Streit wegen Kindererziehung |
Biene169

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Streit wegen Kindererziehung von Biene169 (06.03.2009 18:22) |
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Hallo. Ich bin neu hier und habe ein Problem. Ich habe einen Sohn von 11 Jahren. Ich bin alleinerziehend. Schon immer. Aber ich habe seit ca .5 Jahren eine Beziehung.Wir wohnen nicht zusammen. Wir haben massive Probleme mit verschiedenen Erziehungsansichten..Mein Sohn ist sehr lebhaft, verträumt, faul usw. Er hat LRS und ADS.. Aber nicht direkt hyperaktiv…
Nun meint mein Freund, dass seine Probleme durch meine inkonsequente Erziehung kommen. Er kann nicht verstehen, dass mein Sohn gewisse Verhaltensregeln nach „ mehrmaliger“ Ermahnung nicht auf die Reihe bekommt. Wir haben schon versucht dass er sich aus meiner Erziehung heraus hält. Was aber nicht funktioniert hat, weil er sich dann doch wieder über irgendetwas aufregt was mein Sohn mal wieder tut. Dann sagt er dies meinem Sohn in einem sehr verachtenden Ton usw. Das wiederum tut mir weh und der Streit ist wieder perfekt. Auch wenn ich nicht die Konsequenz in Person bin habe ich doch das Recht auf eigene Ansichten usw.in der Erziehung. Wenn mein Sohn ein kleines Licht zum schlafen braucht, habe ich damit kein Problem. Das und vieles mehr kann er nicht verstehen und es ärgert ihn, dass ich seine Meinung nicht akzeptiere und gewisse Sachen abschaffe.Er denkt mein Sohn sei verweichlicht, ermüsse ihm etwas Härte für das Leben mitgeben. .Aber wo bleiben bei dem Ganzen meine Ansichten zur Kindererziehung ? Das ist unser Problem und wir streiten deswegen sehr sehr oft. Oder sehen keine Lösung außer Trennung mehr. Trotz allem lieben wir uns aber immer noch und möchten uns eigentlich nicht trennen. Er hat auch einen Sohn von 15 Jahren, der bei ihm lebt, und eine Tochter von 10 Jahren die bei der Mutter lebt. Alle 2 Wochen sind wir dann zu fünft am Wo End zusammen. Dann ist Streit wieder vorprogramiert.. Vielleicht bin ich auch zu stur ? Ich möchte nicht sagen, dass er immer Unrecht hat, aber ich werde es wohl nie schaffen so streng und konsequent zu sein wie mein Sohn es vielleicht brauchen würde. Kann mir jemand einen Rat geben ?
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06.03.2009 18:22 |
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Ilona

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06.03.2009 18:50 |
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Biene169

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Ilona

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Re: Streit wegen Kindererziehung von Ilona (11.03.2009 09:44) |
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ich drücke euch jedenfals die daumen dass ihr es schaft eine Lösung zu bekommen mit der alle zufrieden sind.
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11.03.2009 09:44 |
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User8 unregistriert
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Re: Streit wegen Kindererziehung von User8 (11.03.2009 10:17) |
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Hallo
melde mich hier auch mal zu Wort, habe ja einen elfjährigen ADSler zu Hause, und lebe mit meinem Freund( der nicht sein Vater ist) zusammen.
Erstmal zur ADS deines Sohnes: Sie ist diagnostiziert, oder? Bekommt er irgendwelche Medikamente oder sindkeine nötig und was schlägt der Kinderpsychologe vor um deinem Sohn zu helfen Selbstständigkeit zu erlangen?
Und vor allen: Sieht dein Freund ADS als tatsache an- oder bestreitet er das es diese gibt?
Das ist nämlich das allerwichtigeste um sich einig werden zu können wie ihr mit deinem Sohn umgeht.
Klar ist erstmal das man als Mutter mit seinem Kind mitwächst und einige Verhaltensweisen- wie z.B fehlende Selbsständigeit , Unsicherheit einem gar nicht mehr sooo auffält als jemanden der quasi dazukommt und das eher von außen sieht.
Es darf natürllich nicht sein das dein Freund deinen Sohn abwertet- aber vielleicht sind manche Vorschläge von ihm gar nicht so schlecht- und darüber solltet ihr euch einig werden.
ADS Kinder brauchen möglichst viel Regelmäßigkeit. So hat meinem Sohn z.B der immer wiederkehrende morgendliche Ablauf geholfen etwas wacher zu sein. Da ich da ein Weichei bin hat mein lebensgefährte das bei meinem Sohn durchgesetzt.Nicals fands ätzend- aber hat sich daran gewöhnt und er machts ohne das ich hinter ihm her sein muß.
Ich denke eben es ist wichtig das ihr euch, wie Ilona es schon geschrieben hat zusammensetzt und euch einigt was gar nicht geht( abwerten, vergleichen) und wie ihr deinen Sohn fördern könnt( regeln, fester Ablauf, beibringen von Eigenständigkeit)
Nochn Beispiel: mein Sohn macht es sich gern leicht- darum hat er sich stehts ums Schuhe zubinden gedrückt und eben Klettverschlussschuhe gewollt.
Nun haben wir uns eben überlegt das er genau die nicht mehr bekommt, mit dem Ergebniss das nach langem Gemecker das binden in ganz normalem tempo stattfindet. Ich hatte da immer Mitleid- und achte mir" Warum soll er diese Hilfe nicht bekommen" aber gebracht hat dieses "Mitleid" nur das er sich immer weiter gedrückt hat UND dachte er kriegts nicht auf die Reihe. Das er so eine Kleinigkeit kann hat ihm Selbstvertrauen gegeben, und das brauchen ADSler oft, denn ihre Frustgrenze ist ja ziemlich niedrig....
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11.03.2009 10:17 |
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Biene169

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Re: Streit wegen Kindererziehung von Biene169 (11.03.2009 16:36) |
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Also erst mal, freue ich mich echt sehr, dass ich endlich mal jemand habe mit dem ich über dieses Problem reden kann, der mir dann auch Tips gibt womit ich was anfangen kann.…
Das ADS und LRS wurde durch eine Kinder Psychologin diagnostiziert..IQ über dem Durchschnitt usw…
Ich hatte mich immer mit Händen und Füßen gewehrt meinem Sohn Medikamente zu geben..
Wahrscheinlich ist es wirklich so liebe Rebecca, dass man als Mutter mit seinem Kind mitwächst und gewisse Auffälligkeiten usw. echt gar nicht mehr sooo eng sieht….Das habe ich mir auch schon gedacht. Man hat sich an einiges gewöhnt.
Nun hatte ich vor kurzem Elternsprechtag. Man sagte mir er sitze bei fast allen Lehrern am ersten Tisch. Er zappelt und macht mit seinen Stiften rum, lässt sich stark ablenken usw. Er könne mehr aus seinem Potenzial machen usw. Na ja was soll ich sagen. Jetzt bekommt er seit ca.2 Wochen Medikinet.. Ich werde es jetzt versuchen.
Zur Meinung meines Freundes. Nein ich glaube nicht, dass er an ADS usw.glaubt. Er denkt es liege an meiner Inkonsequenz.
Ich glaube auch, dass mein Freund gewisse Dinge bestimmt konsequenter durchziehen würde, als ich.
Wir wohnen aber nicht zusammen und er möchte es auch nicht.
Mit aus dem Grund, dass mein Sohn so anstrengend wäre.
Da denke ich mir dann schon oft es wäre diesbezüglich vielleicht leichter wenn wir zusammen wohnen würden und er dann eine gewisse Konsequenz bei meinem Sohn lebt, zu der ich anscheinend nicht fähig bin..
Es stört mich oft unglaublich, dass er ein verhalten von mir verlangt, zu dem ich ganz einfach nicht fähig bin, weil ich das nicht bin.
Ich wäre zu Kompromissen bereit.Denke das ist immer ein guter Weg. Er aber nicht. Er erwartet absolute Konsequenz von mir im Bezug auf meinen Sohn. Ich wäre sozusagen alleinerziehend und müsse dies leisten. Somit würde man seine Probleme in den Griff bekommen. Gerade bei so einem Kind.Ich würde ihn immer beschützen und somit würden wir nicht weiter kommen.
Man dürfe das Verhalten meines Sohnes nicht auch noch unterstützen, sondern konsequent dagegen lenken.
Womit wir wieder bei dem Problem sind, dass mein Sohn sich schon Mühe gibt, aber mein Freund dies nicht sehen will und kann. Somit blutet mir das Herz wenn ich spüre wie mein Sohn um Anerkennung seiner Bemühungen bei ihm kämpft.
Also echt ein Dillema...
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11.03.2009 16:36 |
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böser-engel

Nervenfrack zur zeit
  

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Re: Streit wegen Kindererziehung von böser-engel (11.03.2009 17:21) |
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Huhu
Vieleicht solltest du deinen Partner wirklich mal mitnehmen zu Therapeuten und Ärzten die Ihm dann mal erklären was das ganze zu bedeuten hat und was für Auswirkungen das hat.
Ich kenne mich da nicht wirklich aus aber ich würde es so machen. Wir leben auch in einer Patchwork Familie und bei uns gibts auch Missverständnisse in der Erziehung. Ich habe mittlerweile 3 Kinder er 2 wovon er beim ersten nicht viel mitbekommen. Sprich wir haben da ganz unterschiedliche Lebenserfahrung.
Rede mit Ihm vernünftig und sage Ihm was du erwartest. Vor allem gehe wirklich mal mit Ihm zu den Fachstellen wo er sich selbst erkundigen kann. Jemand der damit nichts zu tun hat, weiss nicht was oder wie man die Kinder dann erziehen muss.
böser-engel
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11.03.2009 17:21 |
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User8 unregistriert
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Re: Streit wegen Kindererziehung von User8 (11.03.2009 17:44) |
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Hallo
also das aller-allerwichtigeste ist das dein Freund versteht was Ads ist und was es für ein Kind bedeutet zu wollen- aber nicht zu können. Mein Sohn ist da deinem sehr ähnlich. Er hat nur endlich einen tollen lehrer der ihn eben nicht direkt vors Pult setzt. er hat ADS stört also nicht durch herumlaufen. Er träumt. DArum sieht der lehrer keinen Grund dazu. Auf Medikamente wird er ab Juli eingestellt- aus genau dem gleichen Grund wie dein Sohn, er kann sein Potenzial nicht nutzen.
hast du deinem Freund mal die Diagnose ADS nmitgeteilt? Was sagt er denn dazu?
Weißt du- bei allen Regeln die dein Sohn braucht, braucht er auch Verständniss für seine Lage, und die grundvorraussetzung dafür ist es deinem freund begreiflich zu machen was ADS bedeutet. Wäre er vielleicht breit hierzu mal etwas zu lesen?
Oder sich im I-net damit zu beschäftigen? Oder hier bei uns im Forum? Klar ist eben auch eins man neigt als Mutter sehr dazu bestimmte Verhaltensweisen zu entschuldigen- aber, selbst wenn die Ursache ADS ist muß man versuchen das in den Griff zu bekommen. Ich arbeite da auch dauenrd an mir, weil ich eigentlich auch nicht so bin- mein Sohn soll aber eines Tages alleine leben können mit allem was dazu gehört.
Trotzdem heißt das nicht das dein Freund ihn abwerten darf.
Er gibt ihm keine Anerkennung??
du, das ist schon heftig.
Hast du mal ein Beispiel, damit wir uns das besser vorstellen können...
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11.03.2009 17:44 |
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Biene169

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Re: Streit wegen Kindererziehung von Biene169 (11.03.2009 21:59) |
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Hallo,
ja ihr habt recht.Ich habe meinen Freund schon gefragt ob er denn nächstes mal mitgehen würde wenn wir wieder einen Termin bei der Psychologin haben.Er sagte ja, er würde mitgehen.Ich hoffe es klappt.
Im Moment würde er aber nur mitgehen denke ich, weil er sich von dem Medikament Medikinet mehr versprochen hatte.Er dachte, dass mein Sohn insgesamt dadurch recht schnell ruhiger werden würde. Was im Moment noch gar nicht der Fall ist.Er nimmt die Tabletten vor der Schule zur Konzentration. Bis Abends ist da von der Wirkung nicht mehr viel zu spüren.Im Gegenteil, er kann jetzt noch schlechter einschlafen als vorher. Aber das werde ich mit der Psychologin klären.Das war ja als Nebenwirkung bekannt....
...
Wenn er aber aus diesem Grung mitgehen würde, kann ich vielleicht das Gespräch auf ADS direkt mit der Psychologin wenden.Mal sehn vielleicht klappt es.
Zum Thema Anerkennung würde ich mir einfach wünschen, dass er ihn lobt wenn er etwas tut wie zum Beispiel,Licht im Gang ausmachen, Zahnpasta aus Waschbecken wischen,Schuhe vor der Wohnung ausziehen. All diese Dinge die für meinen Freund wichtig und selbsverständlich sind,für meinen Sohn aber anstrengend sind an was er alles denken soll..Er ist ein Träumer, läuft aus der Toilette ohne runter zu spülen, vergißt Rolladen selber hoch zu ziehen morgens,macht sich die Hose total schmutzig wenn er draußen tobt usw.So ist mein Sohn.
Ich würde mir wünschen, dass mein Freund mal sagt.: Hei, Nico ich sehe Du bemühst Dich, finde ich klasse, oder irgend sowas.
Aber nein er sieht nur was halt immer noch nicht klappt, und da gibt es halt einfach viel. Und daran erinnert er ihn bei jeder Gelegenheit.
Aber da ich halt ein Mensch bin und kein Roboter, weise ich meinen Sohn 5 mal darauf hin, im normalen Ton, und beim 6 mal kann es sein, dass ich denke ok ich mache es jetzt selber...ich bin es leid es hundertmal zu sagen und hoffe und vertraue,dass er es schon irgendwann lernen wird.
Mein Freund hat die Einstellung dass man nicht zuviel loben darf, sonst werden Kinder faul und überheblich usw.Ich dagegen versuche immer zu motivieren, nicht zu strafen, wenn es nicht absolut sein muß. Und da haben wir dann auch schon wieder verschiedene Einstellungen.
Aber manchmal mache ich mir wirklich Vorwürfe ob es nicht doch an mir und meiner Inkonsequenz liegt, dass mein Sohn so ist.Mein Freund verunsichert mich in meinem Selbstvertrauen und ich glaube dagegen kämpfe ich an.Er gibt mir das Gefühl eine schlechte Mutter zu sein.Obwohl ich denke alles zu tun was ICH eben kann.
Ich danke euch wirklich für eure Antworten, ich glaube mir ist bewußt geworden, dass ich meinem Freund und mir vielleicht auch, das Thema ADS näher bringen muß.
Liebe Grüße
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11.03.2009 21:59 |
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