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Gesundheit, Wohlbefinden und Erfolg
   

Dabei seit: 17.08.2003
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Herkunft: Schleswig-Holstein Interessen: Bauchtanz, Lesen, Malen, Kräuter Beruf: Gesundheitsberaterin Kinder: 10 und 11 1/2 Jahre Sonstiges: Jahreszeitenfeste in Schleswig-Holstein
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Themenstarter
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Hi Elchen,
[QUOTE]...Das die Leute nicht mit Dir reden hat sicher nicht mit euch persönlich zu tun,ist es doch eher die Unsicherheit,wie sie euch gegenübertreten sollen...[/QUOTE]
Die Unsicherheit ist tatsächlich recht groß und besonders stark bei der älteren Generation vertreten.
Gerade der Tod von Kindern ist in unserem Lande ein Tabuthema.
Es ist aber auch eine Art "Selbstschutz".
In unserem Kulturkreis hat man nicht gelernt, mit der Trauer umzugehen.
Viele alte Trauerrituale, die es einmal gab, wurden abgeschafft.
Schau Dich mal bei anderne Völkern um. Manche zelebrieren den Tod richtig und damit geht es den Angehörigen dann oft besser.
[B]@Sandra: [/B]
Liebe Sandra,
es tut mir für Dich und Deine Kinder sehr leid, daß Deine Eltern so reagiert haben und Du ihnen noch nicht verzeihen kannst.
[QUOTE]" Es ist jetzt 6 Wochen her , meinst du nicht das es mal langsam gut ist mit trauern . [/QUOTE]
Ich hatte mit ähnlichen Situationen zu kämpfen.
Meine Schwiegereltern meinten hingegen, ich müsse schon gern 6 Monate lang nur schwarze Kleidung tragen. Zitat: "Das macht man so, sonst trauert man nicht richtig!"
Die Großmutter meines Mannes meinte u. a.:
"Du hast Deine Töchter ja noch gar nicht gekannt, sie waren ja erst einen Tag alt, da ist es nicht so schlimm."
Man wußte die ersten 4 Tage nicht, ob ich die Komplikationen nach dem Kaiserschnitt überlebe. - Ich dämmerte so dahin.
Deshalb meinte die Großmutter auch:
"Für Dich kann es ja nicht schlimm gewesen sein, denn Du hast ja geschlafen. Für mich war es aber schlimm, denn ich habe jede Minute mitgebangt und an meinen Sohn, der mit 6 Monaten starb, gedacht."
Solche Aussagen tun sehr weh und man glaubt, diesem Menschen könne man nie wieder begegnen. Während meiner Trauerarbeit habe ich aber viel dazugelernt und so konnte ich der sonst lieben alten Frau verzeihen noch bevor sie ein Jahr später verstarb. - Für mich war es wichtig, zu verzeihen, aber nicht zu vergessen!
Aber bis dahin ist es oft noch ein weiter Weg.
Komentare wie: "Du bist ja noch jung und kannst neue Kinder kriegen." sind wenig hilfreich, wenn ein Mensch trauert.
Vielleicht müssen wir alle erst einmal wieder lernen, wie man trauert.
Vieleicht sollten wir auch mit den älteren Menschen verständnisvoller umgehen, wenn sie aus Unsicherheit und oft auch aus eigenem Schmerz heraus, so reagieren.
Auch die Großeltern und Urgroßeltern, auch die Tanten und Onkel eines Kindes trauern. - Jeder für sich und ganz unterschiedlich.
Sie verloren ein Enkelkind, ein Patenkind...und auch ein Stück ihrer geplanten Zukunft.
Wenn es an der Zeit ist, dann kann man vielleicht den Versuch machen, mit ihnen über den Tod zu reden und sich wieder anzunähern.
Man muß ja keine großen Liebesbezeugungen machen. Aber ein kleiner Frieden sollte möglich sein, für sich selbst und für die anderen Kinder.
Lasse Dir dafür aber ruhig noch etwas Zeit.
[B]Jetzt bist erstmal Du wichtig.[/B]
Du hast noch einen langen Weg vor Dir.
Meine Gedanken sind bei Dir.
Corona
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