Worte die mich gestern zum heulen brauchten      |
malima unregistriert
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Re: Worte die mich gestern zum heulen brauchten von malima (13.12.2003 11:23) |
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fussel hat recht...auf keinen fall loslassen! Nun bin ich auch ganz traurig...das berührt mich immer wieder das Thema! Und alle hochachtung an dich
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13.12.2003 11:23 |
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Corona

Gesundheit, Wohlbefinden und Erfolg

Dabei seit: 17.08.2003
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Herkunft: Schleswig-Holstein Interessen: Bauchtanz, Lesen, Malen, Kräuter Beruf: Gesundheitsberaterin Kinder: bald 12 und 13 1/2 Jahre Sonstiges: Schule für Gesundheit in Büdelsdorf und Mühbrook
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Re: Worte die mich gestern zum heulen brauchten von Corona (13.12.2003 14:14) |
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Hm,
ich denke es kommt darauf an, was mit "loslassen" gemeint ist.
Loslassen im Sinne von "vergiß es" und "abgehakt" ist tatsächlich nicht richtig. -Das hat man früher den Frauen eingeredet.
[B]Aber es gibt auch noch ein anderes "loslassen".[/B]
Doch für Dich, liebe Sandra, ist selbst die andere Form von "loslassen" noch viel zu früh.
Du darfst Dir noch viel Zeit nehmen.
Mir hat damals eine Psychologin (aus dem Bekanntenkreis) gesagt, es wäre Zeit
loszulassen. Ich war aber, knapp 11 Monate nach dem Tod meiner Töchter, noch gar nicht bereit dazu.
Irgendwann später aber, da war ich bereit und ich habe losgelassen - im positiven Sinn. (Das Ritual dazu habe ich hier ja schon beschrieben.)
Das "Loslassen" war aber ein weiter Weg und nur ein winziger Schritt durch meine Trauer hindurch.
[B]@Sandra: Wie lange Du für jeden der Schritte brauchst und wie Du Deinen Trauerweg gestaltest ist ganz allein Deine Entscheidung.
Niemand darf Dir da hineinreden![/B]
Wenn ich aber nicht irgendwann losgelassen hätte und weitere Schritte durch die Trauer hindurch gewagt hätte, dann würde ich sicher keine weiteren Kinder bekommen haben. - Da bin ich mir sicher.
Heute, nach nun beinahe 10 Jahren, bleibt eine kleiner Schmerz (wenn ich an den Ärztepusch denke) sonst aber bleiben eine warme Erinnerung und etwas Traurigkeit.
Ich bin traurig darüber, daß sie niemals ihren Bruder und ihre Schwester kennengelernt haben.
[B]@Sandra: Du hast hier ein sehr schönes Foto von dem Grab Deines kleinen Engleins reingesetzt. - Es spiegelt die unendliche Liebe wieder.
Lebe Deine Trauer, so wie Du sie fühlst![/B]
Vergessen? - NIE!
Aber das Leben geh tatsächlich weiter, auch wenn ich am 13.01.2004. zum 10. Geburtstag von Merit Christin und Nadine wieder am Grab stehen werde und weinen werde.
Thore Merlin und Caroline sind der Beweis für ein erfülltes Leben trotz der Trauer.
Ich wünsche Dir Kraft und Mut, für [B]Deinen[/B] Weg durch die Trauer.
Sabine
Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Corona: 15.12.2003 23:31.
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13.12.2003 14:14 |
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Corona

Gesundheit, Wohlbefinden und Erfolg

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Re: Worte die mich gestern zum heulen brauchten von Corona (16.12.2003 15:40) |
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Liebe Sandra,
danke für Deinen lieben Gruß.
ich hoffe, daß auch für Dich bald wieder eine Zeit kommt, die Du genießen kannst.
Es ist ein weiter Weg, aber er ist zu schaffen.
Corona
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16.12.2003 15:40 |
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nicole decker

User

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Integrieren statt Loslassen von nicole decker (18.12.2003 09:50) |
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Liebe Sandra,
es ist auch grade sehr mein Thema, das mit dem sogenannten
Loslassen. Mir gefällt dieses Wort nicht, es hat für mich einen
ganz seltsamen Beigeschmack.
Meine persönliche Meinung dazu is, daß man einen verstorbenen
Menschen oder auch andere belastende Erlebnisse in sein Leben
integrieren kann. Es zu einem Teil meines Lebens zu machen, ohne
es zu verdrängen und zu vergessen, aber auch, so damit leben zu
können, daß es da ist, aber nicht ständig wehtut. Verstehst du?
Ich habe ein Bild im Kopf, daß meine Trauer wie ein kleiner Ball
oder so etwas in meinem Bauch irgendwo ist. Er ist immer da, manchmal
spüre ich ihn, mal mehr, mal weniger und manchmal gar nicht. Aber er ist
immer da, immer bei mir, immer in mir.
Das heíßt für mich, ich muß nicht loslassen...
Liebe Grüße
Nicole
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18.12.2003 09:50 |
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Galaxie

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Re: Worte die mich gestern zum heulen brauchten von Galaxie (23.03.2009 16:13) |
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Dies ist das Thema Worte die mich gestern zum heulen brachten
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23.03.2009 16:13 |
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mirabelle

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Re: Worte die mich gestern zum heulen brauchten von mirabelle (24.08.2009 14:47) |
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Eigentlich finde ich es schade das wir in unserer Gesellschaft nicht in der Lage sind das Thema Tod und Trauer genauso anzunehmen wie das Leben.
Das eine geht ohen das andere nicht.
Es ist ein Tabu in dieser Gesellschaft die Trauer genauso viel Raum zu bieten wie das Leben.
Ich selbst habe sehr viele mir Nahestehenden Menschen verloren.
Der erste Schlag traf mich als ich selbst noch Kind war und meine Mutter verloren habe.
Ich war gerade sieben Jahre Jung. Das ist nun 40 Jahre her. In den vergangenen 10 Jahren starben zwei Brüder und die Schwester.
Doch in allen Phasen meiner Trauer hörte ich vor allem die Angst der Menschen die mich mehr oder weniger durch die Zeit begleiteten.
Ich habe in dieser Zeit ein Kind zur Welt gebracht. Heute fragt mein Sohn mich ab und an nach seiner Familie. Sie steht ihm zu und wird von mir nicht taburisiert.
Der Junge hat meinen Kummer und meine Trauer miterlebt und stand dem hilflos gegenüber.
Weil er nur in kleinen Schritten lernen kann was es auf sich hat mit dem Tod. So langsam aber Sicher tasten wir uns an. Mit der Liebe die uns der Gedanke an unsere Menschen gibt können wir zurechtkommen und Glücklich sein.
Und es gibt keinen Zeitpunkt der uns gegeben wird mit dieser Liebe aufzuhören. Wer einem anderen Menschen diesen Zeitpunkt angibt kann kaum real trauern. Denn Trauern heißt auch annehmen. Traurigkeit zu fühlen. Sich einander festhalten und trösten. Sich die tränen zu trocknen und da zu sein. Dann ist auch platz für freude.
Allen die hier geschrieben haben kann ich nur sagen nehmt jedes Gefühl gleichwertig an denn nur so könnt ihr wirklich Leben.
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24.08.2009 14:47 |
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