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B69P
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Zunge raus!

Bernd's Blog...

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Ich glaube im Leben wird es immer Tage geben, wo man sich die Frage stellt, wie soll es weiter gehen und wie wird man es anstellen müssen, Dinge im Leben, für einem persönlich zu erreichen. Wenn dann noch negative Einflüsse Einzug gehalten haben, die es einem sehr schwer machen, klar zu denken und auch klare Entscheidungen zu treffen, ist es nicht immer einfach…

Jeder Mensch ist unterschiedlich belastbar und der Eine verkraftet so manchen Schicksalsschlag recht gut und dem Anderen zieht es regelrecht den Boden unter den Beinen weg. Doch eines sollte man sich immer vor Augen halten, dass Leben geht irgendwie immer weiter und so mancher Schicksalsschlag hat ein umdenken im Leben zu Folge gehabt oder man hat an Lebenserfahrung dazu gewonnen und ich glaube auch, wenn man schon alt und grau geworden ist, so wird es Dinge geben die man noch lernen kann…

Man muss nicht an Gott glauben wollen oder irgendeiner Religion angehörig sein, doch wenn es einem schlecht geht sucht man wohl auch manchmal die Unterstützung einer höheren Kraft. Viele Menschen gehen in die Kirche und beten zu Gott wenn es ihnen schlecht geht. Nur die wenigsten bedanken sich bei ihm, weil es ihnen eigentlich recht gut geht. "Gott warum ausgerechnet ich!" wird er wohl viele Male am Tag hören. Doch dies sagt man wohl so, weil einen die Situation regelrecht überfordert, die gerade ins Leben eingebrochen ist. Doch Gott ist meiner Meinung nicht immer nur für die negativen Einflüsse im Leben eines Menschen verantwortlich zu machen…

Ich möchte hier auch nicht groß über Gott reden, weil es jedem Menschen auf dieser Welt selber überlassen ist an ihn zu glauben oder halt nicht. Mir geht es in erster Linie darum, ein wenig über das zu schreiben, was mich belastet, was mich erfreut und was nach meiner Meinung wichtig ist, es anderen Menschen, lieben Menschen zu erzählen. Ich hier möchte ich betonen, dass meine persönlichen Gefühle und Gedanken sind, die müssen nicht zwangsläufig mit anderen konform gehen. Doch in gewisser Weise ist es für mich das Ventil zu meinem Leben und wenn es Menschen gibt die dadurch etwas gelernt haben oder eine andere Sichtweise gezeigt bekommen haben, so freut es mich vom ganzen Herzen…
19.03.2007 16:14
B69P
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traurig

Mein Vater...

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Mein Vater liegt zurzeit im Krankenhaus, da er Lungenkrebs hat. Er hat einen Golfball großen Tumor im unteren, rechten Lungenlappen. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass er schon über 50ig Jahre raucht, doch ich möchte es ihm nicht zum Vorwurf machen. Manchmal muss erst was Schlimmes passieren, dass wir Menschen zu Vernunft kommen. Doch warum ist das bloß so??? Wohl auch, weil wir das eigenen Leben mitunter nicht zu schätzen wissen…

Ich bin nicht der Mensch, der mit dem Finger auf andere Zeigt und sagt: "Das habe ich doch immer gewusst, das musste ja mal irgendwann so kommen!" Weil ich bestimmt auch viele Dinge in meinem Leben gemacht habe, die für andere Menschen nicht so recht nachvollziehbar gewesen sind. Doch als ich sie gemacht habe, war ich überzeugt davon, das Richtige getan zu haben. Nun bringen diese Vorwürfe im Nachhinein meinen Vater nicht wirklich weiter…

Ich weiß auch nicht warum ich in der momentanen Situation so ruhig bin und vielleicht so emotionslos reagiere. Doch ich werde nicht so überrealistisch sein und damit könnte meine Familie ein Problem haben oder bekommen. Natürlich ist es mein Vater und ich liebe ihn, doch ich möchte mir auch nichts vorlügen, weil die bevorstehende Operation sehr hart für ihn werden wird. Doch es bringt auch meinen Vater nicht weiter, wenn ich wie ein Häufchen Elend in der Ecke sitze und versuche zu ergründen, was um Himmels Willen alles in der Vergangenheit verkehrt gelaufen ist…

Die letzten Tage waren sehr entspannt für mich und ich habe versucht ihn zu motivieren. Negative Gedanken hatten da kein Platz und ich glaube man kann einem Menschen auf verschiedenen Wegen mitteilen was er machen sollte und was nicht. Meine Mutter zum Beispiel hat ihm vorgeworfen, dass er nicht genug trinken würde, darauf hat er natürlich sehr gereizt reagiert. Später, auf der Heimfahrt, im Auto habe ich ihr gesagt, dass sie ihn doch hätte motivieren sollen mehr zu trinken und zwar mit Lob, zu dem was er schon geschafft hat und mit Motivation am nächsten Tag noch ein wenig mehr zu trinken. Dies gilt natürlich auch für das Treppenlaufen und die Übungen um das Lungenvolumen zu steigern. Da hat er es nämlich geschafft sich von Tag zu Tag zu steigern…

Natürlich gehen einem die Gedanken durch den Kopf, dass der gerade eben vollzogene Besuch der letzte gewesen sein könnte. Doch ich versuche gerade diese negativen Gedanken erst gar nicht aufkommen zu lassen. In den Unterhaltungen mit meiner Schwester und meiner Mutter hingegen ist viel Aufbauarbeit erforderlich, weil die durch jede negative Unterhaltung mit den Ärzten tiefer sinken und momentan eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchleben. Tagtäglich gibt es diese Hochs und Tiefs und es ist für sie sehr schwierig einen gesunden Mittelweg zu finden. Ich bin der Meinung schaffst Du es nicht, so wirst Du irgendwann daran kaputt gehen…

Nun heißt es für uns abwarten und hoffen. Nun kann man es nicht mehr beeinflussen. Sollte die Operation aber gut verlaufen so wird noch sehr viel Arbeit vor uns liegen. Die es gemeinsam gilt zu bewältigen. Gemeinsam werden wir stark sein und ich glaube, das macht auch die Familie aus, egal was passiert man ist niemals alleine. Ich wünsche noch einen schönen Tag und viel Kraft, auch mal einen steinigen Weg zu beschreiten…
19.03.2007 16:16
B69P
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großes Grinsen

loslassen schwer gemacht...

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Wer kennt das nicht, die eigenen Kinder werden immer größer und da wird von Zeit zu Zeit der Wunsch nach mehr Freiraum, mehr Unabhängigkeit und Selbstfindung von ihnen eingefordert. Bei uns ist es nun mal wieder so weit. Ann-Katrin (7) möchte nicht mehr in die Schule gebracht werden.

"Warum kann ich nicht mit den anderen Mädchen aus meiner Klasse dort hin laufen???"

Sie wird sogar schon deswegen von ihren Freundinnen aufgezogen, weil die schon seit ein paar Wochen alleine zur Schule laufen. Die Tatsache, dass die Kinder im letzten Jahr erst eingeschult worden sind und es in den Wintermonaten früh morgens auch noch dunkel ist, lass ich mal dahingestellt sein…

Ich glaube mir fällt es im Moment sehr schwer los zu lassen. Ich liebe meine Tochter über alles, sie ist mein Sonnenschein am Tag und mein kleiner Stern in der Nacht. Bei dem, was man jeden Tag so hört und ließt ist es für mich sehr schwer ihr diesen Freiraum zu geben. Doch möchte ich nicht, dass sie sich in ihrer Entwicklung gebremst fühlt, nur weil Mama und Papa so übervorsichtig sind. Es ist natürlich für mich ein Lernprozess und ich habe versucht die Entscheidung so lange es irgendwie möglich war herauszuzögern…

Nun ist es soweit, seit dieser Woche geht sie mit drei Schulkameradinnen, aus ihrer Klasse zusammen in die Schule. Sie ist so stolz und ich merke zum Einen wie schnell doch die Zeit vergeht und zum Anderen wie alt ich doch geworden bin. Genau auf den Tag ihrer Einschulung, vor 30ig Jahren war meine Einschulung, in der selben Schule. Meine Mutter war so nett und hat mir ein Schulbild von damals gezeigt…

Ja, sie ist nicht mehr meine kleine Maus, die noch auf meiner Brust liegend ihren Mittagsschlaf gehalten hat. Wenn sie angerannt kommt und ich sie hoch hebe merke ich auch, dass diese Zeiten irgendwann mal zu ende sind, weil der Rücken nicht mehr so mitspielen wird. Ich glaube manchmal, dass viele Väter, die von der Familie getrennt leben und den Kontakt zu ihren Kindern nicht haben wollen, wirklich etwas ganz entscheidendes in ihrem Leben verpassen und zwar die Entwicklung des eigenen Kindes…

Die ersten Schritte, die ersten Worte und die Tatsache, dass die Kinder jeden Tag einen weiteren Schritt nach vorne in ihrer Entwicklung machen. Eines möchte ich zum Schluss noch schreiben, was ich total süß fand und mich irgendwie glücklich gemacht hat. Ann-Katrin hat in ein Freundschaftsbuch folgendes unter dem Punkt "Vom wem bist Du der größte Fan" geschrieben:

Lukas Podolski (Fußballspieler beim FC Bayern München, Nationalspieler)

Pascal Hens (Handballspieler beim HSV Hamburg, Nationalspieler und Handballweltmeister)

Papa
21.03.2007 12:52
B69P
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traurig

Migräneschmerzen...

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Ab und an habe ich extreme Migräneattacken, die fangen mit einem leichten ziehen in der linken Schläfenhälfte an und werden im laufe des Tages immer schlimmer. Wir haben schon sehr viel ausprobiert, mein Arzt und ich aber nichts hat wirklich was gebracht. Selbst Tabletten, wo zwei Stück über Hundert Euro kosten, haben nicht den gewünschten Erfolg gehabt…

Am ersten Tag sind es sehr starke Migräneschmerzen, am nächsten dann starke Kopfschmerzen und am dritten Tag Kopfschmerzen. Im Grunde weiß ich selber nicht wo diese Attacken ihren Ursprung haben, weil das EEG und dann die Ultraschalluntersuchung der Halsschlagader nichts negatives gezeigt hat…

Wobei man sagen muss, dass es Menschen gibt die viel schlimmer als ich dran sind. Die übergeben sich und können nichts mehr machen. Ich brauche eigentlich nur Ruhe, ein dunklen Raum und keinerlei körperliche Anstrengung, sonst pocht es im Kopf so stark, dass mir schwindelig wird…

Ich setzte nun meine ganze Hoffnung in eine Akupunkturbehandlung und habe nun in den nächsten Wochen insgesamt 5 Termine. Leider bezahlen die Krankenkassen diese Leistung seit dem 01.01.2007 nicht mehr, hätte mich auch schwer gewundert wenn es anders gewesen wäre. Doch was macht man nicht alles für die Gesundheit…

Ich werde auf alle Fälle berichten, wie es war und vielleicht kann der Eine oder Andere diese Behandlung, seiner Kopfschmerzen/Migräne, für sich zur Linderung der Schmerzen übernehmen. Wie gesagt die vielen Tabletten die ich schon geschluckt habe waren nicht so wirksam und man sollte versuchen so wenig wie möglich Pillen in sich rein zu stopfen…
22.03.2007 10:02
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RE: Migräneschmerzen...

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Hallo Bernd,

mein Mann leidet auch unter Migräne, seit der frühesten Kindheit. Wir spekulieren, dass es mit der frühen Scheidung seiner Eltern zusammenhängt (er war zwei, hatte ab da keinen Kontakt mehr zur Mutter, gewalttätiger Vater, dominante Großmutter, später Kinderheim etc.). Ihm helfen bei schwerden Anfällen auch nur dunkles Zimmer, Ruhe etc. Unter den Medikamenten hilft ihm als einziges das Dolormin Migräne als Granulat. Aber er hat auch die Akupunktur probiert, und zwar mit riesigem Erfolg:

Vor ca. acht Jahren war die Migräne so schlimm, dass sie wie auf Knopfdruck JEDES Wochenende kam. Dann hat er sich nach Akupunktur erkundigt. Bei der ersten Sitzung war er noch sehr skeptisch. Dann ist ihm die Ärztin mit einem Magneten über den Körper gefahren, hat an gewissen Punkten gestoppt und gesagt: "Sie hatten als Kind mal das und das, Sie hatten schon mal das und das..." und immer so weiter. Alles stimmte, ohne dass die Ärztin ihn kannte!! Von da ab hat er gesagt: "Ich probier's mal mit der Akupunktur."

Nach dem ersten Block (ich weiß nicht mehr, wie viele Sitzungen das waren) kam die Migrände (so richtig stark) nur noch ca. einmal im Monat. Bei leichteren Anfällen Dolormin.

Mein Mann wusste von vornherein, dass er ca. drei bis vier Jahre später wieder einen Block Akupunktur braucht. Dass hat er dann auch gespürt, weil zum Schluss die Migräneanfälle wieder häufiger kamen. Also den nächsten Block Akupunktur, und jetzt hat er wieder so gut wie Ruhe. Ab und an mal ein leichter Anflug, und dann nimmt er sofort sein Dolormin. Hilft nicht immer, aber meistens.

Ich kann Dir daher die Akupunktur voll empfehlen. Wird sie generell nicht mehr von den Kassen bezahlt oder nur von Deiner nicht mehr? Wir hatten bisher Glück, aber wie gesagt, ist schon wieder einige Jahre her.

Kleiner Tip noch: An manchen Stellen sind die Stiche unangenehm (z.B. in den Bauchmuskel). Die Ärztin soll Bescheid sagen, wenn sie sticht. Dann entweder tief ein- oder ausatmen (bitte die Ärztin fragen, eins von beiden ist richtig, hab ich vergessen) und es ist weniger schmerzhaft.

Alles Gute Dir und berichte bitte, wie's war Daumen drück

__________________
RASselbande
22.03.2007 10:42 RASselbande ist offline Beiträge von RASselbande suchen Nehmen Sie RASselbande in Ihre Freundesliste auf Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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großes Grinsen

Freundschaften...

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Meinen besten Freund, Trauzeugen und Kumpel kenne ich nun schon seit über 30ig Jahren und wir haben schon so viel zusammen erlebt. Ich bilde mir nichts auf die lange Zeit ein, weil es im Grunde egal ist wie lange man sich schon kennt. Nein, er ist für mich da und ich für ihn. Wenn wir uns brauchen wird jeder Zeit für den anderen haben, wir kennen uns in und auswendig. Er zählt zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben und wir können über alles reden…

Leider sind heutzutage solche Freundschaften eher seltener geworden, wohl auch weil keiner mehr groß viel Zeit investieren möchte. Freunde zu haben heißt Freundschaften pflegen und das ist nicht jeder bereit so intensiv zu machen. Ich kann nur von Männerfreundschaften reden, da ich ja selber einer bin, doch bei Frauen ist es sehr selten, dass ein Freundschaft längere Zeit anhält. Da zickt man sich mit der Zeit an oder Dinge werden nicht angesprochen oder bis zum Ende ausdiskutiert. Der Kontakt wird nicht mehr gesucht, weil die Andere sich ja auch mal melden kann. Sorry, aber für mich zeigt eine Freundschaft, die lange Jahre anhält, dass man auch mal bereit ist die Wahrheit gesagt zu bekommen ohne gleich alles persönlich zu nehmen und den Kontakt abzubrechen, weil man sich angegriffen fühlt…

Mir ist es zum Beispiel egal, wer zu letzt angerufen hat. Wenn ich Lust habe mich zu melden dann rufe ich ihn an. Wenn er beruflich eingebunden ist und ein bevorstehendes Treffen zum dritten Mal, aus zeitlichen Gründen nicht einhalten kann, so nehme ich es nicht persönlich und freue mich auf den nächsten Versuch. Wir haben schon sehr oft miteinander gestritten, er fühlte sich missverstanden und ich war sauer auf ihn, doch wir haben darüber geredet und es hat uns noch enger aneinander geschweißt. Ich liebe ihn als Menschen und lege großen Wert auf seine Meinung…

Ich möchte nur sagen, dass wenn einem eine Freundschaft wichtig ist, so sollte man sich melden und den Kontakt suchen, auch wenn diese Person gesagt hat. "Ich ruf Dich an!" Es gibt immer einen Grund dafür und wir sind doch alle nur Menschen. Man sollte eine Freundschaft nicht an Dingen messen wie zum Beispiel, dass diese Person für einen da ist wenn man nachts irgendwo steht und nicht mehr weiter weiß. Sondern eher an den Gesprächen die man miteinander hat. Es werden nicht nur Worte fallen die einem gefallen und eine richtige Freundschaft muss das ab können…

Meine Frau zum Beispiel fragt mich nicht mehr über was wir uns so unterhalten haben. Wenn ich was erzähle ist es gut und der Rest ist Vertrauen. Vertrauen von meinem Freund mir Dinge sagen zu können ohne das ich sie gleich weiter erzähle und das Vertrauen meiner Frau, dass ich keine unanständigen Sachen mache. Eine gute Freundin von uns hat mal gesagt, dass sie meinen Freund sehr gut kennen und einschätzen könnte, doch sie weiß nichts, rein garnichts über ihn, weil er sich nicht gegenüber anderen öffnet…

Menschen die sich öffnen und sich mit tiefsitzenden Problemen an andere wenden sind sehr verletzbar. Man sollte immer sehr vorsichtig damit umgehen und anvertraute Dinge sollten immer bei dem Erzähler und dem Zuhörer bleiben. Sonst geht dieses kostbare Gut "Vertrauen" irgendwann kaputt und die Freundschaft wird am Ende nur sehr oberflächlich sein…

Danke Alexander, dass es Dich gibt... mal drücken
23.03.2007 10:09
B69P
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Typ-1-Diabetes

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Bei diesem Krankheitstyp zerstört das körpereigene Immunsystem selbst im Rahmen einer Entzündungsreaktion die insulinproduzierenden Betazellen in der Bauchspeicheldrüse. Diese Entzündungsreaktion setzt wahrscheinlich bereits in frühester Kindheit ein. Die daraus folgende Zerstörung der insulinproduzierenden Betazellen führt nach und nach zu einem zunehmenden Insulinmangel. Erst wenn ca. 80-90 Prozent der Beta-Zellen zerstört sind, manifestiert sich ein Typ-1-Diabetes. In der Anfangsphase der Erkrankung ist also durchaus noch eine kleine Insulinrestproduktion vorhanden.

Ganz typisch für den Typ-1-Diabetes ist die ausgeprägte Gewichtsabnahme innerhalb kürzester Zeit, verbunden mit Austrocknung (Exsikkose), ständigem Durstgefühl, häufigem Wasserlassen und gelegentlich auch Bauchschmerzen. Allgemeine Symptome wie Müdigkeit und Kraftlosigkeit, Sehstörungen und Konzentrationsstörungen kommen hinzu. Kopfschmerzen sind auch nicht ungewöhnlich.

Beim Typ-1-Diabetes muss das fehlende Hormon Insulin künstlich in Form von Insulinpräparaten zugeführt werden…

Bei mir hat dies im alter von 5 Jahren angefangen. Ich habe sehr viel getrunken und bin ebenso häufig auf Toilette gerannt. Zum Schluss sogar mehrmals in der Nacht. Bei einem Test beim Arzt (Glukose-Toleranztest), wurde dann die Zuckerkrankheit festgestellt und ich bin umgehend in die Kinderklinik überwiesen worden, um dort die Einstellung vorzunehmen zu lassen…

Es war für mich nicht einfach, als kleiner Junge, ohne Familie, dort eine lange Zeit zu verbringen. Auch wenn die Eltern mich jeden Tag besuchen kamen, so war die Zeit für mich sehr schlimm. Unter anderem waren in dieser Klinik schwerstkranke Kinder untergebracht und in der Zeit die ich dort war sind einige an den Folgen ihrer Krankheit gestorben…

Ich wurde nach dem damalig üblichen Konventionellen Insulintherapie (CT) behandelt. Bei dieser Therapieform wird zu festgesetzten Zeiten eine bestimmte Menge Mischinsulin gespritzt. Diese CT gilt bei Typ-1-Diabetikern als obsolet, wird aber immer noch von einigen Ärzten verordnet. Dies bereitete mir große Probleme, weil die Einschränkungen sehr schwer waren. Gerade als junger Mensch, der die Welt entdecken wollte und dies so nicht konnte, weil immer zu bestimmten Zeiten das Essen oder Insulin eingenommen werden musste…

Irgendwann kam dann die Zeit, wo ich es nicht akzeptieren konnte so ein strenges Leben zu führen. Zwar haben meine Eltern versuchet mir im Wechsel für mich und meine Entwicklung wichtig Lebensmittel zu geben, doch ich musste immer meinen Teller aufessen. Mitunter habe ich 1 1/2 Stunden am Mittagstisch verbracht. Das Essen wurde dann auch einer Warmhalteplatte serviert…

Ich konnte einfach nicht akzeptieren so weiter zu Leben. Die Krankheit wurde mir zu Last und die Kinder in meinem Alter konnten machen was sie wollten. Die Lebensqualität nahm ab und ich achtete nicht mehr auf mich und meine Verantwortung die mir durch die Krankheit auferlegt wurde. Ich war jung und wollte leben, da war es egal ob die Schokolade oder das Eis nicht für Diabetiker bestimmt gewesen ist. Der Essensplan wurde nur noch zu Hause eingehalten und wenn ich ein Mal im Monat zur Blutzuckerkontrolle musste, wurden die Werte von mir durch vorheriges Laufen im Wald manipuliert. Der Arzt sagte dann immer "Bernd, mach weiter so es ist alles in Ordnung". Ich habe mich zu dieser Zeit selber belogen und bin ziemlich heftig mit meinem Körper umgegangen…

Dann kam die Zeit wo ich regelmäßig mit dem Notarzt in die Klinik gefahren wurde oder der Notarzt mich zu Hause aus der Unterzuckerung geholt hat. Dieses Gefühl wieder in die reale Welt geholt zu werden ist nicht beschreibbar und ich wünsche jedem Diabetiker diese Erfahrung niemals erleben zu müssen. Es wurde Zeit für eine Kur, die ich dann auch machen wollte um mein Leben wieder in den Griff zu bekommen…

In der Klinik wurde ich dann auf die Funktionelle Insulintherapie (FIT) eingestellt. Diese Therapieform ist eine gute, dem Diabetiker auf größtmögliche Selbstständigkeit stützende Therapie-Variante nach Kinga Howorka (Österreich). Zwar gibt es dort Unterschiede im Vergleich zu in Deutschland angewandten Erkenntnissen (z. B. fehlten im Oktober 2002 noch die tageszeitabhängigen BE-Faktoren), sie ist aber die konsequenteste und einfachste Methode, um Diabetes zumindest tendenziell berechnen zu können, um daraus wirksame Schlüsse für den nächsten Tag ziehen zu können. Dies entspricht der heutzutage angewendeten Intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT) Die intensivierte Insulintherapie (Basis-Bolus-Therapie) wird grundsätzlich bei Typ-1-Diabetikern angewandt. Sie besteht aus einer Zwei-Spritzen-Therapie, d. h. einerseits wird schnell wirksames Insulin zu den Mahlzeiten gespritzt (Bolus); andererseits braucht der Körper, unabhängig von den zugeführten Kohlenhydraten, eine Grundversorgung mit Insulin, die mit Verzögerungsinsulin gewährleistet wird (Basis). Dieses Basis-Bolus-Prinzip adaptiert die Insulinsekretion des gesunden Pankreas. Das Basisinsulin wird je nach Art ein- bis dreimal am Tag gespritzt; das Bolusinsulin zu den Mahlzeiten…

Durch die neuen Erfahrungen in der Klinik habe ich dann auch gemerkt, dass die Krankheit mit mir leben muss und nicht ich mit ihr. Ich bestimme wann ich was esse, was ich esse und wie viel ich essen möchte. Ich habe gelernt, dass ich das alles nur für mich mache und mein Arzt nur Hilfestellung geben kann. Sind die Werte schlecht, so schade ich nur mir. Lebe ich nicht in der Verantwortung für meinen Körper, so geht es mir nur schlecht und nicht dem Arzt oder meiner Familie. Der Gedanke, nur weil man jung ist wird mir schon nichts passieren wurde sehr schnell und ganz weit weg von mir geschoben…

Die Forschung geht immer weiter und wenn ich nun die über 30ig Jahre zurückdenke, so ist sehr viel für uns Diabetiker gemacht worden. Die Blutzuckertestgeräte sind so kein wie ein Handy geworden und die so genannten Insulin-Pen's sind so groß wie ein Kugelschreiber. Ich bin dadurch sehr flexibel und ungebundener geworden Die Lebensqualität hat deutlich zugenommen und ich kann im Grunde ganz normal leben. Der regelmäßige Gang zum Arzt wird aber dennoch gemacht um mit ihm die Werte und weitere Behandlung zu besprechen…

In dem Zusammenhang ist es sehr wichtig einen Facharzt, in so genannten Schwerpunkpraxen aufzusuchen. Er ist geschulter und hat viel mehr Möglichkeiten als der Allgemeinarzt, der Patienten mit Typ-1-Diabetes nur nebenbei mitbehandelt. Auf alle Fälle sind Schulungen sehr wichtig, die sollten regelmäßig besucht werden weil sich in 2 Jahren sehr viel verändert…

Ich habe seit Jahren die Testgeräte einer namhaften Firma, aus Mannheim. Der Kundenservice ist sehr freundlich und in der Regel bekommt man ein Testgerät kostenlos zur Verfügung gestellt und darf es behalten, wenn man sich die Zeit nimmt einen Fragebogen auszufüllen. Die Firmen, die diese Testgeräte herstellen, verdienen im Grunde nichts an den Testgeräten. Der Hauptumsatz wird durch den Verkauf der Teststreifen gemacht…

Auch bei den Insulinen gibt es viele verschiedene Hersteller und man sollte versuchen, sich vorher zu erkundigen welche Insuline für einen persönlich am besten sind. Der Diabetiker sollte aber immer das letzte Wort haben, ein bestimmtes Insulin nutzen zu können. Es gibt aber leider auch Ärzte, die Kopfprämien von den Firmen bekommen, wenn sie nur von denen hergestellte Insuline verschreiben. In den meisten Fällen wird, bei der Ersteinstellung im Krankenhaus, für den Patienten, das richtige Insulin gefunden…

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass man als junger Mensch nicht groß an die Zukunft denkt und sich keinerlei Gedanken um Folgeerkrankungen wie zum Beispiel, die Schädigung der kleinen Blutgefäße (Mikroangiopathie), Periphere Nervenschädigung (Neuritis diabetica, Polyneuropathie), Diabetisches Fußsyndrom, die Schädigung der Netzhaut (Retinopathie), Nierenschädigung (Nephropathie), ein zu hohen Blutdruck (Hypertonie), die Schädigung der großen Blutgefäße (Makroangiopathie) und Mund- und Zahnfleischprobleme macht. Dies muss aber nicht zwangsläufig so sein, wenn man sich an die Spielregeln hält. Jeder Diabetiker ist für sich selber verantwortlich und auch wenn man, wie in meinem Fall, schon über 30ig Jahre diese Stoffwechselkrankheit hat, wurde bei mir noch keine Folgeerkrankung festgestellt…
29.03.2007 12:52
B69P
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traurig

Mein Vater II...

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Nun sind ein paar Wochen und Tage vergangen und die Strahlenbehandlung läuft seit knapp zwei Wochen. Die Bestrahlung an sich bereitet keine großen Probleme, doch er trinkt viel zu wenig und essen fällt ihm schwer. Leider hat er es in der Vergangenheit tunlichst vermieden, einen Zahnarzt zu besuchen und so wie es scheint, ist er nicht mehr in der Lage richtig zu kauen bzw. feste Nahrung zu sich zu nehmen. Kleine Stumpen sind nur noch vorhanden und die oberen Schneidezähne sind wohl nicht mehr vorhanden…

Er wurde zwar operiert und das Lymphknotensystem in der Nähe der Lunge entfernt, doch leider ist der Tumor mit der Hauptschlagader verschmolzen und kann nur durch gezielte Bestrahlung zerstört werden. Er liegt nun in einem anderen Krankenhaus und wird in Abständen von 2 Tagen bestrahlt. Doch leider hat er ca. 15kg Untergewicht und wird mit ständigen Infusionen behandelt…

Mitunter deprimiert es mich schon, dass ich nichts dagegen gemacht habe. Ist es nicht ein wenig meine Aufgabe einem Menschen den man liebt auch Dinge zu sagen, die ihm nicht gefallen und ihm auch mal kritisch Fragen zu stellen um Reaktionen zum Nachdenken auszulösen??? Sollte man nicht versuchen ein wenig Einfluss zu nehmen ohne gleich mit dem erhobenen Zeigefinger auf andere los zu gehen??? Doch wie gesagt, es sind keine Vorwürfe. Ich möchte auch nicht meine untätigen Hände rein waschen, weil kein Mensch auf dieser Welt mir diese Verantwortung abnehmen könnte…

Wie sieht so ein Besuch nun aus??? Meine Mutter spult immer ihre Führsorgeschiene ab, obwohl ich ihr mal gesagt habe, dass sie mit gezielter Motivation viel weiter kommt. Doch leider vergisst sie dies sobald sie im Krankenzimmer ist. "Du trinkst zu wenig und gegessen hast Du auch nichts, wo soll das noch hin führen?" Das dies meinen Vater auf die Palme bringt ist ein Tatsache und spätesten beim dritten Mal gemaule von ihm, würde ich umdenken und ein andere Taktik fahren. Nach jedem Besuch ist Mutter durch den Wind und ich versuche sie emotional wieder ins Gleichgewicht zu bringen…

Natürlich habe ich mich im Internet etwas gebildet und Informationen gefunden, was noch alles auf die Familie zukommen kann. Ein durchschnittlich gewachsener Mensch, der diesen Tumor in sich trägt, hat eine 10% Chance die nächste 5 Jahre zu überleben, wenn die Bestrahlung positiv verläuft. Doch diese Informationen gebe ich an die Familie nicht weiter, weil ich nicht glaube, dass sie in der Lage sind damit umzugehen. Diese Gedanken schiebe ich ganz weit weg von mir, wenn ich beim Vater im Krankenhaus bin…

Ich bin mir nun nicht mehr so sicher ob meine Einstellung "realistisch" oder "pessimistisch" ist??? Natürlich hoffe ich, dass nach überstandener Bestrahlung mein Vater wieder nach Hause kommt und wir die Möglichkeit bekommen noch viele schöne Tage zu verbringen. Doch in seinem Zustand, der sich von Tag zu Tag ändert ist es sehr schwer zu glauben, dass er überhaupt nochmals nach Hause kommt und wie immer ist man selber so hilflos und klein, weil man nichts machen kann…
16.04.2007 13:07
Sassenach Sassenach ist weiblich
sehr traurig...


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Ich kann deine Gefühle sehr gut nachempfinden. tröst
Geniesse die Zeit mit deinem Vater...

__________________
in memory of Marion22 *heul*

Ganz leise ohne ein Wort, gingst du für immer von uns fort. Es ist so schwer dies zu verstehen, doch einst werden wir uns wiedersehen.

16.04.2007 13:15 Sassenach ist offline Homepage von Sassenach Beiträge von Sassenach suchen Nehmen Sie Sassenach in Ihre Freundesliste auf Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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für alle Engelskinder...

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Ich selber bin nicht betroffen, werde mich wohl auch niemals in die Gefühlswelt derer hineinversetzen können, die es betrifft solange ich selber diese Erfahrung nicht machen musste. Doch mir wurde durch die Nachricht wieder mal ganz klar vor Augen gehalten, wie schnell man als Mama und Papa davon betroffen sein kann…

Bekannte von uns haben zwei Kinder. Der Sohn (4 Jahre) hat vor ein paar Tagen über starke Bauchschmerzen geklagt. Nach der Untersuchung im Krankenhaus, stellte man fest, dass er einen 15cm großen Tumor hat. Der Bauchraum wurde geöffnet und gleich wieder geschlossen, weil es nicht möglich ist, diesen Tumor zu entfernen. Nun werden weitere Behandlungsmöglichkeiten mit den Ärzten besprochen und wie es genau weiter geht weiß irgendwie keiner so recht…

Die Eltern selber sprechen von Unheilbar und haben die Möglichkeit in Betracht gezogen, das der Kleine nicht mehr lange zu leben hat. Die Situation ist nicht einfach und als Person, in unmittelbarer Umgeben, ist es sehr schwer einen Umgang zu finden, der nicht aufdringlich wirkt und der Familie nicht den Anschein gibt, dass man evtl. versucht sie um jeden Preis abzulenken. Wie soll man bloß die ganze Sache für sich händeln, wo man im Grunde keine Lösung bieten kann. Mag wohl sein, dass man für diese Menschen da sein möchte, doch es stellt sich die Frage wie man es umsetzen kann…

Viele werde sich wohl in solch einer Situation von den Betroffenen abwenden oder abwarten wie sich das Ganze entwickelt. Die eigenen Ohnmacht, nicht zu wissen wie man Helfen kann, wird viele davor abschrecken für die anderen da zu sein. Ich selber bin ein Mensch, der die Fakten zusammen rechnet um dann auf Menschen zu zugehen, um Hilfe leisten zu können. Natürlich immer mit sehr viel Respekt vor den Gefühlen der betroffenen Menschen…

Ich glaube, all diese betroffenen Eltern würden gerne tauschen wollen, wenn sie sehen wie wir selber, das eine oder andere Mal mit unseren Kindern umgehen. Es wird sich keiner von uns freisprechen können, immer den richtigen Ton zu treffen und dem Anlass angemessen zu reagieren. Ich selber habe mich schon oft ertappt, dass wenn ich reagiert habe, es im Grunde wohl zu hart gewesen ist...

Desweiteren sollte man es mehr zu schätzen wissen, wie gut es einem im Grunde geht und wie glücklich es uns mit unseren Kinder geht. Für uns könnte dieses Selbstverständnis zur Gefahr werden, weil wir viele Dinge als selbstverständlich hin nehmen und uns weiter nicht groß Gedanken machen, die Augenblicke mehr zu schätzen, das ganze Leben mehr zu schätzen…

Ich für meinen Teil werde aus dieser Erfahrung versuchen, noch mehr die Zeit mit meiner Tochter zu genießen. Ihr noch mehr zeigen, was sie mir bedeutet und wie lieb ich sie habe. Gott danke ich dafür, das es uns eigentlich sehr gut geht und wir immer die Möglichkeiten haben etwas zu verändern bzw. Hilfe von anderen zu bekommen, wenn wir sie brauchen. Ich liebe das Leben und werde immer für die Menschen da sein, die meine Hilfe brauchen und wollen…

Ich möchte nun für ein paar Augenblicke an die Eltern denken, die ihr Kind schon sehr früh verloren haben. Ich wünsche ihnen allen ganz viel Kraft und Zuversicht die schwere Zeit zu überstehen und den Mut es vielleicht ein weiteres Mal zu versuchen. Diese Sternenkinder, Schmetterlingskinder und Engelskinder werden immer in den Herzen von ihren Eltern wohnen und vom Himmel herab auf die eigenen Familie schauen…
26.04.2007 13:12
connylein connylein ist weiblich
Gruppenleiter


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Dabei seit: 19.04.2005
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Beruf: Studentin
Kinder: Jasmin

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Träne

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Eigentümer von unsolved18 und Patentante von Alcina und Mellilein
mal drücken

~->Jasmin<-~
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ET 28.11.2008


"Die ersehnte Ruhe in der Freizeit hat ihre Tücken. Man könnte zum Nachdenken kommen."
(Oliver Hassencamp)

26.04.2007 14:02 connylein ist offline E-Mail an connylein senden Homepage von connylein Beiträge von connylein suchen Nehmen Sie connylein in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie connylein in Ihre Kontaktliste ein Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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Zunge raus!

Luzy und Eddie

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Was man nicht alles für sein Kind macht, wenn es mit großen Augen vor einem steht und mit sanfter Stimme sagt: "Lieber Papa, ich möchte so gerne einen Hasen von Dir haben…" Wer kann da schon "Nein" sagen??? Ich konnte es auf alle Fälle nicht und muss gestehen, dass ich mich ein wenig an meine Kindheit zurück erinnert habe. Wir hatten einen Hund, Katzen, Hasen und Meerschweinchen. Ganz besonders im Gedächtnis ist mir "Schlappohr" geblieben, der schon seit langer Zeit im Hasenhimmel einen Platz gefunden hat…

Gesagt getan, wir haben uns erst mal beraten lassen und wollten wissen, was so alles auf uns zukommen kann und diese Informationen möchte ich gerne mit diesem Beitrag weiter geben. Natürlich gibt es noch so viele Dinge die man beachten sollte, doch wer mit dem Gedanken spielt, sich einen oder zwei Kaninchen zu kaufen kann hier einiges an Informationen bekommen:

Das Kaninchen:
Es wird ca. 8 Jahre alt. Grundsätzlich sind Rangkämpfe normal und sollten nur bei ernsthaften Beeinträchtigungen eines der Tiere unterbunden werden. Ein Gefahrenlaut ist das Stampfen oder Klopfen, was das Kaninchen bei Erregung, also Angst, Aufregung, aber auch zur Warnung der Gruppenmitglieder oder als Abschreckung hören lässt.

Die Krallen der Kaninchen müssen regelmäßig geschnitten werden. Dies kann man beim Tierarzt machen oder in unserem Fall, gegen eine kleine Gebühr beim Tierfachgeschäft. Die Lust am Knabbern ist für Kaninchen arttypisch. Deshalb sind Hauskaninchen für den unbeaufsichtigten Freilauf in der Wohnung ungeeignet, insbesondere wenn elektrische Kabel für die Tiere erreichbar sind.

Die Kaninchen sollte man hinter den Ohren an der Hautfalte packen, strampeln sie dann mal mit den Hinterläufen, kann nicht viel passieren und Verletzungen sind sehr unwahrscheinlich. Aber auf keinen Fall an den Ohren hochheben. Wir ziehen die Kaninchen gleich nach dem Aufheben an den Körper heran, so beruhigen sie sich eigentlich recht schnell.

Grundbedürfnisse:
Abwechslungsreiche Nahrung, sehr wichtig ist Heu zur ständigen Verfügung. Sozialkontakt mit Artgenossen ist immer von Vorteil, Am unproblematischsten erweist sich oft die Haltung einer Häsin in Kombination mit einem kastrierten Rammler, die etwa gleich alt oder ein Geschwisterpaar sind.

Viel Bewegung, Nagen, Graben, Versteckmöglichkeiten/Unterschlupfe sollte vorhanden sein. Sie brauchen Überblick und es wäre falsch den Käfig mit Dingen zuzustellen. Abwechslung und Ruhepausen sollte man ihnen auf alle Fälle gönnen. Wirklich artgerechte Kaninchenhaltung ist anspruchsvoller, aufwändiger und teurer als konventionelle Käfighaltung.

Kosten:
Unsere beiden Kaninchen haben zusammen 110€ gekostet (Zwergwidder 59€, Farbenzwerg 49€). Der Preis für ältere Tiere ist aber um einiges niedriger. Man sollte auch in Betracht ziehen, das am Ort ansässige Tierheim aufzusuchen, um dort zu schauen ob ein Tier in Frage kommen würde. Leider hatten die bei uns keine Kaninchen. Kleintierstreu (60l) kostet um die. 2€ und langt ca. 2 Wochen je nach Größe des Käfigs. Bergwiesenheu (2kg) kosten 4€. Für Unterschlupf, in unserem Fall die Korkrinde (60cm), Trinkflasche, Futtertrog und Kaninchenklo sollte man nochmals ca. 50€ berechnen. Nach den Kaninchen ist der Käfig (140x70x50cm) das Teuerste und wir zahlten dafür 85€. Ich muss sagen, dass alle Dinge neu gewesen sind, doch wenn man sich die Mühe macht und bei Ebay schaut, so wird man einiges an Kosten sparen können.

Luzy:
Sie gehört zu der Rasse der Zwergwidderkaninchen (Siam), markantes Merkmal sind die seitlich am Kopf herabhängenden Ohren. Ihren deutschen Namen haben die Widderkaninchen von der typischen gewölbten Form des Kopfes. Widderkaninchen gelten insgesamt als ruhig und wenig schreckhaft. Sie werden somit eher zutraulich, weshalb die kleinen Formen öfters auch in der Wohnung gehalten werden.

Luzy ist ein kleines Luder und hat im Käfig die Hosen an. Sie ist ca. 2 Wochen älter als Eddie und sehr mutig. Nach nunmehr 4 Wochen, die wir sie haben, erschreckt sie nicht mehr wenn man vorsichtig mit der Hand in den Käfig hinein greift.

Edwin:
Er (Eddie) ist ein Farbenzwerg (Braun), er gehört zu den beliebtesten Kaninchenrassen, sowohl bei Rassekaninchenzüchtern als auch bei Heimtierhaltern. Die charakteristische, von den anderen Kaninchenrassen unterschiedliche Körperform mit dem rundlichen, kompakten Körper, den kurzen kleinen Läufen und dem relativ großen Kopf mit den großen Augen und den eng zusammenstehenden kurzen Ohren der Farbenzwerge, wird wie beim Hermelinkaninchen durch den so genannten Zwergfaktor hervorgerufen.

Da die Kastration beim Männchen einfacher ist, wird er bald zum Tierarzt müssen. Kaninchen kleiner Rassen werden mit 3 -5 Monaten geschlechtsreif. Laut Tierarzt sollen wir abwarten bis man bei ihm zwei Säckchen findet. Bis jetzt Fehlanzeige, wobei man aufpassen muss, weil die jungen Hasen, bei Gefahr die Hoden einziehen könne und dann sieht man nichts. Man sollte immer bedenken, dass die Vermehrung von Kaninchen („Kinderzimmerzucht“) den Kaninchen in Tierheimen und in Schutzorganisationen die Vermittlung erschwert. Denn jedes neu „produzierte“ Kaninchenjungtier nimmt einem Kaninchen im Tierheim die Chance auf ein neues, artgerechtes Zuhause weg.

Ernährung:
Kaninchen sind reine Pflanzenfresser und brauchen eine entsprechende Ernährung. Der Verdauungstrakt der Tiere ist auf eine gleichmäßige Nahrungszufuhr angewiesen. Unterbrechungen in der Nahrungszufuhr über einen längeren Zeitraum sind als Notfall zu betrachten und können sich lebensbedrohlich auswirken. Der Verdauungsapparat ist auf die Verwertung von Gräsern ausgerichtet; kohlenhydratreiche Nahrung, wie z. B. Getreide, in zu großen Mengen kann langfristig Schäden verursachen. Grundsätzlich sollte die Futterzusammensetzung daher dem in freier Natur vorhandenen Nahrungsangebot ähneln und mindestens 16 % Rohfaser enthalten.

Neben Heu und Wasser ist Frischfutter für Kaninchen der zweite wesentliche Nahrungsbestandteil. Es sollte stets frisch sein. Übliche Nahrungsbestandteile sind Fenchel, Möhren, Gurke, Apfel, Feldsalat, Knollensellerie, rote Beete, Petersilie, Löwenzahn, Schafgarbe, Johannisbeerblätter, Kohlrabiblätter und andere frische Kräuter. Frisches Gras-Wildkräutergemisch kann nach der Gewöhnung in großen Mengen angeboten werden. Der Obstanteil sollte den Gemüseanteil aufgrund seines hohen Zuckergehaltes nicht übersteigen.

In den ersten Wochen sind Heu, Wasser, Stroh und Möhren ihr Grundnahrungsmittel. Alle zwei Tage bekommen sie zusätzlich noch Trockenfutter wobei sich beide einen Spaß daraus machen, den Futternapf zu besteigen, das Streu und ihr großes Geschäft darin zu platzieren. Sämtliche Kohlarten wie Weißkohl und Rotkohl können Blähungen bis hin zur oftmals tödlich verlaufenden Trommelsucht verursachen und sollten daher anfangs nur sparsam verfüttert werden

Haltung:
Die Haltung von Kaninchen sollte sich genau wie die Fütterung an den natürlichen Verhaltensmustern der Tiere orientieren. Kaninchen leben in freier Wildbahn in größeren Gruppen, zeigen eine ausgeprägte soziale Hierarchie und Revierverhalten; als Rückzugsraum dienen selbst gegrabene Höhlen. Die Haltung eines einzelnen Kaninchens ohne entsprechende Beschäftigung ist daher streng genommen tierschutzwidrig. Für die häufig praktizierte Form der gemeinsamen Haltung eines Kaninchens und eines Meerschweinchens trifft diese Aussage gleichfalls zu. Bei einer reinen Käfighaltung ohne Auslauf kann das Bewegungsbedürfnis der Tiere nicht befriedigt werden. Im Allgemeinen rechnet man pro Kaninchen 2 qm Platz und 4 Stunden Auslauf an.

Wir haben eine ca. 60cm lange Baumrinde für sie gekauft, diese dient als Unterschlupf und hin und wieder flitzen sie durch diese Röhre. In den ersten Wochen sollte man Kleintierstreu benutzen, später werden wir dann auf Stroh-Presslinge umstellen. Mit der Zeit werden sie sich einen Platz im Käfig suchen, wo sie ihr Geschäft verrichten wollen. Wir haben uns entschieden ein Hasenklo zu kaufen um den Käfig schneller und effektiver sauber machen zu können.

Infektionskrankheiten:
Hauskaninchen können gegen Myxomatose und RHD (Chinaseuche Viruserkrankung) geimpft werden. Auch für den Schutz vor dem ansteckenden Kaninchenschnupfen (Rhinitis contagiosa) bakterielle Infektionskrankheit der Atemwege, ist eine Impfung möglich, die jedoch nur in größeren Beständen sinnvoll ist.


So und nun zum Schluss möchte ich Euch die Beiden vorstellen… rofl
04.05.2007 12:50
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