Tanja

Giga-User Level II


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So eine Gesamtschule kenne ich auch nicht.
Ich war zuerst in Hessen auf einem Gymnasium, später dann durch den Umzug auf dem Gymnasialzweig auf einer Gesamtschule.
Es gab Fächer wie Kunst, Werken, Sport usw., die mit Realschülern zusammen unterrichtet wurden.
Aber die anderen Fächer waren im Klassenverband.
Ich fand das System gar nicht schlecht, dass bestimmte Fächer gemeinsam unterrichtet wurden.
Aud der Gesamtschule haben die Hauptschüler nach der 9. ihren Abschluss gehabt, die Realschüler ab der 10. und ich hab da mein Abi gemacht. Wer gut war in der Hauptschule, konnte seinen Realschulabschluss weitermachen.
Meine Tochter geht momentan noch in die 1. Klasse auf die hiesige Grundschule.
Was ich hier vollkommen krass finde, ist dass fast 90 Kinder eingeschult wurden und sie aber nur 3 Klassen aufgemacht haben. Die Lehrer haben um die 27-28 Kinder in der Klasse und stöhnen über die hohe Schülerzahl.
Teilweise gibt es Streitereien, weil der Raum einfach zu beengt ist.
Und eine weitere Sache, die mich stört, ist dass die Kinder in der ersten Klasse bereits im Geiste in diese A, B und C Kurse (für Gym, Real und Haupt) eingeteilt werden.
Die A Kinder bekommen Zusatzaufgaben. Die B Kinder sind so der Durchschnitt, der so mitrutscht und die C Kinder bekommen individuelle Förderung.
Wie es dann in der weiterführenden Schule aussieht, kann ich noch nicht beurteilen. Es ist für meine Tochter dieselbe, auf die ich gegangen bin.
Verrückt finde ich, dass unsere Politiker sich um eine Frühbetreuung von unter Dreijähigen ab 2013 bemühen, aber jetzt nicht mal in der Lage sind, für die jetzigen Kinder und Jugendlichen genug Mittel aufzutreiben.
Ohne die Elternarbeit oder diese ganzen Fördervereine für die Schulen sähe es dort ja erbärmlich aus.
Eine Privatschule käme für uns eigentlich eher nicht in Frage.
Zum einen gibt es hier erst in 20 km Entfernung eine Privatschule ohne Beförderungsmöglichkeit außer durch Taxi Mama und dann wären wir auch nicht in der Lage, EUR 300 pro Kind für diese Schule monatlich aufzubringen.
Darüber hinaus habe ich momentan noch das Gefühl, dass ich als Elternteil etwas bewegen kann an unserer Schule und dass die Klassenlehrerin von meiner Tochter da auch bereit ist, neue Dinge auszuprobieren oder anzuleiern.
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