Vollzeit arbeiten direkt nach Mutterschutz |
Maju

Ultra-User

Dabei seit: 20.10.2009
Letzte Aktivität: Gestern, 22:41
Beiträge: 1.502
Kinder: 3 Mädchen (14, 12 und 10) Familienstand: verheiratet
 |
|
Re: Vollzeit arbeiten direkt nach Mutterschutz von Maju (11.12.2009 20:41) |
 |
Das Gesicht deines Mannes
...da hätte ich gerne Mäuschen gespielt!
|
|
11.12.2009 20:41 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
Smilie

Moderatorin
  

Dabei seit: 01.12.2004
Letzte Aktivität: 21.05.2012 21:57
Beiträge: 12.756
Mein ebay:  Herkunft: Trier (RLP) Interessen: Tanzen Beruf: Arzthelferin Kinder: Savina, Morena und der kleine Bauchzwerg Familienstand: verheiratet Sonstiges: -
 |
|
Re: Vollzeit arbeiten direkt nach Mutterschutz von Smilie (11.12.2009 20:56) |
 |
Ich weiß ja nicht was für Steuerklassen ihr jetzt gewählt habt aber bei uns ist es so dass es sich nicht wirklich lohnt Ganztags arbeiten zu gehen. Wir haben ein Auto weniger und ich gehe auf 400 Euro-Basis, dazu dann noch Kindergeld und Anfangs das Erziehungsgeld das hat bei uns ausgereicht und tut es jetzt auch noch super. Wir fahren jedes Jahr 2x in Urlaub, 1x Malle AI und einmal günstig ´ne Woche Center-Park und mein Mann ist kein Besserverdiener sondern "normaler" Arbeiter.
Allerdings tragen meine Kids gebrauchte Kleider und keine Markensachen und das einzigste teuere sind die Schuhe, da gehe ich in den Fachhandel. Ansonsten noch Kindergarten und Musikschule was nicht ganz billig ist, aber machbar.
Rechnet es einfach für euch selbst mal durch
|
|
11.12.2009 20:56 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
Pfannenwenderin

Mega-User Level III
   
Dabei seit: 16.09.2008
Letzte Aktivität: 21.05.2012 21:18
Beiträge: 620
Kinder: 1 Sohn Familienstand: Partnerschaft
 |
|
|
11.12.2009 21:03 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
kikra

Giga-User Level III
 
Dabei seit: 21.12.2003
Letzte Aktivität: 29.04.2012 09:16
Beiträge: 1.415
Mein ebay: 
 |
|
Re: Vollzeit arbeiten direkt nach Mutterschutz von kikra (11.12.2009 21:23) |
 |
Hallo Steffi,
deine Bedenken kann ich schon gut verstehen, hatte ähnliche, als ich mit Mitte 20 zum ersten Mal über ein Kind nachdachte. Bis es dann soweit war, hat es bei mir allerdings noch einmal fast diegleiche Zeit gedauert - mit 38 Jahren passten die Lebensumstände bei mir dann endlich so, dass auch ein Kind (wenn auch trotzdem noch überraschend, so aber trotzdem) auf ganzer Linie willkommen war.
Bis dahin hatten sich meine Interessen so ziemlich verlagert. Ich habe das Daheimsein regelrecht genossen, wollte gar nicht mehr ständig auf die Piste. Auch bin ich nicht mehr ständig in die Stadt gezogen, um die Wirtschaft bekleidungstechnisch anzukurbeln. Stattdessen habe ich mein Geld für die Altersabsicherung und gfs. den Bau eines Häuschens beiseite gelegt. In den Urlaub gefahren sind wir natürlich weiterhin mindestens 2 mal im Jahr - und diese Urlaube waren auch alles andere als günstig, da wir passionierte Club-Urlauber sind und somit gute Tauchbasen und Tennisplätze stets ultimatives Muss waren.
Tja, und dann kam Jill (sie ist mittlerweile 5) und alles wurde anders. Mit einem Mädchen war ich natürlich (im positiven Sinne
) doppelt geschlagen, denn es gibt horrend süße Klamotten für die Mäuse - da habe ich schon mächtig Kohle gelassen.
Allerdings war auch das eher später - denn wie meine Vorschreiberinnen schon erwähnten, kostet ein Baby erst mal nicht wirklich viel Geld. Von überall bekommt man Dinge geschenkt, die Großeltern steuern meist sogar die teureren Sachen (wie einen wirklich guten Kinderwagen) zur Geburt bei. Am teuersten sind eigentlich die Windeln.
Ich hätte mir niemals vorstellen können, dass meine eigenen Wünsche auf einmal so nichtig wurden. Ja, sie waren gar nicht mehr da. Ich hatte niemals das Gefühl, wegen meines Kindes auf etwas verzichten zu müssen. Abgesehen davon war es bei uns nie wirklich knapp, wir konnten immer gut leben. Nur 500 Euro im Vorbeigehen für eine Jacke gab ich dann eben nicht mehr aus. Aber das fehlte mir dann auch nicht; ich kaufte irgendwie viel bewusster - denn mal ehrlich: wieviel "gönnt" man sich und braucht es eigentlich nicht wirklich!?
Ich bin dann nach 8 Monaten wieder arbeiten gegangen. Vor allem mit der neuen Erfindung des Elterngeldes solltet ihr m. E. zumindest das erste Jahr locker und ohne jegliche Einbußen wuppen können. Ich wünschte, das hätte es bei mir schon gegeben. Als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr, durchlebte ich eine ganz witzige Situation.. ich glaube, in der Fauna nennt man das Nestbau.
Ich legte alles Geld erst einmal präventiv für meine Zeit zu Hause auf die hohe Kante. Damit konnte ich dann auch easy die ersten 8 Monate überbrücken.
Dann bin ich zurück in den Job - und ich empfand das keinesfalls als Abschieben des Kindes. Celeste kann ich nicht beipflichten - ich wollte schon wieder zurück, so sehr ich meine Maus auch liebte und so gerne ich sie um mich hatte. Aber es zog mich wieder zurück in den Beruf, ich wollte nicht so lange raus und war es zudem auch 20 Jahre gewohnt, mein eigenes Geld zu verdienen. DAS war für mich mit der wichtigste Punkt. Ich habe einen tollen Partner, aber ich wollte unter allen Umständen diese Abhängigkeit vermeiden.
Bereut habe ich es nie, auch wenn es schon sehr stressig war. Wir haben glücklicherweise gleich einen Platz in der Kita bekommen - wenn das bei dir die Schwiegereltern wuppen wollen, könnte das ja auch passen. Mir war auch da wichtig, mich nicht abhängig zu machen (abgesehen davon wohnen die Schwiegereltern zig Hunderte von km entfernt und meine Eltern sind schon so alt, dass ich ihnen das nicht zumuten wollte - zudem auch hier: Abhängigkeiten? Nein, danke!). Unsere Tochter hat sich in der Kita jedenfalls prächtig entwickelt; wir verdanken den Erziehern sooo viel. Ich bin dann zwar immer unter Zeitdruck, aber eigentlich stets gut gelaunt aus dem Job zur Kita gekommen, um meine Maus abzuholen. Die Zeit, die uns dann bis zum Schlafengehen blieb, habe ich voll ausgekostet. Viele "Nur-Mütter", die ich kenne, stehen total unter Strom, genießen gar nicht mehr diese Zweisamkeit, weil sie sie ständig haben. Außerdem ist es ja eine Mär, dass sich eine Mutter, die zu Hause ist, nur um ihr Kind kümmert - der Haushalt mit allem drum und dran will auch gemacht werden: Der Partner hat hier meist die Erwartungshaltung, dass die Mama Haushalt, Kind und eben alles allein bewältigt - das bisschen Haushalt eben.
M. E. sind berufstätige Mütter doch um einiges relaxter, auch wenn sie sich besser organisieren müssen. Ich mag jetzt hierzu keine Diskussion vom Zaun brechen, denn das ist meine ureigene Meinung dazu. Ich finde es völlig okay, dass andere Mütter das ganz anders sehen. Bei MIR war es jedenfalls so und für meine Tochter hätte ich keine bessere Entscheidung treffen können.Bei mir sträuben sich nur immer die Nackenhaare, wenn ich wieder auf das Stigma der abschiebenden Eltern stoße, nur weil sie sich für Kind UND Job entscheiden.
Übrigens sind ja - je nachdem was du beruflich machst - auch andere Arbeitsmodelle denkbar. Ich denke da an Teilzeit oder auch einen Job vom Home Office aus. Ich war damals Vorstandsassistentin in einem großen Konzern; das war mit Kind und einem Arbeitszeitmodell 50 % vor Ort, 50 % von zu Hause, nicht mehr machbar. Mittlerweile leite ich ein großes Projekt, also ganz etwas anderes als zuvor. Und es klappt super - zudem hat es den Vorteil, dass ich das "Event Kind" zum Anlass genommen habe, eine berufliche Umorientierung zu erreichen. Auch hier für mich ein absoluter Gewinn, den ich meiner Maus zu verdanken haben.
Ups, das war aber viel.. aber die Erinnerung an diese Zeit lässt die Finger fliegen. Sie war so ereignisreich, von so vielen Entscheidungen geprägt. Und letztlich muss ich trotz aller Zweifel bei der eben auch bei uns geführten Diskussion pro/contra Kind sagen, dass meine Tochter das Beste ist, was uns je passiert ist und was wir je zustande gebracht haben. Etwas Wertvolleres als ein Kind und das Geschenk, es bei sich aufwachsen zu lassen, gibt es m. E. auf dieser Welt nicht..
Viele Grüße und toi, toi, toi bei der Umsetzung
Kikra
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von kikra: 11.12.2009 21:26.
|
|
11.12.2009 21:23 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
senti76

Reif für die Insel!!!
  

Dabei seit: 12.02.2008
Letzte Aktivität: 22.02.2012 17:52
Beiträge: 443
Herkunft: Dresden Interessen: meine Familie, lesen, Kino Beruf: Erzieherin Kinder: Lara und Hannah Familienstand: verheiratet Sonstiges: Ich bin gar nicht so schlimm wie alle glauben, ich bin noch viel schlimmer!!!!
 |
|
Re: Vollzeit arbeiten direkt nach Mutterschutz von senti76 (11.12.2009 21:52) |
 |
Hallo Steffi
Also ich bin nach 8 Wochen wieder voll in meinen Beruf eingestiegen und mein Mann hat ein Jahr Erziehungsurlaub gemacht. Ich hatte damals nur einen befristeten Arbeitsvertrag und keine andere Möglichkeit . Aber mir fehlt von diesem 1. Jahr so viel, und ne zeitlang hat Hannah immer geweint wenn ich nach Hause kam......Also ich würde jetzt mindestens ein halbes Jahr zu Hause bleiben....Aber im Prinzip hat es schon geklappt das ich wieder gearbeitet habe
|
|
11.12.2009 21:52 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
SteffiD

User

Dabei seit: 10.12.2009
Letzte Aktivität: 18.01.2010 14:21
Beiträge: 7
Herkunft: Bochum Beruf: Verwaltungsfachanges
tellte Familienstand: verheiratet
Themenstarter
 |
|
Re: Vollzeit arbeiten direkt nach Mutterschutz von SteffiD (11.12.2009 22:08) |
 |
Ich danke euch für so viel positive Meinungen.
Ich arbeite im öffentlichen Dienst als Verwaltungsfachangestellte. Und da ist das Angebot für Modelle für Mütter wirklich sehr flexibel.
Ich stelle mir das jetzt mittlerweile so vor, dass ich vielleicht ein halbes Jahr komplett zu Hause bleibe und dann vielleicht ein halbes Jahr in Teilzeit, so kann man ja auch das Elterngeld noch bekommen, wenn ich das richtig gelesen habe. Und dann, wenn die Chancen gut stehen, und das Würmchen einen Kitaplatz bekommt, nach ca. 1 Jahr wieder zu 100 % einsteigen.
|
|
11.12.2009 22:08 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
kikra

Giga-User Level III
 
Dabei seit: 21.12.2003
Letzte Aktivität: 29.04.2012 09:16
Beiträge: 1.415
Mein ebay: 
 |
|
Re: Vollzeit arbeiten direkt nach Mutterschutz von kikra (12.12.2009 11:01) |
 |
Hallo Steffi,
das hört sich doch gut an.
Mein Chef meinte zu der Frage, wie nach der Geburt weiterarbeiten, übrigens damals: Kriegen Sie erst mal ihr Kind und dann schauen wir weiter. Und das sagte er mit der Erfahrung als bereits dreifacher Vater. Vieles lässt sich einfach vorab nicht so festlegen...
Klar war für mich also lediglich, dass ich nicht unmittelbar im Anschluss an den Mutterschutz wiedereinsteigen wollte. Auch im Nachhinein fand ich diese Entscheidung gut. Die Mutterrolle war noch so ungewohnt, wir brauchten einfach diese Zeit des intensiven Kennenlernens - ich habe sie genossen. Ich hatte also meine Vorstellungen, bald nach der Geburt wieder arbeiten zu gehen, wusste aber nicht, ob ich die auch so umsetzen können würde.
Die Geburt des ersten Kindes ist etwas absolut Einmaliges - und zwar nicht nur in abwicklungstechnischer Hinsicht
. Nein, ALLES ist komplett neu. Soviel das Umfeld in Form guter Freundinnen oder irgendwelcher anderer Ratgeber auch an Erfahrungen beisteuert, man durchlebt diese Phase auf ganz individuelle Weise. Jede Geburt ist irgendwie anders.. die Kinder sind Unikate.. jedes Kind hat also seine Eigenheiten. Und letztlich - und da steckt ja, so gerne man diesen Aspekt auch erst mal unter den Tisch kehren mag (das geht wohl jeder Mutter so) - gibt es auch noch das Restrisiko, dass das Kind gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe ist. Damit kann die schönste Planung dann völlig auf den Kopf gestellt werden.
Im Grunde ist es wirklich so, dass man sich ein Idealszenario zeichnet, das aber mit Wackelfaktoren gespickt ist. Ich habe dann auf meinen Boss gehört, Jill erst mal in Ruhe zur Welt gebracht.. und mir alle Zeit der Welt für weitere Entscheidungen gelassen, die ICH brauchte.
Und letztlich muss ich auch sagen, dass mein Kind hinsichtlich seiner Veranlagung für meine Art und Weise des Umgangs mit der "Zeit danach" absolut geeignet war. Es gibt sicherlich Kinder, bei denen das nicht so einfach zu handeln ist, weil sie eben ganz anders ticken. Schau einfach, was dein Kind braucht und entscheide dann. Überfordere dich nicht mit Entscheidungen, für die es jetzt noch zu früh ist. Gut Kind will Weile haben sozusagen.
Und dafür hat auch der Gesetzgeber mittlerweile vorgesorgt.
Eine einzige Empfehlung kann ich dir nur mit auf den Weg geben - m. E. machen diesen Fehler nämlich viele Eltern resp. Mütter und wundern sich dann später über Probleme, wenn sie den Tagesablauf ihres Kindes nicht organisiert bekommen: Beziehe deinen Mann von Anfang an in die Kindesversorgung mit ein. Lass ihn wickeln, baden, schmusen.. die Innigkeit auch nur mit seinem Kind genießen ohne dass du in Hab-Acht-Stellung daneben stehst. Hab Vertrauen, dass er umsichtig, vorsichtig ist.. Ich bin von Anfang an z. B. auch mal weggegangen - habe mir einen Einkaufsbummel ganz allein oder mit Freundinnen gegönnt, während er sich um Jill gekümmert hat.
Ich habe dann nicht alle naslang zu Hause angerufen, ob auch alles okay ist. Eure Beziehung wird es dir danken und auch für das Band zwischen Papa und Kind ist das sehr, sehr wichtig, zumal deinem Mann die leibhaftigen 9 Monate Schwangerschaft fehlen und er etwas nachzuholen hat. Dann klappt es später auch mit dem Abgeben an andere, wie z. B. Schwiegereltern oder dann Kita. Hier sind viele Probleme m. E. nämlich auch hausgemacht und müssten gar nicht sein.
Viele Grüße
kikra
|
|
12.12.2009 11:01 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
|