Alternativen zu Ritalin |
MickyMaus unregistriert
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Alternativen zu Ritalin von MickyMaus (12.01.2004 08:38) |
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Min Sohn (6) soll ADS haben. Es sollen aber noch weitere Test folgen.
Mein Sohn soll gleich mit Ritalin behandelt werden.
Im Internet gibt es diverse Seiten für und gegen Ritalin.
Meine Frage lautet:
Gibt es alternativen zu Ritalin und wer hat praktische Erfahrung damit?`
Für Hinweise und Tips wäre ich sehr dankbar !!
Michael
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12.01.2004 08:38 |
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Elpos CH unregistriert
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RE: Alternativen zu Ritalin von Elpos CH (12.01.2004 09:36) |
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Homöophatie kann auch helfen. Es ist aber sehr schwierig die richtigen Mittel in der richtigen dosierung zu finden. Ernährungsumstellung bewirkt manchmal sehr viel. Das Kind ist vielleicht auf irgendein nahrungsmittel allergisch und reagiert dann mit Hyperaktivität. Es muss einfach beachtet werden, dass es mit den alternativenBehandlungsmöglichkeiten viel länger dauert und viel schweiriger ist, bis tatsächlich Veränderung festzustellen sind. Psychotherapie, Verhaltnstherapie und Ergotherapie kann sehr viel helfen.
Meiner Meinung nach ist es wichtig zu schauen, wie der Leidensdruck des Kindes und der Familie ist. wie bei allen Medikamenten müssen Vor- und Nachteile einer medikamentösen Therapie abgewogen werden. Wenn dein Kind schulisch irgendwie mithalen kann, und sozial nicht zu stark ausgegrenzt wird und sein Selbstwert noch intakt ist, dann kann sicher auf eine medikamentöse Therapie verzichtet werden. Wenn aber grosse Probleme vorhanden sind, und davon gehe ich aus, wenn die Aerzte sagen es soll medikamentös behandelt werden, dann würde ich eine vorübergehende medikation empfehlen , um ruhe und zeit für weitere Schritte zu bekommen.
Übrigens werden die Nebenwirkungen von Ritalin viel drastischer geschildert als sie tatsächlich sind. Aappetitlosigkeit haben fast alle Kinder aber nur mittags, abends essen sie sehr gut, Einschlafschwierigkeiten haben viele aber längst nicht alle. Die Rebounds können durch den Wechsel auf eine andere Dosierung bzw. Concerta meist deutlich vermindert werden. Es gibt aber wie bei allen Medikamenten natürlich immer Individuen, die das Medikament nicht vertragen.
Was aber mit absoluter Sicherheit nicht stimmt, die Kinder werden nicht süchtig nach Ritalin. Es ist ein bisschen mit Isulin zu vergleichen. Spritz sich ein gesunder Insulin dann stirbt er. Nimmt ein gesunder Ritalin dann kann er abhängig werden.
die Schauermärchen, die du über ritalin liest sind mit Vorsicht zu geniessen. ritalin wird seit 50 jahren eingesetzt und wenn hier wirklich Langzeitschäden wären, dann wären diese unterdessen wahrscheinlich bekannt.
Herr hüther hat übrigens seinen Ratten Dosierungen verabreicht, die kein noramles Mensch schlucken würde aber das wird natürlich nicht gesagt. Ansonsten sind aber die Ansätze von prof. Hüther schon gut. Die Kinder brauche klare Strukturen und man muss sie vor Reizüberflutung schützen mit oder ohne Ritalintherapie.
Durch den richtigen Umgang und eine konsequente Erzeihung können viele Probleme reduziert werden.
Aber das ist viel einfach gesagt als getan. Ich kann es übrigens auch nicht optimal.
Vielleicht hilft dir das weiter.
Grüsse aus der Schweiz
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12.01.2004 09:36 |
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Susette unregistriert
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Re: Alternativen zu Ritalin von Susette (12.01.2004 09:38) |
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Bücher zu diesem Thema
Hallo Michael,
also erst sollte man das Ende des Tests abwarten.
Praktische Erfahrungen mit Ritalin habe ich nicht, kenne aber die Meinung verschiedener Fachleute dazu.
Die Therapeutin meines Sohnes handhabt es so, dass sie zunächst 6 Monate lang eine Verhaltenstherapie macht, das Kind beobachtet und dann schaut, ob er zusätzlich Medikamente braucht.
Es kommt sicher darauf an, wie "schwer" das ADS ist, wie lange es unbehandelt blieb, wie sehr Kind und Umwelt darunter leiden.
Außerdem gibt es Kinder, die nur mit Ritalin überhaupt in der Lage sind, eine Therapie zu machen.
Es ist also eine individuelle Entscheidung, die vom jeweiligen Kind und den Umständen abhängt.
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12.01.2004 09:38 |
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Biker Jo
User

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Re: Alternativen zu Ritalin von Biker Jo (22.01.2004 01:41) |
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Hallo
Als erstes solltest du die tests abwarten. esrt dann sollte man weiter überlegen, welche schritte eingeleitet werden können. bei meiner tochter wurde adsh mit 6 jahren festgestellt, und wir haben dann so ziemlich alles mögliche und unmögliche versucht. seit 2 wochen bekommt sie medikanet, darin ist der geliche wirkstoff wie im Ritalin. unsere bisherigen erfahrungen sind äusserst positiv, sie bekommt sich selber viel besser in den griff, hat nicht mehr diese ausraster. begeliet wird das ganze mit einer therapie. klar, es ist nicht leicht gewesen, vor und nachteile abzuwägen, aber für uns bedeutet es seit langer zeit mal etwas ruhe.
in freudeskreis befindet sich noch eine ADS kind, bei ihm hat sich vieles mit ergo gebessert.
wichtig ist glaube ich, das du dazu stehst, und dir soviele infos besorgst wie möglich.
grüße
jo
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22.01.2004 01:41 |
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Schnuffi011

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Re: Alternativen zu Ritalin von Schnuffi011 (22.01.2004 07:10) |
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Hallo
Ich bin eine Mami mit 2 ADS Kindern, auch wir haben alle uns möglichen Therapien durch.
Und gebracht hat alles nicht viel.
Auch mit Homopathie hat es nichts gebracht.
Nun macht mein Grosser eine Psychomotorische Therapie mit Medikamente und klappt alles super.
Der Kleinere Hat alles mögliche durch und bekommt auch Medis da es ohne garnicht geht dann ist er ein HB Männchen.
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22.01.2004 07:10 |
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Schnuffi

Putzfee

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RE: Alternativen zu Ritalin von Schnuffi (22.01.2004 07:37) |
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Hallo, auch meine Kinder haben beide ADS.( Mein Mann und meine Schwiemu auch ! )
Warte erstmal alles Tests ab, um zu wissen, dass es auch 100%ig der Fall ist.
Ansonsten kann ich nur sagen: meine Kinder werden schon seit Jahren mit Ritalin /Medikinet in geringen Dosen behandelt und es ist für sie und für uns ein [COLOR=red]SEGEN![/COLOR]
Die Entscheidung dafür habe ich mir nicht leicht gemacht, da diese Mittel ja unter das Betäubungsmittelgesetz fallen. Aber es war für alle, aber vor allem für die Kinder, die [COLOR=red]richtige Entscheidung.[/COLOR] Es ist aber nur eine Unterstützung! Man sollte trotz alledem noch nebenher bei kleinerern Kinder, eine Ergotherapie Z.B in Betracht ziehen.
In der Schule hatte wir nichts gesagt, wann wir mit den Medikamenten beginnen um ein reelles Ergebnis zu erhalten. Und nicht dass die Lehrer da was reinsugerieren, weiste ? Aber als wir kurz nach dem Beginn schon ein Gespräch mit der Klassenlehrerin hatten, bestätigte sich uns die positive Wirkung. Sie hatte uns gefragt was wir mit unserem Sohn gemacht haben, er ist wie umgewandelt. Hört besser zu, kramt nicht mehr rum etc........
Bis er mit seinen Schulsachen fertig war ( alles draußen hatte und alles soweit auf dem Tisch hatte, dass nicht immer alles wieder runterfiel....) war die Stunde schon fast um und alle aufgewühlt weil sie sich nicht konzentrieren konnten. Er hat permanent damit solch eine Unruhe in die Klasse gebracht, dass inzwischen schon alle auf ihn sauer waren.
Ich kenne nun schon eineige Mütter, deren Kinder das haben und alle haben gute Erfahrungen gemacht und es gab keine Nebenwirkungen.
Allerdings bekommen ihre Kinder auch vernünftige Dosen und sind regelmäßig unter Kontrolle mit Blutabnahme und EEG.
Ich kenne auch keinen bei denen bei diesem Problem pflanzliche Stoffe gewirkt hätten ! Viele sind der Meinung, die Bachblüten helfen da ! Finde ich nicht. Hab selber schon daran gedacht, aber es ist nunmal eine Störung des Hirnstoffwechsels . Du würdest auch nicht nur pflanzliche Mittel zu dir nehmen, wenn du eine Stoffwechselstörung hättest wie z.B. schwere Diabetes????? Hä????
Wenn du noch Fragen hast, es gibt eine gute Seite für ADSler : [URL]www.juvemus.de[/URL]
Da kannst du fragen was das Zeug hält!
Oder hol dir aus der Bücherei das Buch " Das hyperkinetische Kind und seine Probleme " von Cordula Neuhaus. DIE hat die ganze Sache super erkannt, super erklärt, ist echt kompetent und dir werden beim Lesen die Augen aufgehen!
Warte nicht mit einer geeigneten Therapie, denn unbehandelte Kinder geraten viel eher auf die schiefe Bahn als behandelte. Unbehandelte Kinder suchen sich dann ihre Droge selber um mit ihren Problemen fertig zu werden! Und dann ist der Zug meist abgefahren! 0)
Viele Grüße, Schnuffi
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22.01.2004 07:37 |
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Jenny

R.I.P Michael
 

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Beiträge: 4.526
Herkunft: Aus einer Welt in der man nicht hintergangen wird...... Interessen: Im Moment zuviele ...... Beruf: Medien.... Kinder: 2 *1993 und *1995 Familienstand: verheiratet
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Re: Alternativen zu Ritalin von Jenny (22.01.2004 07:41) |
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Mir geht es wie Roswitha. Unser 8 Jähriger Sohn hat ADHS in der schlimmen Form und ohne Ritalin wäre der Alltag nicht zu bewältigen. Weder für ihn noch für uns.
Die Entscheidung haben wir uns damals auch nicht leicht gemacht aber ausser Medikinet gibt es keine WIRKLICHE Alternative zu Ritalin. Seit er das bekommt ist es nicht mehr ganz so schlimm und er passt wenigstens in der Schule auf und wird integriert, was vorger absolut nicht der Fall war.
Ich würde aber sagen, erst die Tests abwarten, so war das bei uns auch. Erst als alle Tests durch waren, hat er Ritalin bekommen. Zusätzlich bekommt er jetzt noch eine Verhaltenstherapie, die er ohne Ritalin auch nicht mitmachen würde. Er gehört zu den Kindern, die Susette beschrieben hat, ohne geht gar nichts, traurig aber wahr.
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22.01.2004 07:41 |
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cordu

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22.01.2004 08:12 |
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Schnuffi011

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Re: Alternativen zu Ritalin von Schnuffi011 (22.01.2004 15:02) |
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Hallo Schnuffi
sehen wir uns mal ohne Pn.
Mein kleiner ist ja Diabetiker fast 9 und ich würde niemals bei seiner Stoffwechelkrankheit Insulin reduzieren oder weg lassen. Geht gar nicht.
Genau so bei Sven 11 ohne Medis ist es für IHN und das Umfeld Schule der reinste Horror.
Finde es gut wenn bei einigen Kiddys wenn es mit Hömopatischen Mitteln klappt bei uns geht es leider nicht.
Mein Grosser 13 wäre ohne Medis schon lange auf der schiefen Bahn.
Ich habe lange gezögert den Schritt Medis zu gehen.
Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen es hat bei P. eine Menge gebracht.
Das einst Lernbehinderte abgestempelte Kind hat nun Realschulempfehlung.
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22.01.2004 15:02 |
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Schnüffi unregistriert
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Ritalin? von Schnüffi (23.01.2004 20:12) |
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Hallo
auch ich kann nur Gutes über das Medikament berichten.
Ohne die Einstellung, wäre ein einigmaßen normaler Tag nicht möglich.
Da meine Tochter an massiven, exzessiven Wutanfällen und Selbstmord-
andeutungen litt, blieb mir eigentlich keine andere Lösung übrig.
Und ich bin froh darüber, daß wir diesen Schritt gewagt haben.
Aber es muß halt eben Jeder selbst entscheiden für sich selbst und mit
sich selbst vereinbaren.
Viele Grüße von Schnüffi
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23.01.2004 20:12 |
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