schnupe
Seit 3 Wochen habe ich nun eine süße, kleine Tochter, und ich sollte überglücklich sein.
Die kleine ist gesund und munter, trinkt gut, schläft viel, halt ein zufriedenes Baby durch und durch.
Mir ist zwar auch bekannt, das es sogenannte Heultage gibt(ich hatte jeweils einen bei meinen anderen Schwangerschaften), jedoch ist meine Stimmung überhaupt nicht mehr hoch zu bringen.
Ich bin lust- und antriebslos, streitsüchtig, könnte ständig los heulen, was ja soweit nicht ganz so schlimm wäre, würde es nicht arge Probleme nach sich ziehen.
Ich denke über Trennung von meinem Freund nach, ob das Leben überhaupt Sinn macht, etc.
Zum Hintergrund:
Ich bin vor 6 Monaten zu meinem Freund gezogen(30km von meiner Heimat entfernt), war seitdem krank geschrieben, kenne hier niemanden, wohne in einem kleinen "Tratschdörfchen" und mir fällt die Decke auf den Kopf....:-(
Mein Freund kümmert sich rührend um uns, aber so langsam geht mit ihm auch die Geduld zu Ende.....
Ich dachte schon dran, Johanniskraut zu nehmen, aber bekanntlich tritt die Wirkung ja erst nach 4 Wochen ein....ich denke, dann ist alles zu spät.
Weiß jemand Rat für mich, wie ich mich aus diesem Loch schnell wieder rausziehen kann?
djbass
Hallo Schnupe!
Die erste Einsicht zur Besserung hast Du ja schon selbst erkannt: Es ist nichts außergewöhnliches, diese Wochenbettdepressionen. Ich hatte sie auch, allerdings nicht so schlimm.
Die Tatsache, daß Du in einem "fremden Dorf" wohnst, macht die Sache natürlich nicht leichter. Aber versuche doch 2 Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Geh bei dem schönen Wetter mit dem Kinderwagen raus! Die frische Luft wird Dir gut tun und außerdem kommt man mit einem Kinderwagen als Begleitung sehr leicht mit den "neugierigen" Leute ins Gespräch!
Versuche es doch mal! Wünsche Dir viel Glück und daß es Dir bald wieder besser geht!!
djbass
User 5
Hallo schnupe !
Das was du gerade durchnmachst macht wohl jede Frau mehr oder weniger durch.
Dein Körper hat eine Meisterleistung vollbracht, deine Hormone pendeln sich wieder auf ein normales Level ein und da ist noch jemand der dein Leben plötzlich auf den Kopf stellt.
Das muss doch an der Psyche kratzen.
Ich würde dir empfehlen deinen Gefühlen freien Lauf zu lassen.
Heule wenn dir danach ist.
Schlag gegen die Wand wenn du wütend bist.
Und für mich war damals sehr wichtig mit einer Freundin zu telefonieren, einfach zu reden.
Mach Spaziergänge um dich abzulenken, um nachzdenken.
Ich wünsche dir alles Gute !
Und herzlichen Glückwunsch zum Baby !
:winken:
Janamausi2704
Hallo Schnuppe.
Wichtig für dich im Moment ist, dir professionelle Hilfe zu holen, und zu akzeptieren das du krank bist.Ich litt selber an schweren Schwangerschafts- und Wochenbettdepressionen. Angefangen hat es bei mir so im fünften Monat. Ich war ständig schlecht gelaunt, hatte zu nichts mehr Lust. Am Anfang schob ich alles auf die Schwangerschaft und dachte, das wird schon wieder weg gehen. Leider war das nicht der Fall. Ich konnte irgendwann nachts nicht mehr schlafen. Einkaufen gehen war für mich der Horror. Alleine bleiben konnte ich auch nicht. Ich mochte mit niemandem reden, außer mit meiner Familie. Als meine kleine Maus dann geboren war dachte ich: "jetz wird alles wieder gut". Doch leider verschlechterte sich die Lage. Ich war nachher so weit, das ich mir das Leben nehmen wollte. Weil ich zum Schluss keine Emotionen mehr in mir hatte. mein Kind war mir vollkommen egal. Ich habe dann den Entschluss gefasst mich in eine Psychatrie einweisen zu lassen. Ich konnte es erst selber gar nicht fassen, aber letzt endlich war es die beste Entscheidung die ich je getroffen habe. 6 Wochen dauerte mein Aufenthalt. Ich muss zwar noch Medikamente nehmen und regelmäßig zum Nervenarzt, aber es geht mir wieder genauso gut wie vorher, und ich kann mein Leben mit meiner kleinen süßen Tochter wieder genießen.
Sannyshadow
@Janamausi
der Beitrag von Schnupe war vom 15.04.2004
Rebekka
Liebe Mütter,
mein Name ist Rebekka Laufs. Ich bin Redaktionsassistentin bei Fandango Film in Köln. Meine Kollegin und Producerin Ina Zimmermann und ich entwickeln einen TV-Ratgeber für frischgebackene Mütter. Wir wollen Müttern zeigen, dass sie mit verschiedenen Problemen nicht allein dastehen und ihnen geholfen werden kann.
Aber wie? Welche Unterstützung gibt es? Was können Sie selbst gegen diese sogenannte Wochenbettdepression unternehmen? Keine Frage ist zu banal.
In unserer Sendung wollen wir Frauen helfen, ihnen Gehör verschaffen, um diesem wichtigen Thema ein Gesicht zu geben. Wir wollen beraten.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, melden Sie sich bei uns! Wir freuen uns auf Sie.
Herzliche Grüße
Rebekka Laufs / Fandango Film
Email: mutter@fandangofilm.de
Tel.: 0221 - 7 78 87 27
kamial
Erst lesen, dann posten!