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Super-User Level III


Dabei seit: 11.10.2007
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Level: 25 [?]
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Huhu!
Hm. Schwierig.
Aber wenn es Nathalie nicht stört, würde ich erstmal vorsichtig weiter beobachten und mit Nathalie sprechen und nachfragen. Eine gesundheitliche oder seelische Gefährdung sehe ich so auch nicht. Im Gegenteil: Nathalie kann doch hier lernen ihre sozialen Bindungen zu prüfen und zu stärken oder eben nicht und neue zu knüpfen. Kinder brauchen manchmal etwas mehr Zeit, um einen sozialen Überblick zu haben und ihr Umfeld einzuschätzen. Uns Erwachsenen erscheint das Verhalten von Kindern manchmal gemein oder ungerecht, ich würde das aber im Moment noch nicht überbewerten(es sei denn das Kind wäre überhaupt nicht in der Lage sich zu wehren-siehe weiter unten).
Das Verhalten der Achtjährigen ist absolut nachvollziehbar, sie möchte sich vor Gleichaltrigen nicht die Blöße geben, dass sie absolut gern( was man ja sieht, wenn die beiden miteinander spielen) mit einer 6jährigen spielt. Das ist ihr peinlich, da andere Kinder da auch oft gehässig sind.
Ich würde den Kontakt nicht abschwächen, solange deine Tochter dort keinen Konflikt sieht. Die Freundschaft löst sich mit der Zeit entweder von allein, da die Interessen bald andere sein werden, oder sie festigt sich. Und wenn die Kinder älter werden, sind auch diese Machtspielchen, die gerne in der KiGa/Grundschulzeit stattfinden weitgehend vorbei und kommen erst in der Pubertät wieder auf.
Ich würde erstmal unterstützend mit Nathalie sprechen, um herauszufinden, wie sie die Situation sieht und sie darauf aufmerksam machen, dass sie mehr in diese freundschaftliche Verbindung investiert, als sie zurückbekommt.(das ist ja ein Fakt). Außerdem würde ich schon parallel dazu anregen, dass Nathalie sich einem Mädchen genau in ihrem Alter zuwendet, um dort eine gleichberechtigte Freundschaft aufbauen zu können.
Und wenn Nathalie selbst sagt, dass sie die Freundschaft als ok ansieht, warum sollte man als Erwachsener eingreifen?
Wenn sie allerdings selbst sagt, dass sie sich dadurch schlecht oder erniedrigt fühlt, deshalb traurig ist usw., würde ich empfehlen einen Versuch zu starten mit dem Nachbarsmädchen zu sprechen. Denn hier ist klar: Nathalie fühlt sich in der Situation schlecht und kann sich selbst nicht wehren. Dann sollte eben versucht werden, dass im begleiteten Gespräch die Situation bereinigt wird. Hier sollten aber in erster Linie die Kinder eine Lösung für das Problem finden und nicht die Erwachsenen miteinander reden und den Kindern eine fertige Sache präsentieren oder gar ein Verbot.
In der Situation, so wie du sie geschildert hast, wäre ein Verbot nicht sehr gut. Wie sollte deine Tochter so ein Verbot nachvollziehen, wenn sie selbst eben kein Problem in der Situation erkennt? Die Schuld würde deine Tochter am Ende dir geben.
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