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ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse im Ratgeber Hyperaktivität + ADS - ADHS bei Kindern

Wenn Kinder ständig zappelig und hyperaktiv sind, haben Eltern meist alle Hände voll zu tun. Viele Kinder (und Eltern) leiden darunter. Andere Situation: Studien zufolge leidet jedes 10. Kind unter ADS / ADHS (ADS-Syndrom) aber man erfährt nur wenig darüber. Tauschen Sie sich mit anderen im ADS-Forum über Ihre Erfahrungen aus und holen Sie sich Hilfe. Stichworte: Hyperaktivität bei Kindern, Therapie, Medikamente, Schule.




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Der erste Beitrag des Themas ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse von Besen33 lautete:

Seit meine Tochter zur Schule geht, zweifle ich an meinen Erziehungsfähigkeiten. Bereits im Kiga fiel mir auf, dass sie gerne trödelt, geistig abwesend ist. Deshalb hab ich sie vorsichtshalber erst mit 7 eingeschult. Aber es wurde nicht besser. Im Gegenteil, die ersten Zeugnisse waren vernichtend. Unsere Tochter sei einerseits nicht in der Lage ruhig zu sitzen, "muss ständig sich zu jedem und allem äußern und stört dadurch den Unterricht" (Originalzitat! Böse Böse ), andererseits sei ihre Arbeitsweise extrem langsam und sie wirke phasenweise geistig total abwesend. Leider konnte ich diese Charaktereigenschaften nur bestätigen. denn auch zuhause bringt sie uns mit ihrem ununterbrochenen Redeschwall und ihrer Trödelei zur Weißglut. Seit kurzem kommt noch dazu, dass sie jede Regel und Grenze, die ihr gestellt wird erst einmal mit "ja, aber ich möchte doch nur ..." in Frage stellen muss.
Nachdem die Phasen der Träumerei, manchmal sitzt sie über 4h an einer Seite Hausaufgabe ohne sich aus der Ruhe bringen zu lassen, aber eher überwiegen, geht mein Verdacht eher zu ADS ohne Hyperaktivität. Bestätigt wurde ich auch durch den Fragebogen in "Das ADS Buch" von Aust-Claus und Hammer. Gestern wurde jetzt zum ersten Mal der sogenannte "CTP-Test" bei ihr durchgeführt, der jedoch nicht eindeutig ADS diagnostizierte. Vorerst soll sie mal Magnesium einnehmen. Die örtliche Erziehungsberatung sollen wir zusätzlich aufsuchen (über 3 Monate Wartezeit!). Wie kann man denn nun ADS ohne Hyperaktivität genau feststellen?
verwirrt


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ute heidorn
unregistriert

Diagnose AD(H)S Teil 1 von ute heidorn (15.05.2003 08:18)

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Guten Morgen!

Die Diagnostik des AD(H)S wird sehr unterschiedlich gehandhabt und dauert auch unterschiedlich lange.
Das liegt zum Einen an den mangelnden personellen Ressourcen: Die SBZ's und Kliniken haben zuwenig Personal, das auch noch speziell geschult werden muss. Die Krankenkassen zahlen nur geringe Beträge für den nichtapparativen Teil der Diagnostik, so dass dies für eine niedergelassenen Praxis kaum finanzierbar ist.

Zum Anderen ist die Fortbildung recht aufwändig und zeitintensiv, man muss schon ein Steckenpferd draus machen, sonst wird es nichts. Und daher gibt es auch nicht so viele niedergelassenen Praxen, die eine sehr gute Diagnostik anbieten.
Oft wird dann eine Mischung angeboten: Die Patienten bekommen möglichst viele Untersuchungen gemacht, die die krankenkassen bezahlen und müssen für den niochtapparativen Teil etwas dazu bezahlen.
Aber auch in diesen Praxen wird die Wartezeit immer länger, es gibt einfach zu wenige.

Bedenkt bitte auch: Eine Praxis oder Klinik oder ein SBZ, die solch eine Diagnostik anbietet, sollte auch die Therapie anbieten - Training und VT. Das können aber noch zu wenige leisten, und dann lassen sie es ganz.

Für einegute Diagnostik ist schon ein hohes Maß an Eigeninitiative erforderlich, leider noch.
Und die derzeitige politische Lage lässt da nicht auf Besserung hoffen, also müssen wir selbst aktiv werden.

Gruß von Ute


[denk]Originalzitat[/denk]

Leitlinie der Arbeitsgemeinschaft ADHS der Kinder- und Jugendärzte e.V.
Diagnostik und Therapie bei ADHS
(Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störung)


3. DIAGNOSTIK
3.1. Zielsetzung
Sichern der Diagnose
Differentialdiagnostische Abgrenzung
Erfassen der qualitativen und quantitativen Ausprägung der individuellen Symptomatik
Erkennen individueller Umgebungsbedingungen (Aggravationsumstände und Ressourcen)
3.2. Zusammenstellung diagnostischer Verfahren
3.2.1. Anamnese: Familiensituation, Erkrankungen in der Familie - auch Verhaltensauffälligkeiten und Lern-Leistungs-Karriere-Besonderheiten, Alkohol-, Nikotin-, Drogenabusus, psychiatrische Erkrankungen; Schwangerschaft, Geburt, Entwicklung, Vorerkrankungen, derzeitige sonstige Beschwerden; Exploration der Eltern - (älteren) Kinder/Jugendlichen - Erzieher/Lehrer zu Sozial-, Lern-, Leistungsverhalten, Persönlichkeitsstruktur; Fremdbeurteilung von Sozial- und Lernverhalten, Leistungen auch durch Zeugnisse.
3.2.2. Klinischer Untersuchungsbefund: Ganzkörperuntersuchung, neurologische und motoskopische Untersuchung, Beurteilung des Hör- und Sehvermögens.
3.2.3. Verhaltensbeobachtung: während der Untersuchungen und der Exploration
3.2.4. Videoaufzeichnungen
3.2.5. ADHS-spezifische Fragebögen: Conners, VBV (Verhaltensbeobachtungsbogen im Vorschulalter), FBB-HKS (Fremdbeurteilungsbogen Hyperkinetische Störung) (jeweils für Eltern und Erzieher), u.a.
3.2.6.Testpsychologische Untersuchungen: Entwicklungs-, Intelligenztests, Aufmerksamkeitstests, u.a.; Rückgriff auf Vorbefunde von Frühfördereinrichtungen, Schule u.a. oft möglich
3.2.7. Apparative Diagnostik:
EEG (auch mit evozierten Potentialen)
Bildgebende Verfahren (SPECT, PET, NMR)
3.3. Bewertung einzelner diagnostischer Verfahren
Exploration: Die Diagnose lässt sich aus der Lebensgeschichte des Patienten ableiten. Die Exploration der Eltern, (älteren) Kinder/Jugendlichen, Erzieher/Lehrer ist die wichtigste diagnostische Maßnahme und unverzichtbar, um die Kernsymptome des ADHS, die komorbiden Störungen und deren Entwicklung und Auswirkungen in der Biographie zu erkennen.
Klinischer Untersuchungsbefund: Unverzichtbar zum Erhalt eines umfassenden Eindrucks vom Patienten. Gibt Hinweise auf physische Beeinträchtigungen, auch solche, die verhaltensbeeinflussend sein können (z.B. [URL=http://www.elternforen.com/Lexikon/Ekzem.htm]Ekzem[/URL], Atemwegsallergien, Hör- und Sehschwäche). Neurologisch häufig Koordinationsstörungen. Auffälliges Verhalten während der Untersuchung (Kooperationsfähigkeit, Gestik, Mimik, Sprache, Geräusche).
ADHS-spezifische Fragebogentests: Sie focusieren die Erfassung auf bestimmte diagnosetypische Verhaltensweisen. In diesen Grenzen erlauben sie eine standardisierte Diagnostik, teils auch mit Abgrenzung von Subtypen (VBV, FBB). Sie können die ausführliche Exploration nicht ersetzen; die Information aus den Fragebögen kann aber bei der Exploration zu gezielten weiterführenden Fragen genutzt werden.
Testpsychologische Untersuchungen: Sie sind dann indiziert, wenn differentialdiagnostisch als Ursache für eine ADHS-(Teil)-Symptomatik umschriebene Leistungs- oder Verhaltensstörungen (wie Intelligenzdefizit, Lese-Rechtschreib- oder Rechenstörung, dissoziales Verhalten) in Frage kommen. Oft kann auf Vorbefunde von Frühfördereinrichtungen, Schule u.a. zurückgegriffen werden. Ansonsten ist eine abschätzende Beurteilung der intellektuellen Leistungsfähigkeit und des Aufmerksamkeitsverhaltens in der Schule durch die Lehrerbeurteilung und die Noten in den Zeugnissen möglich. Betrachten der Schulmappe und der Hefte (Ordnung, Führung, Schrift, Einteilung) geben Hinweise auf Störungen der (visu)motorischen Koordination (Schrift), Aufmerksamkeit (Flüchtigkeitsfehler) und auf Lese-Rechtschreib-Schwäche.
Videoaufzeichnungen: Optional. Hilfreich zur diagnostischen Beurteilung und für das Elterngespräch, auch für die Überprüfung des Therapieerfolgs. Demonstrierbar für die Eltern dabei die Auffälligkeiten in Mimik, Gestik und Körpersprache, die Aufmerksamkeitsabbrüche, das unangepaßte Verhalten des Kindes und die eigene elterliche Reaktion.
Apparative Diagnostik: EEG-Untersuchungen sind erforderlich, wenn aufgrund anamnestischer und klinischer Auffälligkeiten ein Anfallsleiden vorliegen könnte. Sonstige apparative Diagnostik ist wissenschaftlichen Fragestellungen vorbehalten.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von flussrose: 03.04.2009 08:48.

15.05.2003 08:18

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ute heidorn
unregistriert

RE: Diagnose AD(H)S Teil 2 von ute heidorn (15.05.2003 08:19)

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[denk]Originalzitat[/denk]

3.4. Ausschlussdiagnostik
Es muss abgegrenzt werden, ob die Symptome der Patienten andere Ursachen haben als ADHS. Dies lässt sich in der Regel anhand der jeweils hinweisenden anamnestischen und klinischen Befunde und des Verlaufs entscheiden.
Solche Ursachen können sein:
§ Altersentsprechend hohes Aktivitätsniveau, insbesondere bei jüngeren Kindern
§ Vorwiegend milieubedingte Verhaltensauffälligkeiten
§ Isolierte Teilleistungsschwächen (Lese-Rechtschreib- oder Rechenstörung, Seh-, Hörstörungen)
§ Anfallsleiden
§ Nebenwirkungen medikamentöser Dauertherapie (z.B. Antikonvulsiva wie Valproat / Phenobarbital)
§ Folgen eines Schlafapnoesyndroms
§ Umschriebene Angststörungen
§ Tic-Störungen, Tourette-Syndrom
§ Zwangsstörung
§ Isolierte Störungen des Sozialverhaltens
§ Psychosen
§ Autismus
§ Fragiles X
§ Schilddrüsenüberfunktion (bei Hyperthyreose, Schilddrüsenhormonresistenz – beides außerordentlich seltene Krankheitsbilder)
3.5. Nachweisdiagnostik
Die Diagnose ADHS kann gestellt werden, wenn (nach Exploration, Verhaltensbeobachtung) die Diagnosekriterien nach DSM-IV erfüllt werden [nachstehend für diese Leitlinien übersetzte Originalfassung]:
A. Entweder eins oder beides
1) 6 (oder mehr) der folgenden Symptome von Unaufmerksamkeit haben seit wenigstens 6 Monaten bestanden in einem unpassenden und nicht dem Entwicklungsstand entsprechenden Ausmaß:
Unaufmerksamkeit
a) Beachtet oft Einzelheiten nicht genau oder macht Flüchtigkeitsfehler bei schulischen Aufgaben, bei der Arbeit oder bei anderen Tätigkeiten
b) Hat oft Mühe, längerfristig aufmerksam zu sein bei Arbeit oder Spiel
c) Scheint oft nicht zuzuhören, wenn direkt angesprochen
d) Führt oft Anweisungen nicht vollständig aus oder beendet Arbeiten in der Schule, zuhause oder am Arbeitsplatz nicht (nicht verursacht durch oppositionelles Verhalten oder weil die Anweisungen nicht verstanden wurden)
e) Hat oft Mühe, Aufgaben und Tätigkeiten planvoll abzuwickeln
f) Vermeidet, übernimmt nur ungern oder verweigert oft Aufgaben, die anhaltende Konzentration erfordern (z.B. in der Schule oder bei den Hausaufgaben)
g) Verliert oft Dinge, die für Aufgaben und Tätigkeiten notwendig sind (z.B. Spielzeug, Hausaufgabenheft, Schreibstifte, Bücher oder Werkzeug)
h) Wird oft leicht abgelenkt durch unwesentliche Reize
i) Ist oft vergesslich bei Alltagstätigkeiten

2) 6 (oder mehr) der folgenden Symptome von Hyperaktivität-Impulsivität haben seit wenigstens 6 Monaten bestanden in einem unpassenden und nicht dem Entwicklungsstand entsprechenden Ausmaß:
Hyperaktivität
a) Zappelt oft mit Händen oder Füßen oder windet sich auf dem Stuhl
b) Verlässt oft den Sitzplatz im Klassenzimmer oder in anderen Situationen, bei denen Sitzenbleiben erwartet wird
c) Rennt oft herum oder klettert überall hoch in unpassenden Situationen (bei Jugendlichen oder Erwachsenen kann sich dies lediglich in einem Gefühl der Ruhelosigkeit äußern)
d) Hat oft Mühe, bei Spiel und Freizeitaktivitäten keine Geräusche zu machen
e) Ist oft umtriebig oder benimmt sich oft wie von einem Motor angetrieben
f) Redet oft übermäßig viel
Impulsivität
g) Platzt oft mit der Antwort heraus, bevor Fragen komplett gestellt sind
h) Hat oft Mühe zu warten, bis er/sie an der Reihe ist
i) Unterbricht oder stört oft andere (mischt sich z.B. in Unterhaltungen oder Spiele ein)
B. Einige Symptome der Hyperaktivität-Impulsivität oder Unaufmerksamkeit mit beeinträchtigender Wirkung waren vor dem Alter von 7 Jahren vorhanden.
C. Beeinträchtigung durch die Symptome tritt in 2 oder mehr Bezugssystemen auf (z.B. in der Schule [am Arbeitsplatz] und zuhause).
D. Es muss eine deutliche Beeinträchtigung im sozialen, Lernleistungs- oder beruflichen Bereich vorliegen.
E. Die Symptome treten nicht ausschließlich im Rahmen einer umfassenden Entwicklungsstörung, Schizophrenie, oder anderen Psychose auf und sind nicht besser erklärt durch eine andere psychische Störung (z.B. emotionale Störung, Angststörung, Dissoziationsstörung, abnorme Persönlichkeit).
Subtypen nach DSM-IV siehe oben unter "Krankheitsbezeichnung".
ADHS-spezifische Fragebögen haben eine hohe diagnostische Trennschärfe.
[Bezugsquellen für diese Fragebögen und weitere hilfreiche Materialien, die die Durchführung der Exploration und die Erfassung der DSM-IV - Kriterien erleichtern, sind bei Döpfner et al., 2000, zu finden.]
3.6. Entbehrliche Diagnostik
Apparative Diagnostik; ausgenommen EEG bei Verdacht auf Anfallsleiden.
3.7. Hinweise, wer welche diagnostischen Prozeduren ausführen sollte
Primäre Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche mit Lern-Leistungs- und/oder Verhaltensauffälligkeiten ist der betreuende Hausarzt, in der Regel der Kinder- und Jugendarzt. Dort sollte geklärt werden, ob die Diagnosekriterien nach DSM-IV für ADHS zutreffen. Da der Kinder- und Jugendarzt die Entwicklung seiner Patienten und sein familiäres Umfeld meist von klein auf beobachtet, kann er entsprechend auffälliges Verhalten frühzeitig bemerken und bei Auftreten von Beeinträchtigungen diagnostisch [und therapeutisch] tätig werden.
Bezüglich weiterführender diagnostischer Maßnahmen (testpsychologische Untersuchungen, sonstige Diagnostik bei bedeutsamen Komorbiditäten) sollte der Kinder- und Jugendarzt - soweit sie nicht selbst durchgeführt werden können - mit Kinder- und Jugendpsychiatern oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten kooperieren.
15.05.2003 08:19
Kathy
unregistriert

RE: ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse von Kathy (15.05.2003 08:42)

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Bücher zu diesem Thema

Hallo Besen

Mein Sohn hat in etwa die selben Sympthome, wie Deine Tochter. Ich habe auch das Buch gelesen "ADS ohne Hyperaktivität" und vieles was da beschrieben war, traf auch auf meinen Sohn zu.
Allerdings hat mich das Buch auch sehr verunsichert, denn eigentlich kann man doch als Leie überhaupt nicht beurteilen ob und welche Störungen denn nun wirklich vorliegen.

mein Sohn wurde getestet und er hat kein ADS, sondern eine visuelle und auditive Wahrnehmungsstörung. Das heißt, er kann in der Schule und bei den Hausaufgaben nicht herausfiltern, was wichtig ist und was nicht und läßt sich durch jedes Geräusch (das andere einfach überhören) und jede Bewegung ablenken.

Von den Kinderärzten (ich war bei insgesammt 3 verschiedenen) hat übrigens keiner eine Wahrnehmungsstörung festgestellt, obwohl inzwischen festgestellt wurde, daß das alle 3 Kinder von mir haben.
Daher würde ich dir raten wirklich nur zu einem Arzt, Psychologen oder Therapeuten zu gehen, der sich wirklich gut auf diesem Gebiet auskennt.
15.05.2003 08:42
Rapunzel Rapunzel ist weiblich
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Interessen: viele
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Re: ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse von Rapunzel (15.05.2003 09:00)

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Hallo

ich kann den ** Hamburger Leitfaden ** nur empfehlen


[URL]http://www.lilly-pharma.de/gesundheit/adhs/service/service_broschueren
.html[/URL]

außerdem die Broschüre von Neuhaus

[URL]http://www.medice.de/medice/p/medikinet/info/adhs_tra.pdf[/URL]

und hier gibt es noch mehr Broschüren

[URL]http://www.medice.de/medice/p/medikinet/info/default.asp[/URL]

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Rapunzel: 15.05.2003 09:17.

15.05.2003 09:00 Rapunzel ist offline Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
Stöpsel
unregistriert

Re: ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse von Stöpsel (15.05.2003 14:00)

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Hallo Kathy,

kannst du mir das mit der visuellen Wahrnehmungsstörung mal genauer erklären? Welche Probleme haben die Kinder, wie kann man sich diese Störung vorstellen. Was verursacht die Probleme? Felix hat auch kein ADS (kam im Test heraus) aber eine Störung der Eigenwahrnehmung und die Ärztin vermutet eine visuelle Wahrnehmungsstörung. Die muss aber noch genau ausgetestet werden.
Danke für deine Hilfe
Stöpsel :winken:
15.05.2003 14:00
olowan
unregistriert

RE: ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse von olowan (16.05.2003 08:52)

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Hallo,

das was Du für Dein Kind beschreibst trifft auch für meinen Sohn zu.. Es ist schon vieles gesagt worden hier, was die Diagnostik betrifft.
Leider ist es so, dass man z.B. im Kinderzentrum in München einige Wochen evtl. sogar Monate Wartezeit hat, aber es ist wichtig und sinnvoll hier gezielt zu fachkompetenten Leuten zu gehen. In der Regel ist ein "normaler" Kinderarzt nicht in der Lage ADS in der Komplexität und allen möglichen Erscheinungsformen zu erkennen, außer er hat sich darauf spezialisiert.

Mein Sohn war erst ein Jahr in einem normalen Kindergarten, bevor wir ihn in einen heilpädagogischen Kindergarten gesteckt haben. Er hat seitdem wahnsinnge Fortschrite gemacht und wird dieses Jahr eingeschult. Wobei er in eine Schule zur Erziehungshilfe gehen wird, die wir in München gefunden haben. Kleine Klassen und anschließende HPT-Betreuung in der gleichen Einrichtung.

Um aber noch etwas zu evtl. weiteren Aspekten zu sagen, die ADS begleiten können:
Durch einen Beitrag hier im Forum im März (vor dem großen Forencrash) bin ich auf auf das KISS-Syndrom gestoßen (Kopfgelenks Induzierte Symetrie Störung). Nach dem Stöbern auf diesen Seiten habe ich mir die körperliche Entwicklung meines Sohnes noch einmal angesehen, seine Körperhaltung, seine motorischen Entwicklungsprobleme und habe das starke Gefühl, dass er hiervon betroffen ist. Somit wieder ein Termin im Kinderzentrum, diesmal mit einer anderen Ärztin.
Was ich damit sagen will ist, dass selbst in solchen hochspezialisierten Einrichtungen nicht immer der Blick auf das gesamte Kind erfolgt, und man selber seinen Teil dazu beitragen muss und definitiv bei den entsprechenden Ärzten/Einrichtungen einfordern muss!

Nun noch meine persönliche Meinung zu Ritalin (ein Streitpunkt, ich weiß  Unschuldig   ). Es sollten meiner Meinung nach erst alle Möglichkeiten der Förderung der Kinder erfolgen, in Zusammenarbeit mit Heilpädagogen, Lehrern, Ärzten, Psychologen etc., bevor ein Kind Ritalin bekommt.
Nein, ich bin nicht dagegen und kann gut akzeptieren, dass es Kinder erhalten. Und ich bin heilfroh, dass sich für mich die Frage nicht stellt ....

Einen schönen Gruß
olowan
16.05.2003 08:52
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Alarm!

RE: ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse von freddilysie (19.05.2003 18:47)

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Hallöchen,

ich bin zum ersten mal dabei  Bye   aber ich hoffe rat zu finden.
meine Tochter ist gerade 4 Jahre und mich haben 3 verschiedene personen darauf angesprochen ob sie ADS haben könnte. sie ist den meisten kindern in ihrem alter weit vorraus aber fällt trotzdem durch irgentwas immer auf. tottrauirge phasen dann wieder total aufgeregt und quasselt wie ein wasserfall.
haben jetzt im juli einen ADS - Hochbegabungstest. weiß absolut nicht was auf mich zukommt, wer kann da weiterhelfen. bin für alles dankbar.

tschau :winken:
19.05.2003 18:47 freddilysie ist offline Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
Besen33
unregistriert

Re: ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse von Besen33 (19.05.2003 23:41)

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Hallo freddilysie,
was die Tests angeht, kann ich leider nicht viel aus meinem Erfahrungsschatz beitragen. Ich habe eben erst begonnen, meine Tochter (9 1/2) austesten zu lassen. Ich weiß nur, dass unser Kinderarzt bei den Vorsorgeuntersuchungen jedesmal so begeistert war, weil sie so weit ist. Ich war dann immer ganz verunsichert, weil ich doch eigentlich froh sein müsste, eine so intelligente Tochter zu haben. Stattdessen lagen meine Nerven blank aufgrund ihres Verhaltens. Dies war lange Zeit der Grund dafür, dass ich mich nicht getraut habe, den Kinderarzt auf ADS anzusprechen.
Deshalb finde ich es gut, dass Du bereits jetzt etwas machst, bevor dein Kind eingeschult wird.
Allerdings kenne ich auch einen Fall aus meinem Bekanntenkreis, bei dem es nicht so gut lief. Aber lass dich deshalb nicht gleich einschüchtern. :tup
Eine Freundin von mir hat ihren Sohn ebenfalls auf Hochbegabung und ADS testen lassen. Beide Tests waren positiv. Hochbegabt ist er besonders im mathematischen Bereich. Nachdem bei uns in der Nähe aber keine Möglichkeit war, die Hochbegabung entsprechend zu fördern und sie noch zwei geistig behinderte Söhne hat (man muss sich diese Belastung einmal vorstellen!), ist ihr Sohn weiter in die Regelgrundschule gegangen. Ritalin hat sie (leider?) abgelehnt. Inzwischen ist er aufgrund der massiven Beschwerden der Eltern seiner Mitschüler aus der Klasse "entfernt" worden!! Er geht jetzt in eine Klasse für "Erziehungshilfe". Dort kann er zumindest als 3.Klässler den Stoff von der 4. Klasse mitlernen (die Klasse besteht aus 3. und 4. Klasslern) und erfährt nicht diese Ablehung durch Klassenkameraden und Eltern.
Dass ADS-Kinder besondere Bagabungen haben ist ja bekannt. Aber was hilft es ihnen, wenn sie nicht das entsprechende Umfeld haben und das Verständnis erfahren, die (Hoch-)begabungen zu nutzen und zu fördern?
Ich wünsche dir jedenfalls, dass die Tests in deinem Sinne verlaufen und ihr auf verständnisvolles Lehrpersonal in der Schule trefft. Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht zu sehr verunsichert.
Wobei dein Kind nicht unbedingt ADS haben muss. Ich habe auch schon davon gehört, dass hochbegabte Kinder einfach durch ihre besondere Begabung Schwierigkeiten mit ihrem Seelenzustand haben, weil sie sich nicht einordnen können.
Liebe Grüße  Bye  
Besen 33
19.05.2003 23:41
freddilysie freddilysie ist weiblich
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Daumen hoch!

Re: ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse von freddilysie (20.05.2003 20:41)

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Hallöchen,

vielen lieben Dank für deine Antwort. ich gehe an diesen test auch nicht mit so großen erwartungen ran. wenn was ist gut das wir es so früh rausgefunden haben wenn nicht umso besser.
mit den förderungen hochbegabter kinder ist wirklich ein problem aber wir mußten schon die erfahrung machen das es alleine für so einen test es wahnsinnig schwer ist einen termin zu bekommen. 5 ärzte wollten uns garnicht mehr aufnehmen weil sie bis ende des jahres ausgebucht sind.
das hochbegabte kinder ausgeschlossen werden muß mann leider immer wieder feststellen, ansätze kann ich bei meiner tochter schon erkennen. sie ist halt in einigen bereichen so weit das ihnen die gleichaltrigen zu "babyhaft" (krass ausgedrückt ) sind, sie fühlt sich immer zu älteren hingezogen was im kindergarten zum problem wird.
na wir werden abwarten was das alles bringt jedenfalls ist sie ab dem sommer auf anraten der kita-leute in die vorschule eingegliedert damit sie weiterhin gefördert werden kann.
vielen dank

tschau  Sonnenschein  
sagt freddilysie
20.05.2003 20:41 freddilysie ist offline Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
flussrose flussrose ist weiblich
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Interessen: Gitarre spielen
Beruf: selbständig
Kinder: Jannik fast 10 Jahre, Tomke geb. 29.08.04



Re: ADS ohne Hyperaktivität, Traumsuse von flussrose (24.03.2009 16:49)

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24.03.2009 16:49 flussrose ist offline Registrieren Sie sich jetzt kostenlos -> Registrieren Sie sich jetzt kostenlos!
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