Sohn will mit 15 Jahren ausziehen |
knöllchen

träumerin***

Dabei seit: 22.08.2007
Letzte Aktivität: 31.10.2011 08:39
Beiträge: 1.504
Herkunft: MV Interessen: mich immer wieder neu finden Beruf: z.Zt in Elternzeit Kinder: *26.09.2007 & 28.05.2011 Familienstand: verheiratet
 |
|
Re: Sohn will mit 15 Jahren ausziehen von knöllchen (07.03.2011 14:06) |
 |
Hut ab vor dir, Viti!
Du konntest deinen Sohn ja damals schon einmal dazu bewegen, mit dir zu einem Psychologen zu gehen. Denkst du, du schaffst das noch einmal? Ich dachte da an eine Therapie für Co-Abhängige von depressiven Partnern.
|
|
07.03.2011 14:06 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
viti
User Level III
  
Dabei seit: 04.10.2009
Letzte Aktivität: 12.04.2012 08:57
Beiträge: 65
Themenstarter
 |
|
Re: Sohn will mit 15 Jahren ausziehen von viti (07.03.2011 14:18) |
 |
Ja genau das ist das Problem, sie wollen sich nicht helfen lassen. Wenn sie sich verantwortungsvoll benehmen würden, könnte man ja über eine gemeinsame Wohnung nachdenken, es ist aber eher so, dass sie sich mit ihren 16 Jahren wie 12 jährige benehmen. Und leider bekomme ich keine Hilfe. Das damals eingeschaltete JA will nur Hilfe geben, wenn die Jungedlichen Hilfe annehmen, was sie aber nicht tun. Die Mutter des Mädchens will zur Zeit ihre Tochter loswerden, um eine neue Beziehung einzugehen(darum die vielen Besuche bei uns) und mein Mann will nur seine Ruhe. Und so bin ich der Bösewicht, der den Beiden im Weg steht.
Ich habe das Gefühl, wenn ich sie jetzt zusammen ziehen lassen würde (ich muss ja den Mietvertrag unterschreiben) würde die Wohnung vermüllen, sie würden nicht mehr zur Schule gehen und sich von der Welt abschotten und irgendwann würden sie unter einer Brücke landen.
Das beantwortet schon Deine Frage: Beide gehen noch zur Schule bis zum Sommer, mein Sohn ist schon auf einer Handelsschule angemeldet, sie hat sich noch um nichts weiteres bemüht. Auf eine Ausbildung haben beide (Orginatzitat) keinen Bock.
Ich habe keine Ahnung was ich noch tun kann außer die Beiden auf die Nase fallen zu lassen. Mir als Mutter fällt das aber, wie den meisten Müttern sehr schwer und ich versuche das zu vermeiden, so lange es sich noch vermeiden lässt.
Ich muss zugeben, es ist lange nicht so schlimm wie vergangenes Jahr, aber vom o.k. sein ist es noch Lichtjahre entfernt.
|
|
07.03.2011 14:18 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
Retina unregistriert
 |
|
Re: Sohn will mit 15 Jahren ausziehen von Retina (07.03.2011 16:10) |
 |
Du hst so viel versucht. Ja, wahrscheinlich wäre es wirklich das Beste, die beiden voll auf die Nase fliegen zu lassen. Wahrscheinlich müssen sie, ähnlich wie bei Alkohol- oder sonstigen Drogenabhängigen erst ganz unten sein, um wieder raus zu kommen. Aber als Mutter mag man das Risiko, dass auch das schief geht natürlich nicht gerne eingehen.
So bleibt nur, Dich amotional so weit es geht von dem ganzen zu distanzieren, bis man auf Dich zukommt. Leichter gesagt als getan, klar. Aber am Ende gehst auch Du vor die Hunde, wenn sich Dein Leben nur noch um diese eine Sache dreht.
Wie wäre es mal mit einem Urlaub, irgendwo allein oder 'ne Kur. Einfach mal raus aus dem Alltag, Abstand gewinnen?
|
|
07.03.2011 16:10 |
|
|
viti
User Level III
  
Dabei seit: 04.10.2009
Letzte Aktivität: 12.04.2012 08:57
Beiträge: 65
Themenstarter
 |
|
Re: Sohn will mit 15 Jahren ausziehen von viti (07.03.2011 17:09) |
 |
Ja an eine Kur hab ich auch schon gedacht. Aber ich mag mir gar nicht vorstellen wie es dann hier zugeht: Ein Vater, der sich nicht groß für seine Kinder interessiert, einen großen Bruder, den die ganze Situation sehr depressiv gemacht hat und den Chaoten selbst.
Ich befürchte "Mord und Totschlag".
Du hast Recht, es ist wie bei einem Drogensüchtigen, sie müssen erst auf der Nase liegen um zu begreifen wie es zugeht im Leben. Das verlangt ja auch ansonsten Niemand von einem 16 jährigen, aber wenn man keine Hilfe will und alles alleine schaffen will, dann sollte man auch in diesem Alter die Verantwortung tragen.
Ich habe noch eine Menge zu lernen, denke ich.
Vor allen Dingen mit dem ganzen gleichgültiger umzugehen. Und auf Distanz zu gehen. Aber ich habe ja noch etwas mehr als ein Jahr Zeit dazu.
Ob ich das allerdings schaffe weiß ich nicht, denn mein Bludruck bewegt sich in schwindelerregender Höhe und meine Nerven liegen blank.
Ich finde einfach keinen Ausweg aus dieser Situation.
Ich möchte aber nochmal ganz lieb DANKE sagen, dass ich das hier loswerden darf und auch noch Antworten bekommen habe. Das ist mein Lichtblick für heute.
LG viti
|
|
07.03.2011 17:09 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
starlight1970

User


Dabei seit: 21.02.2011
Letzte Aktivität: 18.10.2011 19:38
Beiträge: 15
Herkunft: Niedersachsen Beruf: Köchin Kinder: 2 Kinder, 13 und 16 Familienstand: verheiratet
 |
|
Re: Sohn will mit 15 Jahren ausziehen von starlight1970 (15.03.2011 16:29) |
 |
@Retina: Soweit ich viti richtig verstanden habe, war der Tenor der beiden Teenies, dass sie keinen Bock auf Ausbildung haben, allerdings sind es über die ganze Zeit soviel Beiträge geworden, dass ich nicht alle bis zu Ende gelesen habe.
@ viti: Ich habe lange darüber nachgedacht, meine Tochter ausziehen zu lassen, wenn sie es unbedingt will. Sie ist auch erst 16. Mein Mann und ich wissen aber inzwischen, dass sie dies unter Umständen auch wollte, weil sie selber ein Stück weit mit sich unzufrieden war oder ist.
Kommt es für dich denn nie in Frage, deinen Sohn samt Freundin ziehen zu lassen, w e n n sie denn auch über alle Konsequenzen, die so ein Auszug mit sich bringt, informiert sind?? Mache dir nicht nur in deiner Mutterrolle einmal bewußt, das es auch noch ein Leben nach der pubertären Phase deines Sohnes gibt. Und auch, dass du als eigenständiger Mensch selbst eine Daseinsberechtigung hast und ein Leben mit deinem Mann, für das es sich zu leben lohnt! Sei doch einfach mal ein Stück weit egoistisch! Wenn du eine gute psychologische Betreuung hast, spreche es dort einmal an, oder mache es dir in einer stillen Stunde selber klar. Seitdem ich für mich das abgeklärt habe, fällt mir vieles leichter. Auch im übrigen die Akzeptanz, das die eigenen Kinder eine eigene Identität haben, die sie für sich selber herausfinden müssen und die eigene Meinung, die sie über viele Dinge des Lebens haben, auch wenn ich diese nicht teile. Und auch die Akzeptanz, dass die Standpunkte der Kids nicht immer richtig sind, sie aber selber die Erfahrungen damit machen müssen. Ich wünsche dir ganz viel Kraft!!!!
LG starlight1970
P.S: Ich finde nicht, das hitnaks Beiträge dich herunterziehen sollten (aus hitnaks Sicht) sondern eher eine Auseinandersetzung mit deinem eigenen Handeln und deine Sicht der Dinge fordern.
|
|
15.03.2011 16:29 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
viti
User Level III
  
Dabei seit: 04.10.2009
Letzte Aktivität: 12.04.2012 08:57
Beiträge: 65
Themenstarter
 |
|
Re: Sohn will mit 15 Jahren ausziehen von viti (15.03.2011 17:03) |
 |
Hallo, ich habe auch schon so oft gedacht, dass ich ihn ziehen lassen soll. Aber es spricht was dagegen: Seine Freundin ist seit längerem in einer psychiatrischen Einrichtung und bald soll sie entlassen werden, aber nicht weil sie gesund oder stabil ist, sondern weil sie keinen Bock mehr hat, dort zu sein. Alle Überredungen sich doch weiter helfen zu lassen lehnt sie ab. Sie ist der Ansicht, sie kann nur gesund werden, wenn sie zusammenziehen. Wenn ich mal 5 Minuten mit meinem Sohn normal reden kann, was tatsächlich ab und zu passieren kann, dann sorgt er sich sehr um sie und hat mächtig Bammel so eine große Verantwortung zu tragen. Verständlich mit 16 Jahren.
Wenn er aber wie meist schlimm drauf ist, will er mit ihr zusammenziehen, damit sie gesund wird. Dass ER das nicht nur beeinflussen kann, begreift er nicht. Hättest Du Deine Tochter unter diesen Umständen gehen lassen?
Klar, ich weiß in zwei Jahren wird die Situation nicht besser sein, aber er ist dann erwachsener und kann vielleicht besser nachdenken, dass ein Arzt die vernünftigere "Hilfe" ist.
In allem Anderen stimme ich Dir voll zu. Ich sollte auch ein eigenes Leben haben und unsere Kinder müssen die eigenen Erfahrungen mache, schöne und weniger schöne. Trotzdem hab ich das Gefühl ihn in diesem Fall noch beschützen zu müssen. Hab ich Unrecht? Würde mich sehr interessieren ob ich das falsch sehe.
Gruß Viti
|
|
15.03.2011 17:03 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
starlight1970

User


Dabei seit: 21.02.2011
Letzte Aktivität: 18.10.2011 19:38
Beiträge: 15
Herkunft: Niedersachsen Beruf: Köchin Kinder: 2 Kinder, 13 und 16 Familienstand: verheiratet
 |
|
Re: Sohn will mit 15 Jahren ausziehen von starlight1970 (19.03.2011 18:53) |
 |
Hallo viti,
vielleicht könnte man deinem Sohn einen Kompromiss anbieten. Wenn du ihn "ziehen lässt" Und zwar mit seiner Freundin zusammen, dann mit der Auflage, dass sie sich beide für eine Weiterbehandlung entscheiden. Soweit ich informiert bin, gibt es so etwas auch ambulant. Da könntest du auch deine Hilfe anbieten, evtl. gibt es auch in deiner Nähe eine bezahlbare Wohnung für die beiden. Was sagt denn die Mutter des Mädchens dazu, dass ihre Tochter scheinbar ernsthaft krank ist und nun irrigerweise meint, nur das ZUsammenziehen mit deinem Sohn könne ihr helfen??? In der Umgebung der beiden gibt es doch sicher eine oder mehrere Personen, zu denen beide Vertrauen haben, die mithelfen können bei der Überzeugungsarbeit? Denn davon muß mit Sicherheit noch viel geleistet werden, sonst gehe ich davon aus, das schon die Zukunft der beiden zum Scheitern verurteilt ist, weil beide einfach unrealistische Vorstellungen haben. Der finanzielle Aspekt mal ganz hinten angestellt!
Auch so, beim täglichen Zusammensein werden früher oder später Probleme auftreten, die beide vorher nicht für möglich gehalten haben. Wenn du aber Mit Hilfe von noch anderen Personen (Tante, Cousin, nahestehender Freund etc.) von außen Hilfe anbietest, wäre das vielleicht eine Option für die beiden? Wenn es dann doch überhaupt nicht klappt, habt ihr aber doch wenigstens versucht. Und du ,viti, hast etwas Distanz zu deinem Sohn und kannst dich endlich wieder mal um dich kümmern.
|
|
19.03.2011 18:53 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
viti
User Level III
  
Dabei seit: 04.10.2009
Letzte Aktivität: 12.04.2012 08:57
Beiträge: 65
Themenstarter
 |
|
Re: Sohn will mit 15 Jahren ausziehen von viti (19.03.2011 19:19) |
 |
Genau den Gedankengang hatte ich auch, Beide nehmen ambulante Hilfe, die gibt es bei uns, aber sie wird gesund wenn sie zusammen ziehen, kein wenn und aber. Das Verrückte dabei ist, dass die Mutter des Mädchens ihnen das auch noch einredet. Und ich jetzt als die Böse dastehe, die dem keinen Glauben schenkt und das Ganze mir vorkommt wie zwei dreijährige die nicht nachdenken können. Sonstige Verwandte gibt es nicht, auch keine Vertrauenspersonen, die Beiden kapseln sich ab.
Manchmal denke ich, wie Du, wenn sie erst einmal zusammenziehen werden sie auf den Boden der Realität zurück kommen, aber mein Sohn ist sehr stolz und ich kann mir nicht vorstellen, dass er dann zurück kommt und um Hilfe bittet.
Finaziell wird das Mädchen so sehr von ihrer Mutter untersützt, dass sie keine fin, Sorgen haben werden auch wenn ich meinem Sohn nicht viel mitgeben kann.
Mein Gefühl sagt mir, dass diese Mutter die Verantwortung loswerden möchte, hat sie doch immer wieder wechselnde Männerbekanntschaften, wobei, aber das ist nur eine Vermutung, den ein oder anderen Mann eine Pubertierende bestimmt stören wird. Und so kann ich eigendlich nur abwarten,
dass das Mädchen gesund wird,
dass mein Sohn "aufwacht"
dass er nicht aufwacht und mit 18 auf und davon ist, woran ich bei letzterem nicht mal dran denken mag.
Danke für Deinen Rat. Viti
|
|
19.03.2011 19:19 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
viti
User Level III
  
Dabei seit: 04.10.2009
Letzte Aktivität: 12.04.2012 08:57
Beiträge: 65
Themenstarter
 |
|
Re: Sohn will mit 15 Jahren ausziehen von viti (26.04.2011 14:39) |
 |
Hallo,
nach 5 Wochen melde ich mich nochmal weil heir so viele nette Menschen sind, Danke, und weil es mir gut tut meine Sorgen, meine Verwzeiflung und meinen Frust loszuwerden.
Was hat sich getan? Was so undurchsichtig angefangen hat, hat nun ein vorfäufiges Ende genommen. NOCH kann ich es nicht begreifen und mich auch noch nicht freuen.
Von einem zum anderen Tag war aus welchem Grund auch immer Schluss mit dieser Beziehung. Nicht mal geahnt habe ich das. Mein Soh kam zu mir und hat das so ganz nebenbei gesagt und wie immer hab ich keine Antworten auf meine Fragen bekommen.
Man könnte meinen er sei am Boden zerstört, ist er aber nicht. Die ersten Tage sah er sogar erleichtert aus. Und war, oh Wunder, nett. Das hat sich aber schnell wieder gelegt. Ich denke er ist nun in einem Loch, hat keine Freunde mehr, da er sich ja nur ihr gewidmet hat und ertrinkt jetzt in Langeweile. Wie könnte es auch anders sein, lässt er seinen Frust an mir aus. Ich denke momentan ist er ein ganz normaler Pubertierender. Wenn jetzt diese ellenlange Vorgeschichte meine Kräft nicht geraubt hätte, könnte ich das jetzt bestimmt leicht nehmen, das ist aber nicht so.
Da steckt erstens die Angst noch in mir, dass sie sich ja auch wieder "vertragen" könnten und wie schon gesagt, meine Kraft ist nach dieser Zeit auf dem 0 Punkt.
Aber ich will mal nicht unzufrieden sein, von so einer Situation hätte ich vor einem Jahr nicht mal zu träumen gewagt.
Trotzdem- so langsam könnte doch die Pubertät zu Ende sein, meint Ihr nicht auch?
Liebe Grüße viti
|
|
26.04.2011 14:39 |
Registrieren Sie sich jetzt kostenlos ->
|
|
|