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Ich fürchte, ich sehe das Ganze auch mehr aus der Perspektive der "bösen" Mutter.
Freundin schleicht sich nachts aus dem Haus, um die Nacht mit einem Jungen zu verbringen.
Also so wünschenswert cool ist vermutlich keine Mutter, dass sie das OK findet. Und die einschlägigen Talkshows sind doch gerade voll von 12, 13 und 14-jährigen Müttern, die auch alle gaaanz toll aufgeklärt waren und sich überhaupt nicht erklären konnten, wie's denn zu der Schwangerschaft kam - muss wohl doch der Klapperstorch gewesen sein. Und wenn man denn mit den halbreifen Gören diskutiert, kriegt man blöde Antworten: Was willst du denn. Ich bin doch selbst für mich verantwortlich. Ist doch mein Körper. Ist doch mein Leben. usw.
Kids - selbst wenn ihr geschlechtsreif seid und ein paar Jahre später sogar volljährig - selbständig seid ihr deshalb noch lange nicht. Wenn ihr finanziell auf eigene Füßen steht und euch nach solchen hoppalas nicht kleinlaut zu den Eltern oder auf die Jugendämter begeben müsst - dann seid ihr selbstständig! Aber bis dahin gestattet bitte denen, die nachher einen Großteil der Folgen ausbaden müssen, sich Sorgen zu machen oder durch ein paar Einschränkungen ein Mindesmaß an Vorsorge zu treffen.
Die Mutter tut zu Hause nichts und deine Freundin muss alles machen?
Wenn ich meine Tochter (17) bitte, mal den Müll rauszubringen und die Spülmaschine leer zu räumen (und alles auch noch am gleichen Tag), glaubt die auch, sie hätte die komplette Hausarbeit einer Kleinstadt allein zu bewältigen und ich würde nur Kaffee trinken und mir die nächsten unangemessenen Aufträge ausdenken.
Und wenn ich meine Tochter bitte, ihr Zimmer oder ihren Kleiderschrank aufzuräumen oder sie nach unseren Absprachen dran ist, irgend einen Raum zu putzen und sie hat es wieder mal nicht getan, weil sie ganz dringend 10 Stunden durchgehend abhängen musste und darauf vertraut hat, dass ich es übersehe/vergesse, dannn macht sie es eben abends um 23 Uhr. Wenn ich sie morgens um 4:00 Uhr wecke, damit sie es vor der Schule macht, ist es ihr vermutlich auch nicht recht.
Das Zusammenleben in einer Familie gleicht einer kleinen Organisation, in der sich alle Rädchen mitdrehen müssen. Tut mir leid Leute, aber aus dem Paradies wurde wir seinerzeit vertrieben und eure Mütter/Eltern sind nicht eure Sklaven.
Und wie wäre es mir einem Angebot von dir, dass du deiner Freundin vielleicht bei ihrer Hausarbeit hilfst? Auf die Art seid ihr zusammen und könnt ihre Mutter vielleicht überzeugen, die so ersparte Zeit (nach getaner Arbeit) gemeinsam verbringen zu dürfen.
__________________ Ich glaube - an das Gute im Menschen.
Ich glaube - dies auch ohne allsonntägliche Rituale.
Ich glaube - wir sind uns selbst überlassen.
Ich glaube - wir waren noch nicht reif dafür.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Christa123: 27.08.2008 16:30.
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