Lola
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Hallo Ilona,
mein Sohn ist nun 10 Jahre alt und er nimmt keine Medikamente - ich habe mich bewusst gegen eine Einnahme von Medikamenten entschieden (obwohl es uns damals vom Jugendpsychater empfohlen wurde).
Beim schulpsychologischen Dienst sind wir an eine Sozialpädagogin geraten, die sich auf ADS / ADHS spezialisiert hat. Sie war also sehr gut in dem Thema drin. Sie hat es wirklich geschafft, Julian gewisse Verhaltensregeln mit auf den Weg zu geben, mit denen er Situationen "entschärfen" kann. Z.B. liess sich mein Sohn in der Vergangenheit ganz extrem durch Ärgereien seiner Mitschüler provozieren und hat jedes mal überreagiert. Die Schulpsychologin hat zu ihm gesagt:" wenn Dich demnächst jemand ärgert, dann versuch doch mal, Dich nicht darüber zu ärgern sondern mach Dich in Deinem Kopf über ihn lustig - stelle Dir Dein Gegenüber doch mal in einem Rosa-Tütü vor!". Das war echt der Knaller! Julian kam immer belustigt aus der Schule Nachhause und erzählte, dass er in einer Streitsituation hätte so lachen müssen weil er sich den Klassen-Coolsten im Rosa-Tütü vorgestellt habe. Somit konnte er den anderen "den Wind aus den Segeln nehmen". Das Problem ist ja auch, dass Kinder natürlich nur die Kinder ärgern, die sich auch ärgern lassen (sprich auf Provokationen eingehen).
An Deiner Stelle würde ich, auch wenn die Probleme erst seit dem Sommer bestehen, trotzdem so schnell wie möglich die schulpsychologische Beratungsstelle aufsuchen. Ist ein Kind erst Aussenseiter, kommt es nur schwer aus dieser Rolle wieder raus (vorallem nicht alleine). Ich bin mit meinem Sohn auch in Zeiten, in denen es relativ rund in der Schule lief, zu den Gesprächssitzungen mit der Sozialpädagogin gegangen - wir nannten das immer "für Zeiten vorsorgen, in denen es nicht so gut läuft".
LG,
Lola
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