Todesurteil Krebs, wie gehts weiter? |
allyson

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Re: Todesurteil Krebs, wie gehts weiter? von allyson (10.12.2008 17:15) |
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| Zitat: |
Original von Zuckerschneckle
was ich überhaupt nciht verstehen kann, ist das verhalten des vaters der tochter. gibt es denn nicht die möglichkeit mal ein gespräch unter vier augen zu führen mit ihm? so schlimm sich das anhört - warum will er jetzt um das sorgerecht kämpfen???? an seiner stelle sollte er dafür sorgen, dass die kleine jetzt noch so viel zeit wie möglich mit ihrer mama hat. er hat danach noch genug zeit.... |
Er ist einfach ein Ar***, der seine Exfrau über alles hasst und ihr so viel und so stark wie nur möglich weh tun möchte. Angekratztes Ego weil sie die Scheidung wollte nehme ich an.
Ich hoffe so sehr, dass sich die Ärzte irren und sie noch sehr viel mehr Zeit als diese paar Monate hat.
Bei ihr wurde der Darmkrebs erst viel zu spät festgestellt. Er hat metastasiert und sitzt jetzt überall... .
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10.12.2008 17:15 |
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Capricorn70

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Re: Todesurteil Krebs, wie gehts weiter? von Capricorn70 (10.12.2008 20:36) |
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Hallo!
Das ist wirklich ein heikles Thema. Ich selber habe meinen Vater vor knapp 3 Monaten an Krebs verloren. Als er die Diagnose bekam war der Krebs schon weit fortgeschritten. Es war Speiseröhrenkrebs der bereits gestreut hatte. Mein Vater lehnte die Chemo ab, weil man ihm sagte dass sie ihm nur ein paar Wochen Verlängerung bringen würde.
Er wollte auch unbedingt zu Hause bleiben. Mitleid wollte er nicht und Hilfe hat er auch erst spät annehmen können (eben als er merkte, dass es nicht mehr anders ging).
Ganz zum Schluss hatten wir auch Kontakt zur Palliativmedizin. Das war eine gute Entscheidung!
Wenn ihr eurer Freundin helfen und sie bis zuletzt begleiten möchtet, dann verlasst euch auf euer Gefühl. Irgendwann wird auch sie die Hilfe annehmen.Gebt ihr einfach die Gewissheit, dass sie den Zeitpunkt bestimmt.
Ich wünsche euch ganz viel Kraft und alles Gute!!!
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10.12.2008 20:36 |
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Katy70

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Re: Todesurteil Krebs, wie gehts weiter? von Katy70 (11.12.2008 12:09) |
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Bücher zu diesem Thema
Tja, schwieriges Thema. Ich weiß gar nciht, warum der Exmann noch kämpft. Ist es nicht automatisch so, daß er das Kind zugesprochen bekommt, wenn die Mutter tot ist?
Die Mutter einer Freundin unserer Tochter ist gestorben, da waren ihre Kinder 6 und 8 Jahre alt. Sie hat bis zum Schluß geglaubt, es zu schaffen, hat Chemos u.a. abgebrochen, ist in eine Spezialklinik in die Schweiz gefahren, weil sie dachte, die könnten ihr dort mit Homöopathie helfen! Sie haben nur noch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, sie konnten sie nur noch beim Sterben begleiten. Und erst, als sie kurz davor war, hat sie das realisiert!! Vielleicht wollen die Leute es nicht wahr haben? Sie hat immer nur von der Zukunft gesprochen, was sie alles noch machen möchte, nie davon, daß sie es nicht mehr kann.
Vielleicht ist es bei der Freundin ähnlich? Ich denke, einmal ist sie sehr kaputt, nach der Chemo, deshalb vielleicht auch, Ruhe haben? Vielleicht sortiert sie aber auch in der Zeit ihre Sachen, daß alles geregelt ist?
Ich denke, wenn ihr hin und wieder anruft, Ihr vermittelt, daß Ihr für sie da seid....das ist schon viel. Wenn sie darüber sprechen will, sprecht mit ihr, ansonsten lebt so wie bisher, vielleicht braucht sie die Verdrängung, die Normalität? JEder geht damit anders um. Richtet Euch nach ihr, macht nichts anders, trefft Euch, einladen, unternehmt was (soweit das geht), das mit dem Zentrum ist eine gute Idee.
Gibt es im INternet nicht vielleicht ein Forum, speziell für dieses Thema? Guck doch mal nach! Eine schxx Situation!! Aber das LEben geht weiter!
Hier und da sehe ich die beiden Kinder noch, das Jüngste ist jetzt 12 Jahre alt. Es kommt mir manchmal so vor, als wäre die Mutter einfach ausradiert worden.....schon erschreckend. Aber welche Wahl hatten die Kinder, als wieder anzufangen zu leben.....sie sind beim Vater, sehr selbstständig, weil er den ganzen Tag arbeitet.
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11.12.2008 12:09 |
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NicoleM unregistriert
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Re: Todesurteil Krebs, wie gehts weiter? von NicoleM (11.12.2008 12:24) |
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Vielleicht braucht sie die Selbstständigkeit, um ihr restliches Leben zu genießen?
Mitleid kann niemand gebrauchen - denn ein mit-leiden hilft keinem. Und Hilfe sucht und nimmt man sich meist, wenn es einfach wirklich nicht mehr geht. Warum sollte das unter Krebs anders sein?
Was ihr Mann mit ihr macht, ist grausam und schlimm - aber aus welchen Bewegründen, könnte man nur mutmaßen - und das lasse ich.
Was du - ihr --- machen könnt? Seid für sie da, wenn sie das will. Und lasst ihr ihre Ruhe, wenn sie nicht von sich aus kommt.
Ich habe - gut, ich war ein Teen - viele Jahre neben meinem sterbenden Stiefvater gelebt.
Und er war immer Horst. Punkt. Nicht "Horst der Sterbende" nicht "Horst der Kranke" -
ohne das Thema zu verdrängen. Aber das Sterben ist nciht alles - das kommt von alleine.
( Er hatte Leberkrebs - zum Schluss überall Regio- und Fernmetastasen )
Er hat die Chemo immer mitgemacht - insgesamt 8 mal - und sein Leben dadurch um knapp
7 Jahre verlängert. Gestorben ist er, nachdem sein Zwillingsbruder an Magenkrebs starb.
Sowas kann zum Aufgeben führen.
Aber ich schweife ab.
Wichtig ist, dass es so weiterläuft, wie es für sie richtig ist. Und selbst, wenn es nicht richtig sein sollte - ist es ihre Entscheidung. Vielleicht die einzige Freiheit, die sie in ihrem Gefängnis Krebs noch hat.
LG
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11.12.2008 12:24 |
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