Sozialwissenschaftliche Studie: Mal bei Mama, mal bei Papa |
DNim
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Sozialwissenschaftliche Studie: Mal bei Mama, mal bei Papa von DNim (10.08.2010 12:57) |
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Mal bei Papa, mal bei Mama
Voneinander getrennte Eltern und ihre Kinder für eine sozialwissenschaftliche Studie gesucht
Etwa 300.000 Kinder werden jährlich neu mit der Trennung ihrer Eltern konfrontiert. Die Folge: Immer mehr Kinder und Jugendliche wachsen in verschiedenen Familienwelten auf, manchmal an weit voneinander entfernten Orten. Das Team um Dr. Michaela Schier vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München fragt nun in einer Studie, wie Kinder und Eltern den „mehr-örtigen“ Alltag bewältigen. Aktuell werden noch Teilnehmende für das Forschungsprojekt gesucht.
Über die Folgen von Scheidung oder Trennung für Eltern und Kinder wird viel geforscht. Trotzdem ist Grundlegendes bisher nicht bekannt: Beispielsweise weiß man noch nicht einmal, wie viele Kinder und Jugendliche in Deutschland zwischen ihren Eltern pendeln. Auch ist ungeklärt, wie Kinder es erleben und damit umgehen, hier und dort aufzuwachsen. Unbeantwortet ist bislang ebenso, wie Familien den „mehr-örtigen“ Alltag und das Pendeln der Kinder zwischen den Eltern handhaben und organisieren. Diese Wissenslücken versucht eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen des DJI nun zu schließen.
Die Ergebnisse der Studie werden nicht nur besser verständlich machen, welche alltäglichen Probleme getrennt lebende Eltern und ihre Kinder zu bewältigen haben. Auch die Chancen der neuen Lebenssituation werden deutlich. Die Resultate der Studie sind zudem für die Politik, die Familienberatung, den Wohnungsbau, die Verkehrsplanung und die Stadtentwicklung wichtig. Denn sie werden zeigen, inwiefern multilokal lebende Familien, finanziell entlastet oder durch Beratung und Dienstleistungen unterstützt werden sollten.
Der Erfolg des Forschungsprojektes ist davon abhängig, dass sich getrennt lebende Eltern und ihre Kinder melden, die bereit sind, den Forscherinnen Einblicke in ihren Familienalltag zu gewähren. In den Familien sollte mindestens ein Kind leben, das mal bei der Mutter, mal bei dem Vater übernachtet – wie oft ist unerheblich.
Konkret werden derzeit Familien gesucht, in denen die Eltern keinen akademischen Abschluss (Universität oder Fachhochschule) haben und mindestens 100 km voneinander entfernt wohnen. Die Trennung sollte bereits einige Jahre zurück liegen und die Kinder sollten im Alter von 6 bis 16 Jahren sein. Optimalerweise lebt einer der Elternteile im Großraum München – dies ist jedoch kein Muss!
Wichtig ist, dass sowohl Sie als auch Ihr Ex-Partner und Ihr Kind/Ihre Kinder bereit sind, an der Studie teilzunehmen. Gibt es neue Partnerschaften, wäre es schön, wenn auch die neuen Partner bei der Studie mitmachen würden.
Wir wollen zunächst mit jedem von Ihnen einzeln über Ihre Erfahrungen mit der mehr-örtigen Familiensituation sprechen. Jedes Familienmitglied hat da wahrscheinlich seine eigene Sicht der Dinge. Treffen würden wir uns gerne bei Ihnen zu Hause.
In der einen oder anderen Familie würden wir gerne zusätzlich zu den Gesprächen, an Schlüsselmomenten des multilokalen Alltags teilnehmen und die Kinder auf dem Weg vom einen Wohnort zum anderen begleiten.
Wir garantieren jedem einzelnen von Ihnen selbstverständlich völlige Anonymität und die vertrauliche Behandlung Ihrer Daten nach datenschutzrechtlichen Vorgaben.
Interessierte Eltern melden sich bitte per Email bei Diane Nimmo.
Weitere Informationen zur aktuellen Studie finden sich im Internet unter www.dji.de/multilokale_familie.
Kontakt:
Dipl. Soz. Diane Nimmo
nimmo@dji.de
Schumpeter-Nachwuchsgruppe „Multilokalität von Familie“
Deutsches Jugendinstitut e.V.
Abt. Familie und Familienpolitik
Nockherstr. 2
81541 München
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10.08.2010 12:57 |
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