IlkaM.

Lionheart
   

Dabei seit: 27.11.2003
Alter: 36 Jahre
Beiträge: 809
Mein Gästebuch: aktiviert
Herkunft: Stuttgart Interessen: Schreiben, Lesen, Musik, Spielen Beruf: Diplom-Pädagogin, Mutter und Lektorin Kinder: Anna, geboren im September 2003
Level: 38 [?]
Erfahrungspunkte: 1.362.153
Nächster Level: 1.460.206
 |
|
Och Akira
Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich während der Schwangerschaft auch sehr heftig geträumt habe, und in der Regel waren das keine schönen Träume.
Auch war ich in dieser Zeit total streitlustig wildfremden Menschen gegenüber (passiert mir im "Normalzustand" nie
).
Wenn Du unter dieser Angst leidest, dann empfehle ich Dir, mit Deinem Frauenarzt darüber zu sprechen. Ich bin mir sicher, dass er sowas nicht zum ersten Mal hört und vielleicht den ein oder anderen Tipp für Dich hat.
Von mir: zum einen eine Beruhigung bzw. eine Erklärung: In Deinem Körper passiert gerade unheimlich viel! Deine Hormone sind im Ausnahmezustand, Deine Psyche ebenfalls. Dein ganzer Körper und Deine Seele stellen sich darauf ein, dass Du jetzt bald Mutter sein wirst. Und damit helfen beide Dir, Dich auf etwas vorzubereiten, das völlig neu (und toll!!) für Dich ist.
Die Träume zeigen Dir an, dass es in Dir arbeitet. Dass da - ja - ganz viele Ängste und Befürchtungen in Dir drin sind: Angst, es nicht zu schaffen, Angst, überfordert zu sein ... ganz neue Ängste um das Leben derer, die Du liebst und die (wie im Falle des Kindsvaters) eine ganz neue, wichtige Rolle in Deinem Leben einnehmen ...
Das ist TOTAL NORMAL und gesund!
Verstehst Du: Dein Körper weiß das alles ganz intuitiv, Du brauchst darüber nicht extra nachgrübeln. Träume sind eine tolle Sache, denn sie räumen Deine Seele auf. Und im richtigen Moment wirst Du dann feststellen: Hoppla - ich HABE sie ja, die Kraft, die ich brauche!
Kannst Du versuchen, Dich mit Musik zu entspannen? Oder indem Du Dich einfach aufs Sofa legst und in Dich - zu Deinem Baby - hineinhorchst? Halte Zwiesprache mit ihm, versprich ihm, dass Ihr das zusammen schaffen werdet - Ihr zwei und der Papa
Letzterem kannst Du leider kaum klarmachen, was in Dir passiert - er wird es höchstens mit dem Verstand begreifen können, nicht aber nachempfinden. Trotzdem solltest Du, denke ich, ihm erzählen, wie es Dir geht und warum das so ist (die meisten Männer haben ein vages Verständnis dafür, wenn frau etwas von "den Hormonen" sagt
). Vielleicht findet Ihr ja eine Lösung - dass er zum Beispiel sich zwischendurch mal meldet, wenn er unterwegs ist (das muss er dann aber auch tun - also bitte nur abmachen, wenn er in solchen Dingen zuverlässig ist!).
Dass Du vor anderen Menschen, die Dir unheimlich sind, grade mehr Angst hast als sonst: Das wird sich wieder normalisieren! Wie gesagt: Du wirst jetzt ganz auf "Mutter" programmiert. Und Mütter machen sich nunmal Sorgen um ihr eigenes und das Leben ihres Kindes.
Achso: Wenn Du vor der Geburt Angst hast, dann erkundige Dich in der Klinik, in der Du entbinden möchtest, bitte ausdrücklich nach der Bereitschaft, Frauen PDAs zu setzen oder sonstwie mit den Schmerzen umzugehen. Wenn Du da auf ein liberales Umfeld stößt, wird es Dir leichter fallen, in die Geburt zu gehen mit dem Gedanken im Hinterkopf "und wenn ich glaube, es geht nicht mehr, dann kann ich mir helfen lassen ..." Das wäre KEIN Image-Kratzer!
oops, fast vergessen:
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von IlkaM.: 08.04.2008 09:13.
|
|