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Wenn Kinder und Erwachsene trauern - Wie kann ich meiner Schwester helfen? :





Wie kann ich meiner Schwester helfen? - Ratgeber Wenn Kinder und Erwachsene trauern - Nicht nur wir Erwachsenen trauern, auch die ganz Kleinen kriegen schon sehr viel mit und wissen oft nicht damit umzugehen. Wie können wir helfen? Hier diskutieren auch Frauen, die durch eine Fehlgeburt, Totgeburt, medizinisch indizierten Abbruch, eine Frühgeburt, während oder kurz nach der Geburt oder durch den plötzlichen Säuglingstod ihr Kind verloren haben.
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Anaya
unregistriert


traurig

Wie kann ich meiner Schwester helfen?

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Hallo allerseits,
ich bin ganz neu hier und hoffe jemand kann mir weiterhelfen.

Zum Problem: Unser Hund (10Jahre) an dem meine Schwester(14J.) sehr stark haengt, ist sehr krank, er kann seine Hinterpfoten nicht mehr bewegen Wir waren auch beim Tierarzt der einen Kreuzbandriss diagnostiziert hat. Die Operation wuerde 250 Euro kosten. Danach haben wir uns die Frage gestellt ob wir unserem Hund so eine Operation ueberhaupt noch zumuten sollen, da er ja doch schon etwas aelter ist. Ausserdem hat er panische Angst vor Tieraerzten. Wir wollten dann erstmal abwarten und nun ist es aufeinmal ganz schlimm geworden und er quaelt sich richtig (er bricht zusammen, jault etc.). Meine Eltern haben nun beschlossen unsern Hund einschlaefern zu lassen. Fuer meine Schwester ist das ganz schwer denn sie will ihn nicht verlieren. Ausserdem bin ich zur Zeit nicht zu Hause und kann ihr also nicht persoenlich beistehen. Ich habe heute mit ihr telefoniert und sie ist total am boden zerstoert. Sie hat richtig hysterische Weinanfaelle und ich mach mir ernsthaft Sorgen um sie. Sie hat gesagt, dass sie ausser dem Hund niemanden hat und das sie seinen Tod nicht ueberleben kann.  unglücklich   Ich hab versucht sogut ich konnte ihr zu zureden aber es schien nicht wirklich zu helfen. Ich hab ihr gesagt das der Tod, Teil des Lebens ist, und dass unser Hund dann ja von seinen Qualen erloest sein wird. Ich weiss einfach nicht was ich noch tun kann um ihr zu helfen, das durchzustehen. Unsere Eltern sind auch keine richtige Hilfe, die erzaehlen ihr das wir ja eine neuen Hund kaufen koennen  böse    verwirrt   Das ist doch nun wirklich das letzte was sie hoeren will. Meine Eltern sind jedenfalls wenig einfuehlsam und koennen mit der Situation auch nicht wirklich umgehen.
Darum brauche ich eure Hilfe! Was kann ich tun um ihr zu helfen? Ich hab Angst dass sie sich nervlich so fertig macht, dass sie selbst krank wird  unglücklich    unglücklich  

Bin fuer jede Hilfe dankbar,
liebe Gruesse,
Anaya
07.08.2003 21:57
Akisi65
unregistriert


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Hallo Anaya,

Es gibt hier im gleichen Forum einen anderen Thread, der sich genau mit diesem Thema auseinandersetzt:
[U]elternforen.de[/U] » [U]Kindererziehung[/U] » [U]Wenn Kinder und Erwachsene trauern[/U] » Tier stirbt, wie dem Kind sagen
Dort haben auch einige Leute geschrieben, denen es genauso ergangen ist. Vielleicht kannst du dich an die Eine oder Andere auch direkt per IModer PN wenden.

Nehmt deine Schwester mit ihrer Trauer ernst, denn sie verliert ein Familienmitglied, ohne das sie sich den Alltag nicht vorstellen kann. So lange sie denken kann, war der Hund schließlich da.
Versucht ihr den Abschied von dem Hund zu ermöglichen und schafft ihn nicht weg, ohne dass sie es weiß - so schwer und tränenreich das dann auch sein mag. Vielleicht könnt ihr auch noch ein besonders schönes Foto von ihm machen, vielleicht mit deiner Schwester zusammen, mit dem sie sich dann so eine Art Erinnerungsecke aufbauen kann. Veilleicht könnt ich auch eine Art von Abschiedszeremonie machen.
Auf keinen Fall solltet ihr Euch sofort wieder einen Hund anschaffen als Ersatz für den alten. Jedes Tier ist einzigartig und durch nichts zu ersetzen. Deine Schwester braucht Zeit zu trauern und euer Verständnis und eure Liebe, jetzt bloss keine Ermahnungen oder Belehrungen.

Es ist schwer ein Familienmitglied zu verlieren. Und ich finde es gut dass du dich so um deine Schwester sorgst und kümmerst.
08.08.2003 10:53
Elchen
unregistriert


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Ich kann Akisi da voll zustimmen.
Ich war damals 15 oder 16,da musste unser Dackel wegen Dackellähmung eingeschläfert werden.
Ich wünschte,ich hätte jemanden wie Dich gehabt,der mir geholfen hätte,aber meine Eltern waren selber viel zu sehr mit ihrer Trauer beschäftigt.Dieser Hund war ebenfalls unser Ein und Alles.
Ich denke,es wird dauern,bis Deine Schwester drüber weg ist,denn es ist,wie akisi schon sagt,ein lang dazugehörendes Mitglied..
Ihr solltet ihr klarmachen,daß es für den Hund so wirklich das Beste ist,damit er nicht mehr leiden muss,denn sie möchte ja sicher auch nicht,daß er Schmerzen hat.....
Ich habe letztes jahr mich dazu durchgerungen,meinen Kater Pablo einschläfern zu laasen,nach dem er 10 Tage Klinikaufenthalt in einer Tierklinik hatte und sich seine Harn/Blasenbeschwerden nicht gebessert hatten.....
Ich habe fast ein Jahr gebraucht,bis ich einigermassen drüber weg war.Ich war die ganze Zeit bei ihm,auch als er starb,aber ich wollte ihn nicht alleine lassen.
Ich denke,Deine Schwester wird irgendwann drüber wegkommen,auch wenn es wirklich hart für sie ist.das sie aber eine so tolle Schwester wie Dich hat finde ich toll ,und ich hoffe,es erleichtert ihr die Situation ein klein wenig....
08.08.2003 16:15
MichaelaK MichaelaK ist weiblich
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Hallo, Anaya!

Vielleicht könntest Du es organisieren, sie kurzfristig zu besuchen. Als unser Hund in Griechenland mit 8 Jahren wg. Knochenkrebs eingeschläfert wurde, habe ich meine Lufthansa-Meilen genutzt und bin nach Griechenland geflogen, um meinen Eltern beizustehen. Auch wenn ich selbst in einer extrem schlechten Verfassung gewesen bin und immer wieder in Tränen zusammengebrochen bin (mir kommen immer noch die Tränen, wenn ich daran denke). Ich denke, es ist einfacher, wenn man zu zweit weinen bzw. trauern kann.
Noch zwei Sachen:
1. Möchtet ihr es nicht vielleicht doch mit der Operation probieren? Vielleicht klappts ja. Wenn nicht, kann sich dann auch Deine Schwester mit dem Gedanken besser zurecht kommen, dass man alles für den Hund getan hat.
2. Es gibt inzwischen auch für Hunde Rohlstühle. Lasst Euch informieren. Vielleicht wäre das auch eine Lösung.

Alles Gute
Michaela

__________________
"Was fürchtest Du, denn" fragte er sie.
"Den Käfig" sagte sie. "Immer hinter Gitter zu sitzen, bis Gewohnheit und hohes Alter jede Aussicht und selbst den Wunsch dazu, Heldetaten zu vollbringen, für immer zunichte machen". Eowyn und Aragorn, Herr der Ringe
08.08.2003 16:32 MichaelaK ist offline E-Mail an MichaelaK senden Beiträge von MichaelaK suchen Nehmen Sie MichaelaK in Ihre Freundesliste auf Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
Anaya
unregistriert


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Danke fuer eure lieben Antworten!!!
Ich habe heute mit meiner Schwester gesprochen und wir haben ueberlegt, dass wir es doch mit der Operation versuchen wollen. Wir finden, dass hat Jeanny (unser Hund) verdient, wo sie doch so lange immer treu fuer uns da war.
Nur mach ich mir leider Sorgen wegen meines Vaters dem es scheinbar mit dem einschlaefern nicht schnell genug gehen kann. Sonst hat er sich nie wirklich um Jeanny gekuemmert und auf einmal tut er so. In 12 Tagen bin ich ja wieder zu Hause und dann kann ich dafuer sorgen, dass sie zur Operation gebracht wird. Ich hoffe nur, dass sie bis dahin nicht zu sehr leidet!
08.08.2003 16:49
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