schwangerschaft dazwischen. Eigentlich ein Segen :) - aber dadurch
komme ich jetzt nicht so einfach in Beschäftigung - nicht mal für 400 Euro.
Mein alter Beruf? Das kann ich vergessen. Als Schwangere wird man nicht
genommen, da man viel zu viele Dinge nicht selbstständig machen darf - bzw. gar nicht. ( Spritzen, BZ-Messung usw. usw., Lagerungen, Arbeitszeiten ).
In den Rettungsdienst kann ich, schwanger wie ich bin, auch nicht zurück.
Aber mit Harz IV ist alles so schwer. Kein Vermieter will uns, trotz Arbeit.
Wir wurden zu Menschen zweiter Klasse.
Die Schwangerschaft verläuft, soweit man das sagen kann, ganz gut. Aber die
körperlichen Beschwerden werden jetzt schon bedenklich. Ich bin erst in der 12.
Woche - habe schon einen Blutdruck von mindestens 140 /85 ... regelmäßig, häufig
auch höher liegend. Eiweiß im Urin seit der 8 Woche.
Der Abstrich mit Ergebnis PaP IV a hat mich ebenfalls völlig irritiert und
ängstlich gemacht. Wir haben zwar jetzt einen Spezialisten, aber gewisse
Bedenken gehen nicht so einfach aus dem Kopf. Zumal mein Frauenarzt sehr
dagegen ist, die Konisation nicht durchzuführen. Eine Unterstützung ist er also
nicht.
Ausser mein Mann versteht keiner meine Ängste. Meine Eltern sagen immer nur:
"Mach dir keine Sorgen, wird schon alles" und von zwei Freundinnen heißt es immer
nur, dass ich mächtig übertreibe. Früher sind die Kinder auch in feuchten Häusern
groß geworden. Harz IV wäre nicht so tragisch und überhaupt, was ich denn wollen
würde.
Wenn ich meinen Mann nicht hätte, wüsste ich grade nicht, was ich denken soll.
Übertreibe ich wirklich so? Soll ich froh sein über das, was da alles so um mich herum ist?
Ich könnte grade nur heulen..

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