Mein Sohn (5) ist ständig am Heulen... |
Gwynnie

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Mein Sohn (5) ist ständig am Heulen... von Gwynnie (29.04.2009 09:19) |
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Hallo!
Ich weiß gar nicht, wie ich unser Problem jetzt richtig beschreiben soll...
Mein Sohn (5) ist ein absolutes Wunschkind, er entstand durch eine ICSI.
Bereits mit 2 Monaten hatte er seinen ersten Asthmaanfall und war dementsprechend häufig im Krankenhaus. Ich war jedesmal dabei. Auch waren wir 6 Wochen auf Kur in den Bergen, da war er 2,5 Jahre alt, und seitdem haben wir eigentlich Ruhe mit dem Asthma.
Er geht, seit er drei ist, in den Kindergarten. Inzwischen ganztags, auf eigenen Wunsch. Es ist auch so, dass er auch jetzt immer am Motzen ist, wenn ich etwas früher als 16.00 h abhole.
Jetzt zum eigentlichen Problem:
Er ist ständig am Weinen!
Sowohl im Kindergarten, als auch zu Hause.
Egal, ob ich was zu ihm sage, was er gerade nicht will, zum Beispiel, Mama ich will ein Eis! Nein, du hattest gerade eins! ---> Heulen
Wenn ihn jemand im Kindergarten nur leicht beim Spielen berührt----> Heulen
Wenn es am Morgen zum Anziehen geht----> Heulen
Wenn ich ihn vom Kindergarten abhole und zu früh dran bin ----> Heulen
Ich möchte mal sagen, dass er 25% des Tages am Weinen ist.
Egal in welcher Situation, sehr oft aus nicht nachvollziehbaren Gründen.
Ich habe im Kindergarten bereits mehrmals das Gespräch mit der Erzieherin gesucht, sie sagt, ihr ist das auch schon aufgefallen, und oft kommt auch von den anderen Kindern der Kommentar: Nee, mit ihm spielen wir nicht, der weint dauernd... Auch meinte sie, dass er für sein Alter unheimlich emphatisch ist, er kann sich super in andere hineinversetzen und nachempfinden, wie es dem anderen gerade geht. Nur seine Gefühle hat er anscheinend nicht unter Kontrolle und reagiert häufig völlig unangemessen, immer mit Weinen.
Sprachlich ist er laut Kindergarten auf dem Niveau eines 8Jährigen, er bringt sich gerade das Lesen bei, und am liebsten spielt er Gameboy, den er von seinem Vater bekommen hat. Hier spielt er auch wie ein Großer... wenn ich ihn lasse...
Seit letzter Woche geht er zum Fussballtraining, er hat sich das gewünscht und ich dachte, gut, er macht was mit anderen Kindern zusammen, klappt vielleicht.
Gestern war wieder Training... er hat die Hälfte der Zeit geheult... weil der Ball nicht zu ihm geschossen wird, weil der Ball ihn getroffen hat, weil er kein Tor geschossen hat, weil er ein Tor geschossen hat und die Kids nicht alle gejubelt haben usw usf.
Ich versuche, ihn ernst zu nehmen in seinem Kummer, aber manchmal gelingt mir das nicht. Die anderen Mamas im Fussball haben schon ganz komisch reagiert, es kommen so Ratschläge wie: Sei doch strenger, lass ihn doch weinen, reagier halt net usw.
Mensch, was soll ich nur machen?
Ich hoffe, jemand von Euch weiß einen Rat!
Liebe Grüße
Gwynnie
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29.04.2009 09:19 |
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geckoman
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Re: Mein Sohn (5) ist ständig am Heulen... von geckoman (29.04.2009 12:01) |
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Ich kenne das von meiner 5-Jährigen Tochter. Es ist zwar nicht so ausgeprägt wie bei deinem Sohn, aber sie heult schon gerne und auch wegen Kleinigkeiten.
Was mir aufgefallen ist, auch meine Tochter ist recht sprachgewandt, schreibt schon ein bisschen usw.
Sind also parallelen vorhanden.
Ich habe auch schon viel versucht, um sie von dem Heulen loszubringen. Leider hat bisher kaum etwas geholfen. Das einzige was hilft, auf Dauer gesehen, ist sich viel um das Kind zu kümmern und mit ihm zu reden.
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29.04.2009 12:01 |
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usagimoon

sadness

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Re: Mein Sohn (5) ist ständig am Heulen... von usagimoon (22.12.2010 08:11) |
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Bücher zu diesem Thema
Hallo,
ich auch mal... im Moment bin ich schon ein bisschen verzweifelt, denn mein Kleiner (5) ist nur am heulen und toben.. egal was man sagt, alles ist falsch, er heult und heult und heult.. alles scheint ihn zu stören, zu nerven oder alles ist scheint irgendwie falsch zu sein. Er ist mit nichts zufrieden und hängt mir regelrecht am bein... aber nur bei uns ist er so.. sobald er im KIGA ist ist er wie ausgewechselt und das bravste Kind >_>
Ich schätze das das mal wieder ein Entwicklungsschub ist und nach ein paar Wochen vorbei geht.. aber irgendwie ist das mein erster Junge und ich habe einfach nur das gefühl ioch müsste ihn momentan mit Samthandschuhen anfassen.. ich versuche ja locker zu bleiben.. aber manchmal würde ich gerne einfach nur zurückschreien.. wer hat ein paar Tipps? Vor allem jetzt in den ferien hätte ich gerne ein bisl mehr Weisheit >_<
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22.12.2010 08:11 |
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Ilona

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Re: Mein Sohn (5) ist ständig am Heulen... von Ilona (22.12.2010 09:09) |
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Mein kleiner noch nicht mal 4 hat auch so phasen und ich lasse ihn ausbocken. heist ich lasse ihn in der Phase links liegen sofern ich keinen grund erkennen kann warum er weint.
Oft ist es nur, weil sie noch nicht das schaffen was sie aber machen wollen.
Ich sehe das z.B. bei meinen daran wenn er was ausschneiden will und es nicht so ordentlich hin bekommt wie sein großer Bruder, dann schmeisst er alles auf den boden bockt rum und weint.
Klar sage ich ihn dass er üben muss um auch so gut ausschneiden zu können und das er es nur lernt wenn er es immer wieder probiert aber meistens hilft das kein bischen. Also lasse ich ihn erst mal in Ruhe. Meistens beruhigt er sich nach einigen minuten hebt die Sachen wieder auf und versucht es weiter.
Oder aber er beruhigt sich und packt die Sachen wieder weg.
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22.12.2010 09:09 |
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emmie

Super-User
   
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Re: Mein Sohn (5) ist ständig am Heulen... von emmie (22.12.2010 10:22) |
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Hallo,
ich kenn das auch, ist nur schon was her, heute hab ich Einen (16), der denkt die Welt dreht sich nur um ihn. Ich hab, als er klein war auch viel mit ihm diskutiert und nach seinem Wunsch gehandelt, ihn oft getröstet. Äußerlich wirkt er sehr Selbstbewusst, aber er hat gr. Ängste, die ihm heute Probleme machen.
Ich habe die Bücher von Michael Winterhoff gelesen und uns darin an vielen stellen wiedergefunden.
Ich habe früher auch oft mit ihm diskutiert, was oder wann er was machen will, heute weiß ich es gibt den Kids keinen Halt, im Gegenteil es machte ihnen Angst.
Klare Ansagen geben Sicherheit, das weiß ich heute.
Lest mal das Buch "Warum unsere Kinder Tyrannen werden: Oder: Die Abschaffung der Kindheit ".
LG
emmie
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22.12.2010 10:22 |
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usagimoon

sadness

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Re: Mein Sohn (5) ist ständig am Heulen... von usagimoon (22.12.2010 13:25) |
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Ilona: Wenn meiner dann anfängt zu heulen, dann erst mal richtig und dann hängt er an mir und ich kann keinen Schritt mehr machen und dann will er einfach nur kuscheln...mache ich gerne, aber nicht den rest des Tages...wehe ich muss dann noch was im haus tun, Wäsche waschen oder was grade anfällt.. und teilen mag er mich dann auch auf keinen Fall.. er hat absolut keinen Grund zur Eifersucht, eigentlich müssten die anderen drei eifersüchtig sein, aber dennoch scheint er wohl zu denken, dass er nicht genug von mir hat..
Ich muss ehrlich sagen, dass ich Jungs als sehr viel schwieriger empfinde als meine Mädels.. die zicken auch mal und auch Lisa hat so ihre Heultage...aber sie beruhigen sich dann auch wieder und das tut er nicht.
Vielleicht hat es ja auch was mit seiner Wahrnehmungsstörung zu tun oder vielleicht ist er auch unterfordert..ich bemühe mich schon mich viel mit ihm zu beschäftigen und versuche auch seinen Wünschen gerecht zu werden (er will z.B. immer Lesen üben und ich soll ihm sehr oft sehr viel vorlesen)..
Vielleicht ist das auch nur eine Phase oder er ist so nervös wegen Weihnachten oder einfach nur angenervt.. aber ich kann ihm doch auch nicht alles durchgehen lassen nur des Lieben Freiden willens... das ist unfair den anderen gegenüber und er muss auch lernen mit den anderen klar zu kommen, vor allem weil wir eine große Familie haben.
Will das grade einfach nur loswerden, denn leider bin auch ich nach 4 Kindern nicht gefeit und lass mich stressen.. und sobald ich nervös werde werdend as alle anderen auch Oo ich hätte manchmal echt gerne eine Auszeit
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22.12.2010 13:25 |
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kikra

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Re: Mein Sohn (5) ist ständig am Heulen... von kikra (22.12.2010 13:40) |
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Hallo,
meine Kleine ist jetzt 6 Jahre alt und versucht auch immer wieder, ihre Interessen mit Hilfe von Heulerei durchzusetzen oder auch einfach nur Aufmerksamkeit zu bekommen.
Dazu muss man sagen, dass sie schon mit 8 Monaten in die Kita gekommen ist. Damals konnte sie also auch noch nicht sagen was sie wollte oder es gar selber erledigen. Im Nullkommanix hatte sie dann raus, dass sie nur mal kurz heulen muss und schwupps, standen 3-4 Kinder bei ihr und auch die Erzieherin schaute rasch was war. Bei mir funktionierte das dann zwar nicht ganz so gut, aber doch meistens.
Ich halte nichts davon, ein Kind brüllen zu lassen, vor allem wenn es noch so klein ist.
Mittlerweile sehe ich das noch differenzierter und handhabe es ähnlich wie Ilona: Ich verschaffe mir einen Überblick, was vermutlicher Auslöser für die Heulattacke war und entscheide dann für mich, ob ich sie einfach weiterheulen und sie links liegen lasse oder mich kümmere.
Sie soll schon merken, dass ihre Strategie nicht immer funktiioniert, soll aber genauso merken, dass sie nicht allein ist mit ihrer Sorge. Heult sie, weil sie ihren Willen nicht durchsetzen konnte, ist das bei uns meist verbunden mit wütendem Gestampfe auf dem Fußboden, wenn sie sich - schnaubend wie ein Stier - dann auf ihren Weg ins Kinderzimmer macht. Das kräftige Auftreten auf dem Fußboden soll dann noch untermauern, dass ihr das jetzt toooootal gegen den Strich geht. Natürlich wird es auch mimisch und gestisch noch begleitet: Zornesfalten, die eine 99-jährige vor Neid erblassen lassen und die Arme wütend vor der Brust verschränkt, als hätte sie ne Zwangsjacke an.
Ich muss dann immer innerlich grinsen, lasse mir das aber nicht anmerken und schaue eher desinteressiert bzw. wende mich anderen Dingen zu. Somit ist ihre Bühne für die Tonne und sie überlegt sich schnell, dass es keinen Wert hat, die Tour weiterzufahren. Juckt ja offensichtlich eh keinen..
Ich lache sie dann grundsätzlich nicht aus, denn sie soll sich auch in ihrer Wut ernstgenommen fühlen. Allerdings biete ich ihr im Normalfall an, dass wir darüber reden.. aber erst, wenn sie sich wieder ein bisschen beruhigt und ihr aggressives Verhalten abgelegt hat. Mir ist bei allem immer sehr wichtig, dass meine Tochter zu keinem Zeitpunkt ihr Gesicht verliert, nur weil ich die 'Mächtigere' bin.
Leider ist auch meine Strategie kein Garant dafür, dass der Wutanfall nicht erneut auftritt. Ich denke aber auch, dass das okay ist. Sie muss lernen, dass nicht alles so geht, wie sie es gerne hätte, braucht aber ein Ventil für ihre Wut. Schluss wäre bei mir, wenn sie etwas aus Wut zerstört. Dazu kam es aber bis dato nicht (ich klopf mal schnell auf Holz
) Sie muss lernen, dass auch ein Wutanfall ihr Problem nicht löst. Ich denke (und hoffe), dass sie mit zunehmendem Alter eine andere, nämlich konstruktivere Strategie bei Frustsituationen verfolgt. Aktuell versuche ich, ihr so gut es eben geht, zu helfen und ihr durch meine nachfolgenden Erklärungen Wege aufzuzeigen. Würde ich bei JEDEM Pieps aber sofort auf sie eingehen, würde ich mich langsam aber sicher zu ihrer Marionette entwickeln. Kinder merken sehr schnell, wie sie Aufmerksamkeit bekommen und nutzen das recht schamlos für ihre Zwecke aus.
Viele Grüße
kikra
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22.12.2010 13:40 |
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