eva.m.p

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Dabei seit: 12.11.2003
Alter: 24 Jahre
Beiträge: 10.122
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Herkunft: Rhein-Main-Gebiet Interessen: Musik, Politik, Zeichnen, Natur Beruf: Studentin Kinder: Sophie Louise 06.07.2004, Emily Zahra 23.10.2005
Level: 53 [?]
Erfahrungspunkte: 18.125.827
Nächster Level: 19.059.430
Themenstarter
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[B]noch ein paar hilfreiche Ratschläge[/B]
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[*]Das Prinzip "eine Person - eine Sprache" anwenden. Um den Kindern klare Orientierungshilfen zu geben und um einer Mischsprache vorzubeugen, sollte jeder Elternteil konsequent nur eine Sprache mit dem Kind sprechen, jene Sprache, in der er selbst aufgewachsen ist. Das geschieht meist ganz natürlich. Beim Reden mit Babys zum Beispiel verfallen die meisten Menschen automatisch in ihre Muttersprache. Da geht es nicht um Informationsvermittlung, sondern um Gefühle. Kinder begreifen, dass die Mutter anders redet als der Vater - und antworten so, wie sie angesprochen werden.
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[*]Sich auf eine Familiensprache einigen. Wenn nicht beide Elternteile auch die Sprache des anderen gut beherrschen, müssen sie sich auf eine Familiensprache einigen - die Sprache, die am Tisch gesprochen wird oder beim gemeinsamen Spiel, damit sich alle gut verstehen und niemand ausgeschlossen wird. Es empfiehlt sich, jene Sprache als Familiensprache zu wählen, die nicht die Umgebungssprache ist: Weil in Deutschland die Kinder auf dem Spielplatz, in Kindergarten und Schule deutschsprachige Spielgefährten bekommen, kann eine Familiensprache, die sich nach dem fremdsprachigen Elternteil richtet, ein gutes Gegengewicht schaffen.
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[*]Ausgewogenheit wahren. Wenn ein Kind zwei Sprachen gleichzeitig lernt, muss es beide in gleichem Maße hören und sprechen. Bei einer griechischen Mutter, die sich fast den ganzen Tag mit dem Kind beschäftigt, und einem deutschen Vater, der nur am Wochenende zu Hause ist, sorgen die deutschen Freunde des Kindes für die Ausgewogenheit. Schwieriger wird es, wenn der Vater den fremdsprachlichen Part übernimmt: Verbringt er weniger Zeit mit dem Kind als seine Frau - und ist überdies der einzige im Lebensumfeld des Kindes, der überhaupt die fremde Sprache benutzt, hat es diese Sprache schwer. Ihr Erwerb muss unterstützt werden, zum Beispiel durch Gutenachtgeschichten und Lieder.
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Die Schwierigkeiten, die es in zweisprachigen Familien manchmal gibt, führen Sprachwissenschaftler nicht auf die Zweisprachigkeit selbst zurück, sondern auf den gesellschaftlichen Stellenwert bestimmter Sprachen.
Türkisch zum Beispiel gilt bei manchen Menschen als minderwertige Gastarbeitersprache. Wenn ein türkisch-deutsches Kind seine Sprachfähigkeit als Makel erlebt, weil es als Türke gehänselt wird, kann es zu einer regelrechten Sprachverweigerung kommen. Gerade weil kleinere Kinder nicht gern auffallen, ist es wichtig, dass sie andere zweisprachige Kinder kennen lernen.
Es hilft, wenn jeder Elternteil sich bemüht, auch die Sprache des anderen zu lernen. Wer kein Wort versteht, wenn der Partner mit dem Kind lacht, fühlt sich schnell ausgeschlossen. Dann kann es leicht Machtkämpfe um die "richtige" Sprache fürs Kind geben, die zum Ende der zweisprachigen Erziehung führen.
Mit zwei Sprachen aufzuwachsen ist für Kinder kein Problem. Genauso wie sie im Deutschen erkennen, dass "Auto" und "Wagen" das Gleiche bedeuten, begreifen sie, dass "Stuhl" und "chair" den gleichen Gegenstand meinen.
Wer sich entschließt, seine Kinder mit zwei Sprachen aufwachsen zu lassen, muss konsequent sein. Und zum Beispiel als Vater in Deutschland ruhig weiter dänisch reden, auch wenn der fünfjährige Sohn monatelang deutsch antwortet. Sonst kann es Schwierigkeiten geben. Schließlich sind für ein kleines Kind der Mensch und seine Sprache eine untrennbare Einheit. Wenn das plötzlich nicht mehr stimmt, wird das Kind verwirrt.
Doch man sollte die Konsequenz nicht übertreiben: Eine französische Mutter, die mit ihrer Tochter und deren Freundinnen Mensch-ärgere-dich-nicht spielt, muss dabei nicht um jeden Preis französisch sprechen. Sie kann "C`est à toi" sagen und "Du bist dran", wenn sie den Würfel weiter gibt. Schließlich braucht ihre Tochter, die zweisprachig aufwächst, auch Vorbilder, die ebenfalls zwei Sprachen sprechen. Erst dann empfindet sie Zweisprachigkeit als etwas ganz Normales.
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. . . . mit Sophie Louise *06.07.2004
. . . . und Emily Zahra *23.10.2005

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