May6276
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Themenstarter
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@blackcat:
ich schätze deine ehrliche Meinung und mache mir meine Gedanken darüber.
Allerdings: die einzige Rolle, die seine Exfrau noch in seinem Leben hat, ist, dass sie die Mutter seiner Kinder ist.
Diese Rolle wollte ich keinesfalls übernehmen oder ihr wegnehmen. Werde ich nie können und möchte ich auch nicht. Ich wollte ihm als Vater auch nicht im Wege stehen und tue es auch nicht.
Ich sehe, dass du sehr verschärft von deiner Position ausgehst, weil du vielleicht nur von dieser Position ausgehen kannst. Du bist selber Mutter und siehst die Dinge von dieser Seite.
Allerdings gebe ich dir nicht recht, dass sie ihre Position hat und ich sie mir erst erkämpfen muss. Sie hat in seinem Leben KEINE Position mehr, nur die Position "Mutter seiner Kinder".
Du sagst"sie hat ihre Position, komm damit klar oder nicht!".
Sprich: du hast auch einen Mann, dessen Exfrau noch auf Familienfeiern integriert ist, die überall präsent ist und du gehst damit locker um?
Denn nur was man selber lebt, kann man von anderen erwarten und ihnen in dem Punkt Ratschläge geben.
Wenn du echt so locker damit umgehst und nach wenigen Monaten mit deinem freund umgegangen bist, zieh ich den Hut vor deinem Selbstbewusstsein!
Die eine Seite ist die, dass die Mutter seiner Kinder "da" ist und immer in gewisser Weise da sein wird (bei Heirat der Kinder usw.).
Die andere Seite ist, dass ich neu in sein Leben gekommen bin, dass er für sich eingerichtet hat und ich das alles erstmal verstehen muss!
Menschen sind keine Roboter.
Es ist eine natürliche Sache, dass man erstmal skeptisch ist, vielleicht Angst hat, ein bissl eifersüchtig ist, weil man nicht genau weiß, was "da noch ist".
Nur, wie man damit auf lange Sicht umgeht und es für sich abklärt, ist was anderes, da gebe ich dir recht. Auf lange Sicht geht es nicht, dass man ein Problem damit hat. Es sei denn, es ist tatsächlich noch nicht alles geklärt.
Er hatte Jahre Zeit, Dinge für sich abzuklären und ich hatte jetzt 4 Monate Zeit, in seine Denke (und die Denke mit Kindern und Co) einzusteigen.
In dem Punkt, dass Liebe auf Vertrauen basieren muss, gebe ich dir vollkommen recht!
Vertrauen wächst allerdings nicht direkt nach vier Monaten.
Du findest, dass ich nicht gut mit ihr umgegangen bin?
Aber wie ist sie denn mit mir umgegangen? hat sie gesagt "hey, mach dir keine Sorgen!"?
Nein! Sie hat mich angebrüllt und da frage ich mich, wer souveräner mit der Sache in der Situation umgegangen ist.
Dazu muss ich kukulux recht geben:
"denn das es eine nicht gerade so gottgegebene alltägliche situation ist und man skeptisch ist, sollte in dem fall schon klar sein."
Ich saß zum ersten mal auf einer kleinen Familienfeier mit meinem Freund. Ich habe zum ersten mal seine Verwandten richtig kennen gelernt. Dann kam seine Exfrau reingeschneit und setzte sich genau mir gegenüber!!
Wie hätte ich reagieren sollen? Ich war eh nervös, wie seine Familie auf mich reagieren würde!
Und dann sofort mit dieser Situation konfrontiert zu werden und SOFORT zu ihr zu gehen, ist doch ein bisschen zu viel verlangt, oder?
Eigentlich hätte es ihr Part sein sollen bzw. wäre das gut gewesen.
Hätte sie echt auf der Feier gesagt "hey, ich bin die und die, du brauchst kein Problem mit mir zu haben!" wäre ich mit ziemlicher Sicherheit bald zur Ruhe gekommen.
Aber stattdessen kam sie uns draußen mit hochrotem Kopf entgegen und hat sich vor allen Verwandten (inkl. ihrem Freund) blamiert!
Ich hab nicht zurückgebrüllt, sondern sagte nur zu ihr, dass sie sich jetzt gerade peinlich verhalten würde.
Danach hat mein Freund die Sache auch mit anderen Augen gesehen!
Aber er meint dazu "ok, sie verliert gerade ihre Kontrolle und sie hat ein Problem damit, aber es interessiert mich nicht mehr, was in ihrem Köpfchen vor sich geht und ich möchte mich damit auch nicht befassen!"
Als ich meinen Freund kennen lernte, lebte er noch in dem Haus, das er mit seiner Exfrau gebaut hatte. Sie haben letztes Weihnachten zusammen verbracht (auch mit ihrem Freund), allerdings kam er schnell zu mir.
Mittlerweile ist er aus dem Haus ausgezogen und hat zum ersten mal eine eigene Wohnung. Nebenbei gab es anonyme Anrufe, wobei ich ihr jetzt nicht unterstellen kann und will, dass sie das war. Schließlich hatte er auch noch andere Freundinnen.
Dann bekam ich einmal einen Anruf von ihr mit, wo sie sagte "nimmst du den Hund? Aber nimmst ihn nicht mit nach...?" (in meine Stadt)
Natürlich ist es irgendwo seine Angelegenheit, sich da durchzusetzen und seine Grenzen zu ziehen. Wenn er das nicht tut, bin ich eh am falschen Platz.
Aber dennoch wühlt es mich auf, es nervt mich und ich möchte einfach mit ihm zur Ruhe kommen.
Er möchte, dass ich das komplett ausblende und mich nur auf uns konzentriere.
Ich kann das nur so schwer, ich hab nicht seine Denke, seine rationale Art, damit umzugehen. Ich bin ein sehr emotionaler Mensch und möchte dann immer wissen "warum, wieso, weshalb?", um mir Klarheit/Sicherheit zu verschaffen.
Es kommen von meiner Seite auch noch mehrere Aspekte hinzu:
1. ich kenne es, dass man mir jemanden "wegnimmt" (aus meiner Kindheit). Das ist ein uraltes kindliches Gefühl.
2. ich habe Angst davor, dass er etwas mit ihr hat, was wir nicht haben werden. Aber von dieser Denke muss ich wegkommen, denn es müssen nicht immer Kinder sein, die Menschen extrem verbinden. Ich kann gut an den Kern von Menschen gelangen und das ist etwas, was er noch nie bei einer Frau erlebt hat. Wenn man Kinder hat, hat man wohl wenig Zeit für seinen Partner und er meinte, dass er mit seiner Exfrau nur noch nebeneinander her gelebt hat und das wird mit mir nie passieren, weil ich nicht der Typ dazu bin.
Aber das ist eine Sache, die eigentlich unabhängig von der Exfrau steht, das ist meine eigene Problematik, mit der ich in's Reine kommen muss und möchte.
Ich habe bereits meine "Position" bei ihm. Nur muss ich selber erstmal begreifen, dass ich sie habe, denn dann kann eine Exfrau rumbrüllen, wie sie will oder ihre Kontrolle verlieren und es wird mich nicht stören.
Ihre Position in seinem Leben hat sie vor Jahren schon verloren, obwohl sie bis heute denkt, dass sie noch eine hat.
Ich hab einfach nur keine Lust auf eine Frau, die noch um einen längst verlorenen Platz kämpfen will.
Und das geschieht alles neben einem frischen kennen lernen zwischen meinem Freund und mir. Man möchte, dass sich die Gefühle entwickeln, man möchte das Verliebtsein genießen, ungestört, ohne äußere Einflüsse. Man möchte gucken, wie stark die Liebe ist und wird. Und dann hat man nebenher noch so einen Kampf, der einen immer wieder vom echten Weg abbringt...nämlich die neue Liebe zu genießen!
Liebe Grüße
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