unsterblich verliebt |
shuttle unregistriert
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01.06.2003 02:01 |
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Nickyta unregistriert
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Re: unsterblich verliebt von Nickyta (01.06.2003 02:14) |
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Hallo,
ich habe mir in schlimmen und gleichgültigen zeiten meiner Ehe auch eingebildet, unsterblich verliebt zu sein. Habe gedacht, da ist endlich jemand, mit dem Du reden kannst, der zuhört, der gleiche Ansichten und Interessen hat.
Und bin arg auf die Nase gefallen-nicht mit der vermeintlichen liebe, aber mit meinen angeblichen Gefühlen.
Mein Ex hat fehler, ja, aber ich liebe ihn immer noch-leider weiß man das oft erst, wenn es zu spät ist. Ich hätte wissen müssen-wenn er einmal geht, wenn ich einmal die Trennung durchziehe, kommt er niemals mehr wieder, ganz gleich, ob er mich noch liebt oder nicht. Und das tut er, aber anscheinend können Männer-die meisten jedenfalls-da besser mit umgehen oder anders.
Jdedenfalls habe ich für mich die Erfahrung gemacht, daß man viel zu schnell aufgibt, oft wegen Kleinigkeiten, Nichtigkeiten, sich in etwas verennt.
Damals wollte ich auf keinen hören-heute kann ich nur wirklich jedem eindringlich raten, nicht zu schnell alles wegzuwerfen, sondern erstmal wirklich zu versuchen, in sich zu gehen, sich vielleicht eine Auszeit zu nehmen, um zur Ruhe zu kommen und seine Gefühle, seine wirklichen Gefühle, zu prüfen.
Zu sehr leidet man sonst hinterher-vor allem an der eigenen Schuld...
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01.06.2003 02:14 |
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sunnyside

warten auf godot....
 

Dabei seit: 17.04.2003
Letzte Aktivität: 21.12.2009 13:46
Beiträge: 1.349
Herkunft: peace-planet Interessen: tango argentino, goldschmieden, fossilien, ausgrabungen, malen und bone-carving Beruf: was ihr wollt Kinder: 1 super kind
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RE: unsterblich verliebt von sunnyside (01.06.2003 09:02) |
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hallo shuttle,
sei nicht zu voreilig. nickyta hat recht, wenn es in der ehe kriselt, ist man eher geneigt, wegzulaufen. und deine partnerin? liebt sie dich noch?
gehe erst mal in dich und versuch herauszubekommen, was du wirklich willst. überdenke, was du in und an der bestehenden beziehung hast.
denn, wenn deine neue liebe ein strohfeuer ist, stehst du am ende da und hast vielleicht alles verloren. das, was man haben kann ist nie so interessant, wie das neue. und wenn man eh schon unglücklich ist, sucht man eher nach dem kick, dem, kribbeln. schmetterlinge sterben schnell! neue besen kehren gut - aber auch die nutzen sich ab, wenn der alltag kommt. das solltest du vor augen haben. die ernüchterung kommt oft schneller, als man denkt.
wünsche dir die richtige entscheidung und das richtige augenmaß
bis dann
sunny
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01.06.2003 09:02 |
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Arminius
Super-User Level II
Dabei seit: 01.09.2003
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Beiträge: 106
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Kommt mir bekannt vor... von Arminius (04.09.2003 08:46) |
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Leider ist der Orginalbeitrag von Suttle scheinbar gelöscht worden, aber die Antworten könnten auf meine Situation passen.
Seit fast 10 Jahren sind wir zusammen, inzw. verh. Eine Beziehung in der wenig über Gefühle gesprochen wird, statt dessen viel Aktivitäten, Sport, lange Reisen etc., sehr viel gemeinsam erlebt. Grade dabei über Kinder nachzudenken. Da packt es mich - ich weiss noch nicht genau warum - und ich mache einen Seitensprung (via Chat arrangiert, sie 130 km weg). Wir können uns nicht mehr vergessen. Sie leidet. Ich leide. Immer wieder versuchen wir Abstand zu gewinnen.
Die Idee war eigentlich einfach nur Sex und dann kein Wort darüber. Aber es lief ganz anders. Ich habe schlagartig erkannt, was mir fehlt in meiner Beziehung: Tiefgehende Gespräche, Ruhe, Nähe. Ein weniger durchorganisiertes Leben.
Nach vier Wochen beichte ich den Seitensprung. Meine Frau fällt aus allen Wolken. Aber es ändert erstmal nicht viel. Wir müssen dringend zueinander finden und über alles reden. Immer wieder, immer weiter. Aber es fällt uns beiden schwer. Sie neigt dazu, zu verdängen.
Ich weiss nun nicht, was ich von meinem Gefühlen halten soll.
Wäre es nicht gut, einfach neu anzufangen, Neues zu entdecken? Jetzt, bevor wir Kinder haben geht das noch. Warum eine fast 10 jährige Beziehung mit aller Kraft wieder zum Rollen bringen?
Gleichzeitig frage ich mich, warum ich erst nach so langer Zeit so wesentliche Defizite erkenne. Mache ich mit nur etwas vor?
Nächste Woche ein Termin bei der Paarberatung. Mal sehn was darauskommt.
Arminius
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04.09.2003 08:46 |
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cheyenne

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Dabei seit: 29.06.2003
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Re: unsterblich verliebt von cheyenne (04.09.2003 09:53) |
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sorry, arminius... habe diesen beitrag von dir erst später gelesen.
somit ist es verständlich, daß du zunächst "nur" von 10 oder 20 jahren ausgehst.
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04.09.2003 09:53 |
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Zwerg

hoffend...


Dabei seit: 25.07.2003
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Beiträge: 150
Herkunft: Raum Nürnberg Beruf: kaufm. Angestellte
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RE: Kommt mir bekannt vor... von Zwerg (04.09.2003 09:59) |
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[quote][i]Original von Arminius[/i]
... aber die Antworten könnten auf meine Situation passen.[/quote]
Dann mein Rat an Dich: Nimm' sie Dir auch zu Herzen (die Antworten). Laß' Dir die notwendige Zeit, um Dir darüber klar zu werden, was Du wirklich willst und was Du eventuell auch bereit bist aufzugeben.
[quote][i]Original von Arminius[/i]
Gleichzeitig frage ich mich, warum ich erst nach so langer Zeit so wesentliche Defizite erkenne. Mache ich mit nur etwas vor?[/quote]
Überlege Dir ganz genau, ob es sich wirklich um Defizite handelt oder ob Du für Dich einfach nur nach Gründen bzw. "Ausreden" suchst, warum Deine jetzige Beziehung keine Zukunft haben kann. Wenn diese Defizite nämlich die Grundlage für eine Trennung sein sollen, mußt Du sie auch in Zukunft vertreten können.
Ich weiß sehr gut, wie man sich fühlt, wenn man sich nicht sicher ist, ob man zu seiner Entscheidung auch wirklich stehen kann. Ich habe meinen Mann nach 7-jähriger Ehe vor 2 Monaten verlassen, da ich mit einem Kollegen zur Seite gesprungen bin. Ich bin ausgezogen, werde in den nächsten 1-2 Wochen mit meinem Kollegen zusammenziehen und finde lauter Gründe, warum meine Ehe über kurz oder lang sowieso in die Brüche gegangen wäre. Alle Gründe sind in der Summe verständlich und nachvollziehbar - und trotzdem fühle ich mich schrecklich. Denn irgendwie sind die Probleme, die mein Mann und ich hatten und die ich als Begründung anführe, eigentlich nicht so dramatisch, daß man sie nicht hätte aus der Welt schaffen können. Ich muß ehrlich zugeben, würde mein Mann jetzt mit den Fingern schnippen und mich zurücknehmen - ich würde es tun 0) .
Insofern, überlege Dir sehr gut, was Du tust und was Du wirklich willst, damit Du in Zukunft mit Deiner Entscheidung auch wirklich leben kannst.
LG Zwerg
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04.09.2003 09:59 |
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Arminius
Super-User Level II
Dabei seit: 01.09.2003
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Beiträge: 106
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Re: unsterblich verliebt von Arminius (04.09.2003 10:11) |
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hallo cheyenne
was genau hat dich überrascht?
deine meinung ist mir wichtig!
arminius
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04.09.2003 10:11 |
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cheyenne

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Dabei seit: 29.06.2003
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Re: unsterblich verliebt von cheyenne (04.09.2003 10:30) |
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hallo arminius.
überrascht? naja, ich will nicht direkt von "überrascht" reden.
ich habe hier das erstemal eine schilderung der probleme in deiner beziehung/ehe gelesen.
von daher ist es verständlich, daß du dir über die weiteren jahre gedanken machst.
bitte versteh mich richtig:
ich billige nicht den seitensprung.
ein seitensprung ist für mich der falscheste weg seinen problemen zu begegnen - und eine lösung für diese ist es schonmal garnicht.
man zäumt das pferd von hinten auf...
vielleicht liest du dazu nochmal mein posting in zwilling´s thread "1,2,3...und jetzt reichts."
aber die denkanstöße von zwerg finde ich gut und ich denke, den gleichen denkanstößen wirst du in der paarberatung begegnen.
das betrachten des hier und jetzt und des zukünftigen kann nur die wirkliche lösung der probleme bringen.
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04.09.2003 10:30 |
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Arminius
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Re: unsterblich verliebt von Arminius (04.09.2003 10:51) |
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Ja Zwerg,
genau das muss ich tun. Ich weiss es, auch meine "Seitensprungpartnerin" weiss es. Was ich dazu brauche ist ein klarer Kopf und genügend Zeit. Das ist nicht so einfach zu bewerkstelligen, aber so muss es laufen.
Abstand gewinnen und versuchen alles vernünftig einzustufen...
Hmmm. Der Weg ist noch recht lang fürchte ich. Und es besteht die Gefahr, dass mich die Kräfte verlassen, ich mich einlullen lasse von der Verdrängungsstrategie meiner Frau.
Ich will meinen Gefühlen mehr Raum geben als in den vergangenen Jahren und habe den Eindruck, dass mir das nur gelingt, wenn meine Partnerin mich dabei unterstützt.
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04.09.2003 10:51 |
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