Schiffchen

Giga-User Level II


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Herkunft: Niedersachsen Kinder: 2 Jungs
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Das Problem gegenüber Menschen mit Handicap ist, dass man sich oft nicht traut, seine Interessen deutlich zu vertreten, weil man dann Angst hat, "man hätte ja was gegen Behinderte". Das sind natürlich doofe Voraussetzungen, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
Dabei hat das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Ihr tut beide Eure Arbeit - damit hat jeder von Euch die gleichen Rechte und Pflichten. D.h. also, wenn Du in den Ferien Urlaub brauchst, weil dann Deine Kinder auch frei haben, dann bist Du halt dran! Hat sie eigene Kinder, müßt Ihr Euch abwechseln. Eine Nichte zählt in meinen Augen nicht als Grund. Das ist ihr privates Pech/Glück (wie auch immer). Willst Du allerdings außerhalb der Ferien Urlaub machen und sie zur gleichen Zeit, kommt es darauf an, wer zuerst den Urlaub angemeldet hat oder wer dran ist oder was der Chef sagt
Mit anderen Worten: Da hast Du nicht mehr oder weniger Rechte als sie.
Und zum Handicap: In meiner Firma statten wir Menschen mit Beeinträchtigungen (Hören, Sehen, Tremor, Turette, Lähmung ....) am Arbeitsplatz mit Computern und anderen Hilfsmitteln aus. Ich kenne also Leute, die mit Handicaps arbeiten und deren Kollegen. Es gibt eine Menge Hilfsmittel, die die Arbeit erleichtern - auch den Hörenden bei den Hörgeschädigten. Wie sieht es bei Euch aus? Haben Deine Kollegen/Chef Hilfsmittel?
Und als Letztes: Als mein Chef und ich uns mal unterhalten haben, was für eine Beeinträchtigung wir am schlimmsten finden, sagte mein Chef (der ja nun eine Menge verschiedener kennt), das er die Schwerhörigkeit/Taubheit am schlimmsten findet. Auf meine erstaunte Frage (ich finde Blindsein schlimmer) entgegnete er: Diese Menschen benötigen ein Umfeld, welches in erhöhten Maße tolerant sein muß. Schwerhörige/taube Menschen neigen stark dazu, mißtrauisch zu werden und reagieren oft unverständlich. Dabei meinen sie es oft nicht so. Man muß ihnen gegenüber sehr sehr tolerant sein und ihnen immer wieder erklären, das man sie schätzt, auch wenn man mal was kritisiert. Das Zusammenleben mit ihnen ist oft nicht einfach.
Vielleicht hilft es doch, wenn Du mit Deinem Chef mal über Deine Unsicherheit Deiner Kollegin gegenüber sprichst. Vielleicht versteht er Dich oder kann Dir Tipps geben, wie Du Dich am besten verhalten sollst/kannst.
Von daher sei "einfach" lieb gedrückt
LG Schiffchen
__________________ Alles hat seine Zeit!
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