Schiffchen

Giga-User Level II


Dabei seit: 21.11.2004
Alter: 42 Jahre
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Herkunft: Niedersachsen Kinder: 2 Jungs
Level: 42 [?]
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Ich habe mal eine Frau gekannt, die auch wußte, dass sie sterben würde. Ich habe dort regelmäßig sauber gemacht und in der Zeit viel mit ihr geredet. Sie war einfach nur froh, dass jemand mit ihr redete, denn viele haben Angst gehabt, etwas zu sagen, weil sie eben nicht wußten, was sie sagen sollen. Viele hatten sich zurückgezogen. Und wir haben wirklich "normal" miteinander geredet. Und natürlich habe ich auch gefragt, wie es ihr geht. Und vor allem haben wir auch miteinander gelacht - sie trug zum Schluß eine Perücke und nannte diese immer liebevoll ihren "Fifi".
Manchmal habe ich dann auf dem Nachhauseweg geweint - es ist nicht leicht gewesen. Dieses "Hinnehmen", diese "Nicht-Ändern-Können", diese "Wissen-um-den-baldigen-Verlust" - das war an manchen Tagen schwer zu ertragen. Und die Traurigkeit zu ertragen, wenn sie weinte - weil sie ihr Enkelkind nicht mehr zur Schule gehen sehen würde, weil sie die Frau des anderen Sohnes nicht mehr kennenlernen würde, weil sie das Examen des Sohnes nicht mehr erleben würde. Es hat ihr gutgetan, mit mir darüber zu reden, es ging ihr hinterher immer besser.
Ich äh, schnief, muß mal eben ein bißchen weinen - sie war echt eine sehr nette Frau
Rede auch mit den Angehörigen "normal", sprich auch darüber, wie die sich fühlen. Und habt kein schlechtes Gewissen, wenn ihr mal lacht - das gehört zum Leben dazu!
Ich wünsch Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit
LG Schiffchen
__________________ Alles hat seine Zeit!
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