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Hallo ihr Lieben, mir steht der Besuch morgen noch bevor. Muss dazu sagen, dass es sich gebessert hat und die Zeiten, als sie mich aus dem Haus schmeißen wollte, auch ein paar Jahre vorbei sind. Dennoch werden wie nie dicke Freundinnen und unser Verhältnis ist neutral-nett, nicht übermäßig klasse.
Ich kann nur allen raten, sich ein dickes Fell zuzulegen. Am Anfang habe ich immer patzig auf sie reagiert, was ihr nur mehr Grund gab, Argumente gegen mich zu sammeln. Selbst wenn ich im Recht war. Ich habe dann ein/zwei Jahre erstmal auf Durchzug geschaltet, habe nur das Notwendigste geredet. Wenigstens hatte sie dann nichts, worüber sie stänkern konnte. Nach und nach habe ich mich dann etwas eingebracht, habe ihr Fragen gestellt, ihr auch mal zur Begrüßung die Hand gegeben usw. das hat sie wohlwollend aufgenommen. Es gibt zwar immer noch Dinge, die ich ihr nicht vergessen werde, aber grundsätzlich haben meine Schwiegereltern wohl so nach und nach ein positives Bild von mir bekommen. Nachdem ich sie 6 Jahre lang siezen musste, haben sie mir letztes Jahr das "du" angeboten und mit mir Brüderschaft getrunken. Das fand ich nett, obwohl ich hinterher festgestellt habe, dass die Schwester meines Schwiegerpapas das angeleiert hat... mit der verstehe ich mich nämlich supergut und hab ihr bei den gelegentlichen Besuchen auch irgendwann mal das Herz ausgeschüttet. Sie hat meinen Schwiegereltern dann quasi einen kleinen Anstoß gegeben, dass sie sich nicht so zieren sollen und sie die Beziehung zwischen mir und ihrem Sohn nichts angeht.
Versucht es doch einfach mal, der Schwiegermama den Wind aus den Segeln zu nehmen. Manchmal reicht auch ein kleines Wort oder eine nette Frage. Vielleicht sind sie ja dann einsichtig. Bei mir hat es auch Jahre gedauert. Mein Freund hat auch ein wenig Aufbauhilfe geleistet, indem er mich noch intensiver gelobt hat vor seinen Eltern. Und seine Eltern geben glaube ich doch Einiges auf seine Meinung.
Es fiel mir zwar schwer, aber ich habe akzeptiert, dass sie eben ganz anders ticken. Seitdem ich ihnen entgegen gekommen bin, haben sie sich ein stückweit mir gegenüber geöffnet. Wie ich schon sagte - wir werden nie auf einer Wellenlänge liegen und ich kann mir immer noch bessere Schwiegereltern vorstellen, aber ich bin froh, dass es zumindest so ist, wie es jetzt ist.
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