Birgit

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Stillen senkt Kosten im Gesundheitswesen |
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Hallo habe hier sehr interessanten Artikel gefunden.
Stillen senkt Kosten im Gesundheitswesen
Unser Gesundheitssystem ist alles andere als fit!
Fast täglich berichten sämtliche Medien über die explodierenden Kosten im Gesundheitswesen. Die Krankenkassen fordern Einsparungen, die Patienten sollen mehr zahlen. Gesundheitsprävention hat einen wichtigen Stellenwert bekommen. Das Gesundheitsministerium veranstaltet regelmäßig Kampagnen für Vorsorgeuntersuchungen, gegen das Rauchen, Gesundheitstage werden in den Gemeinden abgehalten aber das Thema Stillen im Zusammenhang mit Gesundheit von Mutter und Kind sucht man vergeblich.
Stillen ist ideale Prävention
Dabei beginnt Gesundheitsprävention eben schon bei der Ernährung unserer Jüngsten. Die von der Natur vorgesehene Nahrung für Babys ist die Muttermilch. Sie versorgt Babys nicht nur perfekt mit allen Nährstoffen für ein optimales Wachstum und eine gesunde Entwicklung, sondern schützt es auch vor Erkrankungen. Immer neue Studien weisen darauf hin, dass gestillte Kinder gesundheitliche Vorteile haben, die zum Teil weit bis in das Erwachsenenalter hineinreichen. Nicht gestillte Kinder neigen häufiger zu Übergewicht, als gestillte, übergewichtige Kinder haben ein hohes Risiko auch als Erwachsene übergewichtig zu sein. Und damit ein deutlich höheres Risiko für Herz- Kreislauferkrankungen. Gestillte Kinder haben seltener Atemwegserkrankungen, die einen Spitalsaufenthalt erfordern, weniger Durchfallserkrankungen, Harnwegsinfekte und Hals-Nasen-Ohrenerkrankungen um nur einige zu nennen.
Stillförderung zahlt sich aus
Aktuelle Statistiken zeigen, dass jedes nicht gestillte Kind in westlichen Ländern im ersten Lebensjahr etwa 400 bis 500 Euro an direkten medizinischen Mehrkosten verursacht. Die logische Konsequenz daraus müsste eigentlich eine bundesweite, intensive Stillförderung sein.
So gehört das Stillen in die Lehrpläne der Schulen integriert und in die Curricula aller Gesundheitsberufe aufgenommen, die WHO/UNICEF Initiative „Stillfreundliches Krankenhaus“ unterstützt ebenso wie der Ausbau von Stillambulanzen. Höhere Stillraten bedeuten mehr Gesundheit für Kinder und Frauen. Da gibt es in Österreich aber noch großen Handlungsbedarf, denn Stillförderung ist bei uns noch immer vom regionalen Engagement abhängig.
Das Beispiel Norwegen macht deutlich, was konsequente Stillförderung auf nationaler Ebene bewirken kann. In Norwegen werden heute 9 von 10 Babys gestillt, alle Geburtskliniken sind „Stillfreundliche Krankenhäuser“ entsprechend den WHO/UNICEF Kriterien.
In einer Presseaussendung des Gesundheitsministeriums im August dieses Jahres gab Gesundheits-staatssekretär Univ. Prof. Dr. Rudolf Waneck die Einrichtung einer Nationalen Stillkommisssion bekannt (siehe auch diesen Beitrag bzw. diesen Link), „ Da mir die Förderung des Stillens ein besonders wichtiges Anliegen ist..“ so Waneck. Ein erster Schritt das Thema Stillförderung in die heimische Gesundheitspolitik aufzunehmen. Bleibt zu hoffen, dass außer Worten auch endlich Taten erfolgen und diese mit den notwendigen finanziellen Mitteln unterstützt werden.
Eva Böhm
__________________ Liebe Grüße Birgit
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