Erika67

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First Trimester Screening vor FU |
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Hallo Schneehase,
ich bin 36 Jahre alt und bin zur Zeit in der 10. Woche mit meinem ersten Baby nach einer vorangegangenen Fehlgeburt schwanger.
Von der Ärztin wurde ich wegen 35+ auch als Risikoschwangere eingestuft und auf die möglichen Untersuchungen wie Chorionzottenbiospie, Amniozentese (FU) und Triple Test hingewiesen.
Wegen der vorangegangenen Fehlgeburt schied für mich die Chorionzottenbiopsie aus, weil dabei das Fehlgeburtrisiko noch höher als bei der FU ist.
Ich muss aber gestehen, dass ich nicht einfach dem Glück vertrauen, sondern gerne vorher über eine mögliche Behinderung wie Down Bescheid wissen möchte.
Ich bin (noch) nicht sicher, wie ich bei einem "schlechten" Ergebnis reagieren werde, aber zumindest hätte ich die Möglichkeit, mich auf die erschwerte Situation einzustellen.
Da in der Familie meines Bruders ein schwerstbehindertes Kind lebt und ich auch in der Vergangenheit darüber hinaus viele Kontakte mit Behinderten hatte, bin ich nicht sicher, ob ich ein schwerstbehindertes Kind wirklich austragen wollte.
In unserer Familie sehe ich, wie stark die Behinderung des Kindes die ganze Familie und auch die Partnerschaft belastet.
Natürlich macht auch ein behindertes Kind viel Freude, das möchte ich gar nicht abstreiten, aber es ist ein Fakt, dass es andere Betreuung braucht und die Familie/Partnerschaft vor andere Herausforderungen stellt.
Ich denke, dass die Entscheidung daher immer sehr individuell sein muss. Die Frauen, die sich gegen ein behindertes Kind entscheiden, melden sich scheinbar nicht in Foren dieser Art. Dabei entscheiden sich wohl 90 % der Frauen, die eine Down-Schwangerschaft diagnostiziert bekommen, gegen das Kind. Leider habe ich noch nichts von diesen Frauen in den Foren gelesen. Vielleicht auch, weil dann meistens direkt wilde Beschimpfungs-Beiträge von anderen folgen. Aber Leute, das ist immer eine persönliche Entscheidung, die sich sicher keiner leicht macht.
Ich habe Respekt vor der individuellen Entscheidung einer jeden Frau, egal ob sie sich für oder gegen ein behindertes Kind entscheidet. So oder so ist das nicht einfach.
Nach dieser langen Vorrede aber nun zu dem eigentlichen Tipp für Dich, Schneehase:
In der Frühschwangerschaft (etwa von 11. bis 14 SSW) gibt es die Möglichkeit eines First Trimester Screenings, das die Ergebnisse der Messung der Nackentransparenz (per Ultraschall), zwei Blutwerte (PAPP-A und freies beta-HCG) und das Alter der Mutter berücksichtigt, um das Risiko einer Behinderung besser abzuschätzen. Ist allerdings keine Kassenleistung, so dass man dafür selbst bezahlen muss (150-180 €).
Verringert das Ergebnis dieses Tests das Risiko einer Behinderung, so kann man sich sicher leichter gegen eine FU entscheiden und sich trotzdem während der Schwangerschaft einigermaßen beruhigt fühlen.
Man erhält über das First Trimester Screening allerdings keine 100 %-ige Gewissheit, sondern wie gesagt eine verbesserte Risikoanalyse. Laut FMF (Fetale Medicine Foundation Deutschland) können etwa 90 % der Trisomie 21-Schwangerschaften als Risikogruppe mit diesem Test definiert werden.
Nachdem, was ich gelesen habe, sollen die Ergebnisse besser als beim Triple Test und außerdem ja auch viel früher möglich sein.
Vielleicht sprichst Du darüber mal mit Deinem Arzt. Von Deinem Geburtstermin her sollte das ja zeitlich genau passen.
Ein paar Infos zum Erstsemesterscreening findest Du übrigens auch unter
[URL]http://www.fmf-deutschland.info[/URL]
Viele Grüße,
Erika
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