Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? |
Tamara

enjoying love and life
 

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Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? von Tamara (13.10.2007 16:30) |
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Hallo,
vor ca. 2 Monaten hat eine gute Freundin der Familie erfahren, dass Sie Krebs hat. Sie ist Mitte 50 und hat noch ca. 1 - max. 2 Jahre zu leben.
Leider hat sie auch ständig Schmerzen. Diese Woche ist sie für ein paar Tage weggefahren, aber was sagt man dann zu dieser Person? Geniess es? Kann sie es geniessen, wenn Sie ständige Schmerzen hat? Soll ich sie fragen, wie es Ihr geht, wenn ich weiss, dass Ihr Leben einfach nicht mehr das selbe ist und sie bald sterben wird? Welche Antwort kann ich denn schon erwarten?
Ich mag diese Frau so gerne, ich, wir (meine Mum und ich) wissen einfach nicht so recht, wie wir uns Ihr gegenüber verhalten sollen. Klingt komisch, ist aber leider so.
Wenn Ihr Erfahrung mit todkranken Menschen habt, dann würde ich mich über Eure Ratschläge freuen.
LG
Tamara
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13.10.2007 16:30 |
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Ilona

Gruppenleiter
  

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Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? von Ilona (13.10.2007 17:23) |
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Am besten verhält man sich so wie auch vor der Diagnose. Denn ein anderes Verhalten erinnert diesen Menschen auch ständig daan wo es jetzt doch wichtig ist, dass sie es auch mal Kurzzeitig vergessen kann und das leben einfach nur geniest.
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13.10.2007 17:23 |
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User 5 unregistriert
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13.10.2007 17:44 |
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Winnie2005

frei


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Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? von Winnie2005 (13.10.2007 18:24) |
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Ja ich kann mich den anderen zweien anschliessen. Sicher hat sie immer schmerzen, aber warum soll man ihr nicht viel Spass wünschen wenn sie ein paar Tage weg fährt.
Wenn sie reden möchte, dann hört ihr zu und wenn nicht, dann versucht sie so zu behandeln wie vor der Krankheit
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13.10.2007 18:24 |
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UserD unregistriert
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Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? von UserD (13.10.2007 18:27) |
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genau behandel sie so wie früher
und wenn du fragst wie es ihr geht dann sei du selber und frage aus überzeugung das sie merkt du interessierst dich wirklich dafür
du kannst sie auch offen fragen wie sie mit den schmerzen umgeht udn auch mit der diagnose,da fühlt si eisch ernst genommen.
manche wollen auch reden über ihre krankheit es ist ganz unterschiedlich
auch das kannst du sie fragen bzw ihr anbieten das sie offen mit dir reden kann...wenn du dir sicher bist das du persönlcih es auch aushälst
ich denke mit so einer diagnose lernt man auch geniesen auf eine andere art und weise.
sie soll sich auf jeden fall einen guten schmerztherapuethen suchen,das kann der hausarzt alleine nicht leisten.
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13.10.2007 18:27 |
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Frank2007
Systemlord
 

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Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? von Frank2007 (13.10.2007 20:36) |
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Kann mich da nur anschließen.
Genauso behandelt wie früher.
Ich denke wenn sie drüber sprechen möchte macht sie das von selbst.
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13.10.2007 20:36 |
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Schiffchen

Ultra-User Level III
 

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Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? von Schiffchen (13.10.2007 23:31) |
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Ich habe mal eine Frau gekannt, die auch wußte, dass sie sterben würde. Ich habe dort regelmäßig sauber gemacht und in der Zeit viel mit ihr geredet. Sie war einfach nur froh, dass jemand mit ihr redete, denn viele haben Angst gehabt, etwas zu sagen, weil sie eben nicht wußten, was sie sagen sollen. Viele hatten sich zurückgezogen. Und wir haben wirklich "normal" miteinander geredet. Und natürlich habe ich auch gefragt, wie es ihr geht. Und vor allem haben wir auch miteinander gelacht - sie trug zum Schluß eine Perücke und nannte diese immer liebevoll ihren "Fifi".
Manchmal habe ich dann auf dem Nachhauseweg geweint - es ist nicht leicht gewesen. Dieses "Hinnehmen", diese "Nicht-Ändern-Können", diese "Wissen-um-den-baldigen-Verlust" - das war an manchen Tagen schwer zu ertragen. Und die Traurigkeit zu ertragen, wenn sie weinte - weil sie ihr Enkelkind nicht mehr zur Schule gehen sehen würde, weil sie die Frau des anderen Sohnes nicht mehr kennenlernen würde, weil sie das Examen des Sohnes nicht mehr erleben würde. Es hat ihr gutgetan, mit mir darüber zu reden, es ging ihr hinterher immer besser.
Ich äh, schnief, muß mal eben ein bißchen weinen - sie war echt eine sehr nette Frau
Rede auch mit den Angehörigen "normal", sprich auch darüber, wie die sich fühlen. Und habt kein schlechtes Gewissen, wenn ihr mal lacht - das gehört zum Leben dazu!
Ich wünsch Dir ganz viel Kraft für die nächste Zeit
LG Schiffchen
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13.10.2007 23:31 |
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Lys

Ultra-User Level II


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Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? von Lys (14.10.2007 00:52) |
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Ich würde ihr vielleicht einmal anbieten, ihr immer zuzuhören, wenn sie es möchte...ob sie das dann nutzt, um über Krankheit, Schmerzen, Ängste oder was auch immer zu reden, bleibt ihr überlassen. Aber ansonsten behandeln wie zuvor auch, möglichst unbefangen.
So weiss sie, dass ihr bereit wärt, auch über die Krankheit zu reden, wenn sie es denn möchte....aber sie fühlt sich nicht ständig irgendwie besonders behandelt.
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14.10.2007 00:52 |
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MoniM

User

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Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? von MoniM (14.10.2007 11:30) |
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Hallo
Ich würde sie einfach fragen wie sie möchte, daß man mit ihr umgeht. Stell ihr persönlich Deine Fragen wie Du sie oben gestellt hast.
Ich finde nichts schlimmes bei wenn Du ihr sagst Du daß Du Dich unsicher fühlst,es wird ihr wohl eher helfen auch ihre eigenen Unsicherheiten auszusprechen udn so kann es eine sehr vertrauensvolle enge Basis für gute Gespräche geben.
liebe Grüße
Moni
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14.10.2007 11:30 |
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Tamara

enjoying love and life
 

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Themenstarter
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Re: Wie verhalte ich mich gegenüber einem todkranken Menschen? von Tamara (14.10.2007 22:10) |
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Lieben Dank Euch allen für die Antworten, dafür, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt.
Evt. ist das Ansprechen der Unsicherheit wirklich eine gute Idee, wir sind ja Freunde, von da her kann man auch so ehrlich sein und sagen, dass man sich ein wenig befangen fühlt, wenn es die Situation erfordert, mal sehen.
Ansonsten werden wir einfach so normal wie möglich mit Ihr umgehen.
Aber sich an den Gedanken an den Tod zu gewöhnen, das ist so schwer. Aber damit muss jeder von uns früher oder später auseinandersetzen...
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14.10.2007 22:10 |
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