Organspende - Ansicht als Christ |
Ilona

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Re: Organspende - Ansicht als Christ von Ilona (14.09.2006 16:08) |
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Generell schleiße ich mich melas Aussage definitiv an. bin stolze Organspendeausweis tragende und ohne konfeszionszugehörigkeit. Einen Glauben habe ich zwar jedoch deckt sich der in den wenigsten Fällen mit den bekannten Glaubensrichtungen.
Nun zu deinen weiteren Fragen
| Zitat: |
Original von papaschlumpf
gerade die letzten drei Beiträge spiegeln auch in etwa meine Auffassung wider.
Nur, wo hört man dann auf und wo fängt man an? Besonders, wenn man Organspende aus Nächstenliebe befürwortet.
1. Wann entscheidet meine Frau (die ich als die Entscheiderin, ob lebenserhaltende Maßnahmen weiter fortgeführt werden oder nicht), dass abgeschaltet wird, um in Frage kommende Organe überhaupt verwenden zu können? |
Ganz einfach so etwas habe ich z.B. in einem speziellen Testament (patientenverfügung) für solche Fälle fest gesetzt. Wenn es keine große Chance laut der Meinung der Ärzte gibt sollen die Geräte abgeschaltet werden. Bei mir festgesetzt bei einer Überlebenschance ohne bleibenden Schäden unter 10 % da kann auch mein Mann dann nicht einfach sagen das ich weiter an den Geräten bleiben soll.
| Zitat: |
| 2. will ich in einer schweren Stunde das meiner Frau zumuten, über "mich" zu entscheiden? |
Wie geagt genau aus diesem Grund habe ich das fest gesetzt. Es ist sicherlich immer schwer zu entscheiden wie weit darf man denjenigen noch versuchen am leben zu erhlaten. Hut ab z.B. auch vor meinem Vater der damals entscheiden hat das meine Mutter, sie hatte leberzirose durch hepatites C im Endstaion, nicht an lebenserhaltene Geräte angeschlossen hat. Selbst die ärzte sagten ja damals das es das Leiden nur verlängern würde. Aber dennoch hängt man ja an Mann oder Mutter ud es könnte schnell eine entscheidung getroffen werden die eigentlich nciht wirklich sinnvoll ist da das unabwendbare dadurch nur herausgeögert werden würde.
| Zitat: |
3. wie sieht es, wenn man sagt, Organspende ok, mit Gentechnik aus, die es evtl. ermöglichen würde, ein "Ersatzteillager" zu klonen? Wo ist da dann der große Unterschied?
Fragen über Fragen. |
gentechmik ist der größte Fluch unseres Jahrhunderts und auch der größte Errungenschaft.
Solange die Einsätze dieses Mittels sich zum Heilen und helfen wenden kann man dem sicherlichwenig entgegensetzen, jedoch gibt es auch viele Dinge die das Leben einfach gefährden und diesbezüglich ist meine meinung ganz klar NEIN.
Ergo:
Organe klonen JA
ganze Menschen oder sonst irgendwelchen Unsinn NEIN
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Ilona: 14.09.2006 16:09.
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14.09.2006 16:08 |
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Fatimeh
User

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Re: Organspende - Ansicht als Christ von Fatimeh (15.09.2006 14:02) |
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Ich bin gegen einem Organspendeausweis. Aber falls z. B. meine Tochter eine Niere von mir bräuchte, könnte sie die haben. Ich kann auch mit einer Niere leben
LG
Denise
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15.09.2006 14:02 |
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kamial
**verwirrt**
 

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Re: Organspende - Ansicht als Christ von kamial (15.09.2006 14:25) |
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Bücher zu diesem Thema
| Zitat: |
Original von papaschlumpf
@kamial.
Verstehe ich jetzt nicht. Wenn Du sagst, der Tod eines Menschen sei gottgewollt oder "Schicksal", dann kreuzt Du die Pläne, indem Du die Leute evtl. durch Deine Spende weiterleben lässt. Da komme ich nicht mit.
Und im Weiteren heißt das dann doch, dass die Medizin keine Fortschritte machen darf. Vor Jahrhunderten hat man den Leuten einen Spiegel vor die Nase gehalten. Wenn der nicht gut bei Puste war und es nicht affenkalt war, hat sich da nix beschlagen. Also ist er verbuddelt worden. Auch sind sicherlich viele Leute an heute einfach zu diagnostizierenden Krankheiten/Infektionen gestorben. Allein, was durch Penicillin gerettet werden konnte... War das nicht gottgewollt? Warum griff er dann da nicht ein? |
Nein, weil wenn Gott es wirklich will dann wird auch ein kranker Mensch weiterleben können, egal ob mit Gentechnik oder Organspende. Ich denke wenn dann zwei Blutgruppen übereinstimmen und alle Voraussetzungen stimmen ist es auch Gottes wille bzw. Schicksal. Wenn ich überlege das ein Kind um sein leben kämpft und an einem anderen ort genau dann ein unfall passiert und so das Kind gerettet wird, ist es auch schicksal!
Du kannst es bitte nicht so hinstellen als würde Gott permanent irgendwelche Leute sterben lassen?
Natürlich kann man jetzt über Wissenschaft und Gott und Naturwissenschaften streiten. Es gibt aber auch einfach Sachen die passieren die man weder Physisch noch Psychisch erklären kann. und damit punkt. Für mich gibt es auf alle fälle eine Art von Gott und Schicksal. Etwas zwischen Himmel und Erde der/die dafür sorgt das alles seine Richtigkeit hat (was das auch immer sein mag) Bloß weil wir etwas falsch halten oder einer anderen Meinung sind muss es noch lang nicht so sein. Es hat schon alles seinen Sinn, für mich zumindest... :winken:
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15.09.2006 14:25 |
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papaschlumpf
Super-User
   
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Re: Organspende - Ansicht als Christ von papaschlumpf (15.09.2006 15:48) |
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| Zitat: |
Original von kamial
Nein, weil wenn Gott es wirklich will dann wird auch ein kranker Mensch weiterleben können, egal ob mit Gentechnik oder Organspende. Ich denke wenn dann zwei Blutgruppen übereinstimmen und alle Voraussetzungen stimmen ist es auch Gottes wille bzw. Schicksal. Wenn ich überlege das ein Kind um sein leben kämpft und an einem anderen ort genau dann ein unfall passiert und so das Kind gerettet wird, ist es auch schicksal!
Du kannst es bitte nicht so hinstellen als würde Gott permanent irgendwelche Leute sterben lassen?
Natürlich kann man jetzt über Wissenschaft und Gott und Naturwissenschaften streiten. Es gibt aber auch einfach Sachen die passieren die man weder Physisch noch Psychisch erklären kann. und damit punkt. Für mich gibt es auf alle fälle eine Art von Gott und Schicksal. Etwas zwischen Himmel und Erde der/die dafür sorgt das alles seine Richtigkeit hat (was das auch immer sein mag) Bloß weil wir etwas falsch halten oder einer anderen Meinung sind muss es noch lang nicht so sein. Es hat schon alles seinen Sinn, für mich zumindest... :winken: |
Moment.
1. Mein Neffe hätte definitiv nicht überlebt ohne Operation und gespendetes Gewebe. Ihn Sterben zu lassen hätte ich als Christ und aus ethischer/moralischer Sicht aber erst gar nicht in Erwägung gezogen.
2. wo stelle ich denn irgendwo was hin, dass Gott Menschen sterben lässt? Ich glaube (und lebe) nicht mit einem zornigen rachsüchtigen Gott, sonst wäre die Geschichte mit Jesus ziemlich sinnlos gewesen.
Aber ich mache mir halt in der heutigen Zeit Gedanken, wie weit es "fromm" (doofes Wort, ich weiß) ist, Organspende zuzulassen und aktiv mitzuwirken und wo da die Grenzen beginnen.
Gemeinsam sind wir (der Thread) doch beim Thema Nächstenliebe angekommen und da habe ich eben immer noch mein Problem, wer mir wichtiger ist.
Da gefällt mir Ilonas Ansatz schon recht gut, sicherlich kann man aber auch da streiten, ob der eine oder andere Arzt noch 10% Chancen gegeben hätte oder nicht. Ich kenne aus meinem Zivildienst Fälle, wo Leute eigentlich schon "tot" waren, ich kenne aber auch Fälle, wo man froh war, nicht alles abgeschaltet zu haben, weil Spezialkliniken doch (noch) was haben machen können.
Ein Was-wäre-wenn wird wohl keinem was bringen. Ich entscheide mich auch gerne für Organspende und Patientenverfügung, nur bin ich einer, der dann auch 100% dahinter stehen können muss. Und bisher scheinen mir alle Formulierungen ziemlich interpretierbar zu sein.
Grüße,
papaschlumpf
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15.09.2006 15:48 |
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Schiffchen

Ultra-User Level III
 

Dabei seit: 21.11.2004
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Beiträge: 2.885
Herkunft: Niedersachsen Kinder: 2 Jungs
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Re: Organspende - Ansicht als Christ von Schiffchen (15.09.2006 16:13) |
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- Hoffnung -
Letztendlich bleibt Dir, nachdem Du mit Deiner Frau/nächsten Angehörigen über Deine Entscheidung (wie auch immer sie ausfällt!) gesprochen hast, nur die Hoffnung, dass Du a) nie ein Spenderorgan/Knochenmarkspende brauchst und b) wenn Du sie brauchst, Du irgendjemand rechtzeitig findest, der sie Dir gibt und c) Du, solltest Du so jung sterben, dass sich eine Organentnahme "noch" lohnt, auch an jemand gerätst, der Deine Wünsche einhält! Ich glaube, dass ein gewissen "Vielleicht" immer bleibt. Auch wenn Du meinst, alles bedacht zu haben, gibt es sicher irgendwas, was dann total anders abläuft.
Solche Unwägbarkeiten gehören zum Leben dazu. Und das ist letztendlich in meinen Augen dann das, was "Gott gewollt" ist. Wenn jeder sein Bestes gegeben hat und es trotzdem anders kommt, dann hat es so sein sollen.
Ich weiß jetzt nicht, ob ich mich verständlich ausgedrückt habe, wenn nicht, entschuldigt es bitte.
LG Schiffchen
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15.09.2006 16:13 |
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