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Probleme in der Partnerschaft - komplizierte und heftige eskalationen - bin überfordert (sorry langer text geworden) :





komplizierte und heftige eskalationen - bin überfordert (sorry langer text geworden) - Ratgeber Probleme in der Partnerschaft - ...können viele Ursachen haben. Der Alltag zehrt am Miteinander, die Kommunikation ist schwierig. Die Auswirkungen können sich unterschiedlich zeigen, sei es ein Mangel an liebevollem Umgang oder wenig Lust. In unserem Partnerschafts-Forum können Sie Ihre Schwierigkeiten schildern und sicher gute Ideen finden, um den Umgang miteinander zu verbessern.
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Zum Ende der Seite springen komplizierte und heftige eskalationen - bin überfordert (sorry langer text geworden)
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chaotine chaotine ist weiblich
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komplizierte und heftige eskalationen - bin überfordert (sorry langer text geworden)

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Hi!

da ich momentan alle möglichkeiten der konfliktlösung/vermeidung für mich persönlich ausgeschöpft sehe – aber es irgendwie weitergehen muss!, denn ich liebe meinen freund und will ihn nicht verlieren - , muss ich mir das alles irgendwie mal von der seele schreiben, hoffe es wird nicht zu lang, könnte aber schon passieren, weiß nämlich gar nicht wo ich anfangen soll ...

mein freund hat eine sehr komplexe persönlichkeit. Da er sehr charismatisch ist, habe ich mich im jan06 in ihn verliebt. Bei ihm fand ich, was ich vorher nie bei einem partner finden konnte, aber immer gesucht habe: seelische tiefe, leidenschaft für das leben, unheimliche neugier und wissenshunger, ein mitreißendes über-den-tellerrand-schauen und aufrichtiges interesse auch an größeren (zb gesellschaftlichen) zusammenhängen, selbstbewusstsein usw usw … seit der geburt unserer tochter haben sich leider aus vielen sonnenseiten dieses speziellen charakters schattenseiten entwickelt: seine hohe intelligenz gekoppelt mit seiner egozentrik machen ihn zu einem dominaten rhetoriker, der für sich beansprucht absolute wahrheiten zu definieren, was oft sehr unterdrückerisch und gemein/verletzend ist. Seine cholerik macht dies noch grausamer. extrem verletzende worte,harte schuldvorwürfe,hasserfülltes schreien,gegenstände zerschmeißen/zerstören...

Ich kann dem nicht standhalten. Ich habe einfach keine strategie (mehr) damit umzugehen, jeder kommunikationsratgeber ist bei ihm außer kraft gesetzt, unpassend, geradzu lächerlich. Ich gebe mein bestes, aber immer wieder kommt es zu eskalationen, die sehr grässlich sind. Er bringt mich vor unserer tochter so aus der fassung, dass ich stundenlang weine, bis ich unerträgliche kopfschmerzen bekomme. ich schaffe es einfach nicht, sie zu schützen, ihn zu bremsen, die situation zu beenden. ich gebe wirklich mein bestes. auch, dass es gar nicht erst soweit kommt. Bin wirklich ein besonnener, warmherziger, aufrichtiger mensch, klar jeder macht fehler zb verpeil ich ab und zu eine absprache oder höre schlecht hin, da ich scheinbar auf der stilldemenz hängengeblieben bin (wie mein nick schon sagt ;)) und selbstverständlich gibt es missverständnisse und meinungsverschiedenheiten - aber ich fühle mich so ausgeliefert, da ich mein bestes gebe, reflektiert handle und sich mein freund dennoch durch mein verhalten immer wieder so angezündet fühlt, dass er so ausrastet.

wir sind jung und ungeplant eltern geworfen. er hat mich trotz anfänglichem schock über die schwangerschaft von anfang an unterstützt („ich bin da-egal wie du dich entscheidest“) ich habe mich übrigens sehr schnell sehr auf unser kind gefreut und bin bis heute sehr glücklich als mutter, aber das nur am rande.
er hat sogar später ein urlaubssemester genommen, da er keine freundin haben wollte, die länger als ein halbes jahr zuhause "gluckt", wir uns aber beide einig waren, dass die kleine erst mit 1 jahr in die kita soll.

das erste jahr mit kind verlief in wellen: harmonie und heftige streits, bzw für mich phasen der ruhe und phasen der verzweiflung lösten sich ab. grundlegend hatte ich jedoch hoffnung, dass wir das überstehen. gegen ende seiner elternzeit im februar08 spitzten sich die konflikte immer weiter zu. er wurde immer frustrierter und unglücklicher. spricht bis heute wiederholt in schlimmen metaphern über unser leben: dass dieses leben sinnlos, freudlos, ein vegetieren, eine hölle, ein gefängnis ist. (er ist kein familienmensch). Er wohnte zuvor in einer großen WG, wo jederzeit alle freunde willkommen waren und fast jeder abend in einem rausch, einem auf-dem-tisch-tanzen und vor allem im morgengrauen endete. Exzesse, Freiheit/Ungebundenheit, wildes Studentenleben, endlos ZEIT für alles wonach einem gerade war – das alles war damals. Ein paar monate dieser zeit durfte ich mit ihm teilen (tolle zeit), dann wurde ich schwanger.

Er glaube, er hat eine unheimliche angst, sich selbst (sein altes Ich) in diesem neuen leben zu verlieren. Nun könnte man meinen, er müsse jetzt das totale spießerleben führen. Dem ist aber nicht so, wir leben ein lockeres studentenleben, mitten in einem berliner szenekiez, haben ne wohnung die weitläufig genug ist, dass er in seinem zimmer jederzeit laut musik hören und besuch bekommen kann, er ist durchschnittlich 3mal die woche nachts unterwegs bis ultimo und geht auch sonst nie vor 2,3uhr morgens ins bett und schläft bis Mittag. ich lasse ihm alle möglichen freiheiten. Doch dennoch fühlt er sich wie im „Gefängnis“ (standardzitat). Er hat uns immer dabei, in seinem kopf.
Klar, wir sind nun Eltern! Ich glaube, VERANTWORTUNG und EINSCHRÄNKUNG sind zwei wichtige worte in diesem zusammenhang. Er ist so exzessiv, dass er einfach keine kompromisse ertragen kann.

auf der anderen seite hat er große erwartungen an sich selbst als vater. Habe fast den verdacht, dass er sich selbst mal so was in der richtung geschworen hat: immer präsent zu sein und ein guter vater. Er steht sich jedoch durch seinen egoismus selbst im weg. hausfrauenpsychologisch würde ich sagen, er ist mit sich selbst uneins, kämpft unerbitterliche kämpfe die ihn an den rand der depression treiben und formt diese in schuldzuweisungen um, die er auf mich projeziert. Was er jedoch durch seine komplizierten denkstrukturen so undurchschaubar macht und durch sein dominantes, aggressives auftreten sehr einschüchternd/überzeugend rüberbringt. Unsere streits sind so verdammt ungesund! Bin emotional und auch geistig absolut überfordert. meinen vorschlag einer paarberatung/mediation wies er zurück.

Im ALLTAG haben wir weder gemeinsame mahlzeiten noch unternimmt er etwas aktives draußen mit uns. Das familienLEBEN zu dritt besteht, wenn man es schwarz auf weiß aufschreiben müsste, aus spontanen kuschel- und blödelattacken zuhause. auf mehr hat er oft einfach keinen bock. es ist nicht sein ding.

eigentlich verfolgt er im laufe eines tages in erster linie seine eigenen interessen und ist frustriert, wenn er durch die anwesenheit des kindes seine leidenschaften (philosophiestudium, internetrecherche, computerspiele etc) nicht bis zum ende ausleben kann.
seine frustration erläutert er mir bis ins kleinste detail . er wirft mir vor, dass ich ihn in seinem leid nicht tragen kann. dass ich nicht für ihn da bin. dass er maßlos von mir enttäuscht ist. dabei versuche ich doch, verständnis zu haben/zeigen und trost zu spenden. es ist halt schwer, den menschen einfach in den arm zu nehmen, wenn er mal wieder über unser leben abkotzt, fühle mich als teil des problems dann und irgendwie zu betroffen. dennoch meine ich auf ihn einzugehen und sehr viel verständnis zu haben. er sagt er spürt davon nichts.

1000fragezeichen habe ich auch, bei der gemeinsamen erziehung:

gegen ende seines erziehungssemesters zog er sich immer weiter zurück aus der verantwortung für die kleine. ich glaube es war zuviel für ihn, ein halbes jahr zu hause mit baby (muss dazu sagen, dass ich nur teilzeit studiert und immer noch 60-70% die kleine versorgt habe, aber er hat halt sein studium ausgesetzt und jeder tag mit kind zuhause war ein verlorener tag für ihn).

Bin seitdem gefühlt alleinerziehend. Weiß nicht, wie ich seine absolute passivität deuten soll. Ob es nur eine auszeit nach seiner elternzeit ist und ob es sich je wieder ändert. Er macht mir zunehmend deutlich, dass er nicht mehr eigeninitiativ aufgaben mit dem kind übernehmen wird (außer kuscheln und toben, spontan, und unangemeldet). Er will mich damit zwingen, endlich klare forderungen an ihn zu stellen. Er sagt, ich muss lernen ihm anweisungen zu geben, da er nicht mehr rätselraten will, wann ich ihn wie für unsere tochter brauche. Ich bin so traurig darüber, weil ich mir eine gleichberechtige elternbeziehung wünsche, wo jeder aus eigenen stücken zeit mit dem kind verbringt und nicht der eine den anderen bitten muss.

(Er sagt: er müsse mich ja auch bitten. Doch das empfinde ich nicht so. es stimmt zwar schon, er fragt mich öfters, ob es ok ist, wenn er hier oder da weggeht abends. Dennoch sehe ich es nicht als gegenseitiges bitten an, da bei nicht-kommunikation automatisch ich alles mache. Er sagt, dass bei jedem schritt den er außerhalb der familie tut, er die konsequenzen und das schlechte gewissen aushalten muss, und dass er die verantwortung immer spürt.)

Außerdem macht er es mir zusätzlich schwer, ihn zu bitten sich um die kleine zu kümmern, da er oft in depressiven ausdrücken über das familienleben spricht (siehe oben). Wenn er sagt: „Wieder so ein sinnloser tag, schlechtes wetter, niemand hat zeit was zu unternehmen, und auf die kleine hab ich auch echt keine lust.“ Wie soll ich denn danach die kraft aufbringen ihn zu fragen? Er sagt, ich müsse seine Ehrlichkeit halt aushalten und trotzdem fragen. Und cool mit einem evt. Nein umgehen können.

Meine eigene position dazu kann ich kaum formulieren. Klar will ich eigentlich einen freund, der mit mir an einem strang zieht, der lust auf familienleben hat, dem unternehmungen mit kleinkind nicht zu tode langweilen und anöden, der auch mal selbstlos ist, sich aufopfert, der sich auch mal nichts schöneres vorstellen kann, als mit uns (mir und meiner tochter) einen Sonntag zu verbringen. Der sich mit mir abends stundenlang festquatscht, weil es mal nicht wichtiger ist, die abendpartyplanung durchzuführen. Der glücklich mit unserer kleinen familie ist. Für den wir das zuhause, die basis sind.
ALL DAS IST NICHT SO; UND DENNOCH WILL ICH IHN NICHT VERLIEREN. Ich liebe ihn einfach. Es ist nur so verdammt schwierig mit ihm.

Wenn es ihm gut geht, sagt er : so schlimm ist das alles nicht, ich war nur gestresst, ich liebe dich über alles, du bist so ein toller mensch, so wunderschön, so wundervoll, wie könnte ich dich und die kleine verlieren, ich will doch bei euch sein usw … bis zum nächsten ausraster!

So, ich höre hier erstmal auf, habe nur einen bruchteil von dem geschrieben, was mich bedrückt und beschäftigt, aber will euch ja nicht gleich an die wand quatschen. Erstmal danke, für die, die die ausdauer hatten, so weit zu lesen!
06.04.2008 00:33 chaotine ist offline E-Mail an chaotine senden Beiträge von chaotine suchen Nehmen Sie chaotine in Ihre Freundesliste auf Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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Puh - und nochmal Puh!!! Ich habe bis zum Ende gelesen - puh mal drücken

Also ehrlich - mich würde Dein "Familienleben" erschlagen - dass Du das aushältst und nun schon so lange - Respekt!

Aber jetzt ernsthaft: STEH AUF und sag ihm mal richtig deutlich Deine Meinung - schrei auch mal zurück (wenn die Kleine nicht gerade in der Nähe ist!!!) Aber insofern hat er Recht - setz Du ihm Deine Grenzen, Du mußt ihm wirklich sagen, was Sache ist - Männer können uns Frauen nicht lesen und ein Spruchband läuft nicht auf unserer Stirn!! ausheck Wehr Dich - laut und deutlich und schnell und sofort - das Leben so ist nicht gesund für Dich - wenn Du bei ihm bleiben willst. Wenn nicht, dann geh - und auch das schnell und klar deutlich!

Echt, Du tust mir so leid, tröst Du scheinst eine sehr nette, nachdenkliche und liebevoll Frau/Mutter zu sein und hast sicher jemanden verdient, der Dir das Leben nicht unnötig kompliziert macht! Ich habe Hochachtung vor jeder Frau, die trotz Kind noch studiert - und ich weiß, wovon ich rede! mal drücken

Ich drück Dir die Daumen, dass Du einen Weg findest, etwas zu ändern - egal wie, aber ändern solltest Du was! Daumen drück

LG Schiffchen

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06.04.2008 01:54 Schiffchen ist offline E-Mail an Schiffchen senden Beiträge von Schiffchen suchen Nehmen Sie Schiffchen in Ihre Freundesliste auf Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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Hallo Chaotine,

*puh*, DAS dachte ich auch erstmal Whatever

Mein zweiter Gedanke war: Ich glaub ich könnte das nicht aushalten!

Ich kann sehr gut nachfühlen, wie es Dir geht, hab beim Lesen einige Paralellen zu meiner damaligen Ehe ziehen können und kann verstehen, wie schlimm es sich anfühlt, alles recht machen zu wollen und doch immer Angst vor einem neuen Streit/Diskussion/Ausraster haben zu müssen...

Dieser innerliche "Druck" ist super schwer auszuhalten und gegenüber steht ja auch die Liebe zu diesem Menschen, den man eigentlich nicht verlieren will...


Ich würde Dir gerne ganz unverbindlich und ohne Wertigkeit meine spontanen Gedanken schreiben, die mir nach dem LEsen Deines Beitrags durch den Kopf geschossen sind (wie gesagt, nicht überbewerten, einfach mal darüber nachdenken, ok?):

Meine psychologischen Kenntnisse sind sehr laienhaft, aber ich würde fast behaupten, dass vieles von dem Verhalten Deines Freundes psychischer Natur ist...
Sicher hat jeder mal einen schlechten Tag, ist genervt, ist dann impulsiv, schimpft oder schreit sich mal den Frust von der Seele, aber dass dies regelmässig passiert, ist eigentlich eher die Ausnahme ...

Du sagst, dass er oft zu Depressionen neigt, keine oder nur schwer Kompromisse eingehen kann und durch Deine Beschreibung lese ich heraus, dass es für ihn entweder nur "Schwarz" oder nur "Weiß" gibt, aber nichts dazwischen. Ich habe vor einiger Zeit mal etwas über das Borderline-Syndrom gelesen und die Beschreibung des Verhaltens Deines Freundes hat glaube ich sehr viele Parallelen zu diesem Krankheitsbild.

Vielleicht benötigt Dein Freund einfach psychologische Hilfe? Die Idee mit der Eheberatung/Mediator find ich super, oft hilft es, wenn ein Aussenstehender einen Blick auf die Beziehung wirft und die Probleme mal von einem anderen Punkt aus beleuchtet und reflektiert werden können.

Wie gesagt, versteh mich nicht falsch, ich will Deinen Freund nicht in eine Schublade stecken oder ihm eine Krankheit "andichten", es war einfach so mein 1. Gedanke beim Lesen, dass er meiner Meinung nach dringend Hilfe benötigt.

Wenn er diese nicht annehmen will/kann fände ich es schade, wenn Du Dich und Deine Kleine durch diese anstrengende Beziehung weiter kaputt machen würdest... Du bist dem Schreiben nach ein sehr offener und gefühlvoller, rücksichtsvoller Mensch und mein Gefühl sagt mir, dass Du ohne eine gravierende Änderung in dieser Beziehung irgendwann untergehen wirst - Liebe hin oder her....

Ich wünsche Dir ganz viel Mut zur Veränderung, in welche Richtung auch immer!! mal drücken

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Vanessi
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Ich würde aufhören, zu verstehen. Ich würde einfach klare Forderungen stellen. Und wenn er die nicht erfüllt, würde ich mich trennen. Brutal gesagt: Traditionelle Männer, gerade dominante, reagieren nicht auf liebevolles, verständnisvolles Gesäusel, das registrieren sie nicht mal, und wenn, dann fühlen sie sich dadurch in ihrem unmöglichen Verhalten noch bestätigt. Je mehr du versuchst, es ihm Recht zu machen, desto weniger tolerant wird er dir gegenüber sein. Zeig ihm, dass du auch eine Persönlichkeit hast, mit Ecken und Kanten, dass du dich auch abgrenzen kannst und willst - möglicherweise kommt er überraschend gut damit klar, weil er diese Sprache versteht. Wenn nicht, bleibt nur die Trennung, denn am Jetzt-Zustand gehst du irgendwann mit Sicherheit kaputt. Denk auch an deine Tochter, was sie mitkriegt, was ihr ihr vorlebt!

Das sind die "charismatischen" Männer - mit denen kann frau nicht auf Dauer zusammen leben. *kopfschüttel* Deine Geschichte unterstützt meine These, dass die Männer, in die man sich spontan heftigst verliebt, meist gleichzeitig auch die sind, mit denen man auf Dauer keine funktionierende, partnerschaftliche, erwachsene Beziehung haben kann. Ausnahmen bestätigen möglicherweise die Regel, untergekommen sind mir noch keine. Oft ist es paradoxerweise gerade das Schwierige an diesen Männern, das uns so rasend verliebt macht - aber auf Dauer ist das keine Basis, schon gar nicht für eine Familie.

Die Lieben sind oft spontan weniger spannend, aber dafür - lieb. Augenzwinkern Oder wie meine Mutter sagen würde: "Wenn du einen von den Guten willst, geh nach dem 2. Blick, nicht nach dem ersten. Die Guten zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass sie sich nicht in den Vordergrund spielen." Nur so ein Tipp für etwaige zukünftige Beziehungen. zuzwinker

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Du..

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..hast dir da ein Alphamännchen gesucht...und auch noch ein verdammt egoistisches.

Ich bin ein par Jahre in die selbe Falle getappt wie du...es muss doch alles unter einen Hut zu bekommen sein, er muss zufrieden sein und ich stecke nochmal hier und da zurück...und das läppert sich.
Obwohl er zuhause blieb (schau, das tue ich für unsere Familie) , war das doch eher für sein Statusbild nach aussen. "Seht alle her wie tol ich bin".

Steh auf. Schluss mit Harmoniedenken. Hör auf zu heulen, denn das macht ihn stärker. Mach dich nicht klein, steh auf. Fordere Respekt, fordere Anerkennung, erkämpfe deinen Frieden.
Die Gefahr ist groß dass er dabei auf der Strecke bleibt oder vor dir flieht, aber dann ist er nicht halb so charismatisch und dominant wie du denkst. Der Schlüssel zur Veränderung liegt bei dir, nicht bei ihm. Überlege wie du leben willst und hole dir dieses Leben.Gehe nicht über Logik, über Ratgeber usw...das nützt nichts. Rede allein über Gefühle. Und denk immer daran: Gefühle sind nicht verhandelbar.

Ich rede so, weil ich mich lange auch so klein gemacht habe wie du. Und ich bin aufgestanden. Wir sind jetzt noch zusammen...und baun uns mühselig einen Neuanfang, aber unter guten Bedingungen.

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Patenkind von Sommerwind
06.04.2008 10:44 honeyyy ist offline E-Mail an honeyyy senden Beiträge von honeyyy suchen Nehmen Sie honeyyy in Ihre Freundesliste auf Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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Heftig-heftig-heftig!

Wie kannst du so weiter machen? Ich wäre schon längst daran kaputt gegangen! Dein Freund ist so gefangen in seiner engen Sichtweise, dass es schwer sein wird, ihn daraus zu holen. Ich meine, er lebt sein Leben in großen Teilen einfach so weiter wie vorher und BEKLAGT sich dann noch über die(wenigen) Dinge, die er aufgeben / einschränken musste?! Hallo?! Wer fragt dich denn???
Du schreibst, dass er dich oft persönlich und verletzend angreift. Macht er das, weil er genau weiß, dass es dich so aus der Fassung bringt, also hat er vielleicht so eine Art perverse Freude daran (sorry, besserer Ausdruck fehlt mir gerade...)? So nach dem Motto, wenn ich in diesem Sch...leben leide, kann es ihr ruhig auch so gehen? Es kommt mir vor, als ob er mit allen Provokationen DICH dafür verantwortlich macht, wie es ihm geht. Dafür ist aber jeder letztendlich alleine verantwortlich.
Ich habe den Eindruck, dass Dein Freund massiv überfordert ist. Die Umstellung von seinem Leben vorher zum Familienleben ist ein Schritt, den er aus Pflichtbewusstsein versucht hat zu vollziehen, dies aber nur in Teilen geschafft hat. Insofern finde ich Deine "Hausfrauenpsychologie" da gar nicht so weit hergeholt.
Mir fallen spontan zu dieser Geschichte nur zwei Dinge ein:
erstens, lass dir das nicht gefallen. Du bist weder ein Prellbock noch der Schuhabtreter oder der Sündenbock für alles. Setz ihm klare Grenzen, und sag ihm, dass du dir solche unsachlichen Schuldzuweisungen und Diskussionen nicht länger gefallen lässt.
Zweitens, möglicherweise hilft eine räumliche Trennung. Ich weiß aus Erfahrung, dass man manchmal an einem Punkt angelangt ist, an dem der Alltag so festgefahren ist, dass alles nur noch ätzend ist. Bei einer räumlichen Trennung muss man verlässliche Absprachen treffen, und außerdem merkt man oft erst, was man an jemandem hat, wenn er nicht mehr rund um die Uhr zur Verfügung steht. Das gilt insbesondere für die Vater-Kind-Beziehung!!!

So wie es ist kannst du nicht weitermachen. Du schreibst, du möchtest Deine Tochter vor ihm / der Situation SCHÜTZEN - wenn es soweit ist, dann ist eigentlich der Punkt erreicht, an dem man sich trennen sollte, weil es einfach besser so ist. Ich weiß, das kann man leicht sagen, aber ich war in einer ähnlichen Situation.Wir waren auch beide noch jung, gerade 20, und erst ein Jahr zusammen, als unsere Tochter zur Welt kam. Vorher hatten wir auch ein lockeres "Spaß"-Leben, und die Umstellung von Paar auf Familie hat nicht wirklich gut funktioniert. Wir haben uns getrennt, als unsere Kleine ein halbes Jahr alt war-vorausgegangen waren ähnliche Probleme wie bei Euch. Nach weiteren sechs Monaten hatten wir uns soweit in unsere Rollen eingefunden, dass wir auch als Paar wieder eine Chance hatten. Inzwischen sind wir seit fast neun Jahren glücklich verehiratet - ohne unsere Auszeit wären wir schon lange lange auseinander, da bin ich sicher. Überlegs dir mal. Ach ja, und wenn er eine Beratung verweigert, dann sollte man sich fragen, wieviel ihm an eurer Beziehung liegt.
06.04.2008 10:58
sandra sandra ist weiblich
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Hi Chaotin,

schwere Situation in der du steckst.

Dein Freund spricht über euer Leben :dass dieses leben sinnlos, freudlos, ein vegetieren, eine hölle, ein gefängnis ist. (er ist kein familienmensch).
Das ist krass sorry, aber so ist es nun mal. Sowas kann ich mir in Ansätzen vielleicht mal denken, aber ich kann mich nicht in diesen Strudel hineinbegeben, und auch noch andere MEnschen, dich und deine Tochter da mit reinreißen!

Er ist so exzessiv, dass er einfach keine kompromisse ertragen kann.
Er hat gesagt, das er „ich bin da-egal wie du dich entscheidest"
Also hätte er damals schon drüber nachdenken müssen, das er in Zukunft wohl den einen
oder anderen Kompromiss eingehen muss!

auf der anderen seite hat er große erwartungen an sich selbst als vater

Ja das kann sein, aber er merkt auch, das er diese Erwartungen nicht erfüllen kann, ohne Kompromisse einzugehen, bzw sich selber mal nicht in den Vordergrund zu drängen. Es gibt nun ein Kind, das mehr Aufmerksamkeit braucht wie er!
Ich denke diese gelegenlichen Kuschelversuche sind nur eine Art seine eigenen Schuldgefühle wieder unter Kontrolle zu bekommen.

eigentlich verfolgt er im laufe eines tages in erster linie seine eigenen interessen und ist frustriert, wenn er durch die anwesenheit des kindes seine leidenschaften (philosophiestudium, internetrecherche, computerspiele etc) nicht bis zum ende ausleben kann

Sorry aber dieser Satz schlägt dem Fass wohl den Boden aus! Er ist Vater geworden, er sagte dir damals, das er egal wie du dich entscheidest er zu dir steht!
Klar diese Interessen sind halt nicht die Interessen des Kindes. Das braucht Geschichten die ihm vorgelesen werden, braucht es das man Zeit mit ihm verbringt.

dass er maßlos von mir enttäuscht ist

Hast du ihm schonmal klar gemacht, wie du dich in dieser Situation fühlst?? Er versucht dir mit seinen direkten Äußerungen, die meiner Meinung nicht mal gerechtfertigt sind, noch ein Schuldgefühl einzureden. Wo sind deine Hobbys, wo sind deine Interessen??
Wo bleibst du in dieser Beziehung??? Du versuchst einen Spagat zu schaffen, zwischen deinem Kind, deinem Studium, und deinem Freund, einen erwachsenen Mann bei Laune zu halten.

Er sagt, ich muss lernen ihm anweisungen zu geben,

Sorry ach wenn Männer und Frauen unterschiedliche Sprachen sprechen, aber eure Tochter ist nun schon ein Jahr alt, und in dieser Zeit sollte Mann schon gelernt haben, wenns mal brennt, bzw wann er gefordert ist und wann nicht.
Wie ist es denn umgekehrt, mich würde mal interessieren, wenn du ihm jetzt wirklich
Anweisungen gibst, was er dann auszusetzen hat??! Bestimmt bestimmst du dann über seine gesammte Freizeit, oder willst ständig was von ihm?

Er sagt, dass bei jedem schritt den er außerhalb der familie tut, er die konsequenzen und das schlechte gewissen aushalten muss, und dass er die verantwortung immer spürt.)

Der arme, dann soll er halt zuhause bleiben!

„Wieder so ein sinnloser tag, schlechtes wetter, niemand hat zeit was zu unternehmen, und auf die kleine hab ich auch echt keine lust.“

Schade das er so über eure Tochter spricht, grad an so einem Tag, wo niemand anderer Zeit hat, und er eh schon seine sinnlosen Stunden mit euch verbringen muss! Könnte er wohl mal was mit seinem Töchterchen machen.

Sorry ich bin der Meinung, dein Freund pickt sich die Rosienen aus dem Leben.
Zu einer Abtreibung wollter er dir nicht raten, bzw war sich auch nicht bewusst, was Verantwortung für das Kind wirklich heißt. Oder hat sich nie die Mühe gemacht da hinein zu wachsen. Deswegen auch die Unfähigkeit zu spüren oder zu wissen, wann die Familie ihn braucht.

Wie gesagt, es soll kein Angriff auf dich sein, aber ich finde du solltest dich nicht mit deiner Rolle zufrieden geben!
Du solltest auch aus deiner "Opferrolle" raus, und schauen was dir gut tut, was du wirklich willst, deine eigenen Interessen ausleben, und nicht nur gucken, das es dein Freund bequem hat.

lg Sandra

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Hallo, wäre um Unterstützung bei meinem Fotowettbewerb sehr dankbar!

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DANKE
06.04.2008 11:08 sandra ist offline E-Mail an sandra senden Beiträge von sandra suchen Nehmen Sie sandra in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie sandra in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von sandra anzeigen Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
pitti79 pitti79 ist weiblich
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boah, wie heftig....

Das erste was ich gedacht habe, war hör auf ihn verstehn zu wollen. Er ist erwachsen und selbst für sich verantwortlich. Er hat eindeutig ein Problem mit sich und das muss er lösen, dabei kannst du ihm echt nicht helfen. Ich würde auf jeden Fall dem ganzem auf jeden Fall ein Riegel vorschieben und sei es erstmal die räumliche Trennung.
Vorallem tut es dir ja überhaupt nicht gut. Denk an dich und deine Tochter. Es kostet genug Kraft jeden Tag für ein Kind dazu sein und den Alltag gut zu organisieren. So einen Vater und Partner könnt ihr nicht gebrauchen. Da würde ich wirklich egoistisch sein und an mich und mein Kind denken. Wenn er sein Leben wieder auf die Reihe bekommen hat (und dafür ist nur er verantwortlich), kann er ja wieder für euch da sein.

Hör auf es ihm recht machen zu wollen, damit machst du es nur schlimmer.

LG, Pitti

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News aus dem Rostocker Untergrund
06.04.2008 16:08 pitti79 ist offline E-Mail an pitti79 senden Beiträge von pitti79 suchen Nehmen Sie pitti79 in Ihre Freundesliste auf Webnews Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
chaotine chaotine ist weiblich
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@schiffchen: weiß nicht woher ich die kraft nehme. Ehrlich gesagt fällt es mir eher schwer dieses „kompliment“ anzunehmen, dass das Stärke ist. Habe vielmehr das gefühl, dass ich alles nur geschehen lasse und nicht wirklich ein handelndes subjekt bin, bin durch die angst vor trennung so gelähmt, dass ich mich so passiv fühle. Es geht halt immer weiter. Nach jedem desaster kommt doch wieder ein neuer tag. Und durch die kleine bekomme ich unheimlich viel kraft! Muss ja auch …
zurückgeschrien hab ich auch schon! Er hat mich schon derart aus der fasson gebracht, dass ich mich selbst nicht wiedererkannt habe. Gebracht hat es nichts. Er nimmt das nicht ernst. Er ist einfach so von seinen ansichten überzeugt, dass er meine meinung nicht mehr ernst nehmen kann.
Du sagt, ich soll ihm klar sagen, wenn er sich um anouk kümmern soll (aber mein gefühl, dass dadurch eine schieflage in die verantwortung kommt, kannst du nachvollziehen oder?) … auf jeden fall danke für deine meinung.


@carmen: es tut gut zu lesen, dass jemand diese situation nachvollziehen kann. Der innere druck, es irgendwie besser und auf jeden fall richtig machen zu müssen, um eine exploision zu verhindern, selbstzweifel weil man es einfach nicht besser schafft und durch die vorwürfe schon total verunsichert ist und alles in frage stellt was man tut und denkt, obwohl man doch eigentlich gar nicht anders kann oder weiß … und im gegensatz dazu das gefühl der liebe für den menschen … irgendwie psycho oder? ;/
deine idee des borderline hat bei mir schon ziemlich reingehauen, weißt du warum? Vor wenigen tagen ve