feivelmaus

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Themenstarter
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Hallo,
ich hatte jetzt ein Gespräch mit dem Kinderpsychologen. Er meint, wir MÜSSEN mit dem Übungsleiter reden und dürfen daraus kein Familiengeheimnis machen.
Fakt ist:
Da die "Täterin" meine kleine Tochter war, kann sie sich nicht daran erinnern, wieviel sie wem geklaut hat. Sie hat auch ein sehr schlechtes Namensgedächnis und kennt - angeblich - die Namen der Beklauten nicht mehr alle. Das mit dem Namensgedächnis stimmt aber, denn sie merkt sich Namen nur sehr schlecht, selbst von Freunden aus der Familie, die öfter zu Besuch sind.
Die Konsequenzen, die ich befürchte:
Ausschluss aus dem Turnverein, da es so in der Satzung steht (Wer klaut, wird ausgeschlossen).
Meine große Tochter ist ebenfalls im Verein und da sie das schon mitgekriegt hat, befürchtet sie als Schwester der "Diebin" abgestempelt zu werden und wenn bei ihr in der Gruppe was fehlt, dass sie dann in Verdacht gerät.
Wenn der Übungsleiter mit den Eltern bzw. Kindern spricht, ob was geklaut wurde, wird meine Tochter für alles gerade stehen müssen was fehlt.
Falls sie im Verein bleibt: In Kürze ist dort ein mehrtägiger Ausflug, wo sie auch eingeplant ist: Wenn sie da mitfährt und was wegkommt, ist sie die erste, die in Verdacht gerät.
Und das Thema auch in der Schule bekannt wird, wird es darauf hinauslaufen, dass alle mit dem Finger auf sie zeigen und als Diebin abstempeln.
Auf der einen Seite wäre es vielleicht heilsam für sie, aber weil sie eh schon psychische Probleme hat, würde das ihr vielleicht auch erheblichen Schaden zufügen und sie wäre überhaupt nicht mehr bindungsfähig und sozial integrierbar.
Unsere Rekationen bisher:
Wir haben mit beiden geredet. Mein Sohn sieht den Fehler ein, seine Schwester noch motiviert zu haben: Er hat bitterlich geweint, was er sonst selten tut, wenn er Kritik bekommt. Meistens ist er dann eher bockig.
Meine Tochter allerdings hat NULL Einsicht. Das Problem ist halt, sie hat nichts, an dem sie hängt. Kein Stofftier, gar nichts. Wenn ihr was fehlen würde, wäre es ihr egal. So geht sie auch mit ihrem Eigentum um. Vieles wird bereitwillig verschenkt.
Nun mache ich mir Vorwürfe: Wir hatten, als sie 4 war und im KiGa Probleme hatte, einen Kinderpsychologen aufgesucht. Der schrieb ein Gutachten für die Integration im Kindergarten. Lt. Kindergarten hieß es, meine Tochter hätte ADHS und der Psychologe meinte, das wäre noch gar nicht festellbar und nicht der Fall. Danach hab ich eine Institutsambulanz aufgesucht, um eine 2. Meinung einzuholen. Die stellten eine Bindungsstörung fest und empfahlen eine längere stationäre Therapie. Da waren wir aber dagegen, denn damals war ich der Ansicht, dass eine stat. Therapie erst Recht schadet bei einem Kind, dass Angst davor hat, von Vertrauenspersonen verlassen zu werden. So wandte ich mich wieder dem ersten Psychologen zu. Dort ist sie jetzt in einer Spielgruppe, wo sie zusammen mit einem anderen Kind ist und soziale Bindungen trainiert werden.
Vielleicht wäre die stat. Therapie doch das Richtige gewesen?
Ihr jetziger Psychologe schließt ADHS nun nicht mehr aus: Wir haben einen Fragebogen bekommen und mussten feststellen, dass wir dort fast alles bejahen müssen. Nun soll noch ein Test gemacht werden und sie wird dann Medikamente bekommen, die wahrscheinlich auch helfen. Nur ob es die Lösung ist, weiß eigentlich keiner und jeder Psychologe und jede Beratungsstelle die wir bisher aufgesucht haben, erzählen uns etwas anderes.
Ich bin eigentlich gegen Medikamente, aber sie ist im Moment so schwierig, trotz aller Bemühungen, egal wieviel Zuneigung man ihr zukommen lässt, wie aufmerksam man ist, wieviel Zeit man sich nimmt...und es gibt noch 2 Kinder, die ebenfalls Zuwendung brauchen und man kann sich nicht vierteilen. Gerade deswegen habe ich ja lange zu Hause gearbeitet und anstatt beruflicher Karriere mir einen ruhigen Job gesucht, wo ich Nachmittags früh zu Hause sein kann. Meine Partnerin arbeitet derzeit nicht kümmert sich tagsüber.
Es bleibt letztendlich nur die Hoffnung, dass sich vieles vielleicht auf lange Sicht "auswächst", wenn die stabilen Verhältnisse bestehen bleiben.
Viele Grüße
Michael
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