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Erst mal lieben Dank für die Antwort und die virtuelle Umarmung!
Seit gestern Abend weiß ich nicht mal mehr, ob es erst seit September bergab geht oder das alles nicht doch schon viel eher angefangen hat. Wir haben zwar insoweit den anderen wissen lassen, dass wir unendlich traurig sind, aber das war es dann im Grunde auch schon. Als Frau habe ich natürlich mehr über meine Gefühle gesprochen als er. Er hat sich die Schuld daran gegeben, dass ich solche Schmerzen durchleben muss. Ich konnte ihm nur wieder und wieder sagen, dass niemand die Schuld daran trägt. Ansonsten haben wir nichts weiter unternommen, um die Sache gemeinsam zu verarbeiten. Ob das der Auslöser war? Ich weiß es nicht. Seit unserem Gespräch gestern Abend glaube ich jedoch, dass da noch viel mehr hintersteckt. Warum er letztendlich fremdgegangen ist kann ich auch nicht mit absoluter Sicherheit sagen. Vielleicht einfach nur, um sich ein Stück Selbstbestätigung zu holen? Er sagte gestern Abend nur, dass es ihm auf eine Art sehr leid tut, dass er mir das angetan hat. Aber auf der anderen Seite nicht. Auf die Frage, inwiefern er es auf der anderen Seite nicht bereut, konnte er nur sagen, dass er so wenigstens weiß, dass er sexuell kein Problem hat. Ich weiß nicht, was genau in dieser Hinsicht in seinem Kopf rumgeht und ich erhielt auch auf meine tausend Fragen diesbezüglich keine wirkliche Antwort. Ich weiß nur, dass es mit anderen Frauen sexuell um einiges anders und besser ablaufen muss, sei es jetzt der Seitensprung oder seine vergangenen Beziehungen. Ich habe ihn gefragt, was mit mir so anders ist, warum er bei mir das Gefühl hat, er bringt es nicht, aber er sagte nur, dass ihn solche Themen unheimlich zur Weißglut bringen und er mir nicht sagen kann, was ich machen soll, damit er mit mir glücklich im Bett ist. Ich weiß jedenfalls soviel, dass ich mit ihm als Sexpartner überaus glücklich war/bin. Vielleicht liegt das aber auch alles an meiner mangelnden Erfahrung in solchen Dingen, immerhin ist er gerade mal der zweite Mann mit dem ich in der Hinsicht Erfahrungen sammeln konnte/wollte. So, traurig das auch klingt für eine fast 29-Jährige. Ich bin in solchen Sachen leider etwas zurückhaltend und unsicher. Ich weiß einfach nicht, wie ich ihm mehr Spaß bereiten kann, schon gar nicht dann, wenn er nicht mit mir reden kann und mir sagen kann, was ihm gefällt und was er beim Sex mit mir vermisst.
Ich habe inzwischen derart große Zweifel an mir selbst, dass es mir schwer fällt, in den Spiegel zu sehen.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wie sollen wir dieses Problem aus der Welt schaffen, wenn er nicht mit mir reden kann/will? Ich weiß nur, dass es so nicht weiterlaufen kann, denn so würde das alles nur wieder passieren. Da bin ich mir sicher. Auch weiß ich nicht, wie es mit mir und meiner Schwangerschaft weitergehen soll. Ich wollte früher nie Kinder, erst bei ihm ist dieses Gefühl in mir aufgekommen. Und jetzt soll ich dann womöglich am Ende doch alleine dadurch?
Ich will ihn einfach nicht verlieren, trotz dieser Geschichte, dazu liebe ich ihn zu sehr, ich war stets überglücklich mit ihm, auch wenn es hier und da mal Reibereien gegeben hat, das ist normal. Nur er glaubt mir nicht, wenn ich ihm sage, dass ich nie jemanden so sehr geliebt habe wie ihn und dass ich unendlich glücklich mit ihm bin.
Ich kann das alles einfach nicht verstehen. Wieso hat er nicht das Wort mit mir gesucht? Vor nicht mal einem Jahr hat er um meine Hand angehalten und sich ein Kind von mir gewünscht und jetzt sagt er mir, dass er sexuell mit mir nicht glücklich ist, aber auch nicht mit mir darüber reden will? Wir hatten diese bzw. eine ähnliche Sexdiskussion bereits vor etwas über einem Jahr, also kurz vor dem Antrag und seiner Wunschäußerung bezüglich des Kindes. Da muss schon irgendwie der Wurm drin gewesen sein. Warum dann noch der Antrag und das Kind?
Ich weiß einfach nicht mehr weiter! Ich hätte auch nichts gegen eine Paartherapie oder ähnliches, aber wenn er schon nicht alleine mit mir reden kann, dann wird er auch nicht bereit sein, dort zu reden. Und wenn ich daran denke, wie er bei diesem Thema reagiert, will ich eigentlich auch gar nicht versuchen, ihn zu fragen, ob er dieser Sache zustimmen und mitkommen würde.
S.
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