verärgert über den Kinderarzt |
biene38

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Re: verärgert über den Kinderarzt von biene38 (04.08.2005 17:13) |
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Also ich finds auch komisch sowas von einem Arzt zu hören.... ich kenn das auch gar nicht anders.
Ich wär froh wenn ich 2sprachige Eltern gehabt hätten und die mich das dann hätten so lernen lassen.... traumhaft.
Bleibt bloß auf Eurem Weg! Und denkt dran wie schön es für sie später in der Schule und im Leben (vielleicht auch mit beruflichen Chancen verbunden) sein wird, 1 Fremdsprache perfekt reden zu können.
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04.08.2005 17:13 |
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Ilona

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Re: verärgert über den Kinderarzt von Ilona (04.08.2005 17:46) |
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der Arzt sagt auf einer Art nichts falsches aber so wie ihr es macht ist in eurem fall absolut richtig..
Es gibt 2 Möglichkeiten sein kind zweisprachig zu erziehen.
Methode 1. Jedes Elternteil spricht konsequent eine Sprache mit dem kind unter den Eltern wird entweder so weitergesprochen also in eurem fall er englisch du deutsch oder aber wenn ihr oft in England seit sprechen die Eltern die jeweilige Landessprache.
Methode 2. Das Kind lernt erst eine Sprache (normalerweise die Umgangssprache in eurem fall Deutsch) später wenn es sehr gut sprechen kann also wie euer Arzt meinte ca. mit 4 Jahren und dann wird dqas Kind an die 2. Sprache herangeführt, das hat allerdigs zum Nachteil, dass das Kind mehr die 1. Sprache spricht und die 2. Sprache auch als zweite empfindet. In etwa so wie wenn man Englisch als "Fremdsprache" in der Schule bekommt.
In der ersten methode lernt das Kind beide Sprachen gleichzeitig, natürlich ist es für euch anfangs schwerer herauszufinden was euer Kind von euch möchte, da es oft beide Sprachen mischt aber dafür hat es später 2 Mutter(Vater)sprachen, beides wird für sie Selbstverständlich sein zu sprechen.
In der 2. methode ist es so da das Kind erst eie Sprache gelernt hat ist dies die Muttersprache und die 2. Sprache die Fremdsprache. Das Kind wird zwar leichter verständlich sein am Anfang allerdings wird das kidn die 2. Sprache im normalfall seltener Anwenden, weil wie der name Fremdsprache schon sagt ist ihr die Sprache Fremd.
Auf jeden Fall ist die erste Methode die besser auch wenn die meisten Kinder dadurch später anfangen zu sprechen, da sie selber erst mal sortieren müssen was wohin gehört also Papa englisch, Mama deutsch, so einfacher fallen ihnen aber die beiden Sprachen im täglichen gebrauch.
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04.08.2005 17:46 |
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yvi

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Re: verärgert über den Kinderarzt von yvi (05.08.2005 15:11) |
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Bei unseren Freunden sieht es so aus,er kommt aus Spanien und spricht meistens spanisch mit den Kindern-aber auch deutsch..sie kommt Kroatien und spricht überwiegend deutsch mit Ihnen.
Der Ältere Sohn ist 6 und kann innerhalb des Gespräches sofort umdenken.Er redet mit den Großeltern spanisch,schaut uns an und redet in deutsch weiter-überhaupt kein Problem.Die kleine Tochter ist 1,5 Jahre alt und plappert abwechseln spanisch und deutsch.
Ich sehe da nicht so ein Problem drin-ich glaube die Kinder sind da viel flexibler als wir
Mein Mann (Vater Ungar)spricht kaum ein Wort ungarisch-verstehen tut er nur ein wenig..das bereut er schon ab und zu..gerade weil seine restliche Familie in Ungarn lebt!
Lg Yvi
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05.08.2005 15:11 |
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catherina

Mega-User Level III
   

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Re: verärgert über den Kinderarzt von catherina (05.08.2005 16:34) |
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Eva,
meines Erachtens liegt der Arzt falsch - natürlich kann man sein Kind zweisprachig erziehen und wenn man es von Gerburt an macht, ist das Kind auch wirklich *muttersprachlich* zweisprachig, dh beide Sprachen sind "übereinander" in der selben Gehirnregion angesiedelt. Es kann sein, dass sich die Sprachentwicklung etwas verzögert, dass also die "Language Explosion" etwas später einstellt. Es kann auch sein, dass zwischendurch Lücken in der einen Sprache mit Wörtern aus der anderen "geflickt" werden, aber in dem Alter, in dem die Kinder grammatikalisch einigermaßen korrekt sprechen (5tes Lebensjahr) beherrschen Kinder, die in der OPOL Methode (one parent one language) erzogen wurden, beide Sprachen ohne Verwirrung (wobei die Umgebungssprache oft besser beherrscht wird, was sich dann durch Besuche im Land oder von Verwandten wieder ausgleicht).
Unsere Große ist mit uns mit 9 Monaten nach Amerika gezogen und hat dort sprechen gelernt (zu Hause nur Deutsch, Umgebung nur Englisch). Sie hat ca 2 Monate später angefangen viel zu sprechen und manchmal Wörter oder Satzstellungen vertauscht. Das war aber nicht dramatisch und hatte keinerlai Auswirkungen auf ihre Sprachfähigkeiten insgesamt. Mit knapp drei ist sie mit uns zurück nach D und wir haben das Englische dann zu hause aufrecht erhalten -
In der Schule war sie unter den beiden besten im Deutsch lesen und Sprachanalyse und unter den besten Geschichtenschreiberinnen (ein bisschen zu faul *ggg*). Englisch lesen hat sie sich selber beigebracht, nachdem sie die deutschen Grundlagen hatte. So hat sie in der 3ten Klasse den Englischunterricht strukturiert (konnte besser Englisch als der arme Lehrer). Jetzt wo wir nach GB gezogen sind, hat sie keinerlei Probleme mit der Sprache
Ich bin schon auf viel Unverständtnis gestoßen für die zweisprachige Erziehung meiner Kinder, aber für uns war es nur positiv, also lasst Euch nicht ins Bockshorn jagen.
LG
Catherina
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05.08.2005 16:34 |
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MaMaMartini

nicht-muster-mama
  

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Re: verärgert über den Kinderarzt von MaMaMartini (04.11.2005 09:36) |
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Der Thread ist zwar schon etwas älter... aber! ich habe mich so über die Aussage dieses Arztes geärgert - WAS EIN SCHWACHSINN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Gottseidank habe ich da einen ganz anderen Kinderarzt in Deutschland gehabt, der das toll fand und unterstützt hat.
So rein praktisch, wie sollte das gehen?? Wir erziehen unsere Kinder deutsch-türkisch. Wir leben in der Türkei, unsere "Familiensprache" ist bunt gemischt, da mein Türkisch noch nicht so fit ist; mein Mann spricht türkisch und ich antworte auf Deutsch, wenn ich es nicht auf Türkisch weiss. Welche Sprache sollen meine Kinder nun zuerst lernen, nach diesem Arzt? Deutsch? Dann verstehen sie ihr Umfeld nicht. Türkisch? Dann verstehe ich sie nicht - und meine Familie, die oft kommt, auch nicht! Wir sprechen also konsequent zu den Kindern in unserer jeweiligen Muttersprache. Das ist so "eingefahren", dass mein Grosser mich korrigiert... als mir kürzlich rausgerutscht ist "Willst du patates essen?" antwortete mein Sohn "Mama, du sagst nicht patates, du sagst kartoffel
Mein Sohn hat extrem früh sprechen gelernt (selbst nach "einsprachigen" Maßstäben) und schaltet inzwischen absolut problemlos zwischen beiden Sprachen um und das seit mehr als 6 Monaten. Wenn ich z.B. sage: "frag den Baba" wenn er irgendwas haben will, dann dreht er sich rum und fragt seinen Vater auf türkisch. Manchmal "übersetzt" er mir dann sogar die Antwort
Im Kindergarten sind auch andere deutsch-türkische Kinder, und je nach Vorliebe sprechen sie miteinander deutsch oder türkisch...
Mit 4 wird er im Kindergarten sogar die 3. Sprache dazu bekommen, nämlich englisch...
Martina
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04.11.2005 09:36 |
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Lola
EF-Team
 

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Familienstand: keine Angabe
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Re: verärgert über den Kinderarzt von Lola (04.11.2005 10:12) |
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Hallo,
ich habe damals mit meinem Sohn in Hannover am Kronsberg (das Viertel wurde zur Expo "hochgezogen") gewohnt. Am Kronsberg ist der Ausländeranteil sehr hoch.
Jedenfalls ging Julian dort in einen Kindergarten, wo er in einer Gruppe von 25 Kindern einer der wenigen deutschen Kinder war (ausser ihm waren noch 3 deutsche Kinder dort, der Rest der Kinder waren Polen, Italiener Russen oder Türken).
Niemals werde ich Julians ersten Tag in dem neuen Kindergarten vergessen. Ein sehr süsses Mädchen mit dem Namen Maria kam sofort auf ihn zugestürmt und fragte, welche Sprachen Julian denn sprechen würde. Julian wusste natürlich nichts mit der Frage anzustellen. Daraufhin erklärte ich Maria, dass Julian lediglich Deutsch sprechen würde. Sie erzählte mir ganz stolz, dass sie Deutsch, Polnisch und Französisch spricht. Ihre Mutter ist Polin und ihr Vater Franzose. Das hat mich schon schwer beeindruckt zumal sie ein für mich perfektes, akzentfreies Deutsch sprach.
Irgendwan unterhielt ich mich dann mit der Mutter und sie erzählte mir, dass Maria Polnisch und Französisch genauso fliessend sprechen würde wie Deutsch. Maria war zu dem Zeitpunkt gerade einmal 5 Jahre alt.
Auch der Rest der Kinder in dem Kindergarten sprachen fliessend Deutsch und dazu noch die Muttersprache ihrer Eltern.
Übrigens war das der absolute Lieblingskindergarten meines Sohnes - entgegen allen Vorurteilen (für die ich mich heute sehr schäme) war es dort ein sehr friedliches, harmonisches Miteinander.
So, jetzt habe ich wiedermal zu weit ausgeholt
Viele Grüße
-Lola-
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Lola: 04.11.2005 10:14.
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04.11.2005 10:12 |
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MaMaMartini

nicht-muster-mama
  

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16.03.2007 13:42 |
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